Ich bitte dich… +_+
Nimm das nicht persönlich - aber wennn ich solch pauschales
Dummgeschwätz lese, verpüre ich das bedürfnis zu fragen:
Wieviel bekommst du von der Hardware-Industrie dafür?
Nichts. Ich sehe das auch nicht als Dummgeschwatze, es ist schlicht meine eigene Erfahrung.
Die Frage ist doch erst mal, was der User mit dem Ding macht.
Das stimmt und solange man bei Windows 98 und Software von der Jahrtausendwende bleibt (denn viele aktuellen Trivialprogramme laufen gar nicht mehr unter diesem 10 Jahre alten Betriebssystem), weil man schlicht nur Briefe schreibt auf dem PC, dann gibt es keine Probleme. Deswegen hatte ich meinen Einwand auch als Frage formuliert und nicht gesagt „so ist es!“.
Auf Myriams Nachfrage habe ich auch nochmal extra geschrieben, dass man es ja selber merken sollte, wenn sein System an die Grenzen stößt. Ich weiß: Pauschalaussagen sind schwierig, da verschiedene Leute ihren PC eben verschieden nutzen.
Ein 2-GHz-Prozessor mit einem halben Gig RAM ist imho für so
ziemlich alle Aufgaben, die ein normaler Mensch mit seiner
Kiste erledigen will, mehr als ausreichend.
Sehe ich gar nicht so, ich empfinde bei der normalen Verwendung aktueller Software bisweilen schon meinen Athlon64 3800+ unter Windows XP als grenzwertig bis lahm.
Wenn ich mir einen Film ansehe und gleichzeitig im Hintergrund etwas von MPEG nach DivX encodiere, läuft mir manchmal schon der Ton davon.
Ich erinnere mich wirklich mit Grausen daran, wie der Duron 1,2 GHz - Rechner einer Freundin (der mit einem Pentium 4-A 2000 MHz performancetechnisch schon etwa in derselben Liga spielt) seit seinem kürzlichen Windows XP-und Breitband-DSL-Update läuft: Da wartet man ja teilweise schon fast eine Minute, bis der mal ein Internetfenster geöffnet hat, nur weil im Hintergrund Winamp 5 und BitTorrent laufen. Wenn Norton Antivirus 2006 dann mal die Platte scannt, schläft der ganze PC für eine halbe Stunde ein und man kann getrost erstmal was anderes machen. Wenn man da gerade einen dringenden Ausdruck braucht, hat man Pech gehabt. Falls just in dem Moment auch noch jemand wagen sollte, sich per Skype zu melden (was regelmäßig passiert) und besagte Freundin panisch versucht, auf dem freezenden System durch dauerklicken den Anruf anzunehmen (was in Folge dessen auch regelmäßig passiert), stürzt die Kiste dann reproduzierbar ab. Ich könnte an so einem Rechner nicht arbeiten, das würde mich krank machen.
Moderne Software überfordert einen 6 Jahre alten PC, da ist nicht dran zu rütteln. Wer seinen PC wirklich nutzt, wird unter Windows XP mit aktueller Software bei so einem System schnell an die Grenzen stoßen, selbst wenn es sich nur um Multimedia-, Kommunikations- und Office-Software handelt. Das ist in meinen Augen nicht Polemik, sondern Tatsache. Laut Moores Gesetz verdoppelt sich die Leistung der Hardware bei gleichem Preis alle zwei Jahre, das ist nun inzwischen also schon 3x geschehen. Und aktuelle Software fordert diese Leistung auch ein.
Einzige Ausnahme wären Videoverarbeitung und Spiele.
Aktuelle Spiele sind auf dem System sowieso indiskutabel. Videobearbeitung wäre an sich ja noch nicht mal das Problem, da sowas meist nicht in Echtzeit läuft. Wenn man genügend Zeit hat, um mal 12 Stunden auf ein Transcoding-Ergebnis zu warten, käme man vielleicht sogar pro forma damit klar. Das Unschöne ist nur eben, dass man dann nebenher schon nicht mehr vernünftig mit dem Browser arbeiten kann.
Du solltest auch nicht davon ausgehen, das alle Leute so
verrückt sind und sich immer die Platte mit den allerneusten
und allerdicksten beta-Versionen von irgendwelchen
Mega-Super-Alles-Könner-Software (oder gar Vista) vollkloppen.
Das tue ich auch nicht.
Wer mit seinem Rechner venünftig arbeiten will, der kann es
durchaus mit einem Windows 2000 und Office 97 gut sein lassen.
Ich kann keinerlei Sinn in überfetteten Office-Paketen (ab
2000), oversizeten Systemprogrammen (wie Norton) oder
Mega-Brennsuiten (wie Nero 7) sehen, die mehr Platz verballern
und mehr Ressourcen verbraten als früher ganze
Betriebssysteme.
Ich will aber mit meinem PC nicht nur das Haushaltsgeld durchrechnen und Briefe tippen. Ich will Filme sehen, meine Urlaubsfotos bearbeiten, ein bisschen Webdesign machen, ein bisschen Musik hören, ein bisschen Musik machen, mit meiner Freundin videochatten und nebenher auch mal im Hintergrund mit Freunden ein paar Dateien tauschen, meine neuesten CDs zu MP3s encodieren oder ein paar AVI-Dateien nach SVCD umrechnen.
Ich selber habe jahrelang auf einem P1 mit 233 MHz und
sagenhaften 32 MB RAM unter Win98 mit Nero 5.5 ohne Probleme
DVDs (!!!) gebrannt.
Ich sage ja, solange man sich auf Windows 98 beschränken kann, kommt man mit einem älteren System klar. Ein Pentium 1 mit 233 MHz und 32 MB Arbeitsspeicher ist meiner Ansicht nach allerdings auch unter Windows 98 eine Beschäftigung für hochgradig emotionale Masochisten. Ich dachte, selbst die Mindestanforderung von Windows 98 läge bei 64 MB Arbeitsspeicher. Richtig rund gelaufen isses aber definitiv erst mit 128 MB.
Und der einzige Grund für den Umstieg war die Beschränkung von
Win98 auf 128-GB-Platten, sonst würde die Kröte wohl heute
noch treue Dienste leisten.
Ich glaube fast, du flunkerst hier ein bisschen. Ganz ehrlich. 
Im Moment arbeite ich mit einem ollen 2,4 GHz Celeron mit
einem Gig Speicher - allerdings mit 2,4 TeraByte
Plattenkapazität, denn ich mache (mit dieser alten Kiste, die
deiner Meinung nach wohl auch für nix mehr zu gebrauchen ist)
excessiv Videobearbeitung. Geht prima.
Du hast sicher schon einen Northwood-P4. Der alte Wilamette (Pentium 4A) mit 2 GHz war wirklich seeehr langsam in Bezug auf seinen Takt. Trotzdem läuft mir bei dem Ausdruck „exzessive Videobearbeitung“ auf einem Pentium 4 2,4GHz ein breites Schmunzeln über das Gesicht. Ich hatte selbst einen Athlon XP 2400+, mindestens dieselbe Leistungsklasse. Und der hat teilweise 8 - 10 Stunden gebraucht, um mal 2 Stunden Fernsehbild sauber(!) zu deinterlacen und im 2-Pass-Verfahren ordentlich zu DivX 5 zu komprimieren.
Meine Meinung:
Wenn mann nicht gerade Hardcore-Spieler ist und darum immer
die neueste Hardware braucht, ist jeder Rechner, der nicht
älter als vier Jahre alt ist, für normale Anforderungen mehr
als schnell genug.
Erstens ist ein P4-A 2,0GHz sicher über 4 Jahre alt und zweitens scheinen wir wirklich sehr große Differenzen zu haben, was die Definition von „normalen Ansprüchen“ betrifft. Ich sehe mich eigentlich auch nicht als technikgeilen Freak, aber ich möchte nicht mehr unter Windows 98 arbeiten (vieles an Hard- und Software, dass ich nutze läuft gar nicht unter Win98, nicht mal meine Drucker- und Grafiktreiber) und ich nutze eben meinen PC.
Alles was darüber hinausgeht - wenn nicht
wirklich eine unbedingt erforderliche Software den Dampf
braucht - ist schlicht und ergreifend Schwanzersatz.
Blödsinn. Wenn ich mal einen Film umrechenen muss, damit ich ihn abends mit meinen Freunden auf dem DVD-Recorder schauen kann und trotzdem gleichzeitig mal auf w-w-w schauen oder mit meiner Freundin chatten möchte (auch wenn mein Virenscanner gerade aktiv ist), ist das tägliches Leben und kein Schwanzersatz.
Ich hoffe, meine harten Worte führen jetzt nicht zur
Misstimmung
Nein, eher zu Stauen und Unverständnis. Dein Anliegen kann ich nachvollziehen und mag da auch nicht wiedersprechen - die Nutzungsgewohnheiten sind nun mal verschieden. Aber ich finde, dass du maßlos übertreibst. Pentium 233 mit 32 MB Arbeitsspeicher mit Windows 98 im Jahre 2007… ich bitte dich!
…, aber ich kann es nicht gutheissen, mit welch
Pauschalurteilen ohne Nachfragen nach den wirklichen
Erfordernissen die Leute hier zu völlig überflüssigen
Geldausgaben animiert werden.
Das war nicht meine Absicht.
Viele Grüße
Jesse