Welche Lebensmittel bei Allergierisiko?

Hallo,

ich bin gerade bei der Beikosteinführung.
Meine Tochter (8 Monate) ist allergiegefährdet kennt aber schon einige Lebensmittel (Kartoffel, Brokkoli, Banane, Apfel, Zucchini, Pastinake, Birne, Blumenkohl…).
Gibt es irgendwo im Internet eine Seite, wo mir gesagt wird, welche Lebensmittel ich wann einführen „darf“?

Vielen Dank

viele Grüße

Kerstin

Hiho,

da gibt es viele verschiedene Meinungen. Ich sag einfach mal meine. :wink:

Sehr wenig allergen sind Reisflocken. Ein daraus mit Wasser angerührter Brei war das erste, was mein Kleiner bekam. Dann kam zuerst leicht gedünstete und pürierte Birne hinein. Danach leicht gedünsteter Apfel. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, gibst Du erst mal eine Zutat pro Woche. Möhred, Pastinaken und Kürbis, ebenso Frühkartoffeln enthalten wenig allergenes.

Unbedingt meiden solltest Du im ersten Jahr (wenn das Kind allergiegefährdet ist): Kuhmilch, Eier, Nüsse und Südfrüchte. Auch Gluten verursacht Allergien (In Getreide, außer eben in Reis, enthalten).
Eine genauere Liste steht unter http://www.gdch.de/strukturen/fg/lm/ag/bioanal/nahru…:
• Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse
• Krebstiere und Krebstiererzeugnisse
• Eier und Eiererzeugnisse
• Fisch und Fischerzeugnisse
• Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse
• Soja und Sojaerzeugnisse
• Milch und Milcherzeugnisse (einschließlich Laktose)
• Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Kaschunuss, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss, Queenslandnuss) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse
• Sellerie und Sellerieerzeugnisse
• Senf und Senferzeugnisse
• Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse,

Noch ein Link dazu:
http://www.wdr.de/themen/gesundheit/1/lebensmittelko…

Ansonsten: Mach Dich nicht zu sehr verrückt. Das hilft auch bei der Allergievermeidung.

Liebe Grüße,
Nike

Hallo Kerstin,

hmm - auch auf die Gefahr hin von allen Experten in der Luft zerrissen zu werden und auch nur unter der Voraussetzung, dass Deine Tochter noch nicht die Spur einer Allergie zeigt: gib ihr all das, wobei Du ein gutes Gefuehl hast und was die Kleine mag.

Ich war auch so ein allergie-kritisches Kind und meine Mama hat mir trotzdem alles zu essen gegeben. Was mir dann nicht gut tat (schon damals Milchprodukte) mochte ich eh nicht gerne. Ich glaub, das hat Mutter Natur schon so eingerichtet, dass der Koerper sich das holt was er braucht und verschmaeht was ihm nicht gut tut. Dinge, die es zuhause nicht gab (in meinem Fall z.B. Suesstoff, Polenta, Fischstaebchen und so) vertrage ich heute nicht. Ist echt witzig, keine Ahnung ob sich das irgendwie medizinisch-korrekt begruenden laesst.

Wie gesagt, wenn die Kleine nicht eh schon unter Allergien leidet oder gar von manchen Sachen Atemnot bekommt, wuerde ich die Ernaehrung so „normal wie moeglich“ angehen. Was vielleicht noch wichtig ist (zumidnest bei mir): je biologischer und Zusatzstoff-freier die Lebensmittel sind umso besser :wink:

*wink*

Petzi

wow perfekte Antwort!!! (owt)

Uii … danke! :smile: (auch owT)
:smile:)

Hallo,

eines habe ich bei den vorigen Postings vermisst:
Farb- und Konservierungsstoffe.
Wenn es dir möglich ist, pflanze das Gemüse für dein Kind selbst an. Wenn nicht kaufe Tiefkühlprodukte, nimm keinesfalls Gläser! ( Damit meine ich nicht die Babygläser )
Was du außerdem meiden solltest sind Fertigprodukte aller Art ( wiederum Babykost ausgenommen )
Sollte es noch nicht erwähnt worden sein: auch Schweinefleisch kann eine Unverträglichkeit herbeiführen. Diese vergeht aber wieder, wenn man es über längere Zeit meidet.
Ansonsten gilt: immer nur eine neue Sorte Obst / Gemüse pro Woche und das Kind dabei genau beobachten.

viel Erfolg!

Katrin

*lob*
hallo petzi,

dein weg ist einfach der natürliche, an die dinge heranzugehen. leider verlernen wir das heutzutage recht schnell in unserer verbots- und gebotsgesellschaft des erhobenen zeigefingers.
würden deine tips auch andere beherzigen, würden ihnen so manches erspart bleiben.

strubbel

Hollahi.

vertrage ich heute nicht. Ist echt witzig, keine Ahnung ob
sich das irgendwie medizinisch-korrekt begruenden laesst.

Nun, bei Koalas ist es so, dass sie, wenn sie nicht von klein auf an bestimmte Eukalyptussorten gewöhnt wurden, sie deren Blätter später auch nicht verdauen können. Das läuft so ab, dass die spezifischen Enzyme im Bären entweder in der Kindheit oder eben gar nie mehr gebildet werden.

Und da „Petzi“ auf bärige Abstammung deutet, habe ich mir gedonken, schreibst Du mal so wat … :wink:

Gruß kw

Hallo Kerstin,

generell gilt bei allergiefährdeten Kindern im 1. Lebensjahr ein Verzicht auf Kuhmilch + - produkte (also auch keine Butter oder Sahne), Hühnereiweiß, Nüsse (außer geschälten Mandeln), Fisch, Zitrusfrüchte (am besten Südfrüchte jeder Art) und Weizen. Du solltest für den Abendbrei so genannte HA-Breis bzw. entsprechende Flocken mit HA-Milch anrühren. Achtung: die allseits beliebten Hafer- bzw. Schmelzflocken können ebenfalls (lt. Packung) Spuren von Weizen enthalten. Tipps bekommst Du beim Kinderarzt oder auch als Broschüre von den gängigen Babynahrungsherstellern bzw. auf deren Internetseiten bzw. deren Foren.
Wir haben unseren Großen auch im ersten Lebensjahr allergenarm ernährt und er hat bisher keine Allergie. Bei unserer Tochter (10 Mon.) war es leider schon in der Stillzeit klar, daß sie Neurodermitis hat. Da sind die Eßvorgaben jetzt noch viel extremer. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, daß man diese paar o.a. Einschränkungen im ersten Lebensjahr ganz gut bewältigen kann, soviel können die Kleinen Dank weniger Zähne ja dann doch noch nicht essen.

LG
Denise

Soja bei Allergien
Hi,

dass Soja ein zu vermeidendes Lebensmittel ist so nicht ganz richtig. Immerhin gibt es (auf ärztliche Anweisung) Flaschenmilch und Babybrei auf Sojabasis, aber eben ohne Kuhmilch. Da kann es nicht so arg allergieauslösend sein, sonst würden die Docs es wohl kaum allergischen Babies empfehlen. Ich spreche da aus Erfahrung, wir haben nämlich ein entsprechendes Produkt verwenden dürfen, interessanterweise hat man uns dafür aber von Ziegenmilch abgeraten.

LG
Denise