Welche Mittel gibt es noch?

Hallo!

Angenommen ein Jugendlicher lebt in einer 4-Köpfigen-Familie.
Kleine Schwester geht zur Schule, Mutter hat einen 400€-Job, Vater ist krankheitsbedingt arbeitsunfähig und der Jugendliche Sohn hat ein 1-Jahresschulpraktikum, bei dem er eine Vergütung in Höhe von 250€ bekommt.
Die Familie lebt von der Sozialhilfe. Doch jeden Gewinn zieht das Sozialamt ab, also die 400€ der Mutter und die 250€ des Sohnes werden von der Sozialhilfe abgezogen. Und der Vater kann einfach nicht arbeiten. Das heißt also, der Sohn, bzw. die Familie kann einfach nicht besser Leben, da jeder Versuch sich selbständig zu helfen daneben geht, weil das Geld einfach nicht ankommt.
Der Sohn arbeitet für sein Geld, doch bekommt es nicht. Er kann ja nichts für die Situation zu Hause. Sein ganzes erarbeitetes Gehalt wird abgezogen und somit arbeitet er für nichts, obwohl alle anderen bezahlt werden. Die Mutter packt mit der Arbeit an, doch dies bringt ja auch nichts. Man bräuchte also noch den 3.-Job vom Vater, was aber ausgeschlossen ist.

Was kann der Junge tun? Muss er unter der Situation weiter leiden?

Hallo,

Hallo!

Angenommen ein Jugendlicher lebt in einer 4-Köpfigen-Familie.
Kleine Schwester geht zur Schule, Mutter hat einen 400€-Job,
Vater ist krankheitsbedingt arbeitsunfähig und der Jugendliche
Sohn hat ein 1-Jahresschulpraktikum, bei dem er eine Vergütung
in Höhe von 250€ bekommt.
Die Familie lebt von der Sozialhilfe. Doch jeden Gewinn zieht
das Sozialamt ab, also die 400€ der Mutter und die 250€ des
Sohnes werden von der Sozialhilfe abgezogen.

was soll man unter dem Begriff Gewinn verstehen ?
Oder wurde der Begriff Gewinn mit Einkommen verwechselt.

Und der Vater
kann einfach nicht arbeiten. Das heißt also, der Sohn, bzw.
die Familie kann einfach nicht besser Leben, da jeder Versuch
sich selbständig zu helfen daneben geht, weil das Geld
einfach nicht ankommt.

Glaubt der Sohn, dass er mit einem mtl. Einkommen von 250 € leben könnte ? Also Miete zahlen, Nahrung, Getränke, Kleider, usw. ?
Wenn ja sollte er Kontakt mit dem Jugendamt aufnehmen und sich eine eigene Wohnung suchen.

Der Sohn arbeitet für sein Geld, doch bekommt es nicht. Er
kann ja nichts für die Situation zu Hause. Sein ganzes
erarbeitetes Gehalt wird abgezogen und somit arbeitet er für
nichts, obwohl alle anderen bezahlt werden. Die Mutter packt
mit der Arbeit an, doch dies bringt ja auch nichts. Man
bräuchte also noch den 3.-Job vom Vater, was aber
ausgeschlossen ist.

Warum ist dies ausgeschlossen ?
Welche Krankheit hat denn der Vater.
Evt. könnte er ja auch noch ein wenig zu Hause durch Heimarbeit etwas verdienen.

Was kann der Junge tun? Muss er unter der Situation weiter
leiden?

Bei Leistungen aus der Sozialhilfe wird der Junge auch mit einem mtl. Betrag berücksichtigt. Das gleiche gilt für alle Personen die zum Haushalt gehören. Zusätzlich Miete + Nebenkosten.

Der Differenzbetrag zum Einkommen wird durch das Sozialamt Monat für Monat gezahlt.

Gruß Merger

Hallo,

man möge mich berichtigen, denn ich kenne nicht so genau den Unterschied zwischen HartzIV und Sozialhilfe. Wenn es also falsch ist, sorry.

Doch jeden Gewinn zieht das Sozialamt ab, also die 400€ der Mutter und die 250€ des Sohnes werden von der Sozialhilfe abgezogen.:

Bei Hartz IV zumindest ist das nicht so: da werden denjenigen, die Geld verdienen, Freibeträge zugestanden (für die Werbungskosten, die man hat, weil man arbeitet). Bei einem 400,00 EUR Job sind das um die 160 EUR, wenn ich mich richtig erinnere.

Insofern hat man was davon.
Selbst wenn ich mich täusche, muss man aber die Sache anders sehen (ich habe selbst mal HartzIV bezogen und hatte einen 400 EUR Job):
Sozialhilfe ist dazu da, das zu bezahlen, was man selbst nicht aufbringen kann. Jemand, der zu wenig verdient, kann also aufstocken. Sozialhilfe ist ja kein „Einkommen“ und alles, was man dazu verdient, ist Taschengeld.

Und wenn man das mal außer Acht lässt: natürlich hat man immer was davon, arbeiten zu gehen: Der Lebensunterhalt ist ja gesichert durch die Sozialhilfe und wenn es auch dort den Selbstbehalt gibt, hat man ein wenig Taschengeld. Und: Jeder 400EUR Job und GERADE ein Schulpraktikum bringen einen im beruflichen Leben weiter. Der Schüler hat ja sein Leben noch vor sich und da ist jeder Punkt im Lebenslauf wichtig.

Im Übrigen ist es auch für einen selbst wichtig, so viel man kann zu machen: man kann nicht in einen Trott verfallen und hat gute Chancen, aus der Sozialhilfe-Falle raus zu kommen.

Just my 2 cents, auch wenn es keine rechtliche Antwort ist. Hoffe, es ist trotzdem ok.

Gruß

Hallo!

Was kann der Junge tun? Muss er unter der Situation weiter
leiden?

Also wenn ich das richtig verstanden habe, beschwert der Sohn sich darüber, dass er hier Teil der Bedarfsgemeinschaft ist und seine 250 EUR „nicht behalten darf“.
Vllt macht er sich mal schlau, wieviel Unterstützung die Familie insgesamt erhält (fairerweise auch Miete, Krankenversicherung,…) und wird vermutlich feststellen, dass er immer noch subventiert wird, auch wenn er jetzt teilweise eine Eigenleistung erbringt.
Natürlich haben die Mitschüler gefühlt einfach mehr von ihrem Lohn, aber es gibt eben weder ein bedingungsloses Grundeinkommen (vllt. doch mal die Piraten wählen!?), noch ein Anrecht auf wohlhabende Eltern.

LG

Bommel

Um sich vom Sozialamt unabhängig zu machen, bräuchte man ja ein höheres Einkommen als das Geld, welches man vom Sozialamt bekommt. Doch dann bräüchten beide Elternteile einen Job, was in dieser Situation nicht der Fall ist, da der Vater aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeitsfähig ist, da er sich in einem bedrohlichen Zustand befindet.
Der Sohn packt mit an und und bekommt ein monatliches Einkommen in Höhe von 250€, was er aber nie in die Tasche bekommt. Selbst wenn er einen Ferienjob oder eine Ausbildung macht, wird ihm das Geld abgezogen und er hat damit keine Möglichkeit sich etwas Taschengeld zu erarbeiten und wird bzw. für seine Leistungen nicht belohnt, obwohl er ja nichts für den Zustand seiner Eltern kann. Doch das Sozialamt ist es ja egal, ob das Kind was dafür kann oder nicht.
(Das Kind lebt noch bei seinen Eltern)