Welche Sparte der Psychologie

Hi WWW-lers!

Welche Sparte der Psychologie beschäftigt sich mit Folgendes? Wie heisst es? (ich glaube „Verhaltenspsychologie“ ist es nicht, da diese mMn. sich mit einzelnen Menschen beschäftigt, oder???)

Vielleicht hat jemand der Film „Das Experiment“ gesehen. Als Erinnerung, Moritz Bleibtreu spielte die Hauptrolle. Es ging -um das ganze kurz zu fassen- um ein psychologisches Experiment. Dabei wurden Probanden aus Zeitungsannoncen ausgesucht. Danach mußten sie unterschreiben, daß sie freiwillig auf einige Grundrechte verzichteten. Dann sollten sie für 2 Wo. in „Gefägnissen“ eingesperrt. Die Hälfte davon, wurde aus dem Zufallsprinzip als „Wärter“ ausgewählt und die andere Hälfte eben als „Insassen“. Und die einzige Regel war, daß es gar keine Regel gab. Dieses Experiment wurde tatsächlich durchgeführt und zwar in California. Jetzt scheint in der Geschichte der psychologie als „Stanford-Prison“ Experiment eingegangen zu sein.

Noch ein solches Experiment zeigt uns der Film „Die Welle“, ebenfalls eine wahre Geschichte und auch in Californien durchgeführt. Es ging darum wie leicht es doch ist, einen menschen in einer Gruppe unterzuwerfen und diese zu manipulieren. Das Experiment mußte auch, wie das vorherige, vorzeitig abgebrochen werden. Und dieses fand in einem Gymnasium statt.

Vielen Dank für eure Antworten! Ich finde diese Experimente irgendwie faszinierend.

Schöne Grüße,
Helena

Hallo Helena,

Ich finde diese Experimente
irgendwie faszinierend.

Es sind keine Experimente. Nur brutale Realität. „Experimente“ in der Nazizeit, in Guantanamo, in kriegerischen Auseinandersetzungen tagtäglich, Terror, undundund.
Faszinierend ?
Unmenschlich, pervers, krank.
Ein Hohn für die Opfer, wenn man dabei auch nur an Experimente oder gar (psychologische) Wissenschaft denkt.
Grüße
BW

Welche Sparte der Psychologie: Sozialpsychologie
Hallo Helena,

Welche Sparte der Psychologie beschäftigt sich mit Folgendes?
Stanford-Prison-Experiment

dieses Teilgebiet der Psychologie heißt Sozialpsychologie.

Beste Grüße

Hallo BW,

Ich finde diese Experimente
irgendwie faszinierend.

Es sind keine Experimente.

Ach soo! Und wie kommst du denn drauf???

Nur brutale Realität.

Nicht das was ich hier angesprochen habe.

„Experimente“
in der Nazizeit, in Guantanamo, in kriegerischen
Auseinandersetzungen tagtäglich, Terror, undundund.

Diese Experimente mit der Nazizeit zu vergleichen ist mMn. ungeheuerlich.

Faszinierend ?

Ja, denn sie üben eine gewisse Faszination aus. Nicht umsonst heisst das hiesige Museum über das was in Nürnberg vom ca. 1925 bis 1946 geschah „Reichsparteitagsgelände Dokumentationszentrum. Faszination und Gewalt“

Unmenschlich, pervers, krank.

Die Nazizeit, Guantanamo, kriegerischen Auseinandersetzungen, ja, kein thema. Aber es ist was anderes als ein Experiment, die in einem ganz konkreten Raum stattfindet, wird nicht unter militärischen Aufsicht geleitet, alle Teilnehmer machen das freiwillig und aus eigenen Stücken und dient wissenschaftlichen Studien.

Ein Hohn für die Opfer, wenn man dabei auch nur an Experimente
oder gar (psychologische) Wissenschaft denkt.

Ein Hohn ist es, daß du beides miteinander vermischst!!!

Lies bitte die Definition von „Faszination“:

[lateinisch »Beschreiung«, »Behexung«] die, fesselnde Wirkung, die von einer Person oder Sache ausgeht.

und von „Experiment“:

Experiment [lateinisch] das, methodisch-planmäßige Herbeiführung von reproduzierbaren, meist variablen Umständen zum Zwecke wissenschaftlicher Beobachtung; wichtigste empirische Methode der Naturwissenschaften, aber auch anderer empirisch vorgehender Wissenschaften (z. B. Psychologie, zum Teil auch Soziologie).

Kopfschüttelnde Grüße,
Helena

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Hallo aiwendil,

dieses Teilgebiet der Psychologie heißt Sozialpsychologie.

Vielen herzlichen Dank. Genau das ist was ich wissen wollte. Und nicht irgendwelche OT-Vergleiche, die überhaupt keine sind.
Dafür ein Sternchen! ;o))

Liebe Grüße,
Helena

Hallo Helena,

dieses Teilgebiet der Psychologie heißt Sozialpsychologie.

Vielen herzlichen Dank. Genau das ist was ich wissen wollte.
Dafür ein Sternchen! ;o))

das freut mich. Danke Dir für das Sternchen.

Und nicht irgendwelche OT-Vergleiche, die überhaupt keine
sind.

Ich kann Deinen Ärger verstehen. Sicherlich ist das Stanford-Gefängnis-Experiment nicht genauso zu bewerten wie die menschenverachtenden Folterungen durch SS-Ärzte und Ähnliches. Trotzdem würde ich nicht so streng zu dem User sein, denn das Stanford-Experiment ist ja kein Beispiel für ein vorbildliches psychologisches Experiment.

Beste Grüße

Hallo Aiwendil,

Ich kann Deinen Ärger verstehen.

Vielen Dank!

Sicherlich ist das
Stanford-Gefängnis-Experiment nicht genauso zu bewerten wie
die menschenverachtenden Folterungen durch SS-Ärzte und
Ähnliches.

Eben!!! Ausserdem daß jemand um Terror auszuüben, diese unter dem Begriff „Experiment“ führt, heisst noch lange, lange nicht, daß dies einen ist. Oder waren die National sozialisten wirklich sozialisten, mit allem was man darunter versteht???

Trotzdem würde ich nicht so streng zu dem User
sein, denn das Stanford-Experiment ist ja kein Beispiel für
ein vorbildliches psychologisches Experiment.

Da gebe ich Dir absolut Recht. Aber es ärgert mich immer wieder und ich kann nichts daran ändern. Und trotzdem, sogar das „Standford-Experiment“ trägt einige merkmale, die bei Mengele, Guantánamo, & Co. nicht im Traum erfüllt werden (z.B. es dient nicht der Wissenschaft)

Beste Grüße

Danke. Dir auch beste Grüße,
Helena

Hallo auch,

Es sind keine Experimente. Nur brutale Realität. „Experimente“
in der Nazizeit, in Guantanamo, in kriegerischen
Auseinandersetzungen tagtäglich, Terror, undundund.
Faszinierend ?
Unmenschlich, pervers, krank.

Diese Worte sind der blanke Hohn für mich.

Es sind gerade diese Experminete, welche die Möglichkeit einräumen durch eine neue Selbsterkenntnis solche Dinge wie Du sie beschreibst zu vermeiden.

Stanford-Prison, Milgram - all das hat doch gezeigt, dass Menschen durch situative Umstände in der Lage sind grausam und unmenschlich zu sein. Das das betrifft nicht nur die „anderen“, sondern „jederman“.

Dieses Bewusstsein, welches durch solche Experimente geschaffen wird, ist in der Lage, künftiges Greul zu vermeiden.

Leider wird dem Erklärungswert aus solchen Experimenten von der Gesellschaft - u.a. durch Statements wie das Deine - nur wenig Möglichkeit eingeräumt, etwas an diesen menschverachtende Szenarien generierenden Begleitumständen zu ändern.

Das kann auch daran liegen, dass es Menschen gibt, die sich nicht vorstellen möchten, dass für einiges die Umstände die Erklärung liefern. Das sind Menschen, die behaupten, sie hätten in einer solchen Situation sich anders verhalten. Wo waren diese Menschen nur im Milgram-Experiment?

Ein letztes noch: die Darstellung im Spielfilm für das Kino entspricht keinesfalls der wissenschaftlichen Realität. Auch die Auswüchse, wie im Film „Das Experiment“ beschrieben haben nichts mit dem Stanford Prison Experiment gemein - nur die Idee war dieselbe. Die Welle wird da nicht anders sein.

Überlegen wir uns mal für einen Moment, warum dies so ist? Weil die Zuschauer es eben gerne etwas spektakulärer mögen. Aber das sind ja auch die anderen.

Grüße
Patrick

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Hallo Helena,
zugegeben, gelegentlich falle ich mit der Tür ins Haus. Und vergesse dabei sogar, auf die eigentliche Frage zu antworten. Eure im Nachgang genannten Argumente und Reaktionen kann ich aber auch nicht ganz nachvollziehen.

Diese Experimente mit der Nazizeit zu vergleichen ist mMn.
ungeheuerlich.

Ähnliche „Experimente“ in der Nazizeit wurden ebenfalls von „Wissenschaftlern“ ausgeführt mit dem Ziel, Erkenntnisse zur Verhaltens- oder Sozialpsycholgie zu gewinnen. Es ist nicht entscheidend, ob ein Experiment von einem „guten“ oder einem „bösen“ Wissenschaftler durchgeführt wird. Die Erkenntnisse und deren Verwertung werden in beiden Fällen stattfinden und weitergegeben. An wen und für welche Zwecke auch immer. Ihr bezeichnet Stanford Prison als wissenschaftliches Experiment, ich nenne es (grenzwertiger) Menschenversuch. Ein Vergleich zur Nazizeit ist mE daher nicht so weit hergeholt. Erstaunlicherweise wird wieder nur dieser Vergleich kritisiert, Guantanamo etc. fallen offensichtlich in eine andere Kategorie. Hier erleben wir diese Vorgänge zeitnah und resignieren dennoch vor der Macht und dem Einfluss bestimmter Personen. Da wird die eigene Hilflosigkeit gerne mal mit dem Deckmäntelchen Wissenschaft oder ähnlichem ruhiggestellt.

…Aber es ist was anderes als ein Experiment,
die in einem ganz konkreten Raum stattfindet, wird nicht unter
militärischen Aufsicht geleitet, alle Teilnehmer machen das
freiwillig und aus eigenen Stücken und dient
wissenschaftlichen Studien.

Die Bedingungen (Verzicht auf Grundrechte, bezahlte Freiwilligkeit, Beginn des Experiments) und der tatsächliche Ablauf zielen darauf ab, Brutalität, Hass und Gewalt zu provozieren (und den Wissenschaftler vor Regressansprüchen abzusichern). Die im Verlauf des Experiments von den Teilnehmern angewendeten Methoden werden in zahlreichen Gefängnissen und Gefangenenlagern auch heute bewusst eingesetzt. Den Willen brechen, (falsche) Geständnisse erzwingen, Machtgefühle ausleben. Die Erkenntnisse werden nicht ausschließlich für gute Zwecke eingesetzt, der Sinn derartiger Studien erschließt sich mir daher nicht.

(Patr1ck): Es sind gerade diese Experimente, welche die Möglichkeit einräumen durch :eine neue Selbsterkenntnis solche Dinge wie Du sie beschreibst zu vermeiden.

Und welche Erkenntnisse ziehen Militärs und diverse Machthaber daraus? Weshalb werden derartige Experimente realitätsnah verfilmt und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht ? Für die Studien anderer Wissenschaftler oder evtl. auch für potentielle Nachahmungstäter ? Wo bleibt hier die Verantwortung eines seriösen Wissenschaftlers ? Berühmtheit erlangen ? Finanzielle Interessen ?

Lies bitte die Definition von „Faszination“:
[lateinisch »Beschreiung«, »Behexung«] die, fesselnde Wirkung,
die von einer Person oder Sache ausgeht.

Ich verbinde den Begriff Faszination mit Begeisterung und positiven Aspekten (weshalb auch immer). Für Gewalt, Gewaltverherrlichung, Menschenversuche usw. kann ich mich nicht begeistern. Ich halte sie für erschreckend, unmenschlich, pervers und krank. Und benenne sie demzufolge auch so. Ich (er)lebe den Begriff Faszination offensichtlich völlig anders als in der von dir beschriebenen Definition. Gib den Begriff in Google ein, und du wirst an den Überschriften erkennen, was ich meine.

und von „Experiment“:
Experiment [lateinisch] das, methodisch-planmäßige
Herbeiführung von reproduzierbaren, meist variablen Umständen
zum Zwecke wissenschaftlicher Beobachtung; wichtigste
empirische Methode der Naturwissenschaften, aber auch anderer
empirisch vorgehender Wissenschaften (z. B. Psychologie, zum
Teil auch Soziologie).

Ich verstehe nicht, weshalb ein Stanford Prison Experiment seriös wissenschaflich ist, Experimente an anderer Stelle nicht. Eure Abgrenzung ist willkürlich und subjektiv, hat mit der Sache wenig zu tun.

Ein Hohn für die Opfer, wenn man dabei auch nur an Experimente
oder gar (psychologische) Wissenschaft denkt.

Ein Hohn ist es, daß du beides miteinander vermischst!!!

Ich vermische nicht, ich vergleiche. Ich denke nun mal in erster Linie an („freiwillige“) Opfer und verdamme eher die Täter. Und zu letzteren gehören auch die Initiatoren von zweifelhaften Experimenten.

Ich habe den Film nicht bis zum Ende gesehen. Ich fand ihn widerlich und gar nicht faszinierend. Dass ich dann mit meinem Posting deine Einstellung von faszinierenden Experimenten etwas überspitzt kritisiert habe, solltest du nicht persönlich nehmen. Ich unterstelle dir in dieser Hinsicht nichts.

Grüße
BW

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