Welche PKV die 'richtige'

Bevor jetzt einige auf mich „einprügeln“ und mir klarmachen wollen, dass es D I E richtige private Krankenversicherung nicht gibt, weise ich darauf hin, dass mir das klar ist.
Es ist nur folgendes: Ich habe mir einige Angebote privater Krankenversicherungen angesehen und dabei drei Gesellschaften in die engere Auswahl genommen: Nürnberger, DBV-Winterthur und AXA.
Nun möchte ich wissen, wie ich ungefähr abschätzen kann, wie sich bei den einzelnen Gesellschaften in Zukunft die Beiträge entwickeln könnten(kann man ja aufgrund der Vergangenheitszahlen vielleicht abschätzen). Gibt es hierzu irgendwelche hilfreichen Informationen im Internet? Hat jemand persönliche Erfahrungen mit einer der o.g. Gesellschaften?
Ich möchte nämlich vermeiden, irgendwann wesentlich mehr (wenn auch bei besseren Leistungen) als in der Gesetzlichen zu zahlen.
Von einem Versicherungsmakler wurde mir die alte Oldenburger wärmsten ans Herz gelegt, aber die finde ich eigentlich nicht so prall, und wenn ich das richtig verstanden habe, hat diese im vergangenen Jahr die Prämien einiger Tarife saftig angehoben.
Hat auch hier jemand persönliche Erfahrungen gemacht?

Vielen Dank für Antworten im voraus.
Whoopi

Hallo Whoopi,

grundsätzlich muß man klarstellen, das die zukünftige Entwicklung der Beiträge nicht zu berechnen ist.

-Es gibt natürlich die Möglichkeit per „Vergangenheitsanalyse“ einige Aufschlüsse zu dem wirtschaftlichen Verhalten des PKV Unternehmens zu erhalten.

-Weiterhin sind natürlich die Höhe der Rückstellungen entscheident. Dies beudeutet, das sich einige Versicherer mehr Geld zurücklegen um eventuell ansteigende Kosten (die mit Sicherheit kommen werden) auszugleichen. Die Frage ist also, wieviel Prozent der Beiträge legt der Versicherer zur Beitrags- und Altersentlastung zur Seite.

-Weiterhin ist das Kapitalmanagement entscheident.

-Ein wesentlicher Faktor der eventuellen Erhöhung ist das Beitrags–>Kostenverhältnis (wieviel Euro gehen von 100 Euro Beitrag an Kosten weg??).
Focus vom 20.01. 2003

-Wieviel Tarife hat den der Versicherer? Es gibt PKV Unternehmen die legen jedes Jahr (Meinung von mir) einen neuen Tarif auf um dort junge und gesunde Menschen zu einem extrem günstigen Beitrag zu versichern. Auf dem ersten Blick ist dieses zwar schön, aber es passiert folgendes–> Nun werden die Kunden ja bekanntlich auch älter und es entstehen dadurch auch mehr Kosten (ganz normaler Vorgang). Dadurch sind die Beiträge nicht mehr zu halten und es werden Aufschläge durchgeführt. Dadurch ist dieser Tarif nicht mehr marktfähig (da ich ja nicht mehr der günstigste bin). Dem Tarif werden also keine neuen, jungen und gesunden Kunden zugeführt und der Kundenstamm „veraltet“ und produziert noch mehr Kosten–>ERGO=Beitragsanpassung. Diese gehen schon mal über das Maß des ertragbaren heraus. Nun hat der Kunde ein echtes Problem: Er zahlt erstens einen hohen Beitrag (immer mit steigender Tendenz) und ist vielleicht in einem Alter oder gesundheitlichen Zustand, wo ein Wechsel sich nicht mehr lohnt oder er wird überhaupt nicht angenommen.
(Was die schlimmste Form ist, denn schon ein chronisches Leiden kann die Versicherbarkeit gefährden.)

Um diese Fragen zu klären, haben die meisten Unternehmen die Möglichkeit über ein Vergleichsprogramm von Morgan&Morgan die einzelnen Versicherungen, zu dem ihrigen, gegenüber zu stellen.
Nicht nur in den Leistungen, sondern auch die Unternehmenskennzahlen.
(Jedenfalls hat der LVM so etwas-> ich bitte die Schleichwerbung zu entschuldigen).

Die PKV Unternehmen verkaufen dir die Absicherung und sollten daher sich auch mal die Mühe machen, dir die entsprechenden Hintergrundinfos zu geben.

MfG
Martin

Hallo Whoopi,
erst mal: das kommt davon, wenn man meint alles selbst machen zu müssen. Hättest Du Dich von einem Makler beraten lassen, dann würde es diese Frage gar nicht geben.

Nürnberger, DBV-Winterthur und
AXA.

Bevor ich darauf antworte, sollte ich erst mal wissen, welchen Tarif Du jeweils gewählt hast.
Übrigens: der Tarif mit der geringsten Beitragsanpassung ist der VC-Tarif der Barmenia. Den gibt es jetzt seit 18 Jahren in dieser Zeit hat der gerade mal (bei Männern) 17 % angepasst.

Nun möchte ich wissen, wie ich ungefähr abschätzen kann, wie
sich bei den einzelnen Gesellschaften in Zukunft die Beiträge
entwickeln könnten(kann man ja aufgrund der
Vergangenheitszahlen vielleicht abschätzen). Gibt es hierzu
irgendwelche hilfreichen Informationen im Internet?

Die guten Vergleichesprogramme (KVPRO, M&M, Rendite 2000) haben eine Historie.

Hat jemand
persönliche Erfahrungen mit einer der o.g. Gesellschaften?

Geh davon aus, dass Gesellschaften, die mehrere Tarife haben, eine schlechte Historie haben. Das ist nämlich der Grund, warum sie so viele Tarife angesammelt haben. Die ARAG z.B. hat einen Tarif. Und der ist jetzt glaube ich 28 Jahre alt. Würde der übermäßig sich verteuert haben, wäre er nicht mehr konkurrenzfähig und es müsste ein neuer her.

Ich möchte nämlich vermeiden, irgendwann wesentlich mehr (wenn
auch bei besseren Leistungen) als in der Gesetzlichen zu
zahlen.

Wirst Du bei keiner erleben.

Von einem Versicherungsmakler wurde mir die alte Oldenburger
wärmsten ans Herz gelegt, aber die finde ich eigentlich nicht
so prall, und wenn ich das richtig verstanden habe, hat diese
im vergangenen Jahr die Prämien einiger Tarife saftig
angehoben.

Hier verwechselst Du etwas: letztes (und dieses) Jahr haben sehr viele eine kräftige Anpassung gehabt. Das lag aber nicht am Unvermögen der Gesellschaft, sondern an Bundesaufsichtsamt für Finanzwesen und an Karlsruhe. Die haben verlangt, dass spätestens 2003 die neusten Sterbetafeln verwendet werden müssen.
Die alte Oldenburger hat einen schicken Tarif den Prozentualtarif (90 % Erdstattung oder 80 % Erst.). Dieser Tarif zahlt Vorsorgebehandlungen zu 100 % und rechnet sie nicht auf die Beitragsrückvergütung an.
Allerdings ist die AO Krankenversicherung noch nicht so alt. Ebenso bei der HUK. Die hatten auch schon ganz kräftige Beitragserhöhungen (bei den Beamten in 3 Jahren 64 %, da kommt Freude auf). Auch die Axa hatte kräftige BA beim EL-Tarif. Universa ebenfalls. Ist aber in den darauf folgenden Jahren günstiger geworden.
Nach welchen Kriterien hast Du denn Deine Tarife ausgesucht? Ich vermute nach Beitrag?

Hat auch hier jemand persönliche Erfahrungen gemacht?

Klar: ich bin bei der DBV versichert… seit 1982!
Du kannst mich gerne mal anrufen. Schreibe einfach ein E-Mail.
Grüße
Raimund

Hallo Whoopi,
erst mal: das kommt davon, wenn man meint alles selbst machen
zu müssen. Hättest Du Dich von einem Makler beraten lassen,
dann würde es diese Frage gar nicht geben.

Hallo Schlauberger,
ich war sogar bei zwei Maklern. Und ich nehme mir als zukünftiger Privatversicherter doch tatsächlich das Recht heraus, mich selber zu informieren! Wie kann ich nur. Ich sollte mich doch lieber von den Leuten vollabern lassen, die damit Geld verdienen!

Nürnberger, DBV-Winterthur und
AXA.

Bevor ich darauf antworte, sollte ich erst mal wissen, welchen
Tarif Du jeweils gewählt hast.
Übrigens: der Tarif mit der geringsten Beitragsanpassung ist
der VC-Tarif der Barmenia. Den gibt es jetzt seit 18 Jahren in
dieser Zeit hat der gerade mal (bei Männern) 17 % angepasst.

Nun möchte ich wissen, wie ich ungefähr abschätzen kann, wie
sich bei den einzelnen Gesellschaften in Zukunft die Beiträge
entwickeln könnten(kann man ja aufgrund der
Vergangenheitszahlen vielleicht abschätzen). Gibt es hierzu
irgendwelche hilfreichen Informationen im Internet?

Die guten Vergleichesprogramme (KVPRO, M&M, Rendite 2000)
haben eine Historie.

Ist irgendwie so gar keine Antwort auf meine Frage…

Hat jemand
persönliche Erfahrungen mit einer der o.g. Gesellschaften?

Geh davon aus, dass Gesellschaften, die mehrere Tarife haben,
eine schlechte Historie haben. Das ist nämlich der Grund,
warum sie so viele Tarife angesammelt haben. Die ARAG z.B. hat
einen Tarif. Und der ist jetzt glaube ich 28 Jahre alt. Würde
der übermäßig sich verteuert haben, wäre er nicht mehr
konkurrenzfähig und es müsste ein neuer her.

Ich möchte nämlich vermeiden, irgendwann wesentlich mehr (wenn
auch bei besseren Leistungen) als in der Gesetzlichen zu
zahlen.

Wirst Du bei keiner erleben.

Kann man so pauschal gar nicht sagen!!!

Von einem Versicherungsmakler wurde mir die alte Oldenburger
wärmsten ans Herz gelegt, aber die finde ich eigentlich nicht
so prall, und wenn ich das richtig verstanden habe, hat diese
im vergangenen Jahr die Prämien einiger Tarife saftig
angehoben.

Hier verwechselst Du etwas: letztes (und dieses) Jahr haben
sehr viele eine kräftige Anpassung gehabt. Das lag aber nicht
am Unvermögen der Gesellschaft, sondern an Bundesaufsichtsamt
für Finanzwesen und an Karlsruhe. Die haben verlangt, dass
spätestens 2003 die neusten Sterbetafeln verwendet werden
müssen.

Ich verwechsel hier gar nichts. Ich habe mir zeigen lassen, dass andere Gesellschaften ähnlich Tarife nicht so stark angehoben haben!!!

Die alte Oldenburger hat einen schicken Tarif den
Prozentualtarif (90 % Erdstattung oder 80 % Erst.). Dieser
Tarif zahlt Vorsorgebehandlungen zu 100 % und rechnet sie
nicht auf die Beitragsrückvergütung an.

Machen andere auch

Allerdings ist die AO Krankenversicherung noch nicht so alt.
Ebenso bei der HUK. Die hatten auch schon ganz kräftige
Beitragserhöhungen (bei den Beamten in 3 Jahren 64 %, da kommt
Freude auf). Auch die Axa hatte kräftige BA beim EL-Tarif.
Universa ebenfalls. Ist aber in den darauf folgenden Jahren
günstiger geworden.
Nach welchen Kriterien hast Du denn Deine Tarife ausgesucht?
Ich vermute nach Beitrag?

Falsch vermutet!

Hat auch hier jemand persönliche Erfahrungen gemacht?

Klar: ich bin bei der DBV versichert… seit 1982!
Du kannst mich gerne mal anrufen. Schreibe einfach ein E-Mail.

Nein danke!

Grüße
Raimund

Hallo Whoopi,

bei Krankenversicherungen bin ich kein Experte, sondern nur Kunde.
Ich bin seit 12 Jahren bei der AXA krankenversichert Und zwar schlicht deshalb weil das auch mein Arbeitgeber ist. Ich zahle derzeit 230 € (ohne Mitarbeiterrabatt), inklusive Pflegeversicherung, 10% Zuschlag, Krankentagegeld und 45€ für eine Beitragsabsenkung von mindestens 150€, wahrscheinlich ca. 250€ ab Alter 65. Wenn Du angestellt bist, kann ich Dir nur zum Abschlussso eines Zusatzes raten. Der Arbeitgeber zahlt die halbe Prämie, womit sich die Rendite dieser zusätzliche Rentenversicherung (und nichts andere ist es) sehr sehen lassen kann.
Die Beitragserhöhungen im alten Tarif (AM310)waren in letzter Zeit recht happig, jetzt bin ich in den vital 750 (also mit hoher Selbstbeteiligung) gewechselt.
Sollte dieser irgendwann auslaufen und ein neuer aufgelegt werden, kann ich wieder problemlos und unter Mitnahme meiner Rückstellungen in diesen wechseln. Ich mache mir keine Sorgen um meinen Beitrag im Alter.
Die Rechnungen werden prompt (innerhalb 1-2 WOchen) und im wesentlichen anstandslos gezahlt (einmal gab es einen Abzug bei anscheinend überhöhten Massagekosten). Krankenhauskosten werden direkt übernommen, der Chefarzt (der mir aber nur von seinen Golferlebnissen erzählte) schickte seine Rechnung an mich.

Ich bin zufrieden mit meinem Versicherer,

Max

Hi,
keine persönlichen Erfahrungen mit den Gesellchaften, aber eine Übersicht über die Bilanzkennzahlen findest Du hier:
http://www.pkv-vergleich24.com/Beratung/Kennzahlen_2…
Bilanzkennzahlenvergleiche sind natürlich nur ein Indiz unter vielen, aber vielleicht hilft es ja weiter,

Andreas

hallo Max,
der Vital ist auch ein sehr guter Tarif. allerdings muss man halt viel mitdenken (Gesundheitsboni).
Ich glaube nicht, dass dem das gleiche passieren wird, wie dem EL (kräftige Beitragsanpassungen)
Ich habe den Vital schon mehrmals verkauft und noch nie Probleme damit bekommen.
Grüße
Raimund

[…]

Hallo Whoopi,

na dann mal ne ganz einfache Antwort aus der Praxis…

Im Bereich PKV - Vollversicherung hat die DBV und die Signal Iduna die leistungsgerechtesten Tarife.
Bei Deinem Gedanken an die Beitragsanpassung solltest Du aber auch an mögliche Beitragsrückerstattungen denken.

greets
Robert

eine frage: was ist denn ein „leistungsgerechter“ tarif?? jeder erwartet andere leistungen von seiner krankenversicherung, von daher ist das wohl eher subjektiv, oder? wenn einer z.b. großen wert auf naturheilverfahren wert legt sieht er bei der dbv ziemlich alt aus.bei einem dem das egal ist siehts schon wieder anders aus.
zum thema beitragsrückerstattung: in der regel ist eine beitragsrückerstattung eine freiwillige leistung des versicherers, die jederzeit gestrichen werden kann. ist nämlich kein bestandteil des tarifes bzw. des unterschriebenen vertrages. also keinerlei rechtlicher anspruch dahinter!sich über solch eine „leistung“ die kraneknversicherung auszusuchen halte ich für kaum sinnvoll. ausserdem sollte man eher die leistungen im krankheitsfall betrachten (GOÄ, keine geschlossenen tarife usw).wenn ich nur beitragsrückerstattung im auge habe, dann am besten gar nicht versichern, gibts jeden monat 100% rückerstattung! :wink:

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