Welche Minirose für den Balkonblumentopf

Hallo,
ich habe auf meinem Balkon (südlage) 15 Blumentöpfe Aus Kunststoff anstatt Blumenkästen auf der Brüstung stehen. Sie sind 27 cm im oberen Durchmnesser und haben eine Tiefe von ca. 25 cm.

Mein Wunsch ist nun, darin je eine Minirose zu pflegen.

Diese sollte möglichst kräftig rot blühen, ziemlich klein bleiben und dem Winter trotzen können. Wenn nötig, wäre ein zusätzliches Wintermäntelchen aus Luftpolsterfolie möglich.

Wer kann mir die dazu passende Sorte benennen?

Gruß Helmut

Hallo,

ich habe auf meinem Balkon (südlage) 15 Blumentöpfe Aus
Kunststoff anstatt Blumenkästen auf der Brüstung stehen. Sie
sind 27 cm im oberen Durchmnesser und haben eine Tiefe von ca.
25 cm.

Mein Wunsch ist nun, darin je eine Minirose zu pflegen.

Diese sollte möglichst kräftig rot blühen, ziemlich klein
bleiben und dem Winter trotzen können. Wenn nötig, wäre ein
zusätzliches Wintermäntelchen aus Luftpolsterfolie möglich.

Wer kann mir die dazu passende Sorte benennen?

ich kann Dir nur sagen, das aber ziemlich verlässlich, dass dieser Standort bei jeder „passenden“ Rosensorte je nachdem, wie gemein der Winter ist, zu Totalverlust führen wird.

Du hast mit Rosen an dieser Stelle gleich mehrere Probleme, die Du dauerhaft lösen musst:

  • vollsonnig und derart exponiert mögen sie auch im Sommer nur, wenn die Wasserversorgung klappt und gleichzeitig ein feines Lüftchen weht. Keine Rose mag wirklich braten.

  • „passen“ könnten sogenannte Bengalrosen; davon gibt es auch einige rote Sorten (guckst Du im Internet auf Seiten von Rosenzüchtern). Bengalrosen haben den Vorteil, sie bleiben klein, Wuchshöhe bis ca 30cm … oberirdisch. Wurzeln möchten diese Minis gerne wie alle Rosen bis zum 1 Meter tief.
    Da bieten Deine Töpfe gerade mal 1/4.
    (1m in der Erde erfriert zumindest in Deutschland keine Pflanze - allerdings kann der Frost die Veredelung der Rose killen, so dass nur die wilde Unterlage überlebt)

  • Bengalrosen haben in der Regel sehr viel Erbanteil von asiatischen Rosen = die sind ursprünglich gelb, das gibt dem Rot der Töchter das Feuer (europäischen Rosen sind alle weiß bis maximal dunkles Pink, das was Du eben von Heckenrosen kennst)
    Unglücklicherweise waren die erwähnten asiatischen Rosen nicht winterhart = die Nachkommen sind es heute nur bedingt.
    Im Weinbauklima gerne, an meinem „Naturstandort“ = Nordostbayern = vergiss es.

Auf seriösen Seiten im Internet und in seriösen Gartenbüchern steht für alle Arten Rosen in Töpfen durchaus die Empfehlung:
„Räumen Sie den Topf im Winter in die frostfreie Garage.“
Wenn Du die Möglichkeit hast, oder einen sehr kalten, dunklen Keller solltest Du den Rosenflor des Balkons dorthin verlagern.

  • der von Dir angedachte Winterschutz und vorausgesetzt, das Klima ist bei Dir wintermild genug:
    Blisterfolie ist eine gute Idee, nur sterben die meisten Balkon- bzw. Topfpflanzen nicht unbedingt den Frosttod, sondern sie vertrocknen.
    Da hilft nur jeden Tag nachsehen und gießen, sobald es auch nur den Anschein macht, die Erde im Topf könnte teilweise angetaut sein.
    Es kann auch helfen, nur die Triebe der Pflanzen einzusprühen. Verdunstung findet immer statt!

viel Erfolg
Geli

Hallo Geli,
zunächst einmal besten Dank für Deine ausfürliche Darstelleung !

Ich bin gerade deshalb sicher, dass Du weißt, welche Rosensorte ich kaufen soll, wenn ich es denn trotz schlechter Bedingungen wagen möchte.
Habe Mut und gib mir den Tipp, wenn es „in die Hose“ geht, bin ich selber schuld.

Gruß Helmut

Hallo Helmut,

bei diesen Bedingungen wachsen nur wenige Pflanzen gut und dass auch nur in großen Kübeln und gut gegen die Sonne isoliert - sprich Tonkübel, welche Wasser vedunsten lassen.

Wir haben 2 Rosen auf der Terrasse stehen und eine im Garten - die Kübel sind min 60 hoch und 60 im Durchmesser. Rosen brauchen viel Wasser und eine gewisse Tiefe, damit sie halbwegs gedeihen. In der Natur ausgepflanzt bilden sie eine! Meterlange Pfahlwurzel mit vielen feinen Nebenwurzeln. Das sollte auch halbwegs im Kübel möglich sein. Rosen im Kübel muss man alle 3-4 Jahre heraus nehmen und neu einsetzen. Wurzeln kürzen etc.

Mit viel Liebe und Hingabe und Glück und ein wenig Schatten kann Dein Vorhaben für einen kurzen Zeitraum funktionieren. Ich würde eher auf andere Pflanzen zurück greifen. Die von Dir vorgestellten Pflanzgefäße halte ich bei dem Standort für zu klein, halten sie Hitze nicht von den Wurzeln und regulieren auch auf der anderen Seite die Feuchtigkeit nicht ordentlich bei zu viel Regen.

Im Winter dürfte in der Tat ein Totalverlust vorprogrammiert sein.

Wie siehts aus mit Stauden? Bei uns blüht Echinacea wie wild. Minze liebt die Sonne. Salbei blüht schön blau. - alle Winterhart und echt hart im nehmen.

Gruss,
Alexandra