Immer wieder stoße ich bei diversen Diskussionen auf unterschiedliche Meinungen!
Daher:
Welchen Filter sollte man im Freien verwenden?
UV oder Skylight???
Vorzugsweise bei sehr hoher Lichtintensität (>60.000LUX)und viel Braun und Blau, da die Objekte Landschaften im Westen der USA sind.
Ich verwende überwiegend einen 200er Film; vorwiegend Kodak!
Als Standard reicht der UV-Filter (für Landschaft von 17 bis 105 mm oder so), der nimmt schon einiges vom bläulichen Dunst. Bei stärkeren Teleaufnahmen könnte man ein leichtes Skylightfilter nehmen. War selbst schon im Südwesten der USA fotografisch unterwegs. Vor Ort war ich überrascht, dass ich fast immer den Polfilter gebraucht habe. Der nimmt genauso wie der UV-Filter den Dunst (der aber im Wüstengebiet wegen der geringen Luftfeuchtigkeit nicht sehr stark ist), darüberhinaus dunkelt er der Himmel sehr schön ab (und betont eventuelle Wolken), der ja oft sehr blass kommt auf dem Dia. Blau ist psychologisch eine dunkle Farbe, d.h. sie wirkt vor Ort dunkler, als sie in Wirklichkeit ist. Es kann Dir in Europa passieren, dass der Polfilter eine relativ schwache Wirkung hat, in den südwestlichen USA hat er wegen Wetter, Weite der Landschaft usw. eine sehr starke Wirkung - so stark, dass Du oft sogar die Wirkung etwas reduzieren musst, dass der Himmel nicht fast schwarz wird (Filter auf Maximalwirkung drehen und mit Gefühl ein wenig zurück).
Noch etwas zu Polfiltern: Alte Manuell-Focus-Kameras sind meist mit Linear-Polfiltern zurechtgekommen. Moderne Autofocus-Kameras brauchen Zirkular-Polfilter, die die Belichtungsmessung durch teildurchlässige Spiegel usw. nicht verfälschen (bis zu zweieinhalb Belichtungsstufen). Die Wirkung von Zirkularpolfiltern ist etwas geringer als die von Linearpolfiltern, auch neigen sie bei extremen Weitwinkeln wegen der kreisförmigen Polfilterwirkung zu ungleicher Himmelshelligkeit - aufpassen!
Hi!
Ich hab’ im Südwesten der USA auch fast immer mit Polfilter fotografiert, kann ich nur empfehlen. Darüber will ich mich aber gar nicht weiter auslassen…
falls ihr an Page vorbeikommt (Östlich vom Grand Canyon), empfiehlt es sich sehr, eine Tour zum Antelope Canyon zu buchen (selbst kann man leider nicht hinfahren). Am besten im Mai/Juni, auf jeden Fall um 12 Uhr, da kommt das Licht am besten rein (und auch nur da gibt es den Lichtstrahl senkrecht von oben, den man öfters auf Fotos sieht). Wichtig: Stativ mitnehmen!
Wenn du den Canyon noch nicht kennst, einfach mal eine Suchmaschine bemühen - in echt ist er natürlich noch viel Eindrucksvoller!
cu Jörg
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Danke für die Info! Also was empfiehlst du mir jetzt für mein 80-200mm Nikon Objektiv auf meiner F4 und dann noch für den Brennweitenbereich bis 105mm?? Will nicht meine komplette Ausrüstung mitschleppen…
Jörg hat mir auch von Polfilter geschrieben! Welcher??
Bitte um detaillierte Antwort, da ich hier wirklich Laie bin!
Danke
SL
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…selbst bei Skylightfilter war der Himmel teilweise so tiefblau, das kann man fast nicht glauben!! Insbesondere im BryceCanyon, Arches und CapitolReef Park…wie wird es da erst mit Polfilter??
SL
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Verstehe ich jetzt nicht: Wo war der Himmel mit Skylight-Filter tiefblau? Ich habe geglaubt, Du warst noch nicht dort. Kannst Du mir das nocheinmal erklären?
Verstehe ich jetzt nicht: Wo war der Himmel mit
Skylight-Filter tiefblau? Ich habe geglaubt, Du warst noch
nicht dort. Kannst Du mir das nocheinmal erklären?
Ich war insgesamt jetzt 8mal im Südwesten der USA, mit Skylight war der Himmel meistens blauer als Blau!!!
Was ist nun Dein Problem? Hast Du nur unterschiedliche Meinungen zu Filtern gehört oder bist Du - und das ist das einzig Wichtige - mit Deinen Dias unzufrieden? Wenn Dir der Himmel auf Deinen Dias blau genug ist, dann brauchst Du auch keinen Polfilter. Es gibt aber Wetter- und Lichtbedingungen, wo eine Steigerung der Farbpracht viel bringt. Das hatte ich vergessen: Nicht nur der Himmel bekommt was mit, sondern z.B. auch Laub, auf dem sich der Himmel spiegelt: Polfilter sind auch dazu da, Spiegelungen zu eliminieren. Sie schaffen das am besten in einem Winkel von 45 Grad auf die Oberfläche bezogen. Bei Wasseroberflächen ist das sehr schön zu sehen: Erst mit Polfilter kannst Du die Goldfische im Schlossteich deutlich fotografieren. Laubbäume, Gras usw., wo sich auch viel Himmel spiegeln kann und die Farben verwässert, sehen mit Polfilter viel satter in den Farben aus. Bei Metalloberflächen geht es überhaupt nicht. Glasscheiben gehen auch sehr gut - immer aber schräg mit 45 Grad zur Oberfläche.
Auf Dein Problem zurückkommend: UV-Filter reicht, wenn Dir der Himmel dunkel genug ist. Wenn es ein bisschen diesig ist, oder der Himmel blässlich ist, ist der Polfilter angesagt (bei bedecktem Himmel nützt er aber so gut wie nichts, weil er Sonnenlicht am Himmel braucht. Nimm einen Polfilter mit bei Deiner nächsten Reise und probier es aus! Aber pass auf, dass Du nicht übertreibst. So ist es mir gegangen - vor lauter Freude, dass sich beim Drehen am Filterring soviel verändert, habe ich dort in USA immer auf Maximalwirkung gestellt. Und das war dort zu viel (war aber noch mit Canon A-1 und Linear-Polfilter). Im November in Namibia war es dann die EOS-5 mit Zirkular-Polfilter. Da habe ich Maximal-Wirkung ohne weitere einstellen können, weil die Zirk-Pol in der Wirkung schwächer sind. Ob Deine Nikon F4 teildurchlässige Spiegel hat, weiß ich nicht. Aber der Fotohandel hat ohnehin fast nur noch Zirk-Pol auf Lager. Ich habe die Hoya Super-Serie (die sehr flach gebaut sind, damit es beim Superweitwinkel nicht vignettiert. Die haben auch ein sehr schönes neutrales Grau. Manche andere Fabrikate haben einen kühlen Stich. Mischen sollte man Fabrikate oder Serien nicht (für mehrere Optiken), da sie recht unterschiedlich in der Farbe sein können. Beim Fotohändler nebeneinander auf einen guten Leuchttisch legen, dann sieht man’s gleich.
Hallo, also ich habe da eine ganz andere Meinung.
Erstmal kommt es drauf an welchen Film Du verwendest. Du schreibst Kodak 200, ich gehe davon aus, dass es sich nicht um Dias handelt. Der 200 Kodak ist nicht besonders kontrastreich, zwar knackiger als so manch anderer, aber es geht um einiges brillianter und farbintensiver.
Ganz wichtig ist die Tageszeit und Jahreszeit wenn Du fotografierst. Ein Polfilter zum Sonnenuntergang kannst Du Dir sparen, fotografierst Du mittags geht es oft nur mit Polfilter, da Du sonst einen schneeweißen Himmel hast, mit dem Polfilter ist er dann wenigstens angehaucht blau. Fotografierst Du im Winter, brauchst Du zu 95 % keine Polfilter, im Sommer ständig.
Ich würde Dir einen Skylightfilter empfehlen, er ist ganz leicht rötlich getönt und bringt einen schönen warmen Ton mit, aber nur ganz zart.
Der Polfilter wirkt sehr häufig unnatürlich, wenn man ihn falsch einsetzt. Aufpassen.
Eine weitere Rolle spielt auch das Objektiv. Es gibt Optiken die eine warme Farbe haben, welche die etwas kälter wirken…
Man glaubt es zwar kaum, aber es macht viel aus.
Fuji Velvia. Diafilm. 50 ASA. Ist aber schwer zu händeln, da er Unter- bzw. Überbelichtungen nicht verkraftet, da ist er zu kontrastreich. Ist auch teuer.
Für den Amateur ist vielleicht der Elite ASA 100 zu empfehlen auch von Fuji.
Willst Du Negative, nimm lieber nen 100 ASA, dann Kodak, bin da aber nicht auf dem neuesten Stand.
wie Du schon angemerkt hast, Filter oder nicht und wenn ja, welcher, ist auch eine Frage der persönlichen Einstellung. Grundsätzlich bedingt jede Glas-Luftschicht bei Objektiven i.d.R. eine weitere Qualitätsverschlechterung. Allerdings können Filter auch einige Aufnahmen retten, besonders wenn die Objektive keine entsprechenden Vergütungen „serienmäßig“ mitbringen (z.B. Leica-Objektive benötigen keine UV-Filter, da das Glas entsprechend behandelt ist).
Ich persönlich benutze seit Jahren (egal ob Wintersport, in den USA, Irland …) keine Filter mehr. Die Qualität der Dias ist immer ausgezeichnet. Allerdings bin ich auch kein Freund von besonders dunklen Blautönen (Himmel), sofern diese nicht natürlich sind. Eben eine Frage des Geschmacks.
Ciao
Rainer
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