da ich mit meinem Bruder ab 01.01.2010 eine GmbH als Gesellschafter Geschäftsführer betreibe (jeweils 50%) meine frage: Zu welcher krankenkasse würdet ihr mir raten? Gesetzlich oder Privat oder doch lieber freiwillig versichert?
muß dazu sagen das ich verheiratet bin und wir künftig nachwuchs erwarten, also evtl. mitbedenken.
Mein Rat: Bleibe vorerst freiwillig gesetzlich versichert. Wenn es sein muß mit privater Zusatzpolice für Chefarzt etc.
Wenn sich herausstellt, daß Du in Zukunft gut verdienen wirst, ist die PKV eine Alternative. Dort bezahlst Du aber für jedes Familienmitglied separate Beiträge!
grundsätzlich ist es bei vielen erst einmal eine Geschmacksfrage, ob privat oder gesetzlich versichert. Ich selbst bin privat versichert (und als Mitglied der Branche wahrscheinlich auch voreingenommen) und kann es nur jedem empfehlen.
Ob die private Versicherung ein „Luxus“ ist, wie der Artikel bei kerner.de sagt, den einer meiner Vorredner geschrieben hat, sehe ich anders. Als Selbstständiger bzw. GmbH-Geschäftsführer könnte ich mir vorstellen, dass Dir Deine Arbeitskraft wichtig ist und es sich für Dich auch lohnt Dich so zu versichern, dass Deine Arbeitskraft vernünftig und schnell wieder hergestellt wird, wenn der Fall der Fälle eintritt. Hier kann ich dir die Private wärmstens empfehlen (wenn Du die Richtige für Deine Bedürfnisse nimmst). Hinsichtlich der Kosten kannst Du Dich ja mal beraten lassen. Es kann durchaus sein, dass es Lösungen für Dich gibt, mit denen Du trotz PKV für alle Familienmitglieder gut UND günstig abgesichert bist.
Was in der Frage fehlt ist die Absicherung Deiner Ehefrau und natürlich Euer beider Verdienst.
was ist denn das für eine schwachsinnige Berechnung?
Einerseits schlicht falsch (Bei der PKV sind alle Zusatz- und Pflegeversicherungsbeiträge dazugerechnet (auch die für GKV-Versicherte). Die richtigen PKV-Zahlen gibts hier: http://www.pkv.de/zahlen/ )
Andererseits völlig an der Realität vorbei (bei den Durchschnittsausgaben der GKV sind ja auch alle dabei, die den Versicherungsschutz für umsonst bekommen (Ehefrauen, Kinder, sozial schwache usw.). Das nützt dem Einzelnen zum Vergleich also gar nix.
Von den Feinheiten (Selbstbehalt, Tarifvarianten, Höhe der Versicherungsleistungen, Arbeitgeberhöchstzuschuss, Beitragsrückerstattung, Risikozuschläge, Beihilfeversciherte…) gar nicht zu reden.
Nein nein, so geht das nicht. Ob es für einen günstiger ist die PKV zu wählen. hängt immer vom Einzelfall ab und trotz bester Analyse kann man schief liegen (vielleicht will man ja in fünf Jahren doch noch Frau und Kind? Die Geschäfte gehen doch nicht so gut wie man erwartet? Vielleicht doch ein paar Implantate im Gebiss?..).
Ist also nicht so einfach und es fehlen einfach die nötigen Informationen (z.B. wieviel Gewinn mit der GmbH erwartet wird, Alter, Vorerkrankungen, worauf wird Wert gelegt?).
Wie auch immer hier im Forum erwähnt wird, eine vernünftige Beratung pro und kontra kann es nur ganz grob geben. Das ist aber nicht genug um eine Entscheidung im Einzelfall treffen zu können.
eine selten dumme, lächerliche Statistik! Diese Durchschnittsbeiträge ergeben sich aus z.B. aus arbeitslosen und beitragsfreien Mitgliedern!
Das für die PKV in Frage kommende Klientel, würde in der GKV im Durchschnitt mehr bezahlen!
Deshalb traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!