Welchen Bus ausbauen II

Nochma tach,

also erstma danke für die vielen Antworten! :smile:

Aber eines war wohl von mir etwas übertrieben dargestellt: ich möchte nämlich keinen kompletten Camping-Bus bauen (da leuchtet das dann schon ein, dass ein fertiger möglicherweise billiger kommt), sondern lediglich in einem Bus hinten eine Schlaf-/Sitzkombi reinbasteln und als Stauraum vielleicht noch ein Regalsystem…

Und irgendwas war mir da, dass ich jetzt nicht einfach in den Baumarkt rennen, mir ein paar Tischlerplatten zusägen und losbasteln darf, sondern dass ich da irgendwelche Bestimmungen wie runde Kanten und abgerundete Ecken einhalten muss…

Und da nun die Frage: gibt’s diese Bestimmungen? Und wenn ja, wo kann ich die bekommen?

Wie gesagt: ich möchte weder Wasser noch Strom noch Gas oder sonstiges einbauen.

Und noch was zum Bus: leider weiß ich jetzt immer noch nicht, welcher Bus der richtige ist, da die Pro-VW-Fraktion etwa genauso stark zu sein scheint wie die Contra-VW-Fraktion…

Wo sind denn die Ersatzteile am günstigsten? Ich vermute mal beim VW, weil der sehr verbreitet sein dürfte (…auch auf Schrottplätzen). Und was haltet Ihr von meiner Idee, dass ein IVECO/Renault/Fiat Bus alleine schon wegen der Baugleichheit viele Vorteile hat?

Puh, dat war’s nu…

Viele Grüße und danke für die Geduld :wink:

Holger

Hallo Holger,

du entwickelst dich ja fast zu einem Alleinunterhalter hier *gg*

Also wegen der gesetzlichen Bestimmungen würde ich mich VORHER mal beim TÜV erkundigen, ansonsten gibt es auch diverse Selbermach-Bücher zum Thema Bus zum Wohnmobil ausbauen. Wie gesagt, der REIMO-Katalog empfiehlt sich m.E. alleine schon wegen der praktischen Tipps, unabhängig davon, ob du da was kaufst oder nicht. Vorletztes Jahr gab es den für 5 DM, weiss nicht wie teuer er jetzt ist.

Ich will mal versuche eine Abwägung zwischen VW Bus und Fiat etc. aus persönlicher Sicht vorzunehmen.

Vorteil VW (ich gehe mal von T3 aus):

  • wendig, sehr gut als Zweit- oder Stadtwagen geeignet (Abmessungen wie Passat)
  • keine Probleme in Mittelmeerländern mit der „Parkplatzstange“
  • Ersatzteile wie du sagst an jeder Ecke neu oder gebraucht günstig zu bekommen (Getriebe 2000: 1000 DM gebraucht, Zylinderkopf 2001: 650 DM gebraucht)
  • viele Teile mit anderen VW-Modellen kompatibel
  • viele Schrauber, auch Hinterhofwerkstätten kennen sich aus (mit so einem Auto gehe ich nicht in eine VW-Werkstatt)
  • relativ einfache Technik, du lernst schnell vieles selber zu machen (habe 2 linke Hände, aber kann mittlerweile eine Menge selber)
  • günstige Versicherung
  • guter Wiederverkaufswert
  • viele Zubehöärteile im Handel erhältlich
  • bekommst du einen Multivan sind 90% deiner Anforderungen schon erfüllt (nicht zu unterschätzendes Argument IMO)

Nachteile VW T3:

  • die Motorenpalette ist für den A****, in Frage kommt eigentlich nur der TurboDiesel 70 PS, aber der ist dafür auch der teuerste und recht störanfällig
  • auch das Getriebe ist eher störanfällig
  • kleiner als die von dir genannten Vergleichsfahrzeuge

Was den Fiat etc. betrifft habe ich keine persönliche Erfahrung, vielleicht steuern andere noch was bei:

Vorteile:

  • größer und mehr Platz als VW T3
  • m.W. bessere Motorenpalette
  • durch Typengleichheit Fiat/Peugeot/Citroen dürfte die Ersatzteilversorgung auch vom Schrottplatz hinhauen

Nachteile:

  • als Zweit- oder Stadtwagen m.E. ungeeignet, da zu groß und nicht wendig genug
  • m.W. keine dem Multivan vergleichbaren Modelle

Ach ja, was die Typengleichheit betrifft: Sie betrifft den Fiat Ducato, der weitestgehend baugleich mit Peugeot J5 (?) und Citroen C25 (?) ist. Zumindest bei dem alten Modell ist da m.W. kein vergleichbarer Iveco. Renault war zumindest wenn wir von etwa 10-12 Jahre alten KFZ sprechen auch nicht mit im Boot. Falls ich mich hier irre bitte ich um Korrektur.

Aber selbst wenn Fiat / P / C weitgehend baugleich sind, halte ich dennoch die Zahl der in D fahrenden wie auf Schrottplätzen stehenden VW T3 für höher (es sei denn du wohnst im Saarland und angrenzende Gebiete).

Meine ganz persönliche Empfehlung: Versuch einen VW T3 Multivan zu bekommen. Du mußt dich dann mit der ganzen Schlaf-/Klappbankgeschichte nicht mehr zu befassen, die ist genau drin wie der Klapptisch. Einfach noch ein Schränkchen hinter den Beifahrersitz und du hast ein Auto, mit dem zwei Erwachsene gut mal ein paar Wochen unterwegs sein können, aber das du auch in der Stadt gut bewegen kannst.

Du ahnst bereits, was für ein Auto ich fahre? Richtig, VW T3 Multivan TurboDiesel BJ 89, 180 TKM.

Viel Spaß noch beim Grübeln, Claus

Hallo Holger,

könnte das hier nützlich für Dich sein?

http://home.debitel.net/user/kather.l/

Gruß
Stefan

Zu Schrottplätzen
Moin nochmal!

Nur kurz nochmal zu den Schrottplätzen, du darfst dir die Teilesuche gerade bei diesen Fahrzeugen ( speziell VW T3) nicht so einfach vorstellen, die sind zwar billig aber sehr begehrt, jedenfalls bei mir in der Ecke.
Aber falls jemand einen guten Tip für den Raum Münster hat, wäre ich super dankbar!

Chris

Hi Holger,
ich schliesse mich mal aus Erfahrung der VW-Fraktion an.
Die Baugleichheit bei den Kollegen aus F und I hört nämlich früher auf als man glauben möchte. Viele Kleinigkeiten sind doch anders und somit nicht kompatibel. Sicher bieten die anderen im Gegensatz zum VW mehr Platz. Aber ich kenne viele Leute, die sich für den T3 entschieden haben. Allein die Kapselung des Motors im Zusammenhang mit der Tatsache, das der Motor hinten sitzt, machen das Fahren vom Lärmpegel her erheblich angenehmer.
Auch die Tatsache, das Du hinten ja schon fast eine Liegefläche vorfindest, spricht für sich. Der T3 fährt sich echt prima, ist zuverlässig und durch die Form der übersichtlichste Transporter, den man sich denken kann. Ausserdem bekommt man gepflegte T3 von Privat schon recht günstig. Bei den Konkurrenten handelt es sich meist um ausgemusterte, zerrockerte Firmenschleudern aus 4. oder 5. Hand. Meine Erfahrungen mit Fiat/Iveco und Citroën will ich hier mal lieber nicht zum Besten geben, aber sie sind durchweg negativ. Allein der Spritverbrauch spricht eindeutig für VW. Die Iveco gehen zwar ab wie Schmidts Katze, aber wundere Dich nicht wenn Du beim ersten Verbrauchscheck einen durstigen V8 unter der Haube vermutest. In der Spedition in der ich Ford Transit und IVECO hatte, waren bei den IVECO 17 Liter(!!!) nicht selten bei flotter Fahrt. Ausserdem neigen die Italiener dazu, sich ziemlich konsequent im Laufe der Zeit selbst zu zerlegen (Scheiben fallen im Stück raus, Sitze lösen sich etc.)
Teilweise war ich überrascht, was sich an einem Auto so alles lösen kann :wink:
Gruss Sebastian

Nochma tach,

also erstma danke für die vielen Antworten! :smile:

Aber eines war wohl von mir etwas übertrieben dargestellt: ich
möchte nämlich keinen kompletten Camping-Bus bauen (da
leuchtet das dann schon ein, dass ein fertiger möglicherweise
billiger kommt), sondern lediglich in einem Bus hinten eine
Schlaf-/Sitzkombi reinbasteln und als Stauraum vielleicht noch
ein Regalsystem…

Und vergiß nicht,einen kleinen Tisch mit 2 Sitzen zu installieren.Das ist (oder war zumindest früher so) der Freifahrtschein dafür,daß der TÜV dir das „Ding“ als Wohnmobil
in die Papiere einträgt.Spart ne Megamenge Kohlen.
Ich hab für meinen letzten Chevy-Van DM 650,- Steuer und !!Versicherung im Jahr bezahlt.
Gruß
Lenz