Kürzlich erhielt ich eine ungewöhnliche Zange ohne nähere
Angaben zu Bezeichnung oder Verwendung. Sie ist etwas mehr als
50 cm lang, aus verchromtem Stahl und besteht aus 2 im Gelenk
trennbaren Teilen. Hier 2 Bilder dazu:
das sieht nach einer alten Kastrationszange aus. Die obere Backe der Zange greift im geschlossenen Zustand in die Öffnung der zweigeteilten unteren Backe - scharfe Schnittflächen sind nicht vorhanden.
Die Blutgefäße, die die Hoden versorgen, werden damit u-förmig gedehnt und gleichzeitig gequetscht. An den Haken am Ende der Handgriffe wird die Zange verriegelt und eine Zeit geschlossen gehalten. Durch diese Prozedur werden die Blutgefäße abgedichtet.
Möglicherweise wurde sie auch zur unblutigen Kastration verwendet. Dabei wird die Zange oberhalb des Hodensacks angesetzt und im verriegelten Zustand ein Zeit lang hängen gelassen. Die Hoden verkümmern dann, da sie durch die gedehnten und gequetschten Blutgefäße nicht mehr versorgt werden.
Auf diesem Foto siehst du eine modernere Ausführung:
das sieht nach einer alten Kastrationszange aus. Die obere
Backe der Zange greift im geschlossenen Zustand in die Öffnung
der zweigeteilten unteren Backe - scharfe Schnittflächen sind
nicht vorhanden.
Die Blutgefäße, die die Hoden versorgen, werden damit
u-förmig gedehnt und gleichzeitig gequetscht. An den Haken am
Ende der Handgriffe wird die Zange verriegelt und eine Zeit
geschlossen gehalten. Durch diese Prozedur werden die
Blutgefäße abgedichtet.
Möglicherweise wurde sie auch zur unblutigen Kastration
verwendet. Dabei wird die Zange oberhalb des Hodensacks
angesetzt und im verriegelten Zustand ein Zeit lang hängen
gelassen. Die Hoden verkümmern dann, da sie durch die
gedehnten und gequetschten Blutgefäße nicht mehr versorgt
werden.
Woher hast du die detail. Infos?
Auf diesem Foto siehst du eine modernere Ausführung:
100%ig sicher bin ich natürlich auch nicht, dass es sich um ein Kastrationsinstrument handelt, die Diskussion hatten wir ja auch schon mal.
Was allerdings gegen eine Gipsschere spricht: Scharfe Kanten, an denen geschert werden könnte, sind nirgends zu erkennen. Der Haken am Ende des Handgriffs deutet auf eine Verriegelungsvorrichtung hin, und die Hebelübersetzung mit fast mittigem Drehpunkt wäre für eine Schere zum Gipsschneiden doch sehr ungünstig gewählt.
Könnte eine Zange sein, die im Bereich Pathologie verwendet
wird.
auch das ist gut möglich. Ich könnte mir das Teil als Darm- oder große Gefäßklemme vorstellen.
Da die obere „Backe“ an allen drei berührenden Flächen profiliert ist und das Werkzeug leicht verriegelt werden kann, wäre es ein abrutschsicheres und gut dichtendes Instrument.
Die Gipsschere halte ich schon alleine wegen der dafür ungünstigen Kraftübertragung für ausgeschlossen.