Schönen Tag, ich habe eine Frage; ich habe mich vor kurzem in einem Shared Office eingemietet, bzw. einem kleinen Büro in einem Gebäude, in dem mehrere kleine Werkstätten, Einzelpersonen und Meeting Räume, etc. untergebracht sind. Ich find es sehr nett, wir verstehen uns alle gut und haben monatliche Besprechungen, an denen die Vermieter ebenfalls teilnehmen.
Gestern hatten wir wieder eines dieser Meetings und es ging in erster Linie um das Thema Reinigung. Bis jetzt hatten wir das so gehandhabt, dass jeder seinen eigenen Platz/Raum sauber hält, aber das Gebäude ist riesig und es gehen ständig Leute ein und aus, niemand fühlt sich für ungenutzte, oder allgemein genutzte Orte (Küche, Klo, Gang, etc.) verantwortlich und wir haben beschlossen, dass es sich für das ganze Gebäude (4. Stöckig) vielleicht auszahlen würde eine Reinigungsfirma zu kontaktieren, dann fällt auch das selbst-putzen-müssen weg. Ist für mich persönlich kein großes Thema, aber ich denke, für die Leute mit großen Besprechungsräumen, mit Glastüren und so, deutlich angenehmer.
Jetzt wende ich mich an euch und wollte mich mal erkundigen, ob ihr denkt, dass das eine gute Idee ist und ob ihr da eventuell Erfahrungen oder Empfehlungen für Reinigungsfirmen habt, die auch für so große Projekte gerüstet sind? Das Gebäude befindet sich übrigens in Österreich, in der Nähe von Wien, falls das wichtig ist.
Es wäre eine gute Idee gewesen, die regelmäßige Reinigung der allgemeinen Flächen mietvertraglich zu regeln - entweder extern und mit Umlage der Kosten, oder aber in eigener Verantwortung der Nutzenden mit klaren Regeln.
Ich kann es eigentlich kaum glauben, dass so etwas Grundsätzliches vergessen wurde. Jedenfalls dürfte es kein Problem darstellen, wenn der Vermieter nun eine Firma damit beauftragt - falls die Mietverträge die Umlage dieser Kosten vorsieht.
Den einzelnen Mietern nun ebenfalls vorzugeben, dass ihre jeweils genutzen Räume auch von einem externen Dienstleister gereinigt werden, könnte zum Scheitern verurteilt sein. Es dürfte kaum in den Mietverträgen so festgehalten worden sein. Wenn sich alle einig sind (wie wahrscheinlich ist das?), kann man das ja nachträglich aufnehmen. Und selbst dann birgt das das Risiko von Ärger.
Wie oft soll die Werkstatt gereinigt werden, was passiert bei außergewöhnlichen Verschmutzungen, wie soll man die Kosten aufteilen, wie ist das mit Betriebsgeheimnissen, Datenschutz, Zutritt zu den Räumen, Reklamationen, eventuellen Beschädigungen oder gar Diebstählen?
Warum sollte der, der zurzeit seine Räume von zum Beispiel Azubis bei Bedarf reinigen lässt, nun auf einmal zustimmen, dass immer am Dienstag ab 16 Uhr jemand Fremdes seine Werkstatt putzt - auch wenn die noch gar nicht verschmutzt ist oder man da gerade in dieser Woche noch ein dringendes Projekt fertigstellen muss?
Das stimmt allerdings! Nachdem das Projekt selbst noch quasi in den Kinderschuhen (oder höchstens Teenagerschuhen) steckt und die Vermieter das, soweit ich weiß, in dem Sinne auch zum ersten Mal machen, kommt gerade alles erst so zusammen.
So wie ich das verstanden habe, ist und wird nichts zwingend für die von Firmen/Einzelpersonen angemieteten Räume vorgegeben, das kann der Mieter in Anspruch nehmen, wenn er möchte. Bis jetzt sind aber tatsächlich alle an Bord, kann aber natürlich sein, dass sich das noch ändert, wenn das konkreter wird. Der Mietvertrag sieht grundsätzlich die Umlage von Betriebskosten vor und das würde da auch reinfallen.
Ich denke auch, dass Räume, die nicht gereinigt werden sollen, dann auch nicht zugänglich/abgeschlossen wären, aber das wird wohl beim nächsten Meeting im Detail besprochen werden, falls das jemand doch nicht möchte.
Vielen Dank für deinen Input, muss auf jeden Fall noch ausgefeilt werden!
Also der Vermieter hat die Reinigung vergessen, die Mieter denken auch nicht daran und jetzt steht man ohne Reinigung da. Auch super:)
Also grundsätzlich ist das natürlich kein Problem für ein Reinigungsunternehmen, man muss sich halt nur darauf einigen, dass jemand externer das übernimmt. Kosten wird das natürlich auch etwas.
Bei uns im Büro macht das Blitzblank, was da ein großer Vorteil ist zu anderen Reinigungsfirmen, die ich auch kenne, ist, dort kann man viel Regeln. Also da wird nicht strikt nach Plan gearbeitet und man ist flexibel. Gut, das ist derzeit auch wohl nötiger wegen Tagreinigung. Aber ich kenne es auch als anderen Firmen so, wenn man da mal länger in einem Meeting ist und die Putzfrau dann schon den Raum saugen will. Statt dann woanders anzufangen, beharrt man darauf, dass der Raum jetzt auf der Liste stehen würde.
Also von dem würde ich dann darauf achten, dass jeder zufrieden ist (auch wenn das schwer bis unmöglich sein wird - kommt drauf an wie viele Personen oder Unternehmen in diesem Office sind). Weil sonst wird man da nie jemanden finden bzw. es wird nie jemand zustimmen wenn er Nachteile hat.
Ja, genau. Im Nachhinein kommt man sich da zugegebenermaßen ziemlich blöd vor, aber zum Glück werden die Kosten vom Vermieter übernommen. Das ist mittlerweile auch offiziell, also auch rechtlich festgelegt.
Und das hört sich auf jeden Fall gut an; Flexibilität ist bei uns natürlich sehr wichtig, nachdem wir so viele unterschiedliche Räume drinnen haben und es schon auch vorkommt, dass wir zu verschiedenen Zeiten vor Ort. Ich nehm aber an Tagreinigung wäre für das Projekt auch eine Option.
Ich werd den Vorschlag auf jeden Fall weitergeben und mal schauen, was der Vermieter davon hält und ob sich da alle einig werden können. Danke dir!
Mach es doch wie immer, wenn Du irgendwelche Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchtest: Formuliere die Leistung, die Du haben möchtest, so konkret wie möglich, und hole dafür drei Angebote ein. Die Schwachstellen der Anbieter wirst Du bereits an der Formulierung ihrer Angebote erkennen. Und dann bekommt eben der den Zuschlag, dessen Schwachstellen am wenigsten stören.