Hi, iceage,
seit etwa einem Vierteljahr und geschätzten 1500 Aufnahmen kann ich - auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen - die FUJI empfehlen. Die ersten drei Tage war ich zwar skeptisch, doch nachdem ich mich mit den vielfältigen Möglichkeiten, die die Kamera jenseits der üblichen Automatik- und Programmfunktionen bietet, vertraut gemacht hatte, wurden die Bilder rasch besser und meine Überzeugung, mich für die richtige Camera entschieden zu haben, festigte sich deutlich. Sodaß ich im fiktiven Falle des Totalverlustes erneut eine S6500FD kaufen würde. Zumal die Kamera - günstig erworben - unvergleichlich viel Gegenwert bietet, und die Fachpresse Ihre Qualität wiederholt bestätigt hat.
Makroaufnahmen gelingen selbst auf geringste Distanz in überzeungender Form. Nicht selten mußte ich erkennen, dass ich nicht näher an das Objekt kam, weil ich bereits im Begriff war, es mit der Kamera zu berühren. Wenn man sich mit den etwas kurios zusammengestellten Makro-Modi angefreundet hat, steht einer erfolgreichen Arbeit nichts im Wege.
Außenaufnahmen sind bei nahezu jeder Witterungs- und Helligkeitssituation problemlos. Natürlich wirst Du Dich auch bei der Fuji in zweifelhaften Lichtverhältnissen zwischen einer langen Belichtung auf einem Stativ oder einem kurz belichteten Bild mit hoher Lichtempfindlichkeit entscheiden müssen. Doch bei vielen anderen Kameras stellt sich diese Frage spürbar früher.
Nach wie vor unzufrieden bin ich mit der Tatsache, dass die Fuji in der späten Dämmerung Probleme hat, zu fokussieren. Allerdings geht das vielen Kameras so. Andererseits darf man nicht vergessen, dass die Fuji in Lichtangelegenheiten recht genügsam ist, und wesentlich später an ihre Grenzen gerät, als das andere Kameras bei Dämmerung tun. Und das ohne sofort die Lichtempfindlichkeit erhöhen zu müssen. So gelingen auch bei kritischen Lichtverhältnissen Bilder, die ohne Rauschen problemlos vergrößert werden können.
Ein lästiges Manko ist die Einstellung der Blende, die leider nicht über einen Ring am Objektiv vorgenommen werden kann. Ein derartiger Ring existiert zwar - er dient bei Bedarf dem Scharfstellen - ist jedoch von Seiten der Kamerasoftware nicht zur Steuerung der Blendenvorwahl vorgesehen.
Die Speicherkarte scheint mir bisher problemlos zu sein. Schade nur, dass nahezu alle anderen Kameras, die ich nutze, mit SD arbeiten. Am PC ist das jedoch gleichgültig. Ein USB-Card-Reader (ab 10,00 EUR) schluckt nahezu alles, was es an aktuellen Kartenformaten gibt kritiklos.
Ich hoffe, meine völlig subjektiven Äußerungen konnten Dir zu einer überzeugten und nachhaltig zufriedenstellenden Entscheidung verhelfen.
Geh aber - sofern Du das nicht schon getan hast - vorher in irgendein Fachgeschäft, und schau - und fasse - die Geräte, die von Interesse sind genau an. Es gibt schon allein in den Bedienungskonzepten derart viele Unterschiede, dass ein erster Eindruck durchaus hilfreich sein kann.
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