nächste Woche muss ich wegen Karpaltunnel-Syndrom unter’s Messer.
Der Chirug will das unter örtlicher Betäubung machen, bei einem Bekannten meiner Freundin wurde das unter Vollnarkose gemacht.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das mit örtlicher Betäubung oder auch unter Vollnarkose machen lassen soll?
Donnerstag habe ich ein Gespräch mit den Anästhesisten, bis dahin würde ich gerne ein paar Meinungen einholen.
Zwar kein Karpaltunnelsyndrom, aber auch eine OP an der Hand. (Das entfernde Ding schimpfe sich „Strecksehnenhygrom“.).
Ich durfte wählen zwischen Lokalanästhesie und Vollnarkose.
Meine Entscheidung fiel auf die lokale Variante, schon weil meine Angst vor der Vollnarkose irgendwie sehr viel deutlicher war.
Die Betäubung wurde dann mittels einer Armplexusanästhesie vorgenommen, und ich würde es jederzeit wieder so machen.
Das Betäuben selbst war unspektakulär, mir gings die ganze Zeit wunderbar - während der OP war ab und an ein bißchen was zu spüren- also - ich merkte, daß man an meiner Hand arbeitete, keine Schmerzen bis dahin. Gegen Ende tats ein klein wenig weh, was ich vorsichtshalber auch gleich kommuniziert habe (man weiß ja nie )- aber da meinte die Ärztin, sie sei auch schon fertig.
Nach einer halben Stunde im „Aufwachraum“ mit Kaffee und Keksen durfte ich mich dann wieder anziehen und verschwinden. Alles in allem meiner Meinung nach sehr angenehm, auch wenn mir dankenswerterweise die Vergleichsmöglichkeiten fehlen.
Hallo,
also ich hatte auch mal den Karpaltunnel und habe mich gleich von Vollnarkose überzeugen lassen. Und es ging alles ganz supi. Konnte schon nach 2 Stunden wieder nach Hause. Natürlich in Begleitung!
Etwas später bin ich vom Pferd gefallen und hab mir das Fußgelenk zerlegt. Da hat mir der Arzt die lokale empfohlen.
Die OP selbst war ja ganz toll, kopfhörer drauf, schöne Musik.
Aber was dann kam war die Hölle. Nie wieder.
Als nach drei Jahren die Platten wieder raus mussten hab ich die volle genommen und habs nicht bereut!
Liegt an Dir!
Alle Gute!
Zeulino
Bin kein Arzt und kann auch nicht sagen, was medizinisch bei der operativen Behandlung des Karpaltunnelsyndroms alles so anfällt.
Allerdings habe ich schon die eine oder andere OP (passiv) hinter mir und kann Dir etwas beschreiben:
Vollnarkose: Du bekommst nichts mit und wachst irgendwann wieder auf. Klingt erstmal gut. Aber: Das Verfahren ist aufwändiger, (nach dem Gespräch mit diversen Ärzten, Pflegern, Anästhesisten) risikobehafteter (Du musst beatmet werden, Kreislaufüberwachung etc.), und die „Folgen“ sind spürbarer. Nicht jeder verträgt die Vollnarkose, kann auf den Magen schlagen (heftiges Göbeln), belämmertes Gefühl im Schädel, verkatert wie nach 'ner ordentlichen Sauftour. Zudem wirst Du intubiert, d.a. dein Hals ist trocken und gereizt (ganz schlecht für Raucher). Essen darfs Du vorher auch nichts und nachher eher mit Vorsicht (s. Magen). Das heißt nicht, dass das alles immer so sein muss, kann aber so sein.
Bei der lokalen Betäubung ist die körperliche Belastung wesentlich geringer und die OP wird im Zweifel sogar „nur“ ambulant durchgeführt. Obige Begleiterscheinungen entfallen, allerdings bekommst Du von dem Drumherum alles mit, und das ist auch nicht jedermanns Sache. Ich hab mir damals (2 Knie-OPs mit Kreuzstich [Spinalanästhesie], beim 2. Mal morgens rein und abends raus) immer zusätzlich ein leichtes Schlafmittel geben lassen.
Raten kann ich Dir nichts, denn entscheiden musst Du. Aber dem Anästhesisten Löcher in den Bauch fragen kannst Du auch.
Habs wie Kari machen lassen, allerdings Karpaltunnelsyndrom
Ohne probleme, der Arm ist zwar dann noch ( ich weiss garnicht mehr) ca 1-2 Stunden taub,aber bin 1 Std. nach der OP wieder nach hause, brauchst aber einen Fahrer !!
Würde es genauso wieder machen lassen.
Gruß Freckle
nur noch als Anmerkung zum lokalen, was hier ja schon angedeutet wurde: Wenn man nix mitkriegen mag, gibts Mittelchen, die einen irgendwie latent wegdämmern lassen - keine eigene Erfahrung, aber angeboten bekam ich’s.
Und ich fands eigentlich ganz witzig, die Scherze und Sprüche von Ärztin, Helferin und Anästhesisten mitzubekommen - ich hab mich während der OP durchaus mit den Damen und Herren unterhalten können.
Ahja, und noch ein Nachtrag: Begleitung für den Heimweg und die 24 Stunden nach der OP brauchte ich auch nach der lokalen Betäubung.