Hallo Thomas,
kommt drauf an, was man und in welcher Größenordnung man es veranstaltet. Grundsätzlich sollte ein größerer Veranstalter schon besser mindestens einen Juristen im Haus oder wenigstens bei der Hand haben, denn man fängt sich gerne Probleme quer durch alle Gesetze ein. Angefangen vom Baurecht, wenn es um Hallen, Bühnenkonstruktionen, etc. geht, über das Polizeirecht (Gefahrenabwehr), Umweltschutz, die einschlägigen Vorschriften zum Umgang mit Lebensmitteln, Jugendschutz, … Schon im öffentlichen Recht merkt man, dass es da eigentlich kaum Dinge gibt, die im Einzelfall nicht interessant sein könnten.
Dann natürlich das Zivilrecht, mit dem allgemeinen Vertragsrecht, insbesondere Werk- und Dienstvertragsrecht, Deliktsrecht (wenn mal was zu Bruch geht, oder so), Handelsrecht, Urheberrecht, … Also auch hier wieder quer Beet. Und schließlich kann es auch nicht schaden, ein wenig vom Strafrecht und den strafrechtlichen Nebenbestimmungen zu verstehen, wenn es um den Umgang mit Randalierern, Drogendealern, den Einsatz von privaten Sicherheitskräften, etc. geht.
Also, wenn man mehr als Omas 90. organisieren will, sollte man schon einen Fachmann/frau kennen, der/die einem immer mal wieder Tipps in Detailfragen gibt, dies aber natürlich auch nicht im größeren Stil umsonst erledigen wird. Alles andere würde ich bleiben lassen, denn als Veranstalter bist Du immer (mit) dran, wenn etwas nicht i.O. ist und dann kann es ganz schön teuer werden!!! Da sind die paar Mark für den fachlichen Rat vorher sicher gut angelegt.
Kleiner Hinweis am Rande: wenigstens zum öffentlichen Recht gibt es üblicherweise ein wenig Hilfestellung von den Behörden. Wenn man dort eine Veranstaltung anmeldet (falls dies erforderlich ist; bzw. ob dies im Einzelfall erforderlich ist, sagt man dir dort auch) gibt es üblicherweise auf Anfrage ganz gute Hinweise und Merkblätter, bzw. man macht in der Genehmigung gleich entsprechende Auflagen, an die man sich dann eben halten sollte, um Ärger aus dem Weg zu gehen.
Gruß vom Wiz
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