Nitroglyzerinpulver wurden abgelöst von … (dessen Name des Pulvers ich vergessen habe) und diese wurden wiederum abgelöst von Nitroguanidinpulvern.
Meine Frage: Was wurde noch an Treibpulvern bisher oder jemals eingesetzt oder ausprobiert?
Das G11 soll eine Munition verwenden, dessen Pulver nicht brennbar sein soll. Was ist das für ein Treibpulver und welche Beistoffe werden dafür noch verwendet (u.a. damit die 4-Eckform bestehen bleibt)?
Nitroglycerinpulver gabs glücklicherweise nie:smile:
Nitrozellulosepulver hingegen schon, und das gibts auch noch bis heute. Moderne Patronen sind damit geladen.
Manche Nitropulver brennen schneller, andere langsamer ab. Dadurch unterscheiden sich z.B. Magnum-Pulver von Standart-Pulvern, Gewehrpulver von Pulvern für Pistolenpatromen.
Es gibt diese Pulver in Stäbchen, Stiften, Kügelchen und Plättchen.
Auch durch die Form wird das Abbrandverhalten beeinflusst.
Eine wirkliche Rolle spielt neben Nitropulver nur das Schwarzpulver. Es gibt auch Pyxrodex, ein synthetisches Schwarzpulverersatzmittel, das ich persönlich nie verwenden würde.
Das Pulver des G11 ist natürlich nicht unbrennbar, wär sonst kein Pulver, sondern wird nur durch extreme Temperaturen gezündet, da diese Munition ja ohne Hülle auskommt. Das Zündhütchen zündet eine initiale Boosterladung, diese das Pulver. Allerdings hatte diese Waffe erhebliche Probleme mit unfreiwilligem Dauerfeuer bei heißgeschossenem Lager, was bei einer Kadenz von etwa 2000 Schuß/Minute schnell passiert ist.
Mehr dazu bei HKPro http://www.hkpro.com/g11.htm
noch eine Antwort
Die zuvor erwähnten Pulver (handelsüblich) beschränken sich auf die Verwendung in Schusswaffen.
Darüberhinaus findet eine Vielzahl sogenannter „Solid Propellants“ interessante Verwendungen in ballistischen Flugkörpern (Feststoffraketen). Diese Pulver tragen den zur Verbrennung (eine Explosion ist, chemisch und physikalisch betrachtet nichts anderes) benötigten Sauerstoff chemisch gebunden in sich. Diese „Solid Propellants“ unterliegen in der Regel militärischer Geheimhaltung.