mich interessiert, wie man bestimmte „Bücher-Arten“ - wenn man das so sagen darf - bezeichnet werden.
Bücher, wie beispielsweise „Das Kapital“ von Karl Marx.
Gehört dieses Buch zur Gattung Epik ?
Kann man dieses Buch als Erzählung bezeichnen ?
Da unterhalten sich zwei:
„Was liest Du gerade?“
„Was von Karl May“
„Ah schön, welchen denn?“
„‚Das Kapital‘“
„Mensch, das ist doch nicht von Karl May, das ist von Karl Marx!“
„Ach so! Ich bin schon auf Seite 150 und habe mich gewundert, daß kein einziger Indianer drin vorgekommen ist!“
Danke dir, genau diesen Begriff habe ich gesucht.
Ich wußte, dass solche Bücher nicht der Belletristik zugerechnet werden, aber ich wußte auch, dass es keine Sachliteratur ist.
Fachliteratur ist der Begriff, den ich gesucht habe.
Außerdem danke ich dir, dass du dir die Mühe gemacht hast, einige Links rauszusuchen
mich interessiert, wie man bestimmte „Bücher-Arten“ - wenn man
das so sagen darf - bezeichnet werden.
Bücher, wie beispielsweise „Das Kapital“ von Karl Marx.
Letzteres gehört, wie schon gesagt wurde, in die Kategorie „Sachbuch“. Man sollte hinzufügen, dass die Unterkategorie „Wirtschaftwissenschaft“ oder auch „politische Ökonomie“ (veraltet) lautet.
Kann man dieses Buch als Erzählung bezeichnen?
So erstaunlich diese Frage ist, es gab tatsächlich jemanden, der sie mit „Ja“ beantworten würde: der französische Philosoph Lyotard (gest. 1998). Für ihn gehörten wissenschaftliche Theorien zu den „Metaerzählungen“ bzw. „großen Erzählungen“. In diesem Sinn wäre „Das Kapital“ zumindest die literarische Manifestation einer „Metaerzählung“ (der kommunistischen ´Erzählung´ über die Befreiung von Ausbeutung). Nichtsdestotrotz ist das Werk hochbedeutend, es bietet eine Röntgenaufnahme des kapitalorientierten Wirtschaftssysstems, die im Prinzip auch heute noch Geltung hat.