Hallo,
ich habe vor kurzem meinen alten Bausparvertrag (Schwäbisch Hall) zuteilen lassen mit Darlehensverzicht, da ich mich doch erstmal dagegen entschieden habe in Eigentum zu investieren.
Allerdings plane ich durchaus in 3-4 Jahren etwas zu kaufen. Um mir die niedrigen Zinsen und die Vermögenswirksamen Leistungen vom Arbeitgeber zu sichern, möchte ich mir einen neuen Bausparvertrag anschaffen.
Meine Vorstellung ist in etwa so:
Bausparsumme 50000€, 10000€ sofort einzahlen, dann über 3-4 Jahre per monatlichen Raten und evtl. Sondereinzahlungen die Mindestsumme einzahlen und das Darlehen annehmen.
Ich suche also nach einem Tarif mit möglichst niedrigem Darlehenszins (Guthabenzins ist zweitrangig) und einer geringen MIndestlaufzeit bis zur Zuteilung. Was wäre da empfehlenswert? Habe bisher ein Angebot z.b. bei der HUK gefunden, bin aber nicht sicher was genau auf meine Anforderung am besten passt.
Vielen Dank
Grüße
Werner
Hallo Werner,
Meine Vorstellung ist in etwa so:
Bausparsumme 50000€, 10000€ sofort einzahlen, dann über 3-4
Jahre per monatlichen Raten und evtl. Sondereinzahlungen die
Mindestsumme einzahlen und das Darlehen annehmen.
Dann achte darauf, dass der Bauspartarif keine feste Mindestguthabenquote verlangt.
Ich suche also nach einem Tarif mit möglichst niedrigem
Darlehenszins (Guthabenzins ist zweitrangig) und einer
Achte auch auf die Gebühren !
Schau Dir die Tarife von BHW oder Signal-Iduna an. Einer davon könnte passen.
Grüße
Nordlicht
Da kann ich nur mit meiner Lieblingsfrage antworten:
Warum eine Menge vorhandenes Geld in einen Bausparvertrag einzahlen, hier bei durchaus niedrigem Darlehenszins eine unbestimmte Zeit auf Zuteilung warten (hier sollen tatsächlich 3-4 Jahr ausreichen?), wegen des niedrigen Darlehenszinses kaum Guthabenzinsen bekommen, Abschlussgebühren zahlen, Kontogebühren, etc. etc.
Leg doch das Geld in eine eher konservativere Anlage, zahl monatlich was drauf, und freu dich in 4 Jahren über einen netten Mehrbetrag!
Die VL lässt du dir am besten gar nicht erst auszahlen, sondern steckst bei gleichem Netto das Doppelte in eine betriebliche Altersversorgung - und schon hast du effektiv die doppelte Rendite für die VL.
Frech, aber sinnvoll, oder sieht das jemand anders?
Frank Wilke
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Hallo Frank,
danke für deinen zum Nachdenken anregenden Beitrag. Noch ein paar Fragen habe ich:
Leg doch das Geld in eine eher konservativere Anlage, zahl
monatlich was drauf, und freu dich in 4 Jahren über einen
netten Mehrbetrag!
Das ist ne Überlegung wert… allerdings habe ich noch andere Kapitaleinnahmen die meinen Sparerfreibetrag komplett ausreizen insbesondere nach dessen Senkung nächsten Jahres (hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen), so dass ich dadurch eigentlich verhindern will zuviel an den Staat an Steuern abführen zu müssen.
Muss ich mir nochmal durchrechnen ob es sich dennoch lohnen würde.
Die VL lässt du dir am besten gar nicht erst auszahlen,
sondern steckst bei gleichem Netto das Doppelte in eine
betriebliche Altersversorgung - und schon hast du effektiv die
doppelte Rendite für die VL.
Kannst du mir genauer erklären was du damit meinst? Eine Direktversicherung habe ich bereits als betriebliche Altersversorgung… kann man darin VL einzahlen oder meintest du was anderes
Grüße
Werner
Hallo Frank,
danke für deinen zum Nachdenken anregenden Beitrag. Noch ein
paar Fragen habe ich:
Das ist ne Überlegung wert… allerdings habe ich noch andere
Kapitaleinnahmen die meinen Sparerfreibetrag komplett
ausreizen
Hallo Werner,
freut mich dass ich hier was bewegen konnte.
Zu Deiner Frage: Wenn Du auf das Geld in den nächsten 3-4 Jahren nicht zwingend angewiesen bist, würde sich eine Fondsbasierte Anlage lohnen, zumindest nach aktueller Rechtsprechung wäre der Gewinn nach 12 Monaten Haltedauer ja steuerfrei und schont den Sparerfreibetrag. (Ab 2008 droht ja eventuell die Abgeltungssteuer, die den Gewinn unabhängig von der Haltedauer um 30% schmälern würde).
Allerdings würde ich persönlich die Finger von Aktienfonds lassen, auf so kurze Sicht könnten Schwankungen weh tun. Aber eine gesicherte Aktienanleihe, ein offener Immobilienfonds (ich weiß, auch hier gibt’s schwarze Schafe, aber sehr schöne Anlagemöglichkeiten) oder dergleichen würde schon was bringen.
Kannst du mir genauer erklären was du damit meinst? Eine
Direktversicherung habe ich bereits als betriebliche
Altersversorgung… kann man darin VL einzahlen oder meintest
du was anderes
Genau das meinte ich. Solange die Höchstbeträge im Rahmen der bAV nicht ausgeschöpft sind, kannst du die VL auch über eine Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung packen. Verdient jemand z.B. 2.500€ brutto bei Steuerklasse I oder IV, so kosten die „ausgezahlten“ VL von 40€ noch div. Abgaben und Steuern. Nehmen wir an, es bleiben Netto 1.500€ übrig. Nun kann man hochrechnen, welchen Beitrag diese Person steuer- und sozialversicherungsfrei in eine Direktversicherung stecken könnte, um Netto keinen Cent mehr zu zahlen. Die Antwort: Mehr als das Doppelte, also ca. 80€ in eine bAV kosten diese Person das gleiche wie 40€ VL, die er sich auszahlen lässt. Also schau mal ob du noch Spielraum nach oben hast!
Viele Grüße
Frank Wilke