Welche Validität

Hallo,
ich hhabe einen Persönlichkeitstest mit dem Trait „Misstrauen (Feindseligkeit)“ erstellt. Trennschärfe tc. sehen zufriedenstellend aus. Welche Validität ürdet Ihr nehmen, um den Tes zu validieren? Kriteriums/Inhaltliche? Ich würde ja die Multitrait vorziehen, weil Misstrauen ja besonders so. Erwünscht (bzw. Unerwünscht ) ist. Oder nimmt man gerae deshalbt eine andere?
Ciao
Tim

Hallo Tim,

ich hhabe einen Persönlichkeitstest mit dem Trait „Misstrauen
(Feindseligkeit)“ erstellt.

schön. Wieviele Items hat er? Ist es ein Fragebogen? Wie sieht das Antwortformat aus?

Trennschärfe tc. sehen zufriedenstellend aus.

Wie sieht es mit der Reliabilität aus? Du hast wahrscheinlich klassisch ausgewertet und Cronbachs Alpha genommen, oder?

Welche Validität ürdet Ihr nehmen, um den Tes zu validieren?
Kriteriums/Inhaltliche?

Kriteriumsvalidität. Für die Begründung lies Dir die Abschnitte über Validität im Lienert & Raatz (Kap. 11.1-11.3 in der 6. Auflage) durch.

Ich würde ja die Multitrait vorziehen

Du meinst die Multitrait-Multimethod-Methode von Campbell und Fiske, nehme ich an. Dabei handelt es sich um eine Methode, mit der die Konstruktvalidität untersucht werden kann. Für diese Methode benötigst Du eine Reihe von Korrelationen, u.a. auch diejenigen, welche die Kriteriumsvaliditäten darstellen.

, weil Misstrauen ja besonders so. Erwünscht (bzw. Unerwünscht )
ist. Oder nimmt man geraedeshalbt eine andere?

Was meinst Du damit?

Gruß,

Oliver Walter

es kommt auf deine fragestellung an. willst du die skala ausführlich beschreiben und zu anderen konstrukten abgrenzen, ist multi-trait-multi-method sicher nicht verkehrt.

allerdings ist diese vorgehenweise sehr aufwendig. allein schon durch erhebung der persönlichkeitskonstrukte/ traits, die du von feindseligkeit abgrenzen willst, entstehen eine menge daten, die anschließend auch interpretiert werden wollen.

besonders aufwendig ist die verwendung unterschiedlicher methoden. man könnte die probanden beobachten bzw. von einem fremden beurteilen lassen. die frage ist nur, wie gut man feindseligkeit (und die anderen traits) an jemandem ablesen kann, der gerade fragebögen ausfüllt. will man ein experiment machen zb. provokation, um dem probanden überhaupt eine gelegenheit zu geben, verhalten zu zeigen? offenes verhalten ist aber wahrscheinlich stärker von sozialer erwünschtheit beeinflußt als die fragebogenantworten. andererseits gibt es für soziale erwünschtheit ja auch maße zb. social desireability scale…

man könnte auch freunde der probanden befragen, wie feindselig er ist, aber alles wäre sehr viel aufwendiger als papier-und-bleistift-tests.

einfacher wäre es, die skala mit bestehenden maßen für feindseligkeit zu korrelieren zb. cook-medley-hostility scale, die aus items des MMPI zusammengebaut wurde. es gibt auch noch die buss-durkee-hostility scale.

mit den bezeichnungen der validitäten tue ich mir immer ein bißchen schwer :o)

ich denke, die korrelation von skalenwerten würde man in diesem fall mit kriteriumsvalidität bezeichnen. im speziellen würde man von übereinstimmungsvalidität sprechen, da die daten gleichzeitig erhoben werden.

als prädiktive kriteriumsvalidität würde man es bezeichnen, wenn man den skalenwert feindseligkeit dazu benutzt, das verhalten des probanden in einer späteren situation (experiment zb.) vorauszusagen - ist wahrscheinlich zu aufwendig.

möglich wäre auch eine inhaltliche validierung: man legt die skala experten vor und bespricht die items mit ihnen. problematisch ist, daß experten unterschiedliche meinungen haben können! man müßte daher mehrere personen fragen.

Wieviele Items hat er? Ist es ein Fragebogen? Wie sieht

das Antwortformat aus?

Besitzt 20 Items, Fragebogen, (nur) dichtom

Wie sieht es mit der Reliabilität aus? Du hast wahrscheinlich
klassisch ausgewertet und Cronbachs Alpha genommen, oder?

Ist Reliabel. Ja, Cronbahcs Alpha, sowohl auch Split-Half mal gemacht.

Welche Validität ürdet Ihr nehmen, um den Tes zu validieren?
Kriteriums/Inhaltliche?

Kriteriumsvalidität. Für die Begründung lies Dir die
Abschnitte über Validität im Lienert & Raatz (Kap. 11.1-11.3
in der 6. Auflage) durch.

Also ich weiss ja nicht, aber Kriteriumsvalidität hätte ich am wenigsten genommen :smile: Wie soll ich denn die

Ich würde ja die Multitrait vorziehen

Du meinst die Multitrait-Multimethod-Methode von Campbell und
Fiske, nehme ich an. Dabei handelt es sich um eine Methode,
mit der die Konstruktvalidität untersucht werden kann. Für
diese Methode benötigst Du eine Reihe von Korrelationen, u.a.
auch diejenigen, welche die Kriteriumsvaliditäten darstellen.

Nicht unbedingt. Ich teste unterschiedliche Methoden. Ok, die Methoden kann man als Konstrukt ansehen, aber dafür erhalt ich noch mehr Informationen

, weil Misstrauen ja besonders so. Erwünscht (bzw. Unerwünscht )
ist. Oder nimmt man geraedeshalbt eine andere?

Was meinst du damit?

Damit meine ich, im Einstellungstest würde man dsies nicht zugeben, bei Anonymität schon viel eher. Daher ist es sozial Erwünscht, bzw. korreliert sehr stark mit der gegebenen Erhebungsmethode.

Hallo Tim,

Besitzt 20 Items, Fragebogen, (nur) dichtom

die Informationsmenge reicht wahrscheinlich aus.

Ist Reliabel.

Kannst Du diese Angabe auch quantifizieren?

Ja, Cronbahcs Alpha, sowohl auch Split-Half mal
gemacht.

Wenn Du Cronbachs Alpha berechnest, brauchst Du keinen Split-Half-Wert zu berechnen. Mit Cronbachs Alpha hast Du den Mittelwert aller Split-Half-Reliabilitäten bestimmt.

Also ich weiss ja nicht, aber Kriteriumsvalidität hätte ich am
wenigsten genommen :smile:

Dann ist es ja gut, daß ich Dir diesen Tipp gegeben habe.

Wie soll ich denn die

Wenn Du Deinen Satz nicht beendest, dann kann ich ihn nicht verstehen :wink:

Für
diese Methode benötigst Du eine Reihe von Korrelationen, u.a.
auch diejenigen, welche die Kriteriumsvaliditäten darstellen.

Nicht unbedingt. Ich teste unterschiedliche Methoden.

Dann ist es aber nicht Multi_trait_, sondern nur Multimethod. Außerdem stehen in Deiner Matrix auch Kriteriumsvaliditäten. Intelligenz erfaßt mit einem Intelligenztest korreliert mit z.B. Intelligenz erfaßt über ein Lehrerurteil ergibt auch eine Kriteriumsvalidität.

Damit meine ich, im Einstellungstest würde man dsies nicht
zugeben, bei Anonymität schon viel eher. Daher ist es sozial
Erwünscht, bzw. korreliert sehr stark mit der gegebenen
Erhebungsmethode.

Du könntest z.B. eine Skala für Soziale Erwünschtheit in Deinen Fragebogen integrieren und unter zwei Bedingungen testen: Testung ohne Konsequenzen, Testung mit Konsequenzen (-> Coverstory, Sozialpsychologie).

Gruß,

Oliver Walter