Welche Ingenieurswissenschaft?

Hallo Community,

ich interessiere mich für ein Ingenieursstudium, weiß jedoch noch nicht genau, in welche Richtung. Besonders interressant fand ich auf den ersten Blick die Bereiche Verfahrenstechnik, Fertigung, Betrieb, Qualitätssicherung.
Falls mir jemand aus diesen Bereichen oder auch gern aus anderen(!) Genaueres sagen kann, was man da macht, wofür man verantwortlich ist usw., oder auch, wie das Studium empfunden wurde; leicht, logisch usw., wäre ich sehr dankbar.
Woher wussten Sie, dass es das Richtige für Sie war?

Kurz zu mir: LK: Mathe und Deutsch
3 + 4 Prüfungsfach: Erdkunde + Physik
4. Semester hat vor 1 Woche angefangen

Gruß,
jonathan r.

Hi,

Woher wussten Sie, dass es das Richtige für Sie war?

Jede Uni hat eine Studienberatung, teils gibt es in den Fachbereichen und den untergeordneten Lehreinheiten Studienberatende Professoren. Würde mir eine entsprechende Hochschule raussuchen und dort die Homepage durchsuchen, Personen freundlich und nicht zu allgemein-laberrhabarber kontaktieren (am besten vorher etwas über das Fach herausfinden, dank Google und Hochschulwebsites ist das möglich) oder im Studierendensekretariat anrufen und gezielt nachfragen.

Viel Erfolg.
Gruß. KG

hallo jonathan,

wie wärs mit dem
wirtschaftsingenieur ?

mfg

kunde3

Klar, warum nicht? Kannst du mir den direkt aus dem Berufsleben was erzählen?
gruß
jonathan r.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke für den Tipp, werd mich auf den HP dann mal rumtreiben.

Schon mal versucht, „laberrhabarber“ auszusprechen? :wink:
Gruß,
jonathan r.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Jonathan,

ja, so wie Du stand ich auch seinerzeit mal da: Intschinöhr wollte ich werden, aber was dann bauen? Bagger? Uhren? Schaltungen? Lötanlagen?

Und genauso wie Du hab ich „fertige“ Intschinöhre befragt. Und genauso wie Du hab ich den Fehler gemacht zu fragen „erzähl mal“ und ein (damals, aus meiner Sicht dummes) „was willste denn nu wissen?“ gehört. Rückblickend muss ich nun sagen: das war keine dumme Reaktion.

Denn was bringt’s mir zu wissen, dass Herr x zwar Feinwerktechnik studiert hat, aber nun aufgrund einer Verkettung blöder Zufälle Bagger bzw. Spritzgussformen für Plastikmülleimer konstruiert. Oder der Herr y trotz Verfahrenstechnikstudium nun beim Zeiss Mikroskope baut während der Herr z Maschinenbau studiert hat und tatsächlich Maschinen baut. Das sind alles Einzelfälle und Karrieren, die durch Zufälle bzw. äussere Bedingungen beeinflusst sind, die Dir nicht weiter helfen, weil für Dich die Zufälle bzw. Rahmenbedingungenen definitiv andere sind.

Was kannst Du nun tun? Tja, das einzige was Du tun kannst, ist durch kluge Wahl von Praktika versuchen soviele Intschinöhrsjobs in so vielen Firmen wie möglich zu sehen um abschätzen zu können, wo Du Dich selbst am ehesten siehst. Falls Du solche Praktika noch nicht gemacht hast - guck, dass es dazu kommt. Solange Du keine Kohle dafür willst, lassen viele Firmen diesbezüglich mit sich reden :wink:

Und diese Investition lohnt sich definitiv (been there, done that). Sodele, und wenn Du dann in eine Abteilung geraten bist, wo die Leute genau das machen, was Du auch gerne machen würdest, dann frag die Jungs und Mädels gezielt, was sie getan haben um dorthin zu kommen. Und staune: denn Du wirst keine einheitliche Antwort kriegen, jeder hat seinen persönlichen Weg, der ihn dorthin geführt hat. Aber: es wird Schwerpunkte in dieser Tätigkeit geben (sagen wir mal Qualitätssicherung), die Du durchaus im Studium abdecken kannst.

Sprich, wenn Du mal eine ungefähre Vorstellung davon hast, wie Dein Traumjob aussieht, dann guckst Du Dir Vorlesungsverzeichnisse für Dich interessanter und passender Unis/FHs durch und suchst Übereinstimmungen :wink: Sprich, wenn Die FH_1 einen Schwerpunkt „Qualitätstechnik“ anbietet bist Du dort vielleicht besser aufgehoben als an FH_2 wo man im vorletzten Semester vielleicht mit etwas Glück das einstündige Wahlfach „Qualtätstechnik“ besuchen kann.

Aber so entscheidend ist das alles nicht. Die Grundlagen sind eh überall die gleichen und ob Du am Ende die Festigkeit einer M1er oder einer M16er Schraube berechnest ändert zwar vielleicht was an der absoluten Zahl die als Ergebnis da steht, aber an der Denkweise und am Verständnis ändert das nix. Das heisst - Du kannst mit der Wahl des Studiengangs eine grobe Richtung festlegen, aber Garantie wirklich in 10 Jahren noch in dem Bereich zu arbeiten hast Du nicht (was natürlich sowohl positiv als auch negativ sein kann, je nachdem *fg*)

wie das Studium empfunden
wurde; leicht, logisch usw.,

Das kommt drauf an. Ich hatte Leute im Semester hocken, die das „alles voll leicht und logisch“ fanden, und andere sind nach 2 Semestern daran gescheitert, dass das „zu schwer und unlogisch“ war. Ganz generell ist sicher ein Ingenieursstudium (und zwar wurscht welches!) eher in die Kategorie „arbeitsintensiv und schwer“ einzuordnen, aber wenn Deine Talente nunmal dort liegen, hilft Dir ein - sagen wir mal leichtes - Musikstudium nicht unbedingt weiter…

Woher wussten Sie, dass es das Richtige für Sie war?

Das weiss ich bis heute nicht :wink: Denn ich ahne ja nicht, wie es mir in einem anderen Studium ergangen wäre. Aber um doch noch was positives zu sagen „ich bereue nichts“.

Kurz zu mir: LK: Mathe und Deutsch
3 + 4 Prüfungsfach: Erdkunde + Physik

Das klingt nach schlauen Voraussetzungen für ein Intschinöhr-Studium :wink: Kommste denn in Mathe und Physik gut mit? Und macht Dir der Stoff Spass? Dann würd ich generell für ein Ing-Studium keine Probleme sehen.

*wink*

Petzi

Hallo Jonathan,

[…]
Hi Petzi…

Was kannst Du nun tun? Tja, das einzige was Du tun kannst, ist
durch kluge Wahl von Praktika versuchen soviele
Intschinöhrsjobs in so vielen Firmen wie möglich zu sehen um
abschätzen zu können, wo Du Dich selbst am ehesten siehst.
Falls Du solche Praktika noch nicht gemacht hast - guck, dass
es dazu kommt. Solange Du keine Kohle dafür willst, lassen
viele Firmen diesbezüglich mit sich reden :wink:

Ich hab in meinem ganzen Leben bis jetzt noch kein Praktikum gemacht, was mit meinem Schulwechsel zischern der 9+10 Klasse zu tun hat, was natürlich dumm gelaufen ist. Momentan muss ich Abi fertig machen, das is Ende Juli fertig. Ab August is erstma Zivi angesagt, 9 Monate - also auch keine Zeit für Praktika. ALso muss ich noch ewig lange warten, viel zu ewig für meinen Geschmack. Habe vor, nach dem Zivi in 1 1/2 jJahren i.E. dann min. 2 Praktika zu machen und danach die Lage zu peilen :wink: Deswegen hab ich versucht, schon ma im Vorfeld irgend welche Infos zu finden, außer die Beschreibungen der Berufe/Studiengänge bei Daimler und co…

Sprich, wenn Du mal eine ungefähre Vorstellung davon hast, wie
Dein Traumjob aussieht, dann guckst Du Dir
Vorlesungsverzeichnisse für Dich interessanter und passender
Unis/FHs durch und suchst Übereinstimmungen :wink: Sprich, wenn
Die FH_1 einen Schwerpunkt „Qualitätstechnik“ anbietet bist Du
dort vielleicht besser aufgehoben als an FH_2 wo man im
vorletzten Semester vielleicht mit etwas Glück das einstündige
Wahlfach „Qualtätstechnik“ besuchen kann.

Hehe Traumjob, im Grunde hab ich keine Ahnung was werden soll. Ich hab mir gedacht, Ingenieure werden ja zur Zeit gesucht wie Muscheln an der Riviera und deswegen gugg ich jetzt ma in die Richtung und hoffe, dass es mir gefällt.

wie das Studium empfunden
wurde; leicht, logisch usw.,

Ok, andere Frage. Was arbeitest du genau? Ich nehm ma an, irgend eine Ingenieurstätigkeit. Wie läuft das denn da am Tag so bei dir ab? Kann mir da irgendwie gar nix vorstellen. Ihr sitzt um eine Schraube herum und berechnet den Inhalt mittels einem Integrals? :smile:

Kurz zu mir: LK: Mathe und Deutsch
3 + 4 Prüfungsfach: Erdkunde + Physik

Das klingt nach schlauen Voraussetzungen für ein
Intschinöhr-Studium :wink: Kommste denn in Mathe und Physik gut
mit? Und macht Dir der Stoff Spass? Dann würd ich generell für
ein Ing-Studium keine Probleme sehen.

Mathe macht mir recht großen Spaß, aber der Überflieger bin ich nicht. Hab in der Oberstufe mal 7,9,10 Punkte gehabt
Deutsch das gleiche in grün.
Bei Physik liegts absolut am Lehrer. Erst 6 Pkt, dann 10 Punkte fürs nix tun und momentan 12 Punkte, für die ich mich einigermaßen anstrengen musste.
Erdkunde lass ich mal außen vor. Is nich so wichtig, aber auch so 8 Punkte.

So, danke erstmal für deine ausgiebige Antwort udn schönes Restwochenende noch - noch 4 Stunden :wink:

jonathan r.

Hallo,

die Frage ist doch, was interessiert dich wirklich.

Bist du Technikbegeistert ? Willst du bei Geräten oder Maschinen wissen, wie die im Innern zusammengebaut sind. Hast du schon
als Kind begeistert alles auseindergenommen, um hinter die
Funktion zu kommen? Kannst du Zusammenhänge leicht erkennen
und gut abstrahieren.

Wenn du solche Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, dann hast du
das Zeug für einen guten Ing. Die Spitze der Ing.-Kunst welche,
man dann auzusteuern versucht, ist eine Stellung als
Entwicklungsing. oder Konstrukteur in der Entw.

Schätzt du dich nicht als so kreativ und eher als sehr ordnungs-
liebend und bischen pendantisch ein, dann wäre z.B. Qualitäts-
sicherung und Technologie/Verfahrenstechnik auch was.

Bist du begeisterter Prgrammierer … logisch: Softwareentw.
-> Informatik usw.

Bist du gern viel Unterwegs und kannst gut mit Leuten, dann wäre
techn. Vertrieb was.

So gibt es viele Bereiche, in die man als Ing. einsteigen kann.
Nicht jedes Studium passt zu jeder Laufbahn gleich gut.

Hehe Traumjob, im Grunde hab ich keine Ahnung was werden soll.
Ich hab mir gedacht, Ingenieure werden ja zur Zeit gesucht wie
Muscheln an der Riviera und deswegen gugg ich jetzt ma in die
Richtung und hoffe, dass es mir gefällt.

Ja, Ing. werden gesucht. Aber leider keine, die nicht viel können
und nicht mit Herz und Verstand dabei sind.
Wer den Beruf nur wählt, weil’s gerade in ist, wird verrecken.
Sei gewiss, in 5…7 Jahren ist der „Schweinezyklus“ wieder
ein bis zweimal rum. Evtl. werden dann Ing. gerade mal wieder
nicht gesucht.

Ich hatte in den letzten 10 Jahren gut ein Dutzend Praktikanten
und Diplomanden. Das waren einerseits Studenten, die auch schon
lange vor dem Ende des Studium richtige Ing.-Arbeit leisten konnten.
-> Probleme erkennen, praktikable Lösungen finden, selbständig
und kreativ Umsetzen. Verantwortung übernehmen und sich kümmern.

Andere konnte man auch als Diplomanden in der Pfeife rauchen.
Nicht das diese weniger wußten, aber sie konten rein gar nix
mit dem vielen Wissen anfangen. Nur nachplappern und nix selbst
verstehen und in die Bahn bringen haut keinen Vorgesetzten um.
Leute, die nur mitmachen und die nur etwas schaffen, nachdem
man ihnen alles haarklein erklärt hat, sind als Ing. nicht
gut zu gebrauchen. Da bleibt dann z.B. der Vertrieb, Einkauf
oder die OS und ähnliche Bürojobs.
In solchem Fall wäre aber ein aufwendiges Maschinenbaustudium
oder Elektronikstudium usw. aber sinnloser Aufwand.

wie das Studium empfunden
wurde; leicht, logisch usw.,

Ok, andere Frage. Was arbeitest du genau? Ich nehm mal an,
irgend eine Ingenieurstätigkeit. Wie läuft das denn da am Tag
so bei dir ab? Kann mir da irgendwie gar nix vorstellen. Ihr
sitzt um eine Schraube herum und berechnet den Inhalt mittels
einem Integrals? :smile:

Ich bin zwar nicht direkt gefragt, aber als Entw.-Ing. ist der
Job extrem vielfältig.
Als gelernter Elektroniker entwerfe ich natürlich Schaltungen.
Dann mache ich die Layouts (Leiterplatten).
Das ist aber nur ein kleiner Teil. Erstmal werden Gerätekonzepte
entwickelt und Prototypen gebaut. Dazu gehört alles was du
dir vorstellen kannst:

-> Konstruktion, Technologie, Materialkunde, Design, Softwareentw.,
Qualitätssicherung, EMV, allg. gesetzliche Normen und Vorschriften,
Aspekte des Vertriebes und Servicekonzepte, Dokumentation
und Werbung (Präsentationen, Messen,Produktinformationen usw.),
Entw. und Konstr. von Produktionshilfsmittel, Prüfabläufe und
Geräterprobung, Organisation von Abläufen und Recourceneinsatz
von der Aufgabenstellung, über Entw. bis zur Produktion und weiter
bis zum Support über die Lebensdauer eines Produktes,
Schulung von Mitarbeitern, Servicepersonal und Kunden usw.

Das alles mache ich natürlich nicht ganz alleine, aber z.B. als
Projektleiter muß man alles das können und überwachen bzw.
mitmischen. Auch ist die Spezialisierung in größeren Betrieben
weiter ausgeprägt. Aber wer sich in mehrern Bereichen sehr
gut auskennt, wird prinzipiell mehr leisten können.

Es gibt kaum einen Job, der so extrem viele Möglichkeiten der
Betätigung bietet. Allerdings muß man das wirklich wollen und
auch geeigent sein.

Voraussetzung ist immer eine gediegene Ausbildung und der Wille
ein Leben lang zu lernen. Außerdem Selbstbewußtsein und
sehr viel Selbstständigkeit im Denken und beim Arbeiten.

Die besten Noten in dieversen Fächern sind nicht so wichtig.
Gruß Uwi

Kurz zu mir: LK: Mathe und Deutsch
3 + 4 Prüfungsfach: Erdkunde + Physik

Das klingt nach schlauen Voraussetzungen für ein
Intschinöhr-Studium :wink: Kommste denn in Mathe und Physik gut
mit? Und macht Dir der Stoff Spass? Dann würd ich generell für
ein Ing-Studium keine Probleme sehen.

Mathe macht mir recht großen Spaß, aber der Überflieger bin
ich nicht. Hab in der Oberstufe mal 7,9,10 Punkte gehabt
Deutsch das gleiche in grün.
Bei Physik liegts absolut am Lehrer. Erst 6 Pkt, dann 10
Punkte fürs nix tun und momentan 12 Punkte, für die ich mich
einigermaßen anstrengen musste.
Erdkunde lass ich mal außen vor. Is nich so wichtig, aber auch
so 8 Punkte.

So, danke erstmal für deine ausgiebige Antwort udn schönes
Restwochenende noch - noch 4 Stunden :wink:

jonathan r.

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Hallo Jonathan,

Ich hab in meinem ganzen Leben bis jetzt noch kein Praktikum
gemacht, […]
Hehe Traumjob, im Grunde hab ich keine Ahnung was werden soll. […]

Ja, genau diese Kombination ist fatal :wink: Streng genommen wären die vorletzten und letzten Sommerferien der richtige Moment für ein Praktikum gewesen, aber dat is ja nu rum - da brauchen wir nun nen Plan B. Und die Ferien die Du jetzt noch hast vor dem Abi solltest im wesentlichen mit Lernen verbringen, denn die meisten der Unis/FHs die Intschinöhre ausbilden verlangen einen guten bis schweineguten Abischnitt :wink:
Aber zurück zum Praktikum: guck Dir mal ernsthaft Deinen Kalender an, ob eventuell zwischen Abi und Zivi noch 3 Wochen (die sollten reichen!) Zeit sind oder geschaffen werden können. Ansonsten musst Du halt einzelne (Schulferien)tage ofpern und versuchen, in Firmen von Eltern, Verwandten, Bekannten, Freunden etc. in für Dich interessante Bereiche reinzuschnuppern. Aber das ist das aller-aller-wichtigste, was Du tun kannst. Denn grad wenn Du gar keine bzw. nur eine grobe Vorstellung davon hast, was Du tun willst ist sowas sehr hilfreich.

Ich hab mir gedacht, Ingenieure werden ja zur Zeit gesucht wie
Muscheln an der Riviera und deswegen gugg ich jetzt ma in die
Richtung und hoffe, dass es mir gefällt.

Nein, das ist der falsche Weg, wie Uwi ja schon geschrieben hatte. Bis Du in 4-6 Jahren fertig bist mit Deinem Studium kann das alles ganz anders aussehen! War bei mir auch so: im ersten Semester hat man uns erzählt, dass dann so 1-2 Jahre (!) vor Ende vom Studium die Vertreter der grossen Firmen zur Uni kommen und man bloss nicht den ersten Vertrag gleich unterschreiben soll. Als ich dann 5 Jahre später fertig war, hat der Fachbereichsleiter zum Abschied gesagt „Es gibt gute Nachrichten: von Ihrem Vorgängerjahrgang sind schon 30% der Leute untergekommen“. Kurz gesagt: studier das, was Dich interessiert und worin Du gut bist - jeder der Dir sagt, dass in 4-6 Jahren genau Beruf x gefragt ist lügt. Aber klar, generell hast Du als Intsch mal etwas bessere Karten denn als Afrikanologe mit Schwerpunkt auf ugandischer Geschichte von 1850-1853…

Ok, andere Frage. Was arbeitest du genau? Ich nehm ma an,
irgend eine Ingenieurstätigkeit. Wie läuft das denn da am Tag
so bei dir ab? Kann mir da irgendwie gar nix vorstellen. Ihr
sitzt um eine Schraube herum und berechnet den Inhalt mittels
einem Integrals? :smile:

Mail mir doch bitte nochmal ein Mail :wink:

Von wegen der Noten: das klingt alles doch recht solide, wenn auch nicht übermässig prächtig. Wichtig ist halt, dass Du ohne grosse Lücken und unendlichen Lernaufwand durch Mathe-LK und Phyisik-GK kommst (hatte ich auch). Noch wichtiger ist aber, dass Dir die Sache und insbesondere die Denkweise aus beiden Fächern liegen und Spass machen. Denn im Studium hast Du „nur noch“ Mathe und Physik (natürlich in verschiedenen Abwandlungen), da solltest dann schon echt Freude an der Sache haben, sonst wird’s sehr zäh :wink: Sprich doch auch mal mit Deinem Mathe- und Physiklehrer, die können das oftmals auch recht gut einschätzen…

Ansonsten sind Deine Noten ja „okay“, allerdings waren zumindest „damals“ die FHs ziemlich durch NC beschränkt. Informier Dich mal, wie das heutzutage aussieht, und wo Du mit Deinem erwarteten Schnitt überhaupt Chancen hättest, angenommen zu werden. [Randbemerkung: das kann schon der erste „Zufall“ sein, der Deine Karriere von der anderer Leute unterscheidet, nämlich dass Du aufgrund eines verlgeichsweise „schlechten“ Abischnittes gar nicht bei der WunschFH/Uni anfangen kannst]

*wink*

Petzi

Hallo,

die Frage ist doch, was interessiert dich wirklich.

Bist du Technikbegeistert ? Willst du bei Geräten oder
Maschinen wissen, wie die im Innern zusammengebaut sind. Hast
du schon
als Kind begeistert alles auseindergenommen, um hinter die
Funktion zu kommen? Kannst du Zusammenhänge leicht erkennen
und gut abstrahieren.

Ich hab cd-player und radios auseinander gebaut :wink: und wieder zusammengebaut

Schätzt du dich nicht als so kreativ und eher als sehr
ordnungs-
liebend und bischen pendantisch ein, dann wäre z.B. Qualitäts-
sicherung und Technologie/Verfahrenstechnik auch was.

Wär schon eher was, wobei mein Zimmer nun nich grad ordentlich aussieht =)

Bist du begeisterter Prgrammierer … logisch: Softwareentw.
-> Informatik usw.

Den ganzen Tag nur am Rechner sitzen wär nix für mich.

Bist du gern viel Unterwegs und kannst gut mit Leuten, dann
wäre
techn. Vertrieb was.

Unterwegs bin ich sehr gern.

So gibt es viele Bereiche, in die man als Ing. einsteigen
kann.
Nicht jedes Studium passt zu jeder Laufbahn gleich gut.

Hehe Traumjob, im Grunde hab ich keine Ahnung was werden soll.
Ich hab mir gedacht, Ingenieure werden ja zur Zeit gesucht wie
Muscheln an der Riviera und deswegen gugg ich jetzt ma in die
Richtung und hoffe, dass es mir gefällt.

Ja, Ing. werden gesucht. Aber leider keine, die nicht viel
können
und nicht mit Herz und Verstand dabei sind.
Wer den Beruf nur wählt, weil’s gerade in ist, wird verrecken.
Sei gewiss, in 5…7 Jahren ist der „Schweinezyklus“ wieder
ein bis zweimal rum. Evtl. werden dann Ing. gerade mal wieder
nicht gesucht.

Siehs mal so. Ich hab keinen Plan, was werden soll. Irgendwo muss ich mal anfangen und guggen, obs mir liegt. Das werd ich ja dann bei den Praktika erfahren.

wie das Studium empfunden
wurde; leicht, logisch usw.,

Ok, andere Frage. Was arbeitest du genau? Ich nehm mal an,
irgend eine Ingenieurstätigkeit. Wie läuft das denn da am Tag
so bei dir ab? Kann mir da irgendwie gar nix vorstellen. Ihr
sitzt um eine Schraube herum und berechnet den Inhalt mittels
einem Integrals? :smile:

Ich bin zwar nicht direkt gefragt, aber als Entw.-Ing. ist der
Job extrem vielfältig.
Als gelernter Elektroniker entwerfe ich natürlich Schaltungen.
Dann mache ich die Layouts (Leiterplatten).
Das ist aber nur ein kleiner Teil. Erstmal werden
Gerätekonzepte
entwickelt und Prototypen gebaut. Dazu gehört alles was du
dir vorstellen kannst:

-> Konstruktion, Technologie, Materialkunde, Design,
Softwareentw.,
Qualitätssicherung, EMV, allg. gesetzliche Normen und
Vorschriften,
Aspekte des Vertriebes und Servicekonzepte, Dokumentation
und Werbung (Präsentationen, Messen,Produktinformationen
usw.),
Entw. und Konstr. von Produktionshilfsmittel, Prüfabläufe und
Geräterprobung, Organisation von Abläufen und Recourceneinsatz
von der Aufgabenstellung, über Entw. bis zur Produktion und
weiter
bis zum Support über die Lebensdauer eines Produktes,
Schulung von Mitarbeitern, Servicepersonal und Kunden usw.

So vielfältig hätt ich mir das nicht vorgestellt. Gut zu wissen. Schön abwechslungsreich.

Dank dir für die Antworten
Gruß

jonathan r.

hab dir gemailt
jonathan r.