Welche ist die beste Altersvorsorge

Was würdet Ihr raten. Wofür sollte man sich entscheiden? Man hört immer wieder, dass eine fondsgebundene Versicherung sehr gut ist. Ich bin 31 Jahre alt, Arbeitnehmer, verheiratet, 1 Kind

gibt es nicht, dass muss jeder mit sich selber ausmachen, womit er nach Abwägung allen Für und Widers gut schlafen kann. Auf alle Fälle sollte man nicht auf einem Bein stehen, Streuung heisst das Zauberwort dafür…

Was würdet Ihr raten. Wofür sollte man sich entscheiden? Man
hört immer wieder, dass eine fondsgebundene Versicherung sehr
gut ist.

Das würde der „Coole“ sagen, Fonds sind die beste Lösung,würde „Börsenfan“ sagen, Gold wäre auch nicht zu verachten, würde der Mikesch sagen, Immobilien sind auch nicht schlecht, würde der Sachwerteonkel argumentieren usw…

Ich bin 31 Jahre alt, Arbeitnehmer, verheiratet, 1
Kind

LG
Mikesch

Hallo,

Was würdet Ihr raten.

ich möchte Dir gar nichts raten, Dir aber kurz die Fakten vor Augen führen:

  1. Historisch betrachtet haben gestreute, internationale Aktienfonds aus Renditesicht am besten abgeschlossen. Die zukünftige Entwicklung kann niemand garantieren.

  2. Eine fondsgebundene Rentenversicherung ist ein Aktienfonds mit sehr hohen Kosten. Aus Sicht der Bruttorendite ist sie dem gleichen Fonds ohne Versicherungsmantel immer unterlegen. Allerdings kann es steuerliche Aspekte geben, die eine Investition sinnvoll erscheinen lassen. Ich kenne nicht Dein Gehalt. Lege ich jedoch ein normales Arbeitnehmergehalt zugrunde, dürften sie genannten steuerlichen Aspekte für Dich wohl weniger interessant sein.

  3. Eine Altervorsorge ist auch in Rentenpapieren möglich oder natürlich auch in gemischten Fonds. Die Rendite sinkt - historisch betrachtet - mit dem steigenden Anteil von Rentenpapieren. Was Dir da zusagt, ist alleine Deinen Vorlieben, Interessen, Erwartungen und Deiner persönlichen Risikoeinschätzung überlassen. Langfristig bewegt sich die Rendite von Aktien und Renten im Gleichklang, allerdings auf unterschiedlicher Höhe.

  4. Aufgrund der hohen staatlichen Förderung kann man Riesterverträge praktisch uneingeschränkt jedem Berechtigten empfehlen. Das gilt umso mehr, je mehr Kinder im Haushalt sind. Riesterverträge können als klassische Rentenversicherung, fondsgebundene Rentenversicherung und Fondssparplan (also reinem Aktien-, Misch- oder Rentenfonds) abgeschlossen werden. Achtung: Falls mehr Geld zum Sparen zur Verfügung steht: Riesterverträge nicht übersparen, dann lieber einen zweiten, nicht geförderten Vertrag (flexibel und spart Abgeltungssteuer) oder einen Rürupvertrag (Varianten klassisch oder fondsgebunden zur Auswahl) abschließen (hier dann gute Steuervorteile).

  5. Je nach Ausgestaltung ist auch die betriebliche Altersvorsorge und eine Direktversicherung zu prüfen. Hier kann man keine allgemeinen Aussagen treffen, weil die Ausgestaltung höchst unterschiedlich ist. In beiden Fällen ist nicht die Rendite der Anlageform so sehr entscheidend, sondern vielmehr die steuerlichen und sozialversicherungstechnischen Vorteile. Aber das muß man im Einzelfall ausrechnen.

Gruß,

Benni

gibt es nicht, dass muss jeder mit sich selber ausmachen,
womit er nach Abwägung allen Für und Widers gut schlafen kann.
Auf alle Fälle sollte man nicht auf einem Bein stehen,
Streuung heisst das Zauberwort dafür…

Was würdet Ihr raten. Wofür sollte man sich entscheiden? Man
hört immer wieder, dass eine fondsgebundene Versicherung sehr
gut ist.

Das würde der „Coole“ sagen,

Hallo,
da schätzt du mich aber falsch ein! Fondsrentenversicherungen sind Ladenhüter mit gigantisch hohen Kosten ohne jedewede Garantieleistung!Sie haben in der Vergangenheit (zwangsläufig) immer versagt!
Je nach persönlicher Situation (Einkommen, Familienstand, Beruf - angest. oder selbstständig) sind steueroptimierte KONSERVATIVE Versicherungsanlagen nicht schlagbar (Ohne Reihenfolge: Basis-Rente, betriebl. Altersversorgung, Riester, ggf auch konservative Privat-Rente) - und ganz zum Schluß kann ich (trotz Abgeltungssteuer) ein bisschen mit Aktienfonds zocken, sofern Geld übrig!

Alles andere ist Schmarrn!

Ich bin 31 Jahre alt, Arbeitnehmer, verheiratet, 1
Kind

Betr. Altersversorgung (212 EUR 1/12 umwandeln) und Riester + Risiko-LV!
Gruß cooler

Wass soll das?
Hallo,

also bei der Wahrheit solltest bei aller persönlicher Vorliebe für das eine oder andere Produkt nun doch schon bleiben.

Fondsrentenversicherungen
sind Ladenhüter mit gigantisch hohen Kosten ohne jedewede
Garantieleistung!Sie haben in der Vergangenheit (zwangsläufig)
immer versagt!

Was heißt bitte versagt? Wenn der zugrundeliegende Fonds (Aktien, Misch oder Renten) gute Erträge gebracht hat, waren es nur die Kosten, die die Nettorendite drückten. Und die sind bei klassischen Produkten nicht viel anders.

Je nach persönlicher Situation (Einkommen, Familienstand,
Beruf - angest. oder selbstständig) sind steueroptimierte
KONSERVATIVE Versicherungsanlagen nicht schlagbar

Das ist eine absolut verallgemeinerte und deshalb zwangsläufig falsche Antwort. Was soll das? Vor allem, was soll das hier in diesem Brett? Du kennst die Statistiken der Versicherungen und Du kennst die Statistiken der Fonds aus den letzten 30 oder 40 Jahren.

Niemand hat etwas dagegen, wenn Du das eine oder andere Produkt bevorzugst. Jeder von uns hat bestimmte Vorlieben, denen er mehr zugetan ist als anderen. Nur es ist ein Unterschied, ob ich eher die Vorteile einer Anlageform herausstelle als die Nachteile oder aber, wie Du hier, vollkommene Falschaussagen (auch noch wissentlich) von Dir gibst, die dem Fragesteller nicht weiterhelfen und späteren Lesern geradezu eine Falschberatung abliefern.

Benni

Hallo,
bevor ich mich mit dir auf eine Diskussion enlasse, bitte ich dich höflich, in der realen Welt mal aufzuwachen! […]
Für mich: Ende!
Cooler

P.S. Schon die Formulierung „nur die Kosten, die die Nettorendite drücken“!!?? Ich habe immer geglaubt, dass es so was von egal ist, durch was die „Nettorendite gedrückt wird“!? Oder ist eine schlechte Nettorendite sogar positiv, wenn sie NUR DURCH KOSTEN gedrückt wird!?

Team: Off-topic-Bemerkung gelöscht

Hallo,

[…]

P.S. Schon die Formulierung „nur die Kosten, die die
Nettorendite drücken“!!?? Ich habe immer geglaubt, dass es so
was von egal ist, durch was die „Nettorendite gedrückt wird“!?

Natürlich ist es egal, wodurch eine schlechte Rendite zustandekommt. Nur was am Ende herauskommt ist interessant. Da gebe ich Dir vollkommen recht.

Nur hast Du hier nicht nur (berechtigt) die Kosten des Versicherungsmantels einer fondsgebundenen Versicherung kritisiert, sondern Dich gegen jede Art der Fondsanlage (noch etwa in Aktien dazu) ausgesprochen. Das kannst Du natürlich tun, dann aber bitte mit sachlichen und vor allem zutreffenden Argumenten und nicht mit falschen Behauptungen. Die haben hier nichts zu suchen.

Benni

Team: entsprechend des Ursprungpostings editiert

Man
hört immer wieder, dass eine fondsgebundene Versicherung sehr
gut ist.

Von wem? Dem Versicherungsfuzzy um die Ecke?

Das würde der „Coole“ sagen, Fonds sind die beste Lösung,würde
„Börsenfan“ sagen, Gold wäre auch nicht zu verachten, würde
der Mikesch sagen, Immobilien sind auch nicht schlecht, würde
der Sachwerteonkel argumentieren usw…

Der Sachwerteonkel ist da eher für internat. Aktienfonds und physisches Gold und Silber. Immobilien nur wenn man selbst drin wohnt und das Ganze lange nutzt, aber wer kann heute schon sagen wo er in 20J arbeitet?

Ich bin 31 Jahre alt, Arbeitnehmer, verheiratet, 1
Kind

Über 35J Zeit bis zur Rente! Mit entsprechend hoher Rendite lässt sich da viel machen. Die von Banken und Versicherung vorgegaukelte „Sicherheit“ kostet nur unnötig Rendite. Lieber eine Anlage in hunderte Firmen weltweit als nur einer Pfefferminzia sein Geld anvertrauen. Wer weiss schon ob´s die in 35J noch gibt?
Bei den augenscheinlichen „Geschenken vom Staat“(Riester/Rürup) besonders auf das Kleingedruckte und die Kosten achten - dadurch werden meist die Geschenke gleich an Andere(sog. Gesellschaften) weitergegeben. Auch bitte die Inflation beachten. Bei 35J ein enormer Faktor! Bei Geldwertanlagen in Papiergeld(z.B. Versicherung) immer mal dran denken ob es in 35J den Euro noch geben könnte. Meiner Meinung nach nicht! Bei allen Währungsreformen haben immer nur Menschen ihr Geld verloren - nie ihre Sachwerte wie z.B. Edelmetalle, Aktien oder Immobilien!

LG Sachwerteonkel

Hallo Benni,
Punkt 1-3 findet meine Zustimmung.

  1. Aufgrund der hohen staatlichen Förderung kann man
    Riesterverträge praktisch uneingeschränkt jedem Berechtigten
    empfehlen.

Seh ich eigentlich auch so.

Achtung: Falls mehr Geld zum Sparen zur
Verfügung steht: Riesterverträge nicht übersparen, dann lieber
einen zweiten, nicht geförderten Vertrag (flexibel und spart
Abgeltungssteuer)

Was genau meinst Du mit dem zweiten, nicht geförderten Vertrag? Ich würde für das Übersparen auch einen Riestervertrag nehmen, allerdings mit ungeförderten Beirägen. Ist es das was Du meinst?

Frank Wilke

Hallo Frank,

Was genau meinst Du mit dem zweiten, nicht geförderten
Vertrag? Ich würde für das Übersparen auch einen
Riestervertrag nehmen, allerdings mit ungeförderten Beirägen.
Ist es das was Du meinst?

Ja, das meine ich. Alternativ bietet sich eben auch ein Rürupvertrag an, weil man dann zusätzlich noch von der (teilweisen, aber steigenden) steuerlichen Freistellungen der Beiträge profitiert und die Auszahlung nur nachgelagert besteuert wird. Ich persönlich habe es so gemacht. Aber mit einem zweiten Riestervertrag ist man halt flexibler, weil dieser im Notfall auch kündbar ist. Dafür kann man die Beiträge nicht mehr steuerlich absetzen.

Benni