ich habe die ehrenhafte Aufgabe übernommen, für eine 11-jährige Anfängerin einen Chemiebaukasten auszusuchen.
Die Elevin ist sehr aufgeweckt und lernbegierig, sie ist von der Chemie begeistert und das möchte ich in Absprache mit den Eltern fördern. Fachliche Unterweisung gibt´s von mir, die Eltern sind Laien. Dann hat meine Ausbilderschein endlich mal einen Sinn.
Bisher kennt sie einige Farbreaktionen und Kristalle züchten. Klar: Je bunter und glitzernder, desto schöner. Ist ja auch nix gegen zu sagen.
Nun soll es zu Weihnachten etwas zum Experimentieren geben. Ich dachte an: http://www.kosmos-shop.de/Shop/Chemie_C_1000.cfm?rid…
Was haltet ihr davon?
Natürlich wird das noch ein wenig aus dem Fundus meiner Laborkollegen aufgepeppt. Zunächst mit sehr harmlosen Dingen, z.B. Na-silikat und diverse Salze für Kristallspielereien, künstliche Korallen, Flammenfarben und Fällungsreaktionen. Ein paar kleine Glasgeräte dazu, evtl. ein kleiner Gasbrenner und los geht´s.
Wenn sie dann bewiesen hat, daß sie Sicherheit ernst nimmt und verantwortungsvoll mit Chemikalien umgehen kann, dann können nach und nach auch stärkere Sachen und Geräte dazu kommen.
die Kosmoskästen waren zu meiner Zeit durchaus empfehlenswert. Wie es heute ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber allgemein wurden die Chemiekästen kräftig kastriert; keine Schwermetallsalze mehr (= keine schönen Versuche zur Kristallisation und Chemischer Garten), keine Säuren und laugen, keine kräftigen Oxidationsmittel etc.
Wenn Du so einen Kasten ‚aufbohren‘ kannst mag es noch interessant werden, aber so ein nackiger Chemiekasten wird wohl kaum einen Hund hinterm Ofen hervorlocken.
In jungen Jahren hatte ich auch mal so einen Kosmos-Kasten.
Ist sicher ein guter Start, insbesondere durch die gute Anleitung, aber:
Schon damals gab es da eine relativ lange Liste an Chemikalien, die dem Kasten nicht beigegeben waren, die man aber gebraucht hat.
Also damit sie nicht am Weihnachtsabend dasitzt und traurig ist, weil nur 1/3 der Versuche durchführbar sind, vorher am besten den Rest besorgen.
Deine Idee, einen Gasbrenner zu kaufen finde ich auch sehr gut, da die kleinen Spiritusbrenner, die meist beiliegen, nicht so dolle sind. Im Campingbedarf gibts sowas vielleicht günstiger; diese Labogaz-Teile sind doch recht teuer, wenn ich mich recht erinnere.
Was auch noch dazukommen sollte, sind ne ordentliche Schutzbrille und ein Kittel (ggf. spendierst Du ihr noch ne Packung [Einmal?] Handschuhe.
Ach, und wenn ich so an den Alex hier denke, vielleicht noch zwei Abfallbehälter?
Und eines noch: Das Kind braucht eine vernünftige Arbeitsfläche!
Da reicht es, wenn man eine halbe Verlegeplatte fliest, aber wenn die ersten Ätzflecken in der Küche auftauchen, ist es mit dem Experientieren sicher bald vorbei…
Naja, aber richtig Aufwand treiben kann man ja dann immer noch, wenn sie „dabei bleibt“.
Ach, und wenn ich so an den Alex hier denke, vielleicht noch
zwei Abfallbehälter?
Danke das an mich hier auch noch wer denkt… lol*
Scherz, nein, aber dieser Tipp war wirklich gut, ich habe schon einen alten 5l Kanister gefunden wo dest. Wasser drinnen war, und da liegt schon die erste Pfütze Kaliumsufat drinnen
ich habe
schon einen alten 5l Kanister gefunden wo dest. Wasser drinnen
war, und da liegt schon die erste Pfütze Kaliumsufat drinnen
-)
Ich meinte natürlich Kupfersulfat.
Da reicht es, wenn man eine halbe Verlegeplatte fliest, aber
wenn die ersten Ätzflecken in der Küche auftauchen, ist es mit
dem Experientieren sicher bald vorbei…
Naja, aber richtig Aufwand treiben kann man ja dann immer
noch, wenn sie „dabei bleibt“.
Naja, wenn man nicht viele ätzende Sachen hat, genügt wenn man z.B. Zeitungspapier darunterlegt. Wie z.B. ich, ich habe auch nur an ätzenden Sachen Natriumhydroxid, Calciumhydroxid, 35%Wasserstoffperoxid, Batteriesäure (wird wenig verwendet, und wenn, mit aller größter Vorsicht) und ich werde mir noch ca. 15% Salzsäure zulegen. Aber sonst habe ich an ätzenden Sachen nichts, darum ist eine starke Unterlage nicht immer nötig.
Außerdem ist es auch immer gut wenn man einen eigenen Raum für das Chemiezeugs hätte, denn wenn man mal vergisst, den Salzsäure Behälter zu schließen, dann möchte ich nicht mehr den Raum betreten. Und noch schlimmer wäre es eben, wenn man das auch noch im Wohnzimmer hätte.
Naja, wenn man nicht viele ätzende Sachen hat, genügt wenn man
z.B. Zeitungspapier darunterlegt.
Uiui. Also da kräuseln sich mir ja die Zehnägel
Zeitungspapier hätte ich von Dir nicht erwartet…
Aber sonst habe ich an ätzenden
Sachen nichts, darum ist eine starke Unterlage nicht immer
nötig.
Sagst Du, schöpfend aus dem reichen Schatz Deiner gesammelten Erfahrungen?
Also meiner Meinung nach sollte die Arbeitsunterlage eines Hobbychemikers
-eben
-nicht entflammbar/feuerfest
-wasserdicht (optimalerweise mit Rand, der verschüttete Flüssigkeit
aufhält)
-beständig gegen gebräuchliche Säuren und Laugen
-beständig gegen gebräuchliche Lösungsmittel wie Ethanol, Aceton o.ä.
-groß genug
sein.
Sowas kann man durch eine geflieste Fläche realiseren, mit einer speziellen Fugenmasse.
Spätestens, wenn auf dem Küchentisch mal Kaliumpermanganatlösung ausgelaufen ist oder die Schwefelsäure auf den Teppich, sehen das dann auch alle nicht unmittelbar Beteiligten ein
Naja, wenn man nicht viele ätzende Sachen hat, genügt wenn man
z.B. Zeitungspapier darunterlegt.
Ja, ich meine für den Chemiekästen, denn da sind, wie schon gesagt, nicht sehr viele gefährliche Chemikalien drinnen. Ich verwende natürlich schon etwas anderes…
Uiui. Also da kräuseln sich mir ja die Zehnägel
Zeitungspapier hätte ich von Dir nicht erwartet…
Wie oben schon beschrieben
Aber sonst habe ich an ätzenden
Sachen nichts, darum ist eine starke Unterlage nicht immer
nötig.
Sagst Du, schöpfend aus dem reichen Schatz Deiner gesammelten
Erfahrungen?
Also meiner Meinung nach sollte die Arbeitsunterlage eines
Hobbychemikers
-eben
-nicht entflammbar/feuerfest
-wasserdicht (optimalerweise mit Rand, der verschüttete
Flüssigkeit
aufhält)
-beständig gegen gebräuchliche Säuren und Laugen
-beständig gegen gebräuchliche Lösungsmittel wie Ethanol,
Aceton o.ä.
-groß genug
sein.
Sowas kann man durch eine geflieste Fläche realiseren, mit
einer speziellen Fugenmasse.
Das habe ich ja gemeint. Wie ich oben schon gesagt habe für die Chemiekästen von Kosmos und so genügt Zeitungspapier, für solche Chemikalien wie ich habe verwende ich solche Fließenplatten die auf ein Holzbrett gefließt wurden, wie du schon gesagt hast.
Ich denke du hast etwas, was ich geschrieben habe, nicht ganz richtig verstanden.
Spätestens, wenn auf dem Küchentisch mal
Kaliumpermanganatlösung ausgelaufen ist oder die Schwefelsäure
auf den Teppich, sehen das dann auch alle nicht unmittelbar
Beteiligten ein
Ich möchte mich gar nicht erinnern, wie mein Freund einmal 1ml Kaliumpermanganatlsg. auf unseren Teppich geschüttet hat. Er kennt sich mit Chemie überhaupt nicht aus, und hat gedacht das wäre Himbeersaft… Unwissender…
Jedenfalls habe ich ihm mal nebenbei erzählt, dass man eben Kaliumpermanganat mit Wasserstoffperoxid vernichten (grob gesagt)kann, und er hat gedacht, ich werde jetzt dann mit der Flasche voll Wasserstoffperoxid kommen und das auf den Teppich schütten… Na dann viel Spaß Ich denke ihr wisst was dann passiert.
Ich habe mich allgemein etwas verschrieben. Ja, es war heute schon ein sehr schwerer Tag. In Sport 5km in der Kälte laufen, dann noch tausend-mal Rundenlaufen, eine ewig lange Mathe Stunde, … Jaja, unsere Lehrer sind etwas verrückt. Da kann es schon mal vorkommen, das man schon halb schläft, während man surft.
Hallo!
Ich habe dem Artikel nicht allzuviel hinzuzufügen, aber als Arbeitsunterlage ist ein verzinktes Stahlblech (0,5 - 1 mm) aus dem Baumarkt zu emfehlen. Ist ausreichend resistent gegen Säuren und Laugen, gut abwischbar und feuerfest, falls der Brenner mal umfällt. Diese Bleche kosten (je nach Größe) 5 - 10 Euro. Gute Beleuchtung am Arbeitsplatz ist ebenfalls wichtig, vielleicht auch ein extra Teppich vor dem Arbeitstisch, ein Reagenzglas fällt schnell mal um…
und Sternchen, liebe Kollegen.
Ich werde wohl den Kosmos 1000 nehmen.
Daß ich da noch einige Takte zulegen muß ist klar, aber mit ein bißchen CuSO4, Na2SO4, Ba(OH)2, verd. Salz- und Schwefelsäure, etwas verd. NaOH, verd. H2O2 und ein paar anderen Nachweisreagenzien kann man schon was reißen. Einige Glasgeräte dazu, ein paar Porzellanartikel, einige Metalle und schon geht es los.
Die Hinweise auf die Arbeitsfläche sind alle richtig. Wer nicht fliesen mag, der nimmt ein Stück Küchenarbeitsplatte auf Regalträgern, den Rand kann man leicht mit ein paar Holzleisten erhöhen, die man mit Silikon festklebt.