Welche Hunderasse(n)

Hallo liebe Experten,

vorab: Nein, ich habe noch keine Entscheidung getroffen, ob ich evtl. einem Hund ein Zuhause geben möchte. Ich überlege momentan, ob ich dazu in der Lage wäre, dieses zu tun und bräuchte daher Infos, Tips, meinungen, hinweise usw.

Es hat viele Gründe, warum ich überlege - das sind auch Fragen, die ich mir stelle hinsichtlich: Warum will ich einen Hund? Sind meine Gründe egoistisch und dem Tier gegenüber nicht fair? Ist es verantwortungsbewusst? Es ist mir also auf jeden Fall klar, dass ich diese Entscheidung gründlichst überdenken muss - hierzu brauche ich eben eure Hilfe.

Eckdaten:

  • Hundeanfängerin
  • Mietwohung in der Stadt im vierten Stock ohne Lift, d.h. Treppensteigen - außerdem kein „großer“ Hund
  • Der Hund müsste zeitweise alleine bleiben können (tagsüber würde ich ihn wenn mit in die Arbeit nehmen, dazu sag ich später noch was)
  • Dementsprechend auch nicht täglich vier Stunden Gassi gehen
  • eher ruhiger Charakter

Ich weiß, dass es nicht nur auf die Rasse, sondern natürlich individuell auf jeden einzelnen Tier-Charakter ankommt. Auch ein Vertreter der ruhigsten Rasse kann ein Temperamentsbündel sein.

Ich weiß auch, dass sich jobtechnisch jederzeit etwas ändern könnte, so dass ich den Hund plötzlich nicht mehr mit in die Arbeit nehmen könnte. Dies beziehe ich selbstverständlich auch mit in meine Überlegungen ein.

Neben all meinen Gedanken, ob ich fähig dazu bin, ob ich der Verantwortung wirklich gerecht werden kann, beschäftigt mich aber vor allem eben das Treppensteigen… eben 4. Stock Altbau. Nachdem der Hund ja auch mehrmals täglich raus will kommt da täglich schon einiges zusammen.

Was sind eure Meinungen, gibt es evtl. Rassen, denen das nichts ausmacht? Klar, ist auch ne Frage des Alters des Hundes - es ist absehbar, dass ich nicht mehr länger als ca. 3 Jahre dort wohnen werde (auch klar, die Überlegung - wo bekomme ich dann ne neue Wohnung und sind dort Hunde erlaubt…).

Danke fürs Tips
Grüße
alexa

Hi,

also Treppensteigen schadet jedem Hund egal wie groß. GGelenke und Wirbelsäule sind nicht für diese Belastungen vorgesehen. Aber da Du ja einen kleinen Hund bevorzugst kannst Du den dann auch tragen. Im Alter wirst Du das eh machen müssen.

Zu den anderen Punkten…stundenweise alleinesein können muß man dem Hund beibringen… und stellt an sich kein Problem dar.
4 Stunden Gassigehen muss es auch nicht sein, wohl aber mind. so viel Aufmerksamkeit erübrigen können.

Wenn Deine derzeitige Situation aber so wechselbedroht ist, ist das keine gute Voraussetzung um sich einen Hund zuzulegen, der durchaus 15 Jahre alt werden kann…daß Du ihn mit zur Arbeit nehmen könntest, wäre natürlich klasse.

Aber vielleicht bietet man in einem Tierheim in Deiner Nähe das „Gassigehen“ an? Oder Du bietest eine Urlaubspflegestelle an? Oder Stundenweise Betreuung für Hunde die nicht alleine bleiben können?

LG
Maja

PS umschauen kannst Du Dich dennoch mal in der FCI Gruppe 9 zB auf:
http://www.hunderassen.de/

Hi Alexa

schön das du dir solche Gedanken machst.
Junge Hunde sollten nicht unbedingt zuviele Treppen steigen, alte auch nicht.
Allerdings, wenn du nicht weisst, wie deine Zukunft so weiter geht, warte lieber
ab, bis das alles fest steht und fix ist, wär ja sonst dumm wenn du den Hund nach
ein paar Jahren wieder abgeben musst.
Zur Rasse, ich bin ein riesiger Rhodesian Ridgeback Fan, das sind so tolle Hunde,
zwar gross, aber einfach ein super Charakter, sie sind sehr ruhig, bewegen sich
zwar gerne, mögen aber auch Büros und wenns regnet, dann gehen sie eh nicht gerne
raus. Leider sind die recht teuer, aber einfach tolle Hunde. Bin hat ein Fan :wink:

LG

Julia

Hi Julia,

so sehr ich auch Ridgies liebe (weißt Du ja)…aber die sind für Hundeanfänger meiner Meinung nach definitiv ungeeignet.

LG
Maja

jetzt wirds Off Topic
Hi Maja

ja da treffen sich die Fans wieder.
Ich kenne einige Anfänger mit Ridgebacks, die sehr glücklich sind, die gehen zwar
in die Hundeschule, aber das würde ich sowieso jeden Hundeanfänger raten.

Am Samstag war ich auf der Hundeausstellung in München, das war toll, so viele
RRs und die anderen Besucher fangen langsam an, die Rasse zu erkennen.
Da hört man sie dann immer tuscheln: " ohh schau mal, ein Ridgeback, ohhh"
*staun*

Ach ja, *seufzi*

Julia

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langer Text bzgl. Warum und wieso
hallo Julia,

ich bin natürlich auch am i-surfen, um möglichst viele Infos zu holen.
Dort bin ich auf die Kromfohrländer aufmerksam geworden, finde ich süß.

Natürlich bin ich auch am überlegen… ich werde demnächst 26, will eigentlich schon in den nächsten Jahren ne Familie gründen, wenn das mal klappen sollte. Dann ist halt auch die Frage - ein Hund wird um die 12-15 Jahre alt - wird das in den nächsten Jahren Schwierigkeiten geben, sollte ich mal Kinder bekommen?

Es ist eine große Zwickmühle, in der ich stecke. Das ist ein Thema, dass eigentlich besser ins Psycho-Brett passen würde, aber es geht ja um das Wohl des Tieres.

Also: Ende Januar ist meine Mitbewohnerin ausgezogen und hat ihre zwei Katzen mitgenommen. Ich bin seit einem Jahr in psychotherapeutischer Behandlung - Selbstbewusstseinstörung, Probleme mit dem Selbstwert, depressive Phasen usw - gestern war es ganz schlimm.

Meine Therapeutin meinte gestern dann: „Seit die Katzen nicht mehr da sind, gehts Ihnen viel schlechter“. Und das stimmt. Deswegen die Überlegungen.

Tiere bringen Menschen, sofern sie gut behandelt werden, eine nahezu bedingungslose Liebe entgegen, unabhängig von Aussehen, Status, Image, Bildung eines Menschen. Ich muss bei Tieren nicht hinterfragen, warum sie jetzt ausgerechnet mich mögen. Sie geben mir Nähe und Geborgenheit, ohne dass ich misstrauisch werde. Es ist ihnen egal, ob ich ungeschminkt rumlaufe oder fünf Kilo zunehme.

Es ist ein Teufelskreis: Einerseits heisst es ja immer wieder, dass Tiere depressiven Menschen sehr helfen können - andererseits hab ich Angst davor, mich nicht für das Tier aufraffen zu können.
ich möchte keinem Tier Schaden zufügen, nur weil ich mir im Moment vorstellen kann, dass ich durch ein Tier eben wie oben beschrieben Nähe erhalte und mich bewegen MUSS. ich stehe grad kurz vor ner Ess-Störung - auch hier könnte ein Hund helfen, eben weil ich mit ihm rausgehen muss und dementsprechend oft auch die 91 Treppenstufen in den vierten Stock laufen muss. Zunehmen also fast nicht möglich. Aber ist das fair gegenüber dem Tier, ihm dasselbe zuzumuten??

Wenn ich es nicht schaffe, dem Tier die nötige Verantwortung gegenüber zu bringen - wieviel schlimmer würde es mir dann gegenüber jetzt gehen, 1. aus Scham dem Tier gegenüber und 2. aus „ich hab es mal wieder nicht geschafft, was richtiges zu tun“?

Ein paar Jahre abwarten ist somit für mich erst mal schwer vorstellbar - der Teufelskreis (äußerst überspitzt):

Einerseits:
JETZT ein Hund - evtl Besserung meiner Probleme - evtl. in den nächsten Jahren Familie - passt der Hund dann noch in mein Leben? Kleinkinder und hund?

Andererseits:
Jetzt KEIN Hund - Besserung meiner probleme tritt kaum ein - kein Partner - keine Familie

Es ist wirklich nicht leicht, ne Entscheidung zu treffen. Ideal wäre ein älterer, kleiner Hund - der dann aber wahrscheinlich mit Treppensteigen noch größere schwierigkeiten haben würde. Und nen „Westentaschenhund“ ala Yorkshire-Terrier will ich nicht.

Naja, war jetzt schon ganz schön off topic - aber wer weiß, vielleicht hat jemand ja auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

Danke fürs Zuhören und für weitere Tips
liebe grüße
alexa

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Hi Maja

ja da treffen sich die Fans wieder.
Ich kenne einige Anfänger mit Ridgebacks, die sehr glücklich
sind, die gehen zwar
in die Hundeschule, aber das würde ich sowieso jeden
Hundeanfänger raten.

OK, das lass ich noch durchgehen, wenn die Hundeschule dabei ist :smile:

Am Samstag war ich auf der Hundeausstellung in München, das
war toll, so viele
RRs und die anderen Besucher fangen langsam an, die Rasse zu
erkennen.
Da hört man sie dann immer tuscheln: " ohh schau mal, ein
Ridgeback, ohhh"
*staun*

Ach ja, *seufzi*

Du sagst es…ach, wenn ich doch nur mehr Zeit hätte…
Ich kann aber auch an keinem Ridgie vorbei, ohne den Haltern auf den Wecker zu gehen :wink:

LG
Maja

Besser ein anderes Tier?
Hi Alexa

uih das ist ja doch recht viel an Problemen.
Hast du vielecht drüber nachgedacht, dir ein anderes Tier ins Haus zu holen?
Nicht gerade einen Hund? Eine Katze wäre ja wesentlich unkomplizierter,
allerdings kommst du dann nicht so oft raus.
Ausserdem weiss ich nicht, ob viel Treppensteigen bei einer beginnenden Esstörung
gut ist, eher das Gegenteil würde ich sagen.

Muss es unbedingt ein Hund sein? Wenn du bedingungslose Liebe suchst, ja da ist
ein Hund sicher besser, da Katzen ja doch eigentständiger sind als Hunde, und die
Freude eines Hundes, sein Frauli zu sehen, ist etwas herzerweichendes.
Ausserdem gibt es wisschenschaftliche Untersuchungen, das Hunde die Mimik eines
Menschen von allen Tieren am besten verstehen können.

Ich denke jetzt nicht, das ein Hund und ein Kind ein Problem darstellt,
guterzogene Hunde machen da nichts. Und eine Hundeschule würde ich dir sowieso
raten.

Mach aber nicht den Fehler ein Tier gegen menschliche Wärme einzutauschen, das
haben weder das Tier noch du verdient.

Vieleicht gehts du mal in ein Tierheim und suchst dir einen armen älteren braven
Hund.

Alles gute

Julia

Hi Maja

ja da treffen sich die Fans wieder.
Ich kenne einige Anfänger mit Ridgebacks, die sehr glücklich
sind, die gehen zwar
in die Hundeschule, aber das würde ich sowieso jeden
Hundeanfänger raten.

OK, das lass ich noch durchgehen, wenn die Hundeschule dabei
ist :smile:

Na sind wir uns doch einig geworden:wink:)

Am Samstag war ich auf der Hundeausstellung in München, das
war toll, so viele
RRs und die anderen Besucher fangen langsam an, die Rasse zu
erkennen.
Da hört man sie dann immer tuscheln: " ohh schau mal, ein
Ridgeback, ohhh"
*staun*

Ach ja, *seufzi*

Du sagst es…ach, wenn ich doch nur mehr Zeit hätte…
Ich kann aber auch an keinem Ridgie vorbei, ohne den Haltern
auf den Wecker zu gehen :wink:

Ich glaub damit können die Halter gut leben, warscheinlich wären die eher
beleidigt wenn keiner Fragen würde.:wink:)

Erinnere mich gerade an unsere Angeberin ( RR) auf der Hundeausstellung.
Der Gesichtsausdruck war einfach köstlich, wie sie hochnäsig an den anderen
„niederen“ Rassen vorbeigetänzelt ist.

Ridgige Grüsse

Julia

Hallo liebe Alexa,

auf dieser Seite

http://www.tiere-in-spanien.de/

findest Du u.a. auch checklisten für die Hundehaltung.

Viele Grüße
Petra

Hallo Alexa,

finde es super, daß Du hier ehrlich schilderst, worum es Dir geht.

Es ist ein Teufelskreis: Einerseits heisst es ja immer wieder,
dass Tiere depressiven Menschen sehr helfen können -
andererseits hab ich Angst davor, mich nicht für das Tier
aufraffen zu können.
ich möchte keinem Tier Schaden zufügen, nur weil ich mir im
Moment vorstellen kann, dass ich durch ein Tier eben wie oben
beschrieben Nähe erhalte und mich bewegen MUSS. ich stehe grad
kurz vor ner Ess-Störung - auch hier könnte ein Hund helfen,
eben weil ich mit ihm rausgehen muss und dementsprechend oft
auch die 91 Treppenstufen in den vierten Stock laufen muss.
Zunehmen also fast nicht möglich. Aber ist das fair gegenüber
dem Tier, ihm dasselbe zuzumuten??

Ich denke, Du gibst Dir mit dieser Frage irgendwie schon selbst die Antwort. Natürlich ist das Leben oft nicht fair, es ist nicht fair, daß es Dir schlecht geht. Aber es wäre auch auf gar keinen Fall fair, ein „Haustier anzuschaffen“ um es als Instrument in einer Psychotherapie zu benutzen. Vielleicht kannst Du Dich ja aufraffen, egoistische Motive mit selbstlosen zu verknüpfen und Dich in einem Tierheim als „Gassigänger“ anbieten; alles andere halte ich in Deiner Situation für falsch, für nicht verantwortungsbewußt gegenüber dem betroffenen Tier.

Andererseits:
Jetzt KEIN Hund - Besserung meiner probleme tritt kaum ein -
kein Partner - keine Familie

Ich kenne Dich nicht weiter, finde es, wie gesagt, nur gut, daß Du Dich so ehrlich mit Dir selbst auseinandersetzt; möchte aber zu bedenken geben, daß es außer „Hund anschaffen“ und „vor die Hunde gehen“ sicher noch zahlreiche weitere Möglichkeiten gibt.
Deine Therapeutin sollte in der Lage sein, Dir da weiterzuhelfen.

Naja, war jetzt schon ganz schön off topic - aber wer weiß,
vielleicht hat jemand ja auch schon ähnliche Erfahrungen
gemacht.

Ich habe im Rahmen meiner früheren ehrenamtlichen Arbeit im Tierschutz einige Kinder und Jugendliche mit psych. Problemen kennengelernt. Teilweise standen da Eltern dahinter, die tatsächlich dachten, sie können ihre Kinder mal beim Tierschutz abliefern und der Kontakt mit den Hunden und Katzen führt dann zu einer „Spontanheilung“. Das war natürlich nicht der Fall, und daß man lernt, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen indem man sie für andere übernehmen muß, ging bei einer Bulimie-Patientin (um nur ein Beispiel zu nennen) sogar gehörig nach hinten los. Andere Kinder wiederum erfuhren, daß es Persönlichkeiten gibt, denen es noch viel schlechter geht als ihnen; die in ihrem Leben nun eine Aufgabe sahen.
Niemals allerdings hätte ich es gutheißen können, in eine dieser Familien unter diesen Umtänden einen meiner „Schützlinge“ zu vermitteln (und da wäre nicht nur eine Person verantwortlich gewesen so wie bei Dir), diesen Ansatz halte ich im Interesse des betr. Tieres und auch in Deinem Interesse für absolut falsch. Ein Tier aus rein egoistischen Motiven bei sich aufzunehmen ist schlicht unfair - und spätestrens, wenn sich die Interessen/Probleme ändern, bekommt das betr. Tier das mit voller Härte zu spüren.
Ich wünsche Dir viel Kraft, Deine Probleme zu überwinden, daß Du einen guten Weg für Dich findest.

Alles Gute!
Tanja

Hallo,
nun ist schon viel geschrieben worden, ich hatte auch bereits geantwortet, mein Rechner hat aber beim Abschicken irgendwie gebockt. Nun merke ich,dass meine Antwort gar nicht zu lesen ist.
Also ganz kurz nochmal, ich weiß ja nicht, ob du noch Antworten erwartest.
Ich denke, dass du nicht so scheu sein solltest und dir einen Hund anschaffen kannst. Was in drei Jahren ist, weiß auch ein „gewissenhafter“ Hundehalter nicht, oder?
Ich rate dir zu einem Cairn-Terrier, ich habe zwei davon und kann zu dieser Rasse nur raten. Sie ist sehr robust (auch bei Stimmungsschwankungen des Menschen nicht im Innersten tief beleidigt), selbständig aber nicht zu klein (wie Yorkshire, die du ja eher nicht wolltest). Sie ist allerdings so klein, dass man sie noch gut tragen kann.
Solltest du Fragen haben, schreib mir einfach!!
Wenn dich die Minigröße doch nicht mehr abschreckt, könnte ich dir auch Chihuahuas empfehlen. Warum usw. kann ich dir auch schreiben, wenn du Interesse hast, ok?
Lieben Gruß, Melanie

Danke…
Euch allen.

Okay, eigentlich war in dem moment, wo klar war, dass es jedem Hund schadet, die vier Stockwerke zu laufen schon klar, dass ich keinem Hund das zumuten will.

Außerdem hat mir die eigenen Beobachtung in den letzten Tagen gezeigt, dass es organisatorisch nicht machbar wäre - ich war in den letzten Tagen auf zwei Geschäftsterminen, einmal den ganzen Tag weg, incl. Flug, einen vormittag lang in nem Shop. Das kann ich keinem Hund zumuten, geht nicht. Schade.

Für die vielen aufmunternden Worte und Gedankden nochmal ein herzliches Dankeschön.

Viele Grüße
alexa

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]