Welche Heizung

Hallo!

Wir haben vor in naher Zukunft ein Ziegel-Fertighaus zu bauen und sind am überlegen, welche Heizung die vernünftigste ist.
Kann mir jemand einen Tipp geben?

Hallo !

Das ist eine Finanzfrage !

Ich würde, wenn ich noch einmal baue, eine ganz normale Gasheizung einbauen. Plus holzbeheiztem Warmluftofen.

Für einen Hausbauer ist das aber ganz selten möglich, da es jetzt auf den Pfennig ankommt.
Also bleibt man bei der Gasheizung. Die bringt am wenigsten Probleme, braucht keine Räume für Tanks und der Gaspreis regelt sich am Ölpreis, also kann man nicht zu sehr vom Gaslieferanten über den Tisch gezogen werden.

Die heute angebotenen „Alternativheizungen“, wie z. B. die durch Holzpalletts beheizten, sollte man erstmal vergessen, da die Lieferung mit diesen Palletts noch in den Kinderschuhen steckt. In den meisten Gegenden zumindest. Man muß selbst alle paar Tage zu irgendeinem Händler fahren. Holt sich dort so viel Säcke davon, wie in den Wagen reingehen. Krabbelt zu Haus damit auf den Boden und füllt die Vorratsbehälter auf. Läßt man sich das Zeugs bringen, kostet das gleich extra. Merkt der Lieferant und Hersteller dieser Palletts nach einigen Jahren, daß da einige Hausbesitzer von ihm abhängig wurden, gehen die Preise in die Höhe. Er ist ja nicht, wie der Gaslieferant, am Ölpreis gebunden.

Alles, was man so als „Alternativ“ bezeichnet, sollte man nur als Zweitheizung oder gar nicht nehmen.

Die beste und für jeden Hausbesitzer gut zu handhabende Heizung, ist Gas plus Holz. Und bei Holz kann man sich einen der schwedischen Öfen hinstellen oder auch einen Kamin mauern lassen. Und zwar so, dass dieser Holzofen möglichst viele Räume heizt. Also nicht in einen Raum stellen, sondern so, dass mehrere Räume von der Wärme erfasst werden. Man sollte sich aber erkundigen, was denn so ein Raummeter Kaminholz in der Gegend kostet. Oftmals ist das teurer als Gas oder Öl. Wenn man sich Kaminholz selbst kaufen muß, erlebt man dann oft eine böse Überraschung. Aber - man kann sich Holz, im Gegensatz zum Öl oder Gas, schenken lassen. Ein ideales Geburtstags- oder Hauseinweihungsgeschenk.

Ob Fußboden- oder Heizkörper, das muß jeder selbst entscheiden. Heizkörper heizen die Räume sehr schnell auf. Fußbodenheizungen lassen sehr lange auf sich warten. Man kann nicht abends mal eben den Raum anwärmen.

Du wirst hier so viele verschiedene Meinungen hören und jeder ist von dem, was er hat, überzeugt.
Ich würde an Deiner Stelle bei Euch in der Gegend herumhorchen, womit die Leute dort zufrieden sind. Es nützt nichts, eine tolle Anlage zu installieren, die im Bayerischen Wald oder auf Helgoland Begeisterungsstürme entfacht. Es muß zu Eurer Gegend passen. Es sind Zulieferer und Hersteller und Handwerker aus Eurer Gegend , die das dann installieren. Und es hat keinen Zweck, denen zu sagen, da auf Rügen gibt es das und das und das will ich haben.
Wichtig ist der Handwerker, der etwas ihm Bekanntes einbauen kann und der spätere Service.

Wir z.B. haben einen kombinierten Gas- Holzofen. Zweigeteilt, das heißt, ohne Umbau können wir von Gas auf Holz/Kohle wechseln. Aber - der Ofen ist aus Schweden und wurde auf Wunsch unseres Vorgängers eingebaut. Im Falle eines Defektes der Elektronik gucken die Handwerker in dieser Gegend schon sehr merkwürdig. Ersatzteile? Gut, dass wir im Notfall mit Holz heizen können, da braucht man keine Elektronik, nur Schamott.
Dann haben wir noch im Wohnzimmer einen geschlossenen Kamin, der, mit Holz beheizt, dieses Zimmer gut heizt.

Du wirst hier viele, viele Vorschläge hören. Jeder ist von seinem System überzeugt. Viele auch von Systemen, die sie nur vom Hörensagen kennen. Einige sind Handwerker, die natürlich ihr System verteidigen.

Solarzellen nur als Zweitmöglichkeit!!!

Wenn Dir vollkommen klar ist, was Du einbauen willst, geh noch mal zum Schornsteinfeger und frag auch den.

Gruß max

Hallo,
ich habe seit 1981 eine Wasser - Wasser Wärmepumpe mit Fußbodenheizung und bin mit ihr bestens zufrieden. Ich habe zusätzlich für die Übergangszeit einen Heißluftkamin im Wohnzimmer. An Energiekosten habe ich im Jahr 1400 - 1500 Euro für eine Wohnfläche von ca. 220 qm, darin ist alles an Stromkosten enthalten für Licht , Warmwasser und die Heizung (Wärmepumpe). Das Warmwasser erwärme ich mit einem Durchlauferhitzer, da wird nur das Wasser erwärmt was man wirklich braucht und durch den Preisunterschied zu einem 300 oder 400 Liter Standspeicher kann man etliche Jahre das Wasser erwärmen. Bei mir gab es damals eine Steuerabschreibung für den Einbau einer Wärmepumpe, wie das heute geregelt ist, weiß ich leider nicht.

MfG Günter

Heizungstip
Hallo,
wir bauen auch in naher Zukunft! Nach langwierigen Vergleichen haben wir uns für einen Gasbrennwertkessel entschieden.
Und als Heizkörper haben wir uns Heizleisten ausgesucht. Weil, so sagt man, die Strahlungswärme der Wände eine ganz andere Wärme ist als die von Konvektoren. Vergleichbar mit einem altem gemütlichen Kachelofen. Und da Du ja ein Ziegelhaus hast (haben wirst) hast Du sogar die Möglichkeit richtige Wandheizung einzubauen.
Ich hab da inzwischen viel Infos gesammelt. Könnte Dir paar Infos, Prospekte, … zuschicken.
Wenn Du mehr wissen möchtest, mail mich einfach an.

Kalle

Hallo,

wir bauen auch in naher Zukunft! Nach langwierigen Vergleichen
haben wir uns für einen Gasbrennwertkessel entschieden.

dazu gab’s hier vor kurzem schon mal 'ne Diskusion in irgend einem
Forum.
Brennwerttechnik ist sicher ganz gut.
Wer allerdings nur ein Einfamilienhaus mit sehr guter Wärmedämmung
(Niedrigenergiehaus) zu heizen hat, braucht nur 10KW oder weniger.
Da ist Brennwerttechnik schon „mit der Speckseite nach der Wurst
geworfen“ und kosten insgesamt mehr als ein einfacher kleiner Brenner.
Außerdem verlangt Brennwerttechnik niedrigste Vorlauftemp.
Das wäre also in Verbindung mit einer Fußbodenheizung oder auch
Wandheizung zu empfehlen. In Verbindung mit Heizkörpern aber weniger.

Wenn man dann noch davon ausgeht, daß Brennwerttechnik meist größer
und damit völlig überdimensioniert ist, relativiert sich das alles.

Und als Heizkörper haben wir uns Heizleisten ausgesucht. Weil,
so sagt man, die Strahlungswärme der Wände eine ganz andere
Wärme ist als die von Konvektoren.

Also diese Heizleisten sind doch auch nur langgezogene Konvektoren
und arbeiten deshalb kaum anders. Die Vorlauftemp. wird also auch
kaum niedriger sein, als bei normalen Konvektoren.

Diese esotherische Meinung von den „strahlenden Wänden“ habe ich
auch schon des öfteren gehört. In Werbeaussagen wird das ordentlich
breitgelatscht und wer nicht drüber nachdenkt, glaubt den Quatsch
mit den strahlenden Wänden auch noch.
Bei diesem Unsinn kringeln sich bei mir immer die Fußnägel hoch.

Wände mit niedriger Temp. (wenig über Raumtemperatur) strahlen kaum.
Der Sinn einer Flächenheizung ist aber gerade die niedrige Temp.
Der allergrößte Teil der Wärme wird noch mehr als beim Kachelofen
oder Heizkörper auch nur durch Konvektion abgegeben.

Wenn also überhaupt was merklich strahlt, dann ein heißer
Heizköper oder ein heißer Kachelofen, aber kaum lauwarme Wände!

Wenn da überhaupt ein wesentlicher Unterschied ist, dann durch die
etwas anderen Strömungsverhältnisse im Raum.
Die Begründung, daß die kalten Außenwände ja extra aufgeheizt
werden, ist auch energieökonomischer Unfug. Dadurch geht zusätzlich
Heizwärme nach außen verloren. Wenn dann mit weniger Heizwärmebedarf
argumentiert wird, ist das ziehmlich wiedersinnig.

Vergleichbar mit einem altem gemütlichen Kachelofen.

Wie gesagt, der stahlt nur wenig und gemütlich ist der,
weil man sich dransetzen kann um sich den Rücken zu wärmen.
Ein Kachelofen wurde aber niemals an die Außenwände gebaut, eben
aus oben genannte Gründen.

Und da Du ja ein Ziegelhaus hast
(haben wirst) hast Du sogar die Möglichkeit richtige
Wandheizung einzubauen.

Wand(-flächen-)heizung ist sicher auch ganz nett, aber Vorsicht vor
Verallgemeinerungen.

  1. Da sollte man keine Schränke vorstellen wollen.
  2. Da kommt es noch mehr auf die Wandisolierung an. Trotzdem wird
    man damit auch die Gegend mehr heizen als notwendig, weil der
    Wärmedurchgang nicht nur vom Wärmeduchgangskoeff. abhängt, sondern
    auch von der Temperaturdiff. (macht natürlich nix, wenn man keine
    Außenwände für die Heizung nutzt,was aber ja genau entgegengesetzt
    argumentiert wird).
    Ansonsten machen Flächenheizungen vor allem Sinn, wenn man niedrige
    Vorlauftemp. braucht -> Brennwerttechnik und Wärmepumpe.
    Ein gewissen Komfort durch bestimmte physiologisache Effekte
    will ich der Sache aber nicht absprechen. Komfort kostet aber immer
    etwas mehr Geld.
    Gruß Uwi

Hallo,

wir bauen auch in naher Zukunft! Nach langwierigen Vergleichen
haben wir uns für einen Gasbrennwertkessel entschieden.

dazu gab’s hier vor kurzem schon mal 'ne Diskusion in irgend
einem
Forum.
Brennwerttechnik ist sicher ganz gut.
Wer allerdings nur ein Einfamilienhaus mit sehr guter
Wärmedämmung
(Niedrigenergiehaus) zu heizen hat, braucht nur 10KW oder
weniger.
Da ist Brennwerttechnik schon „mit der Speckseite nach der
Wurst
geworfen“ und kosten insgesamt mehr als ein einfacher kleiner
Brenner.

Kommt ja auch drauf an, je nach dem hat man keinen Kamin oder muss den alten erst sanieren - da lohnt sich der Kauf eines Brennwertgerätes dann schon eher - ein STückchen Rohr aus dem Dachgeschoss raus und gut :wink:.

Außerdem verlangt Brennwerttechnik niedrigste Vorlauftemp.
Das wäre also in Verbindung mit einer Fußbodenheizung oder
auch
Wandheizung zu empfehlen. In Verbindung mit Heizkörpern aber
weniger.

Wenn man dann noch davon ausgeht, daß Brennwerttechnik meist
größer
und damit völlig überdimensioniert ist, relativiert sich das
alles.

Brennwertgeräte gehen schneller kaputt, das ist auch noch ein Gegenfaktor.

Und als Heizkörper haben wir uns Heizleisten ausgesucht. Weil,
so sagt man, die Strahlungswärme der Wände eine ganz andere
Wärme ist als die von Konvektoren.

die haben wir auch :smile:

Also diese Heizleisten sind doch auch nur langgezogene
Konvektoren
und arbeiten deshalb kaum anders. Die Vorlauftemp. wird also
auch
kaum niedriger sein, als bei normalen Konvektoren.

Bei Brennwert ist z. B. wichtig, dass Vor- und Rücklauftemperatur nicht einen Größenunterschied von 20 °C haben. Also was solls dann? - ist doch hier der FAll, wenn richtig eingebaut wurde (für jedes Geschoss einen Heizkreis z. B.).

Diese esotherische Meinung von den „strahlenden Wänden“ habe
ich
auch schon des öfteren gehört. In Werbeaussagen wird das
ordentlich
breitgelatscht und wer nicht drüber nachdenkt, glaubt den
Quatsch
mit den strahlenden Wänden auch noch.
Bei diesem Unsinn kringeln sich bei mir immer die Fußnägel
hoch.

Wände mit niedriger Temp. (wenig über Raumtemperatur) strahlen
kaum.
Der Sinn einer Flächenheizung ist aber gerade die niedrige
Temp.
Der allergrößte Teil der Wärme wird noch mehr als beim
Kachelofen
oder Heizkörper auch nur durch Konvektion abgegeben.

Wenn also überhaupt was merklich strahlt, dann ein heißer
Heizköper oder ein heißer Kachelofen, aber kaum lauwarme
Wände!

Wenn da überhaupt ein wesentlicher Unterschied ist, dann durch
die
etwas anderen Strömungsverhältnisse im Raum.

Das wäre ein Punkt. Wirbelt nicht so viel STaub auf - sehr gut für Allergiker. Außerdem beträgt der Temperaturunteschied vom Fußboden zur Decke ca. 1 °C. Bei was für einer Heizung hat man das sonst???

Die Begründung, daß die kalten Außenwände ja extra aufgeheizt
werden, ist auch energieökonomischer Unfug. Dadurch geht
zusätzlich
Heizwärme nach außen verloren.

??? Häh? Ich denke, das Haus wäre so gut gedämmt, dass da „nix“ nach Außen geht? - Zusätzlich hält es die Außenwände trocken, sehr gut z. B. bei Fachwerkhäusern. Wie ist es denn im „normalen“ Haus? - Würde man einen Kleiderschrank vor innen an eine Außenwand stellen, würde das unweigerlich irgendwann zur Schimmelbildung hintendran kommen. Bei Heizleisten sind die Wände trocken (und man kann Sachen vor die Heizleisten stellen)!

Wenn dann mit weniger

Heizwärmebedarf
argumentiert wird, ist das ziehmlich wiedersinnig.

Vergleichbar mit einem altem gemütlichen Kachelofen.

Wie gesagt, der stahlt nur wenig und gemütlich ist der,
weil man sich dransetzen kann um sich den Rücken zu wärmen.
Ein Kachelofen wurde aber niemals an die Außenwände gebaut,
eben
aus oben genannte Gründen.

Und da Du ja ein Ziegelhaus hast
(haben wirst) hast Du sogar die Möglichkeit richtige
Wandheizung einzubauen.

Wand(-flächen-)heizung ist sicher auch ganz nett, aber
Vorsicht vor
Verallgemeinerungen.

  1. Da sollte man keine Schränke vorstellen wollen.
  2. Da kommt es noch mehr auf die Wandisolierung an. Trotzdem
    wird
    man damit auch die Gegend mehr heizen als notwendig, weil der
    Wärmedurchgang nicht nur vom Wärmeduchgangskoeff. abhängt,
    sondern
    auch von der Temperaturdiff. (macht natürlich nix, wenn man
    keine
    Außenwände für die Heizung nutzt,was aber ja genau
    entgegengesetzt
    argumentiert wird).
    Ansonsten machen Flächenheizungen vor allem Sinn, wenn man
    niedrige
    Vorlauftemp. braucht -> Brennwerttechnik und Wärmepumpe.
    Ein gewissen Komfort durch bestimmte physiologisache Effekte
    will ich der Sache aber nicht absprechen. Komfort kostet aber
    immer
    etwas mehr Geld.
    Gruß Uwi

Grüße NEtti

alles im Zusammenhang betrachten
Hallo,

Kommt ja auch drauf an, je nach dem hat man keinen Kamin oder
muss den alten erst sanieren - da lohnt sich der Kauf eines
Brennwertgerätes dann schon eher - ein STückchen Rohr aus dem
Dachgeschoss raus und gut :wink:.

wie gesagt, habe ich eine einfache Buderus-Gastherme (also keine
Brennwerttechnik mit ca. 11KW) Die hat auch nur ein Doppelwandiges
Stahlrohr kurz über Dach. Das ist also kein Grund für
Brennwerttechnik.

Bei Brennwert ist z. B. wichtig, dass Vor- und
Rücklauftemperatur nicht einen Größenunterschied von 20 °C
haben. Also was solls dann? - ist doch hier der FAll, wenn
richtig eingebaut wurde (für jedes Geschoss einen Heizkreis z.
B.).

Nein, nicht ganz richtig. Primär wichtig ist, daß die Vorlauftemp.
niedrig ist, sonst kann das Abgas nicht mehr unter Taupunkt
abgekühlt werden, weil niedriger als die Vorlauftemp. kann die
Abgastemp. ja nimmer sein (in Praxis muß da immer noch ein deutlicher
Temperaturgradient von der Vorlauftemp. zur Abgastemp sein).
Natürlich ist dann die logische Folge, daß die Differenz von Vorlauf-
temp. zu Rücklauftemp. auch klein ist, weil die Rücklauftemp. ja
höher als die Raumtemp. sein wird.

Wenn da überhaupt ein wesentlicher Unterschied ist, dann durch
die etwas anderen Strömungsverhältnisse im Raum.

Das wäre ein Punkt. Wirbelt nicht so viel STaub auf - sehr gut
für Allergiker.

Theoretisch ist das so, aber praktisch wieder nicht ganz. So bald Du
die Zimmertür auf und wieder zumachst, hast Du einen ordentlichen
Druckstoß erzeugt, der den ganzen Dreck schön aufwirbelt.
Wenn Du dich dann im Zimmer bewegst, wird die Luft auch verwirbelt.
Ich habe Staubmeßgeräte ins Bürö gestellt, und kann problemlos anhand
der Meßwerte sehen, wann früh der erste Kollege an der offene Tür
meines Büros vorbeigelaufen ist.

Außerdem beträgt der Temperaturunteschied vom
Fußboden zur Decke ca. 1 °C. Bei was für einer Heizung hat man
das sonst???

Bei Fußbodenheizung ist das wohl so. Bei Wandheizungen vieleicht
schon etwas mehr.
In meinem Wohnzimmer ca. 2…3 Grad. Der Fußboden ist auch gut
isoliert.
Abgesehen davon ist der Mensch von der Natur so gemacht, daß er mit
kalten Füßen gut zurechtkommt (es gab nicht immer Socken und Schuhe).
Konsequenz dieser physiologischen Eigenheit soll eine Anfälligkeit
gegen Gelenkerkrankungen der Füße sein, wenn man permanet auf
warmen Boden läuft. Nach medizinischem Aspekten soll die Fußboden-
heizung im Wohnbereich also gar nicht so gut sein.

Die Begründung, daß die kalten Außenwände ja extra aufgeheizt
werden, ist auch energieökonomischer Unfug. Dadurch geht
zusätzlich
Heizwärme nach außen verloren.

??? Häh? Ich denke, das Haus wäre so gut gedämmt, dass da
„nix“ nach Außen geht?

Das ist Wunschdenken. Es gibt ja keine Wand mit ein K-Wert von Null.
Der Wärmedurchgang bei gut isolieren Wänden ist zwar schon recht
gering, aber bei entsprechend höherer Temp. der Wand wird sich die
abgegebene Warmemenge nach außen zwangsläufig erhöhen.

Beispiel: Außentemp. soll 0°C sein .
Bei einer Wandtemp. von ca. 36°C (mit Wandheizung)wird dann doppelt
soviel Wärme nach außen abgegeben wie bei einer Wandtemp. = 18°C
(ohne Wandheizung) unter der Annahme, daß die Isoloierung gleich ist.
Wenn das Haus noch nicht mal ein Niedrigenergiehaus ist, sondern
normale Ziegelwände hat, macht das schon einiges aus.

  • Zusätzlich hält es die Außenwände
    trocken, sehr gut z. B. bei Fachwerkhäusern.

Kann sein.
Kann auch sein, daß die zu starke Austrocknung des Fachwerks zu
Problemen führt. Das müßte mal jemand beantworten, der sich speziell
mit der Bauphysik solcher Gebäude gut auskennt.
Außerdem reicht die Wirkung einer Wandheizung meist nicht bis in
die letzte Ecke des Hauses.
wer also so ein Problem mit Feuchte hatm wird damit nur die
Symtome aber nicht die Ursache bekämpfen.

Wie ist es denn im „normalen“ Haus? - Würde man einen Kleiderschrank
vor innen an eine Außenwand stellen, würde das unweigerlich
irgendwann zur Schimmelbildung hintendran kommen.

Was ist ein „normales Haus“ ?
Ich habe ein Fertighaus, das als Niedrigenergiehaus deklariert ist.
ich denke, da kann ich an jede beliebige Stelle Schränke an die Wand
stellen, ohne daß sich daraus irgend ein Problem ergibt.
Ist eben eine Frage der Isolierung. Bei sehr gutem K-Wert der Wand
ist der Taupunkt so weit außen, daß da auch ein bischen Schrank
daran nichts mehr dran ändert.

Bei Heizleisten sind die Wände trocken (und man kann Sachen vor
die Heizleisten stellen)!

Ja, aber sicher nur Teilweise bzw. mit Luftspalt. Rundum zubauen ist
da sicher auch unproduktiv. In vielen Zimmern ist aber rundum alles
mit Schränken und Komoden zugestellt. In der Werbung zu diesen
Heizleisten wird immer nur ein leerer Raum gezeigt!!!

Bauschäden und Baumängel mit der Heizung zu kompensieren mag zwar
gehen. Eine elegante lösung ist das aber sicher nicht.

Heizköper werden meist unterm Fenster installiert. Da ist die
Sache klar, weil vors Fenster stellt man ja keine Schränke.

Wie gesagt, nicht alles was gerade Mode ist oder toll beworben wird
muß gut und richtig sein. Die speziellen gegebenheiten und die
verschiedensten Ansprüche der Bewohner haben Einfluß auf
Entscheidungen. Jede Lösung kann auch richtig und falsch sein.
Gruß Uwi

Hallo Uwi,
wenn ich wüßte, wie ich Punkte geben kann, tätse 10 kriegen. Du hast alles exact auf den Punkt gebracht.
Gruß TeeBird

Hallo !

Das ist eine Finanzfrage !

Absolut richtig!!!

Die heute angebotenen „Alternativheizungen“, wie z. B. die
durch Holzpalletts beheizten, sollte man erstmal vergessen, da
die Lieferung mit diesen Palletts noch in den Kinderschuhen
steckt.

Kann ich nicht zustimmen, falls du von Pellets sprichst. In Süddeutschland ist die Versorgungslage mittlerweile sehr gut. Bei uns (in der Nähe von Ulm) gibt es mittlerweile über 5 Lieferanten, die sich gegenseitig Konkurenz machen und dadurch den Preis niedrig halten.

In den meisten Gegenden zumindest. Man muß selbst alle
paar Tage zu irgendeinem Händler fahren. Holt sich dort so
viel Säcke davon, wie in den Wagen reingehen. Krabbelt zu Haus
damit auf den Boden und füllt die Vorratsbehälter auf.

Das ist ja wohl das Dümmste was man machen kann! Bei einem EFH baut man natürlich in einen Vorratskeller die entsprechende Raumaustragung
ein; Lässt sich jedes Jahr ca.3-5 to. liefern und macht regelmäßig den Service für die Heizung. Einmal im Monat den Aschebehälter ausleeren bringt man auch noch fertig und der Käse ist damit gegessen.

Läßt
man sich das Zeugs bringen, kostet das gleich extra. Merkt der
Lieferant und Hersteller dieser Palletts nach einigen Jahren,
daß da einige Hausbesitzer von ihm abhängig wurden, gehen die
Preise in die Höhe. Er ist ja nicht, wie der Gaslieferant, am
Ölpreis gebunden.

Alles, was man so als „Alternativ“ bezeichnet, sollte man nur
als Zweitheizung oder gar nicht nehmen.

Bist du Gas- oder Öllieferant??

Die beste und für jeden Hausbesitzer gut zu handhabende
Heizung, ist Gas plus Holz. Und bei Holz kann man sich einen
der schwedischen Öfen hinstellen oder auch einen Kamin mauern
lassen. Und zwar so, dass dieser Holzofen möglichst viele
Räume heizt. Also nicht in einen Raum stellen, sondern so,
dass mehrere Räume von der Wärme erfasst werden. Man sollte
sich aber erkundigen, was denn so ein Raummeter Kaminholz in
der Gegend kostet. Oftmals ist das teurer als Gas oder Öl.
Wenn man sich Kaminholz selbst kaufen muß, erlebt man dann oft
eine böse Überraschung. Aber - man kann sich Holz, im
Gegensatz zum Öl oder Gas, schenken lassen. Ein ideales
Geburtstags- oder Hauseinweihungsgeschenk.

Ich weihe nicht so oft Häuser ein, und Geburtstag habe ich auch nur einmal im Jahr; also Kaufe ich mein Holz für den Kaminofen. Habe übrigens noch einenHexenschuss davon, als ich das letzte Mal 1 cbm Kaminholz geschenkt bekommen haben. :wink:

Solarzellen nur als Zweitmöglichkeit!!!

Hallo Heizöllieferant; ick hör Dir trappsen.
Funktioniert bestens als Heizungsunterstützung oder auch nur zur Warmwassergewinnung. Ist zwar nicht ganz billig (ca. 4000-6000€ für 4 Pers.), aber es funktioniert wie gesagt.

Grüße
Jimme

Hallo,

Kommt ja auch drauf an, je nach dem hat man keinen Kamin oder
muss den alten erst sanieren - da lohnt sich der Kauf eines
Brennwertgerätes dann schon eher - ein STückchen Rohr aus dem
Dachgeschoss raus und gut :wink:.

wie gesagt, habe ich eine einfache Buderus-Gastherme (also
keine
Brennwerttechnik mit ca. 11KW) Die hat auch nur ein
Doppelwandiges
Stahlrohr kurz über Dach. Das ist also kein Grund für
Brennwerttechnik.

N U122? :smile:

Bei Brennwert ist z. B. wichtig, dass Vor- und
Rücklauftemperatur nicht einen Größenunterschied von 20 °C
haben. Also was solls dann? - ist doch hier der FAll, wenn
richtig eingebaut wurde (für jedes Geschoss einen Heizkreis z.
B.).

Nein, nicht ganz richtig. Primär wichtig ist, daß die
Vorlauftemp.
niedrig ist,

das natürlich auch.

sonst kann das Abgas nicht mehr unter Taupunkt

abgekühlt werden, weil niedriger als die Vorlauftemp. kann die
Abgastemp. ja nimmer sein (in Praxis muß da immer noch ein
deutlicher
Temperaturgradient von der Vorlauftemp. zur Abgastemp sein).
Natürlich ist dann die logische Folge, daß die Differenz von
Vorlauf-
temp. zu Rücklauftemp. auch klein ist, weil die Rücklauftemp.
ja
höher als die Raumtemp. sein wird.

Wenn da überhaupt ein wesentlicher Unterschied ist, dann durch
die etwas anderen Strömungsverhältnisse im Raum.

Das wäre ein Punkt. Wirbelt nicht so viel STaub auf - sehr gut
für Allergiker.

Theoretisch ist das so, aber praktisch wieder nicht ganz. So
bald Du
die Zimmertür auf und wieder zumachst, hast Du einen
ordentlichen
Druckstoß erzeugt, der den ganzen Dreck schön aufwirbelt.
Wenn Du dich dann im Zimmer bewegst, wird die Luft auch
verwirbelt.
Ich habe Staubmeßgeräte ins Bürö gestellt, und kann problemlos
anhand
der Meßwerte sehen, wann früh der erste Kollege an der offene
Tür
meines Büros vorbeigelaufen ist.

Ich hatte bei ner Fußbodenheizung nachweißlich mehr „Geisterscheiße“ als sonstwo!

Außerdem beträgt der Temperaturunteschied vom
Fußboden zur Decke ca. 1 °C. Bei was für einer Heizung hat man
das sonst???

Bei Fußbodenheizung ist das wohl so.

Da die heiße Luft nach oben steigt hat man da aber eher nen heißen Kopf…

Bei Wandheizungen

vieleicht
schon etwas mehr.
In meinem Wohnzimmer ca. 2…3 Grad. Der Fußboden ist auch gut
isoliert.
Abgesehen davon ist der Mensch von der Natur so gemacht, daß
er mit
kalten Füßen gut zurechtkommt (es gab nicht immer Socken und
Schuhe).

Wenn ich da an uns kaltfüßige Frauen denke…

Konsequenz dieser physiologischen Eigenheit soll eine
Anfälligkeit
gegen Gelenkerkrankungen der Füße sein, wenn man permanet auf
warmen Boden läuft. Nach medizinischem Aspekten soll die
Fußboden-
heizung im Wohnbereich also gar nicht so gut sein.

Umso schöner für die Heizleisten :smile:

Die Begründung, daß die kalten Außenwände ja extra aufgeheizt
werden, ist auch energieökonomischer Unfug. Dadurch geht
zusätzlich
Heizwärme nach außen verloren.

??? Häh? Ich denke, das Haus wäre so gut gedämmt, dass da
„nix“ nach Außen geht?

Das ist Wunschdenken. Es gibt ja keine Wand mit ein K-Wert von
Null.
Der Wärmedurchgang bei gut isolieren Wänden ist zwar schon
recht
gering, aber bei entsprechend höherer Temp. der Wand wird sich
die
abgegebene Warmemenge nach außen zwangsläufig erhöhen.

Beispiel: Außentemp. soll 0°C sein .
Bei einer Wandtemp. von ca. 36°C (mit Wandheizung)wird dann
doppelt
soviel Wärme nach außen abgegeben wie bei einer Wandtemp. =
18°C
(ohne Wandheizung) unter der Annahme, daß die Isoloierung
gleich ist.
Wenn das Haus noch nicht mal ein Niedrigenergiehaus ist,
sondern
normale Ziegelwände hat, macht das schon einiges aus.

Mit Heizleisten kommst Du mit 19 °C Raumtemperatur aus, da hast DU ja keine 36 °C Wandtemperatur!

  • Zusätzlich hält es die Außenwände
    trocken, sehr gut z. B. bei Fachwerkhäusern.

Kann sein.
Kann auch sein, daß die zu starke Austrocknung des Fachwerks
zu
Problemen führt. Das müßte mal jemand beantworten, der sich
speziell
mit der Bauphysik solcher Gebäude gut auskennt.

Nein, je trockener, desto besser. Falls die Wände mit Lehm isoliert sind, leitet der Lehm die Raumfeuchtigkeit nach außen.

Außerdem reicht die Wirkung einer Wandheizung meist nicht bis
in
die letzte Ecke des Hauses.
wer also so ein Problem mit Feuchte hatm wird damit nur die
Symtome aber nicht die Ursache bekämpfen.

Ich bin ja auch kein Freund einer Wandheizung, sondern von Heizleisten. Wer will schon ne Wand, vor die er nix stellen darf und nienienie einen Nagel in diese Wand kloppen?

Wie ist es denn im „normalen“ Haus? - Würde man einen Kleiderschrank
vor innen an eine Außenwand stellen, würde das unweigerlich
irgendwann zur Schimmelbildung hintendran kommen.

Was ist ein „normales Haus“ ?
Ich habe ein Fertighaus, das als Niedrigenergiehaus deklariert
ist.
ich denke, da kann ich an jede beliebige Stelle Schränke an
die Wand
stellen, ohne daß sich daraus irgend ein Problem ergibt.
Ist eben eine Frage der Isolierung. Bei sehr gutem K-Wert der
Wand
ist der Taupunkt so weit außen, daß da auch ein bischen
Schrank
daran nichts mehr dran ändert.

Meine Mama hat auch so ein Haus, da ist es wirklich sehr warm drin, wenn sie mal heizt. - Kann ich nicht drüber klagen.

Bei Heizleisten sind die Wände trocken (und man kann Sachen vor
die Heizleisten stellen)!

Ja, aber sicher nur Teilweise bzw. mit Luftspalt. Rundum
zubauen ist
da sicher auch unproduktiv. In vielen Zimmern ist aber rundum
alles
mit Schränken und Komoden zugestellt. In der Werbung zu diesen
Heizleisten wird immer nur ein leerer Raum gezeigt!!!

Nein, es wird nicht ein leerer Raum gezeigt, im Gegenteil, die Heizleisten werden sogar HINTER die Küchenschränke gemacht. Bedingung ist, dass die Leisten von unten Luft ziehen können, also auch ein Schrank, der „Knubbelfüße“ hat. Ansonsten darf man alles.

Bauschäden und Baumängel mit der Heizung zu kompensieren mag
zwar
gehen. Eine elegante lösung ist das aber sicher nicht.

richtig. stimme ich voll zu.

Heizköper werden meist unterm Fenster installiert. Da ist die
Sache klar, weil vors Fenster stellt man ja keine Schränke.

Hah, da haben wirs ja mal wieder: Die Fenster. Da geht ja wohl am meisten Wärme nach außen. Zu blöd, dass die Heizung das Fensterglas heizt, oder?

Wie gesagt, nicht alles was gerade Mode ist oder toll beworben
wird
muß gut und richtig sein.

Heizleisten sind nicht in Mode und werden auch nicht toll beworben. Aber man muss nicht immer auf dem Standpunkt sein: Was der Bauer nicht kennt… Es könnte ja sein, dass das z. B. was richtig richtig tolles ist, oder? Warum so negativ eingestellt?

Die speziellen gegebenheiten und die

verschiedensten Ansprüche der Bewohner haben Einfluß auf
Entscheidungen. Jede Lösung kann auch richtig und falsch sein.
Gruß Uwi

Ja, richtig, das soll jeder für sich entscheiden, auf was er Wert legt und wie er lebt.
Grüße Netti

Hallo!

Wir haben vor in naher Zukunft ein Ziegel-Fertighaus zu bauen
und sind am überlegen, welche Heizung die vernünftigste ist.
Kann mir jemand einen Tipp geben?

Hallo !
Wie ich anfangs schon schrieb, jeder hält sein System fürs allerbeste, keiner gibt zu, dass es auch Mist sein könnte.
Nimm das, was bei Euch üblich ist und wo die Leute mit zufrieden sind. Hier kommst Du nicht zu einem Ergebnis.

Gruß Max

kontrolierte Wohnraumlüftung
Moinmoin,

denke dran, daß Du Dein Haus Luftdicht bauen muß (ist Gesetzt und muß nachgewiesen werden-blowe door test). Die Isolierung der Außenwände und des Daches usw. (Fenster) haben heute ein sehr hohen Standart ereicht, so daß die Heizleistung der Wärmeerzeuger sehr gering (im gegensatz zu früheren Zeit) ausfallen. Heute baut man deshalb eine kontrolierte Wohnraumbelüftung, spart Energie und kann in ein Solarsystem eingebunden werden. Schlußendlich bleiben nur einige kWs für die effektive Heizleistung übrig.
Zum Einzug dann ein fröliches…

Cheers
Friedrich-Matthias

Hallo!

Wir haben vor in naher Zukunft ein Ziegel-Fertighaus zu bauen
und sind am überlegen, welche Heizung die vernünftigste ist.
Kann mir jemand einen Tipp geben?