Welche Lebensqualität steckt dahinter?

Ach, am liebsten würde ich nur draußen herumstromern. Nicht nur jetzt, wo es warm ist. Mich hält es nicht lange drinnen, ich muß raus in die Natur. Den ganzen Tag im Wald herumstromern. Den Rucksack packen und immer weiter!!

Das ist nicht so ohne weiteres möglich. Ich kann nicht ununterbrochen unterwegs sein. Irgendwann kann ich nicht mehr weiter und die Zunge hängt. Oder ich komme an (wo?) und muß zurück. Es ist nicht immer warm und trocken. Außerdem muß ich auch arbeiten und meine Brötchen verdienen. (Bißchen wie in dem Film Forrest Gump!)

Ich frage mich, was für ein Bedürfnis, welche Lebensqualität steckt dahinter? Wonach sehne ich mich? Was brauche ich? Ich hatte gestern morgen vergeblich versucht, es herauszufinden.

Vielleicht ein gewisser Drang zur Ungebundenheit. Einfach dorthin gehen wohin du jetzt gerade willst. Keiner ist da der dich aufhält oder dir irgendetwas vorschreibt wie du es zu tun hast. Hast du in deinem Beruf feste Regeln, die freies Handeln und Entscheiden quasi verbieten? Könnte eventuell ein Grund sein.

Ich finde es auch wunderschön draußen einfach durch die Natur zu laufen und einfach an nichts denken zu müssen. Einfach irgendwo stehen bleiben, die Szenerie beobachten und irgendwann wenn ich dazu lust habe weiter laufen. Für mich ist das ein Entfliehen aus dem Alltagstrott. Man MUSS nichts machen, aber man KANN wenn man möchte.

hALLO sYLVIA

Ach, am liebsten würde ich nur draußen herumstromern.

Dann wäre ja z.B. der Beruf der Oberförsterin für Dich das richtige.
Schlimm wäre es, wenn Du in einem Bürogebäude oder Labor ohne Fenster bei Neonlcht arbeiten müsstest … Ist es etwa so?
fragt
Branden

Hallo Sylvia,

das plan-/ziellos wirkende s t r o m e r n
ist ein „er-gehen“ (in) der als angenehm
empfundenen „freien“ Natur.
Es spricht/regt a l l e Sinne an.
Man ist in Bewegung (der Strom, Fluß).

In einem Bild:
ein sehr aufnahmefähiger (Tafel-) Schwamm
saugt/zieht sich voller Eindrücke.

Beide Gehirnhälften sind aktiv.
Man kann wählen zwischen An- und Entspannung.

Es wird bewußt gedacht oder auch unbewußt.
Es besteht kein Druck der Zeit, der Termine
oder anderer Menschen.

Vielleicht ist es
… eine Spur von Freiheit,
… ein Erkennen der eigenen Existenz,
… ein Erkennen der eigenen Bedeutung/Bedeutungslosigkeit,
… der Genuß, mit eigener Kraft voran zu kommen,
… die Freude am Entdecken.

Und: es heißt auch auszuhalten (können), dass
man allein ist, was nicht heißt, dass man einsam ist.

Endlich: man hat die Möglichkeit jederzeit wieder in die
Zivilisation zurückzukehren.

Der Weg ist das Ziel.

Grüsse
Heiner Gierling

Hallo

meiner Meinung nach ist das die Lebensweise, die uns Menschen am ehesten natürlich ist (in der Gegend rumwandern, Beeren und Wurzeln suchen, zwischendurch mal auf einen Baum klettern, weil es da Früchte gibt, und dabei einen besseren Ausblick geniessen…)

Dies Herumstromern ist für uns heute oft unbefriedigend, weil wir ja keine Beeren und Wurzeln suchen, sondern nur relativ sinnlos in der Gegend rumlaufen.

Wer beim Rumlaufen sein Futter sucht, ist ja anschliessend satt und zufrieden, oder er würde auch noch für die Leute daheim was mitbringen, das ist auch sehr befriedigend.

Wer so ein ganz dolles Fernweh hat, will vielleicht auch einen neuen Stamm, eine neue Familie suchen, einen Geschlechtspartner, ein Kind.

Das sind Verhaltensweisen, die auch unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen haben. Leider haben nur wenige von uns das Glück, sie ausleben zu dürfen (von den Schimpansen aber auch nicht so viele).

Ich wäre gerne Nomade (in einer Gruppe). Allerdings müsste es dafür noch ein bisschen mehr Natur geben, sonst bringt es das nicht.

Viele Grüße Thea

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Hallo Branden,

hALLO sYLVIA

Ach, am liebsten würde ich nur draußen herumstromern.

Dann wäre ja z.B. der Beruf der Oberförsterin für Dich das
richtige.

Hm, fragt sie denn nach einer Berufsberatung?

Gruß

Hermann

Hmmm, Sehnsucht nach Natur. Nach Grünen. Nach Natürlichkeit, Ursprünglichkeit!

Ich habe vorher lange in der Stadt gewohnt. Zum Park mußte ich ein Stück laufen. In der Nähe gleich die B10. Zum Wald 10 km mit dem Auto fahren!! Mit dem Bus ist zu umständlich.

Nun wohne ich in einem ländlich gerägten Wohngebiet, mit Vorzügen einer Stadt. Ringsum grün! Herrlich!

Beruflich habe ich etwas mit Computer dressieren zu tun. Ich schiele sehnsüchtig aus Fenster. Es belastet mich sehr.

Jetzt muß ich erst mal nachdenken!

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Das klingt gut! Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch und nehme alles viel zu ernst. Am liebsten würde ich nur das tun, was Spaß macht! Aber du kennst es ja: Konventionen, Verpflichtungen, Alltag, Existenz. :frowning:

Ich kannte Zeiten, da mußte ich raus! Einmal bin einfach losgegangen und nach 6 Stunden ohne Pause und 27 km wieder zurückgekommen. Ich war völlig fertig, doch ich spürte mich wieder! Es hat mich auch überrascht, daß meine persönlichen Grenzen weiter sind. Ich kann mehr als ich dachte!

Es ist schön draußen zu sein. Einfach vor sich hintreiben, ich selber zu sein. Doch irgendwann meldet sich der Durst und Hunger, es wird Abend, ein Unwetter zieht auf. Verpflichtungen warten …

Bedeutungslosigkeit? Ich fühle mich oft bedeutungslos. Die Natur ist mächtig. Sie schützt und zerstört zugleich. Es ist wie mit dem Schwimmen im Meer. Vorletztes Jahr war zum ersten Mal am Meer, eine tolle Erfahrung! Kämpfst du gegen die Wellen an, schluckst du Wasser. Schwimmst du mit ihnen und läßst dich tragen, hälst du dich über Wasser und gleitest mühelos dahin. Du bist eins mit dem Meer.

So ähnlich ist es, wenn ich durch die Wälder ziehe. Ich tauche hinein! Die Bäume sprechen mit mir. Ich bin ein Teil!

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Mist, ich habe den falschen Job! Manchmal bin ich auch ganz froh, wenn ich nicht raus muß und im trockenen und warmen bleiben darf. :smile:

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Ja, einfach sich treiben lassen und lauschen. Die Seele baumeln lassen. :smiley:

Mein Beruf frißt mich gerade auf. Er fordert sehr viel. Vielleicht wünsche ich mir hier ein Ausgleich?

Den Alltag kann ich nun anders strukieren, da alleine wohne! Kein Gedränge um Bad und Kühlschrank!

Am liebsten würde ich jetzt auf einer Café-Terrasse sitzen, einen Kaffee schürfen und den Leuten zugucken!

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