Welche Haustiere für Kinder

Hallo, hallo,

etwas weiter unten bei der Diskussion über Meerschweinchen, wird auch die Thematik ‚Kinder und Haustiere‘ angesprochen. Ich habe da sofort gedacht ‚je kleiner die Kinder desto größer die Tiere‘ Es ist ja leider immer noch üblich zu denken, dass Kleintiere prima für Kinder geeignet sind, was meiner Meinung nach nicht richtig ist. Kleintiere sind recht haltungsintensiv und nur durch Beobachten der Tiere ist es möglich deren Bedürfnisse zu erkennen. Hunde dagegen, können ihre Bedürfnisse äussern bzw. auch Grenzen setzen, wenn sie z.B. etwas zu rauh behandelt werden. Ferner denke ich, hängt diese Einstellung zu Kleintieren damit zusammen, dass sie überwiegend immer noch unsachgemäß gehalten werden in zu kleinen Käfigen,kaum Auslauf u.s.w.

Wie denkt Ihr darüber bzw. wie geht Ihr als Eltern damit um?

LG, ELke

Bin ganz deiner Meinung! Die meisten Kleintiere, besonders Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster, sind überhaupt nichts für Kinder. Sie werden nicht gern herumgetragen und eignen sich nicht als „Spielzeug“, was die Kinder ja in ihnen sehen. Hunde und Katzen sind da wesentlich besser für Kinder, das sehe ich auch so!
Die einzigen Nagetiere, die ich für kindergeeignet halte, sind Ratten. Die lieben es, wenn man mit ihnen spielt, sie herum trägt, und können auch sehr gut ihre Grenzen zeigen! Außerdem sind sie tag- und nachtaktiv.
Galli

Hallo Elke,
also ich hab die Erfahrung mit meinen Kindern (7 und 10) das jedes Tier zu Anfang sehr intressant ist und das Interesse ziemlich schnell wieder nachlässt.
Wir haben 2 Meeris, 3 Katzen, Fische und gerade eine Rasselbande von 6 jungen Hunden aufgezogen. Die Meeris finde ich sind gar nichts für kleinere Kinder, ich muss dauernd dazu auffordern sie zu füttern und ausmisten überlässt man freundlicherweise auch der Mutter. Zum spielen sind sie schon gar nicht geeignet. Die Katzen lassen sich viel gefallen aber sie wehren sich auch schon mal mit den scharfen Krallen wenn es ihnen zu bunt wird…kann auch schon mal gefährlich werden wenn das Kind die Grenze überschreitet. Also vielleicht eher ein Tier für ruhigere Kinder die verstehen wenn es genug ist und die Katze als Tier sieht und nicht als Puppenersatz. Mit den Hunden habe ich bisher die beste Erfahrung gemacht,da spielt natürlich in erster Linie die Rasse und die Erziehung des Hundes eine Rolle, wir haben einen Cocker-Spaniel und ich muss sagen es ist einer von den gutmütigsten Hunden die ich kenne. Die Kinder haben meiner Meinung nach am meisten etwas von einem Hund. Mit denen kann man herumtollen, spielen und kuscheln.
Liebe Grüsse
Monika

Hallo Elke

ich bin auch der Meinung, das Kleintiere wenig in Kinderhand zu suchen haben.
Vor allem wenn das Tier den Kindern „gehört“. Sollte jetzt die Mama so ein riesen
Kaninchenfan wie ich sein, und die Kinder wachsen damit auf, ist das etwas
anderes, weil sich erwachsene Kaninchenfans ja meist mit der argerechten Haltung
und Fütterung auseinandersetzen. Aber ein armes Kaninchen oder Meerschweinen, was
noch alleine leben muss in den Käfig ins Kinderzimmer zu stellen find ich
schlimm.Vor allem verlieren die meisten Kinder ja das interesse, wenn es ans
„arbeiten“ geht, so wie füttern, ausmisten, ectr.

Ich bin damals mit Katzen, Hunden, Kühen, Ziegen, Hühnern aufgewachsen und hab
von Anfang an eingetrichtert bekommen, das Tiere kein Spielzeug sind, sondern
Lebewesen mit Gefühlen. Natürlich haben wir auch junge Katzen rumgeschleppt, aber
die haben uns sehr deutlich gezeigt, wann Schluss war.( Kratz-beiss-fauch)

Ich finde es am besten, wenn die Tiere von Anfang an in der Familie sind, und die
Kinder damit aufwachsen. Natürlich müssen die Eltern dann auch auf den richtigen
Umgang mit den Tieren achten und die Kinder anhalten, Tiere gut zu behandeln.
Kinderfreudliche Hunde finde ich eine sehr gute Lösung, wenn sie gutmütig sind,
und sich auch mal auf den Schwanz treten lassen :wink:

Aber wie du schon gesagt hast: Kleintiere nein!

LG

Julia

hi,
ich finde es auch schlimm, wie oft mit Kleintieren umgegangen wird. Lebendiges Spielzeug, wie grausig. Und dann wahrscheinlich auch noch ohne Gesellschaft oder ohne Auslauf.
Eigentlich muesste es Pflicht sein fuer jedes Zoogeschaeft zum Erwerb eines Tieres auch eine Art tierschutzgerechte „Anleitung“ mitzugeben in schriftlicher Form. Und es muesste verboten sein bestimmte Tiere einzeln zu halten. Das waere das mindeste. Aber nein, dann beraten diese oft auch noch grottenfalsch. Diese Laeden muessen viel staerker ueberprueft werden.
vg jima

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Hallo, hallo,

danke für die Antworten.

Da scheint es sich ja ein wenig herumzusprechen, dass Kleintiere nichts für Kinder sind ;O). Als Kind bin ich auch mit einem ‚Zoo‘ aufgewachsen und ich habe leider auch Meerschweinchen ín einem Puppen-
wagen gepackt und durch die Gegend geschoben. Hund und Katz haben mir klar gesagt, wo die Grenzen sind. Heute bin ich auch eingeschworener Kaninchenfan ;O) Ich war der merkwürdeigen Auffassung, als ich meine beiden Monster bekommen habe, dass die pflegeleicht sind halt so im Käfig gehalten werden. Ihnen dann ein möglichste artgerechtes Leben zu bieten, war dann echt Arbeit und ist von Kíndern überhaupt nicht zu leisten.

LG, Elke

Hi Jima

stimme dir 100% zu. Aber was man in diesen Zoofachgeschäften immer als Beratung
bekommt ist ein Scherz.
Kaninchen zusammen mit Meerschweinchen in einem winizgen Käfig…
Die Tiere kann man super alleine halten…
Trockenfutter reicht…
usw, usf

Lg

Julia

Hallo Jima + Julia,

ja, seuftz, dass ist echt traurig was sich in Tierhandlungen so abspielt, wenn die besser beraten würden, wäre das ein guter Multiplikator.

Ich bin schon immer froh, etwas im kleinen zu erreichen, z.B. haben
einige meiner Freundinen ein permanent schlechtes Gewissen, wenn ich
sie besuchen komme und sofort ihre Tiere sehen will. Oder auch Handwerker haben schon vor meinem Gehege gestanden und gemeint ‚ach, dass ist aber eine gute Idee‘ das können wir auch machen.

LG, Elke

Hallo,

da ich ja die Meerschweinchen-Diskussion losgetreten habe hier auch noch mal meine Meinung:

Ich finde es wichtig für große und kleine Menschen Umgang mit Tieren zu haben. Die Tiere sollten aber schon „akzeptierte“ Familienmitglieder sein, d.h. alle sollten sich auch um das Wohl der Tiere sorgen, wie z.B. sich auch alle für ein Kind verantwortlich fühlen.
Ich würde eigentlich bei Kindern und Tieren immer zu Katzen raten (okay, wir haben auch zwei Stubentiger, aber die waren schon vorm Kind da). Hunde lassen sich nach meiner Erfahrung sooooooo viel von Kindern gefallen, Katzen setzen da eher ihre Grenzen und Kleintiere können sich nicht gegen erdrückende Liebesbeweise oder Schlimmeres wehren. Zudem haben die meisten Kleintiere ja auch eine recht kurze Lebensspanne, da ist das Drama dann sicher auch groß.
Wie auch immer, respektvoller Umgang mit anderen Lebewesen fällt sicher nicht vom Himmel, ich finds klasse, wenn Kinder das vorgelebt bekommen. Die Eltern müssen aber schon (je nach Kind + Alter) die Aufsicht führen bzw. den Umgang vorgeben.

VG,

Birgit
-die megastolz aufs nicht mal 2,5 Jahre alte Söhnchen ist, der den Katzen jetzt morgens das Fressen bringen darf und begeistert mit dem vollen Freßnapf und den Worten „KATER MUSS ESSEN!!!“ durch die Wohnung rennt:wink:…
Katerchen ist übrigens völlig unbeeindruckt…

Hallo Birgit,

ich stimme Dir völlig zu, dass die ideale Lösung ist, wenn Kinder langsam und ohne Druck an Tiere herangeführt werden, indem sie kleine Aufgaben übernehmen. Die hauptsächliche Verantwortung sollte aber bei den Eltern verbleiben. Aber leider werden Kleintiere gerne angeschafft mit der Bedingung, dass (kleine)Kinder sich zu 100% darum kümmern müssen und das geht schief.

Zudem haben die meisten
Kleintiere ja auch eine recht kurze Lebensspanne, da ist das
Drama dann sicher auch groß.

Das ist nicht so ganz richtig. Ich weiß, dass Mäuse und Hamster um die 2-3 Jahre werden. Aber Meerschweinchen haben eine Lebenserwartung von ca. 8 Jahren und Kannichen von 10 - 12 Jahren. Wenn man bedenkt, ein Kind bekommt Kaninchen so mit 10 Jahren + die können leben bis das ‚Kind‘ eine junge Frau von 20 Jahre ist, quasi von der Grundschule bis zur Lehre/Uni ist das ein turbolenter Lebensabschnitt. Viele Kleintiere erreichen diese Alter aber nicht, das sie durch die schlechte Haltung früher sterben.

LG, Elke