Welche Therapie gibt Ratschläge?

Hallo zusammen,

eine vielleicht ungewöhnliche Frage im Titel?! Hintergrund: Unabhängig voneinander haben mich zwei mir nahe stehende Menschen als Freund und auch einigermaßen Wissenden was Therapiemethoden, angeht um etwas Ähnliches gebeten. Beide haben VT bzw. GT-Erfahrungen, beide überfordert, immer wieder selbst (durch Fragen) zur Lösung geleitet zu werden. Beide sagen, sie besäßen nicht diese (sprachliche) Kreativität um die Fragen der Therapeuten beantworten zu können. Beide haben die Therapie ab- bzw. unterbrochen. Meine Frage: Gibt es einen therapeutischen Ansatz, der Ratschläge und deutliche Verhaltensvorschläge zulässt und sogar vorsieht?

Danke im Voraus

Gruß

Jaro

Hallo,

Meine Frage: Gibt es einen
therapeutischen Ansatz, der Ratschläge und deutliche
Verhaltensvorschläge zulässt und sogar vorsieht?

ja, Verhaltenstherapie.

Jetzt wirst Du sicher einwenden wollen: „Aber der eine Freund hat doch VT gemacht und da haben sie ihn immer durch zu schwierige Fragen zu eigenen Lösungen leiten wollen.“

Und ich würde Dir antworten:

VT ist nicht gleich VT, sondern „Verhaltenstherapie“ ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von verschiedenen therapeutischen Angeboten, darunter die sogenannten kognitiv orientierten Verfahren, von denen vermutlich der ehemalige Therapeut Deines Freundes eines angewendet hat.

Man sollte zum Therapeuten gehen und ihm klar sagen, wofür man sich geeignet sieht und wofür nicht, sonst gibt es frustrierende Mißverständnisse.

Grüße,

Oliver Walter

vorsicht mit ratschlägen ist geboten
hi,

ich bin davon überzeugt, dass der gewinn einer therapie von der therapeuten-patienten-chemie abhängig ist. ist der patient überfordert mit sprachlichen turnübungen eines therapeuten, ist es eher egal, aus welcher therapierichtung da gearbeitet wird.

therapeuten werden dazu ausgebildet, mit konkreten handlungsvorschlaägen äußerst sparsam umzugehen, weil fast nie ein richtig oder falsch von handlungen bewertet werden kann. davon gibt es ausnahmen, aber grundsätzlich gilt: „gib dem patienten den rahmen für seine eigenen entscheidungen und entscheide nicht für ihn.“

alle therapierichtungen brauchen therapeuten, die sich optimal auf ihre patienten einstellen können, das gelingt auch meistens, aber deinen freunden würde ich raten, einen anderen therapeuten zu versuchen, bei dem/der die chemie besser klappt.

die grundsätzliche indikation von therapierichtungen wird meiner meinung nach oft überbewertet. stimmt die menschliche chemie, und handelt es sich um einen veränderungsmotivierten patienten und einen kompetenten therapeuten, dann kann es gut laufen!

Hallo,

Ich weiss zwar nicht um was es konkret in der Therapie gehen soll, aber
u.U. gibt es eine Alternative und die nennt sich Mediation. Die
Sitzungen werden zwar nicht von der Krankenkasse bezahlt, aber bei
Familienberatungen sind sie kostenfrei. Mediation machen Sinn bei
Kommunikationsschwierigkeiten oder Konflikte zweischen zwei oder
mehereren Menschen und ist sehr „praxisbezogen“.

Viele Grüße