Welche Rechtsform?

Wir sind eine Gruppe von vier Leute und würden gerne eine Firma gründen, da wir als Gruppe einen Vertrag mit einem Verlag schließen wollen, mit dem wir gemeinsam Drucksachen herstellen wollen. Dafür braucht man natürlich ein gemeinsames Auftreten. Der Gewinn (und der hoffentlich nicht eintretende Verlust) sollen zu gleichen Teilen an uns vier verteilt werden. Nun ist die Frage, welche Rechtsform wir wählen sollen???
Ich habe ziemliche Angst vor Verlusten, ich spare privat für einen Traum, den ich mir bald erfüllen möchte und dieses Geld soll auf keinen Fall verloren gehen. Andererseits haben andere aus der Gruppe garkein Bargeld bzw. sogar Schulden. Für eine GmbH wäre nicht genug Geld da.
Was können wir tun?
Danke für jeden Tipp, jede Hilfe!

Was können wir tun? … nicht gründen!
Hallo …

hier begibt man sich in zweierlei Risiken… in die Risiken, die aus dem Geschäft resultieren können einerseits und in die Risiken, die aus den privaten Verbindlichkeiten der Beteiligten hervorgehen können andererseits.

Wenn man dann noch Angst hat, sich den Traum der Zukunft kaputt zu machen, dann sollte man die Finger von der Gründung lassen, denn ansonsten wird man von den ständigen Sorgen kaputt gemacht.

MfG
BEBOUB

Naja, im Prinzip gibt es keine so großen Risiken, weil unser Auftraggeber/Partner ein genommierter Verlag ist und sich (wohl auch schriftlich) darauf einlassen will, Verluste zu tragen und dafür vom Gewinn-Kuchen mehr abbekommt. Aber eine Rest-Angst bleibt vor Unvorhergesehenem…
Andererseits ist auch das was wir machen, eine Traum-Verwirklichung und es steckt schon viel viel zu viel Zeit drin um jetzt noch aufzugeben. GIbt es nicht eine Rechtsform mit wenig Risiko fürs Privatvermögen? Oder wäre es sinnvoll, wenn nur 2 von uns gründen und die anderen anstellen?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo …

bei der Rechtsformwahl muss man wissen, aus welchen Richtungen Risiken drohen können, dies kann man anhand des Postings nicht einmal annähernd erahnen.

Anhand des zweiten Postings wird auch deutlich, dass es sich um zwei Themenkreise handelt. Im ersten Themenkreis geht es darum, einen Mantel für die vier Beteiligten zu finden, im zweiten Themenkreis geht es darum, die Kooperation mit dem Verlag zu regeln, dies sind zwei separat anzusehende Dinge, die geregelt werden müssen.

Man könnte auch mit dem Verlag und den Beteiligten direkt eine GmbH gründen und die Stammeinlagen einfach anders verteilen, um den Einsatz des Verlages zu honorieren.

Ohne Hintergrundwissen kann man hierzu aber nur wild herumspekulieren.

Dennoch… Viel Erfolg!

MfG
BEBOUB

Als weitere mögliche rechtsform möchte ich die Ltd. ins Spiel bringen…
Da muss man beim Kapital nur beachten das es nicht zu gering gewählt wird (es reicht theoretisch ein Britisches Pfund). Nur wär die Firma mit diesen ca 1,50 EUR bereits überschuldet wenn 3 Briefmarken a 0,55 Euro gekauft würden.
Aber gerade bei Dienstleistern reichen ein paar hundert Euro (Höhe der BuG + Sicherheitsreserve).
Es entstehen gegenüber der GmbH mehrkosten da alles ins englische übersetzt werden muss, aber dafür müsst ihr Euch nciht mit 50.000 EUR Stammkapital rumplagen.

Ist eine Überlegung wert, denke ich (hab „so einen“ Fall, also die Gründung von einer Ltd. schon 4 oder 5 Mal beratend begleitet,bis auf einen Fall alle positiv verlaufen).

Hallo …

wenn man behauptet, die Gründung einer Ltd. bereits 4 oder 5 Mal begleitet zu haben, Ltd. und GmbH hier am Board miteinander vergleicht, dann aber nicht einmal weiss, dass das Stammkapital einer GmbH „nur“ 25.000€ beträgt, dann fragt man sich schon nach der Qualität, die eine solche Gründungsbegleitung haben mag.

Aber tun wir halt einfach mal so, als würden Sie durch die vielen Ltd. Gründungen so sehr im Stress stehen, dass Sie „aus Versehen“ in DM gerechnet haben und lassen Ihr Posting einfach mal so stehen, es rutscht aufgrund der vielen neuen Postings von ganz alleine nach hinten… und da gehört es auch hin.

MfG
BEBOUB

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Hi,

nciht mit 50.000 EUR Stammkapital rumplagen.

Die Hälfte reicht für eine GmbH.

Ist eine Überlegung wert, denke ich (hab „so einen“ Fall, also
die Gründung von einer Ltd. schon 4 oder 5 Mal beratend
begleitet,bis auf einen Fall alle positiv verlaufen).

Wobei die Gründer immer bedenken sollten, daß sie sich in einem fremden Rechtssystem bewegen:
http://www.karlsruhe.ihk.de/produktmarken/recht/hand…

Auszug:
So gehören zu einer Ltd. z. B. umfangreiche Berichts- und Protokollpflichten, bei deren Nichteinhaltung Strafen bis hin zur Auflösung der Ltd. drohen.
Probleme mit einer Ltd., z. B. mit 1 Pfund Kapital, ergeben sich bei der Beschaffung von Fremdfinanzierungsmitteln. Diese werden nur gegen persönliche Sicherheiten an die Direktoren (Geschäftsführer) ausgegeben. Ferner ist die Haftung der Ltd. grundsätzlich zwar auf das eingezahlte Stammkapital beschränkt.
Die Direktoren (Geschäftsführer) haften dann persönlich, wenn sie Pflichten schuldhaft verletzen oder schwerwiegende Fehler wie z. B. eine Insolvenzverschleppung begehen. Weisen Gläubiger vor Gericht nach, dass der Schuldner hätte wissen können, dass sein Geschäft schief geht, ist der Haftungsausschluss hinfällig.

Für uns „Kleine“ ist die Ltd IMHO meist die schlechtere Wahl. Sie mag zwar recht „preiswert“ erscheinen, aber selbst die Risiken der hier üblichen Rechtsformen sind schon schwer zu durchschauen.
Mein Tip für BWL-Anfänger: Finger weg.

mfg Ulrich

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