Woher weißt du das denn? Kannst du etwas mehr dazu erklären?
Hi
Das ist der Rest vom Schulwissen Chemie, Grundkurs Oberstufe und ein Semester Chemie-Kurs für Biologen. Also nicht das meiste.
Auch hier wäre es schön, wenn du mehr erklären könntest.
Woher kennst du dich aus? Studierst du Chemie?
Ich studier nicht Chemie. Daher war die Formulierung auch vorsichtig und eher ne Frage.
Dann mach uns mal bitte schlauer.
Gleich wieder vorweg: ich bin mir bei all dem nicht hundert Prozent sicher. Wäre vielleicht das Beste, ein Chemiker würd da nochmal was zu sagen. Das wird jetzt etwas off topic, weil Chemie…
Was noch so hängen geblieben ist:
Die Farbstoffe die ich kenne (es mag halt auch Farben geben bei denen das nicht so ist), bestehen aus mehr oder weniger großen Kohlenstoff-Gerüsten, häufig mit Kohlenstoffringen (Sechsringe z.B.) in denen immer abwechselnd eine Einfach- und eine Doppelbindung vorkommt.
Ich habe mal die natürlichen Haarpigmente gegooglet, diese Kohlenstoff-Gerüste kann man da sehr schön sehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Eumelanin
http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%A4omelanin
Jetzt ist es so, dass die Elektronen nicht irgendwo festgemacht sind, sondern in mehr oder weniger großem Abstand um das Atom herumfliegen, bei kovalenten Bindungen (wie sie hier vorkommen) teilen sich mehrere Atome ein oder mehrere Elektronen. Und gerade bei diesen Farbstoffen ist es so, dass die Elektronen wie so eine Art Wolke um eine längere Kette von Atomen „herumfliegen“. Wenn man sich das modellhaft vorstellt, klappen die Doppelbindungen um, bis dahin, wo sie nicht mehr umklappen können. Von da aus klappen sie wieder zurück (das ist in Wirklichkeit natürlich nicht so, aber es reicht eben für das Modell).
Wenn man sich Licht für diesen Zweck als Welle vorstellt, sind lange Wellen „röter“, kurze hingegen „blauer“. Die umklappenden Elektronen schwingen mehr oder weniger schnell. Je kürzer das Molekül ist (bzw das „aktive Zentrum“) desto blauer. Je größer das Molekül, desto roter das Licht, was abgestrahlt wird.
Auch bei den zwei Melaninsorten trifft das ja zu, das Eumelanin ist für braune Haare da, es ist kurzkettiger als das Phänomelanin.
Auch ein gutes Beispiel (und eines, was mir in Erinnerung geblieben ist), ist das Carotin, eine ziemlich lange Kohlenstoffkette, wo immer eine Doppelbindung sich mit einer Einfachbindung abwechselt. Was sich an den Enden der Ketten für Molekülreste anhaften, ist für die Farbe relativ unerheblich. Alle Carotine sind mehr oder weniger rot-orange.
Wie gesagt - ich möchte damit nicht behaupten, dass das bei ALLEN Farbstoffen so ist. Eben nur den mir bekannten. Vielleicht ist es ja bei synthetischen Haarfarben was ganz anderes und noch andere chemisch-physikalische Mechanismen spielen da eine Rolle
Grüße
Karana