Welche Strafen für 2-Jährige?

Hallo zusammen,

unsere 2-Jährige in der Trotzphase befindliche Zwerging treibt uns noch zur Weissglut: sie reagiert auf etwaige STrafen wie „ins Zimmer gehen und Tür zu“, Spielzeug wegnehmen, oder sogar der Supermama-Tipp: auf ne Bestrafungsmatte überhaupt nicht. Sie bleibt erstens gar nicht auf der Matte und zweitens kommt sie dann zurück und legt genau das gleiche Verhalten wieder an den Tag…sowas von nervig!!! Auch weiss ich nicht, wie ich sie dazu anhalten kann in der Wohnung nicht mehr zu trampeln oder herumzurennen - wirklich zum Mäusemelken!

Weiss jemand einen guten Rat? Bin wirklich shcon an meinen Grenzen angelangt. Achja noch was: wie bekomme ich sie denn dazu, dass sie in ihrem Zimmer auch mal alleine spielt ohne dass irgendwer in Sichtweite ist?

Grüße Dora

Hallo zusammen,

unsere 2-Jährige in der Trotzphase befindliche Zwerging treibt
uns noch zur Weissglut: sie reagiert auf etwaige STrafen wie
„ins Zimmer gehen und Tür zu“, Spielzeug wegnehmen, oder sogar
der Supermama-Tipp: auf ne Bestrafungsmatte überhaupt nicht.
Sie bleibt erstens gar nicht auf der Matte und zweitens kommt
sie dann zurück und legt genau das gleiche Verhalten wieder an
den Tag…sowas von nervig!!!

Hmmm, in der Regel genügt es bei unserer Kleinen, wenn wir ihr androhen, dass dann etwas, auf das sie Wert legt und das für sie schon in „Sichtweite“ ist (abends wären das z.B. ihre zwei Gutenachtgeschichten) eben wegfällt (es genügt in der Regel schon, wenn wir sagen, sie würde nur eine bekommen - schon ist sie viel einsichtiger … zumindest eine Zeitlang).

Ansonsten musst du eben konsequent bleiben - und das über lange Zeit.

Auch weiss ich nicht, wie ich
sie dazu anhalten kann in der Wohnung nicht mehr zu trampeln
oder herumzurennen - wirklich zum Mäusemelken!

Naja, das Rumrennen und -trampeln gehört doch zum Kindsein dazu. Das kann man nicht einfach verbieten. Wenn es zu arg wird, solltet ihr eben ein paar Minuten rausgehen zum Austoben. Und ein Gespräch mit den Nachbarn untendran hilft in vielen Fällen auch. Die sind manchmal gar nicht so uneinsichtig :smile:

Weiss jemand einen guten Rat? Bin wirklich shcon an meinen
Grenzen angelangt. Achja noch was: wie bekomme ich sie denn
dazu, dass sie in ihrem Zimmer auch mal alleine spielt ohne
dass irgendwer in Sichtweite ist?

In der Regel sind 2-Jährige noch nicht in dem Alter, in dem sie über eine längere Zeit alleine spielen können. Sie benötigen den Kontakt und die Bestätigung der Eltern. Da hilft wohl nur, sie in Sichtweite spielen zu lassen.

Grüße

Baba

Strafen wofür ?
Moin,

Sie bleibt erstens gar nicht auf der Matte und zweitens kommt
sie dann zurück und legt genau das gleiche Verhalten wieder an
den Tag…sowas von nervig!!!

Welches Verhalten wäre denn das ?
Trotzreaktionen sind in dem Alter völlig normal und ein Zeichen der Persönlichkeitsentwicklung. Das kann man auch nicht „aberziehen“, man kann sich nur für eine Art des Umgangs damit entscheiden, die einem selbst und dem Kind möglichst gerecht wird.

Auch weiss ich nicht, wie ich
sie dazu anhalten kann in der Wohnung nicht mehr zu trampeln
oder herumzurennen -

Bei einer Zweijährigen wohl gar nicht. Kinder sind lebhaft und wollen sich und ihren Körper bewegen und entdecken. Solltet ihr fiese Untermieter haben, die euch mit einer Beschwerde nach der anderen Heimsuchen, versuche soviel wie möglich zum Rennen und Toben mit deinem Kind rauszugehen.

Weiss jemand einen guten Rat? Bin wirklich shcon an meinen
Grenzen angelangt.

Verschaff dir mal Verschnaufpausen, z.B. indem mal jemand anderes auf dein Kind aufpasst, am Wochenende zum Beispiel der Pappa und du dir dann bewusst frei nimmst.

Achja noch was: wie bekomme ich sie denn
dazu, dass sie in ihrem Zimmer auch mal alleine spielt ohne
dass irgendwer in Sichtweite ist?

Wenn sich das Kind irgendwann sicher und geborgen genug fühlt, wird es sich schon allein in sein Zimmer zurückziehen. Allerdings ist das mit 2 Jahren vermutlich eher noch nicht der Fall. Vorher wäre eine Spielecke in der Küche oder im Wohnzimmer vielleicht sinnvoll. Wenn es den ganzen Tag hinter dir herdackelt, versuch es, in deine Aktivitäten einzubeziehen, lass es z.B. mal mithelfen die Wäche in die Waschmaschien zu stopfen etc. Außerdem würde ich persönlich auch ein zweijähriges Kind nicht unbeaufsichtigt spielen lassen.

Gruß
Marion

Hallo

Und es ist nicht die letzte Phase:wink:

Lass die Tür auf, die Kids bekommen dadurch nur Panik!
Schimpfe mit ihr, erklär ihr kurz und knapp, warum sie das nicht machen durfte etc.! Fange aber nicht an mit ihr zu diskussieren!
Klipp und klar sagen was los ist.
Du kannst sie leicht ignorieren, aber nicht so lange.

Warum soll sie auf der Matte bleiben? Es ist doch viel lustiger die genervte Mutter zu ärgern.
Wenn du mal genervt bíst, dreh dich um oder geh kurz raus und hole tief Luft( klappt nicht immer)und dann ist die Kleine dran!
Die merken es doch sofort, wenn wir mal wieder völlig genervt sind und nutzen es aus.

Gerenne und Getrampel ist so, mache Zeiten aus. Mittags ist Ruhe angesagt. Zwischendurch natürlich auch mal. Ansonsten anziehen und raus.

Kannst du dir nicht einmal die Woche ein - zwei Stunden freinehmen? Mal etwas für dich machen? Ganz alleine?
Manchmal hilft es.

LG und viel Geduld, sie ist erst 2!
Manu

Hallo

unsere 2-Jährige in der Trotzphase befindliche Zwerging treibt
uns noch zur Weissglut: sie reagiert auf etwaige STrafen wie
„ins Zimmer gehen und Tür zu“, Spielzeug wegnehmen, oder sogar
der Supermama-Tipp: auf ne Bestrafungsmatte überhaupt nicht.

Wie alt ist sie denn? Gerade 2 geworden
oder wird sie demnächst 3?

Und warum soll sie alleine spielen?

Grüße

CMБ

Hallo

unsere 2-Jährige in der Trotzphase befindliche Zwerging treibt
uns noch zur Weissglut: sie reagiert auf etwaige STrafen wie
„ins Zimmer gehen und Tür zu“, Spielzeug wegnehmen, oder sogar
der Supermama-Tipp: auf ne Bestrafungsmatte überhaupt nicht.

Weswegen willst Du sie denn bestrafen? Manche Verhaltensweisen kannst Du nur abstellen, in dem Du das Korpus Delikti entfernst, oder eine andere Situation schaffst. Wie zB. sie spielt mit etwas mit dem sie nicht spielen soll…ind diesem Alter hilft oft nur das Teil dann aus dem Sichtfeld wegzunehmen…manchmal hilft auch ein Ortswechsel um den Streitpunkt abzustellen.
Strafe wird als solches noch nicht wirklich erkannt.
Ablenkung wird in dieser Entwicklungsphase auch noch groß geschrieben.

Sie bleibt erstens gar nicht auf der Matte und zweitens kommt
sie dann zurück und legt genau das gleiche Verhalten wieder an
den Tag…sowas von nervig!!!

Nochmal…in welchen Situationen reagiert sie wie? Beispiele wären nicht schlecht. Meist reagieren Kinder nämlich auch so, weil sie aus ihrer Sicht heraus gar nicht anders können. Nicht die Kinder sind die Schlimmen, sondern oft ist es die eigene Unzulänglichkeit der Eltern, ein solches Verhalten geradezu provoziert. (Auch unabsichtlich denn niemand ist perfekt!)

Auch weiss ich nicht, wie ich
sie dazu anhalten kann in der Wohnung nicht mehr zu trampeln
oder herumzurennen - wirklich zum Mäusemelken!

Kinder gehen nicht sie laufen :smile:. Gehen dauert viiel zu lange, man möchte ja möglichst schnell von A nach B kommen. Was bei Kindern noch dazu kommt ist die Art und Weise, wie sie gehen. Sie haben noch augenscheinliche Plattfüsse und eine ganz bestimmte Art die Füsse aufzusetzen, meist mit den Hacken fets auf den Boden…das hört sich zwar furchtbar laut an, ist aber in diesem Alter ebenfalls völlig normal.

Weiss jemand einen guten Rat? Bin wirklich shcon an meinen
Grenzen angelangt. Achja noch was: wie bekomme ich sie denn
dazu, dass sie in ihrem Zimmer auch mal alleine spielt ohne
dass irgendwer in Sichtweite ist?

Kinder in diesem Alter spielen nicht alleine in ihrem Zimmer…oft noch nichtmal weiter als einen Meter von der Mutter entfernt zu der das Kind in diesem ALter noch eine sehr starke Bindung hat.

Ich empfehle Dir mal ein Buch in dem ganz gut die einzelnen Entwicklungsstufen beschrieben sind und zu welchen körperlichen und geistigen Leistungen Kinder in welchem Alter fähig sind:
Kursbuch Kinder ISBN: 3462022954 Buch anschauen

Anbei noch zwei Links die Dir evtl ein bisschen weiterhelfen:
http://www.rund-ums-baby.de/
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_K…

Ich glaube ehrlichgesagt Du überschätzt die Fähigkeiten und Verständismöglichkeit Deines Kindes und setzt Dich damit selbst unnötig unter Druck.
Sorge ab und an dafür, dass Du Entlastung bekommst, ein Omatag in der Woche tut allen Beteiligten gut, Du brauchst die Kraft, denn es wird eher nicht leichter, weil es steckt viel Wahrheit in dem Spruch „Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder…“ :smile:

Gruß
Maja

sie ist im Oktober 04 zwei geworden…alleine spielen soll sie, damit ich nicht unentwegt die Entertainerin mimen muss, da im Leben außer Kind eben noch einige andere Dinge zu bewerkstelligen sind…und ja, stimmt schon, sie ist zwar erst zwei, aber kann eben für vier bocken, zicken, trotzen…

Hallo dora,

sie ist im Oktober 04 zwei geworden…

aha, dann liegt eine extrem wichtige Zeit vor ihr
bzw. sie ist schon drin.

alleine spielen soll sie, damit ich nicht unentwegt
die Entertainerin mimen muss, da im Leben außer Kind
eben noch einige andere Dinge zu bewerkstelligen sind …

seien wir doch mal ehrlich, was ein Kind in diesem Alter
braucht, ist:

  • gleichaltrige Kinder, mit denen es spielen und verhandeln lernt,
  • kompetente Erwachsene, die ihm in der übrigen Zeit Geschichten
    vorlesen, Lieder beibringen oder mit ihm geduldig die Welt erkunden,
  • die absolute Gewsissheit, dass es seinen Bezugspersonen (Eltern)
    nicht lästig ist und dass es gemocht wird

Einen „Alleinspielmodus“ entwickeln die Kinder auch,
allerdings niemals auf Kommando.

und ja, stimmt schon, sie ist zwar
erst zwei, aber kann eben für vier bocken, zicken, trotzen…

Wofür wird sie denn bestraft. Was verlangst Du konkret?

Grüße

CMБ

Wahnsinn - wie machst du das?

Hmmm, in der Regel genügt es bei unserer Kleinen, wenn wir ihr
androhen, dass dann etwas, auf das sie Wert legt und das für
sie schon in „Sichtweite“ ist (abends wären das z.B. ihre zwei
Gutenachtgeschichten) eben wegfällt (es genügt in der Regel
schon, wenn wir sagen, sie würde nur eine bekommen - schon ist
sie viel einsichtiger … zumindest eine Zeitlang).

Hallo, Baba -

mach drei Kreuze. Ein so kleines Kind, das sich im Hinblick auf einen Verzicht, der erst in der Zukunft liegt, beherrscht, ist schon eine Ausnahme.

Ich habe bei meiner fast 8-jährigen immer noch nicht den Eindruck, dass sie mehr als zu 20% sich etwas verkneift, auch wenn es für sie selbst ist. Manchmal kann ich schon wahnsinnig werden, wenn ein Kind, welches mit mir Diskussionen über Weltgeschichte und lineare Optik führt, so fürchterlich uneinsichtig sein kann. Trotz aller Intelligenz ganz und gar unvernünftig. Aber das wundert, so scheint es, nur mich alleine, all die anderen Mamas nicht.

Was nun die Strafen angeht, habe ich die Feststellung gemacht, dass sowohl Strafen als auch Belohnungen sich schnell abnutzen, bzw. abstumpfen. Und Verhalten konnte ich immer nur durch mein eigenes Vorbild (ganz schön anstrengend!), feste Tagesabläufe (was jetzt zur Schulzeit nicht mehr geht) oder Einspannen anderer Erwachsener erreichen.

Gruß, Claudia

vergiss die Strafen!
Hallo Dora!

Ich schließe mich mal allen Vorrednern an: Vergiss die Strafen! Manche Kinder spielen fast gar nie allein; und selbst wenn sie es tun, machen mache dabei ziemlichen Krach oder einen gehörigen „Saustall“, den sie selber nie und nimmer aufräumen können.

Zwischen den Zeilen les ich bei dir eher, dass du deinen Freiraum brauchst (wie jeder andere auch), bzw. eventuell du dem Bewohner unter dir etwas Ruhe gönnen willst.

Ersteres ist ein Organisationsproblem. Meine beiden sind jetzt 6 und 8, und belagern mich oft auch mehr, als mir lieb ist (obwohl sie ja zu zweit sind,…). Abhilfe schaffen andere Spielkameraden: Ich lade recht oft andere Kinder ein (wir haben ein Haus, da geht manches vielleicht leichter) - dafür sind meine auch immer wieder mal wo anders (was mir viel Freiraum schafft). Dabei wird keine große Party gemacht, die spielen einfach nur zusammen, aber eben in größerer Runde.
Das heisst, wenn ich 4-7 Kinder da habe, brauch ich mir nicht viel überlegen, was ich tun soll (Aufpassen, dass das Haus danach noch bewohnbar ist, reicht), den nächsten Nachmittag kann ich aber tun und lassen was ich will, ich muss nur die Kinder rechtzeitig abholen …

Und der Bewohner unter dir läßt sich ähnlich lösen: Wann will er unbedingt Ruhe haben - dann raus mit der (oder den) Kleinen - oder Mittagsschlaf. Richtig unverständige Nachbarn gibt es wenige, und wenn er nur Miesepeter ist, dann hilft Rücksicht nehmen ohnehin nicht, also ignorieren.

Rat zum Schluss - der gut gemeint ist, auch wenn er vielleicht böse klingt: den Freiraum und die Ruhe, die du vor dem Kind hattest, hast du die nächsten 10-15 Jahre sicher nicht, also stell dich einfach darauf ein und genieße die Spontanität.

liebe Grüße
Christine

Hallo Dora,

ich finde es auch schwer, eine 2jährige zu bestrafen - da sie meist vermutlich gar nicht das WARUM versteht.

Damit hier hier keine Mißverständnisse auftreten:
Es gibt Situationen, in denen man Kindern deutlich „bis hierher, und nicht weiter !“ klarmachen muß.
Bei uns waren diese Tabu-Themen z.B. an der Steckdose spielen oder weglaufen Richtung Straße. Ich denke, daß Kinder in dem Alter zwar nicht den Grund verstehen, warum sie eben dies nicht machen sollten - wohl aber Mimik und Tonfall von Mama oder Papa einorden können („hoppla, hiermit mache ich mich aber gar nicht beliebt!“).

Manche (!) Trotzattacken lassen sich in dem Alter aber überlisten:
z.B. indem man gar keine Fragen stellt, die sich mit „nein“ beantworten lassen, sonder lieber dies-oder-das entscheiden lassen. Beispiel: Nicht fragen, ob es jetzt ins Bett geht, sondern ob es lieber Puppe oder Teddy mit ins Bett nehmen möchte! Nicht fragen ob es sich anziehen lässt, sonder lieber fragen, ob es lieber Hose oder Rock anziehen möchte. Nicht fragen, ob es dies essen möchte, sondern lieber ob es erst in die Kartoffel oder erst in die Karotte beissen möchte…

Außerdem mögen es die meisten kleinen Kinder, der Mama zu helfen:
Natürlich ist es keine große Hilfe, z.B. die Kartoffeln von der einen in die andere Schüssel legen zu lassen, oder das Mehl umrühren zu lassen - aber die Kleinen sind so stolz, „geholfen“ zu haben - und sind beschäftigt !!!

Natürlich sind Kinder unterschiedlich entwickelt - aber ich hätte MEINE Kinder in dem Alter mit keinem besonders guten Gefühl alleine im Kinderzimmer unbeaufsichtigt gelassen… Ein Anfang ist vielleicht das sich alleine beschäftigen neben der Mama. (Ich spüle jetzt ab - willst du inzwischen in der anderen Ecke der Küche lieber Puppe spielen oder einen Turm bauen ?)

Hoffe, ein wenig geholfen zu haben
Viele Grüße
Sabine

DANKE
…an alle.

Bin wieder mehr motiviert…ja, vielleicht habe ich falsch gedacht, dass die Kleine schon allein im Zimmer spielen würde…werde ihr noch Zeit lassen…

Grüße

Dora

Hallo, Claudia,

Hmmm, in der Regel genügt es bei unserer Kleinen, wenn wir ihr
androhen, dass dann etwas, auf das sie Wert legt und das für
sie schon in „Sichtweite“ ist (abends wären das z.B. ihre zwei
Gutenachtgeschichten) eben wegfällt (es genügt in der Regel
schon, wenn wir sagen, sie würde nur eine bekommen - schon ist
sie viel einsichtiger … zumindest eine Zeitlang).

Hallo, Baba -

mach drei Kreuze. Ein so kleines Kind, das sich im Hinblick
auf einen Verzicht, der erst in der Zukunft liegt, beherrscht,
ist schon eine Ausnahme.

Ich weiß nicht, ob das wirklich so ist. „Zukunft“ hört sich ja so weitläufig an :smile: es geht doch manchmal um Sachen, die die Kleine direkt und unmittelbar betreffen - schon in fünf oder zehn Minuten. Zukunft im Sinne von „morgen“, „übermorgen“ oder „bald“ - das funktioniert in den wenigsten Fällen.

Ich habe bei meiner fast 8-jährigen immer noch nicht den
Eindruck, dass sie mehr als zu 20% sich etwas verkneift, auch
wenn es für sie selbst ist. Manchmal kann ich schon wahnsinnig
werden, wenn ein Kind, welches mit mir Diskussionen über
Weltgeschichte und lineare Optik führt, so fürchterlich
uneinsichtig sein kann. Trotz aller Intelligenz ganz
und gar unvernünftig. Aber das wundert, so scheint es, nur
mich alleine, all die anderen Mamas nicht.

"Vernunft" darfst du bei Kindern noch nicht verlangen - wenn ich mir an die eigene Nase greife, muss ich sagen: Vieles, was meine Eltern mir verboten haben oder weswegen es Streit gab, verstehe ich erst heute, seit ich eben selbst ein Kind habe und seit ich weiß, welch große Verantwortung man als Elternteil trägt. Aber genau deswegen verlange ich es auch von meiner Tochter nicht, dass sie alles einsieht. Erklären tue ichs ihr trotzdem.

Trotz und Uneinsichtigkeit sind auch ganz normal, immerhin wollen die Kinder testen, wie weit sie gehen können. Wir haben ganz gute Erfahrungen damit gemacht, sie in solchen Phasen kurz (!) mal alleine zu lassen und dann noch einmal nachzufragen. Oder, und das habe ich erst einmal von meiner Frau lernen müssen: Anstatt zu schimpfen oder laut zu werden kann man oft die Kinder ablenken , so dass sie auf einmal ganz vergessen, weswegen sie eigentlich trotzig gewesen sind. Ablenken mit einem Spiel, einer spannenden Aufgabe oder auch schon mal mit einem Eis :smile: Und, was soll ich sagen, damit haben wir die allerbesten Ergebnisse erzielt. Klappt natürlich nicht immer, aber schon sehr häufig.

Was nun die Strafen angeht, habe ich die Feststellung gemacht,
dass sowohl Strafen als auch Belohnungen sich schnell
abnutzen, bzw. abstumpfen. Und Verhalten konnte ich immer nur
durch mein eigenes Vorbild (ganz schön anstrengend!), feste
Tagesabläufe (was jetzt zur Schulzeit nicht mehr geht) oder
Einspannen anderer Erwachsener erreichen.

Ich gebe dir Recht - da hilft nur, sich ständig etwas Neues einfallen zu lassen. Und das mit dem Vorbild: Oje, wem sagst du das. Unsere Kleine wird hier immer aufmerksamer und stellt uns da schon häufig vor die Tatsachen… Warum darf ich nicht machen, was du gestern gemacht hast? Tja - es bleibt also spannend, vermutlich ein Leben lang. Aber das ist ja auch das Tolle. Ich freue mich jedenfalls jeden Tag an meiner Tochter, dass sie gesund, neugierig, lebhaft und eben auch mal frech ist. Das gehört halt dazu.

Grüße

Baba