Welchen Herd in neuer Küche?

Hallo,

ich schlage mich grade mit der Planung rum. Meine Freundin möchte gern einen Gasherd, ich stehe mehr auf einen Induktionsherd. Beide haben unschlagbare Vorteile. Der Preis für den Herd spielt eine nicht so wichtige Rolle, ist ja eine Anschaffung für eine lange Zeit. Der Gasherd wird mit Propan betrieben werden. Alle anderen Varianten logischerweise mit Strom. Vorteil des Gasherdes: maximale Leistung in einem Bruchteil der Zeit, die andere Herde benötigen. Dazu noch die Verwendung aller möglichen Behältnisse, bis hin zu Omas krummen Topf. Das überzeugt natürlich. Die „Stromherde“ brauchen allesamt möglichst flächendeckende Topfböden, was auch ich als Nachteil empfinde. Oder gibt es gar gemischte Varianten? Also eine Gaskochstelle und der Rest auf „moderne“ Art?

Vorschläge und Gedanken?

Danke
André

Hallo,

ich bin ein absoluter Gasherd Fan, von daher kann ich dir nur dazu raten.

Einen Kombiherd nach deinen Vorstellungen hab ich nicht gesehen, aber du kannst z.B. neben dem Gasherd (mein Favorit: Neff Mega 3469) eine schmale Kochstelle mit Induktionsfeld (29 cm breit: Neff Domino 4269)
einbauen. Mutet zwar ein wenig nach überbemessen an, aber was solls :wink:

Zu sehen sind die Teile hier:

http://www.neff.de/

Gruß,
Maja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Oder gibt es gar gemischte
Varianten? Also eine Gaskochstelle und der Rest auf „moderne“
Art?

Hallo Andre,

ja die gibt es und sind immer eine interessante Variante.
Ich persönlich hätte gerne einen Gasherd hier, aber ohne Gasanschluss ist das usus (Flaschen scheiden bei mir aus.).

Mein Grund für Gas zu sprechen: Wenn man das Gas ausmacht ist die Hitze weg. Kein Nachkochen mehr…

Gruß Ivo

Hi, eine Halogenkochplatte ist da ggf. auch eine Alternative .

A.

Hallo André,

es gibt mehrere zu beachtende Punkte:

  1. Wenn man auf die Installationskosten guckt, liegt Strom weit vor Gas. Ein Kabel verlegt sich einfacher als ein Rohr.

  2. Wenn man auf die Verbrauchskosten guckt, liegt (Stadt- oder Erd-)Gas vor Strom. Aber bei Propangas ist das in der Regel anders herum.

  3. Wenn man auf die Sicherheit guckt, liegt Strom vor Gas. Denn es ist noch nie ein Haus in die Luft geflogen, weil die Stromleitung undicht war. Es hat noch nie jemand Selbstmord begangen, indem er eine Stromleitung öffnete und damit mehrere Hausbewohner mit in den Tod gerissen und weitere in die Obdachlosigkeit gestürzt.

  4. Wenn man in die Zukunft guckt, gibt es nur noch Strom. Erdöl wie Erdgas gehen bald zur Neige. Alle anderen Energiearten, ob Wasser, Biomasse, Wind oder Sonne, Brennstoffzelle oder Kernverschmelzung: Alle beruhen darauf, dass man mit ihrer Hilfe Strom erzeugt.

Gruß
Peter

Hi,

haben diese neuen Gasherde eine plane Oberfläche?
Was mich an Gasherden tierisch nervt ist nicht die offene Flamme oder so sondern, dass das immer das totale gewackel ist auf diesem komischen Rost mit viel zuwenigen Stegen… Da steht nichts sicher drauf, die Griffe werden arschheiß und meine kleine Espressomaschine könnte man auch nicht benutzen…

J~

Hallo,
früher gab’s bei uns immer Gasherd, und ich fand es auch gut, dass man die Flamme immer prima nach gewünschter Wärme einstellen konnte.
Doof war nur, dass man andauernd die Küchen-Umgebung von klebenden Ausdünsten des Gasherdes säubern musste.
Zwischendurch hatten wir auch mal Propangas-Herd, da hatte ich persönlich aber ein Problem mit den Flaschen. Manchmal nicht gleich mitgekriegt, dass sie langsam alle wird, dann gingen auf einmal die Flammen aus, naja ich fand es sicherheitsmäßig bedenklich und war froh, als diese Zeit vorbei war. Auch das Flaschenfüllen fand ich immer belastend.
Jetzt haben wir einen Ceran-Herd. Nach einer Umstellungs-Phase habe ich mich an das elektrische Kochen gewöhnt (Nachkochen auf ausgeschalteter Platte z.B. mit Ausnutzung der Restwärme) und würde nichts anderes mehr wollen. Man muss halt sein Kochverhalten etwas ändern. Aber die Ceranfelder sind leicht zu reinigen und es gibt da auch schon größenveränderliche Platten…

Beatrix
http://www.trixi.de

Hallo,

Mein Grund für Gas zu sprechen: Wenn man das Gas ausmacht ist
die Hitze weg. Kein Nachkochen mehr…

wenn als Alternative der Induktionsherd genannt wurde, ist das kein Argument. Beim I-Herd trifft das nämlich auch zu.

Gruss, Niels

Hallo André,

also wenn Geld wirklich nicht so die Rolle spielt und es um mehr als das Erwärmen von Konservendosen geht und auch noch Platz da ist, kannst du dir tatsächlich von einigen Nobelschmieden Herde mit Flammenbestückung nach Wunsch bauen lassen. Alternativ gibt es auch bei diversen Küchenlieferanten die Möglichkeit beliebige Kombinationen von Einzelkochstellen direkt in die Arbeitsplatte einzubauen. D.h. der Phantasie sind eigentlich maximal finanzielle Grenzen gesetzt, wobei man schon schnell in den Bereich von einigen TEUR kommen kann. Allein unser klassischer Gas-Standherd mit E-Doppelbackofen kam schon auf knapp 3000,–, die Individualvarianten dürften eher darüber liegen.

Ist also ein Thema für Leute die Küche als Hobby sehen und die Sache mit Liebhaberaugen betrachten und eben gerne auch entsprechend nutzen.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Maja,

super, Danke!

Gruß
André

Hallo,

es ist natürlich immer rel. Subjektiv.
Aber befrage doch mal Dich selbst und Deine Freindin, wieviel
gekocht wird und ob es dabei real auf die Einsparung von paar
Minuten Aufheizzeit ankommt).
Ich meine, für eine wirklich kochwütige Freundin, die mindestens
3 mal die Woche ein aufwendiges Menü kocht, kann Gas Sinn machen.
Auch ein richtiger Wok läuft nur auf großer Gasflamme.
Wer nur gelegelich etwas aufwendiger kocht, der sollte sich
da nicht zuviel Gedanken machen.

Wir haben eine normale Ceranplatte und meine Frau ist damit sehr
zufrieden. Daß es etwas länger dauert bis man z.B. kochendes
Teewasser hat, spielt so aber keine Rolle. Ein elektrischer
Wasserkocher macht das eh schneller und effektiver.
Ansonsten kann man die Zeit, in der Platte und Topf heiß wird,
oft gut gebrauchen, um die Zutaten vorzubereiten.
Auch etwas Warmhalten auf Gas geht nicht so einfach.

Gemüse (oft aus’m Frost) wird mit der Mikrowelle schonend und
schnell gar.
Bei normalen Sachen, die länger dauern (z.B. Braten) ist
die Anheizzeit im Verhältnis zur Gesamtkochzeit unwesentlich
(wer kocht schon im Akkord?).

Die Vorteile von einem elektr. Herd sind aber vielfältig.

-\>hohe Sicherheit (auch mit Kindern!)
-\>Ceranfeld ist leicht sauber zu halten 
-\>keine Gasflasche, die andauernd leer ist (mein Vater mußte 
 andauerd mal Flasche wechseln, weils mitten drin leer war).
-\>läßt sich besser Regeln, 
-\>hat von sich aus bessere Wärmeverteilung 
 (bei Gas gibt's den typ. Anbrennring im Topfboden)
-\>es wird nicht so viel heiße Luft an den Töpfen hochgeleitet 
 (kaum heiße und verbrannte Griffe)
-\>keine spezielle Belüftung über Türen oder Fenster nötig
-\>weniger Verschmutzung der Wande/Decke durch Gas
-\>bessere Anpassung der aktiven Kochfläche an Töpfe/Pfannen

Die Sache mit den alten und billigen Töpfen ist auch unlogisch.
Schon deshalb, weil man sich keinen teuren Herd leistet, um Omas
alte Alublechtöpfe weiter zuverwenden (LOL).
Logisch, zum Wasser kochen oder für die Makaroni reicht
wahrscheinlich ein auch billiger Blechtopf, aber wer will den
sowas noch :-?)

Ansonsten kommt man auch bei Gas nicht umhin, sich ordentliche
Töpfe mit dickem Sandwichboden zu kaufen. Sonst brennt’s gerade auf
Gas schneller an (nämlich genau da wo die Flamme ist, weil die
Wärmeverteilung eben ungleichmäßig ist).
Dann versuche mal in einer alten billigen Pfanne mit verzogenem
Boden was zu braten. Da läuft das Fett immer in die Vertiefungen
und daneben brennt es an.

Für Induktionsherd braucht man IMHO eh spezielle, dafür
geeignete Töpfe.

Die Kombination von Gas und Elektro scheint mir doppelt gemoppelt.
Allerdings ist die Combination von normalen Ceranfeld mit
IR-Strahler und Platte mit Induktionsfeld durchaus gängig.

Schaue dann noch nach einer guten Backröhre mit Umluft und
Grill (evtl. auch noch Mikrowelle).
Gruß Uwi

ich schlage mich grade mit der Planung rum. Meine Freundin
möchte gern einen Gasherd, ich stehe mehr auf einen
Induktionsherd. Beide haben unschlagbare Vorteile. Der Preis
für den Herd spielt eine nicht so wichtige Rolle, ist ja eine
Anschaffung für eine lange Zeit. Der Gasherd wird mit Propan
betrieben werden. Alle anderen Varianten logischerweise mit
Strom. Vorteil des Gasherdes: maximale Leistung in einem
Bruchteil der Zeit, die andere Herde benötigen. Dazu noch die
Verwendung aller möglichen Behältnisse, bis hin zu Omas
krummen Topf. Das überzeugt natürlich. Die „Stromherde“
brauchen allesamt möglichst flächendeckende Topfböden, was
auch ich als Nachteil empfinde. Oder gibt es gar gemischte
Varianten? Also eine Gaskochstelle und der Rest auf „moderne“
Art?

Vorschläge und Gedanken?

Danke
André

Hi Uwi,

Die Vorteile von einem elektr. Herd sind aber vielfältig.

->hohe Sicherheit (auch mit Kindern!)

hm, unsere Kinder haben gelernt, wenn sie eine Flamme sehen ist es heiß. Bei einer Kochplatte sieht man üblicherweise nichts. Da patscht schon eher mal ein Kind auf die heiße Platte.

->Ceranfeld ist leicht sauber zu halten

Da hab ich mit unserer Edelstahlmulde bisher keien Probleme gehabt. Da kocht auch nichts fest, denn wenn mal was überkocht, ist es nicht mehr in der Hitze, sondern weitestgehend ‚kühl‘

->keine Gasflasche, die andauernd leer ist (mein Vater
mußte
andauerd mal Flasche wechseln, weils mitten drin leer war).

Das ist aber nur dann ein Problem, wenn ma nkeinen Festanschluß hat.
Bei einem großen Tank (an dem dann auch die Heizung hängt) ist es eh kein Problem, weil der eine Füllstandanzeige hat.

->läßt sich besser Regeln,

Versteh ich nicht! Unseren Gasherd kann ich super regeln (Flammengröße proportional Energiemenge)

->hat von sich aus bessere Wärmeverteilung
(bei Gas gibt’s den typ. Anbrennring im Topfboden)

Die zeigst Du mir jetzt aber an meinen Töpfen!
Die benutze ich schon seit Jahr und Tag mit Gas und da sehe ich nichts. Und es sind auch eher billige Dinger dabei.

->es wird nicht so viel heiße Luft an den Töpfen
hochgeleitet
(kaum heiße und verbrannte Griffe)

Wenn ich mir die Finger an der Griffen verbrenne, dann weil die Griffe schlecht vom Topf isoliert sind. Bei den guten Töpfen hab ich mir noch nie die Finger verbrand. Die heiße Luft ist oben nicht mehr heiß.

->keine spezielle Belüftung über Türen oder Fenster nötig

Wenn man ne Abluftesse hat, ist das überhaupt kein Problem und eine Esse ist auch bei E-Herden üblich - oder?!

->weniger Verschmutzung der Wande/Decke durch Gas

Verseh ich jetzt nicht, was wird durch Gas verschmutzt? Ist mir bisher noch nicht aufgefallen.

Die Sache mit den alten und billigen Töpfen ist auch
unlogisch.
Schon deshalb, weil man sich keinen teuren Herd leistet, um
Omas
alte Alublechtöpfe weiter zuverwenden (LOL).

Hm, bei mir ist es schlichte Nostalgie, daß ich Omas alten Alupott zum Eierkochen verwende. Aber gute Pötte sind bei jeder Herdart von Vorteil.

Ansonsten kommt man auch bei Gas nicht umhin, sich ordentliche
Töpfe mit dickem Sandwichboden zu kaufen. Sonst brennt’s
gerade auf
Gas schneller an

Gutes Geschirr ist bei allen Herdarten zu empehlen, speziell bei E-Herden.

Dann versuche mal in einer alten billigen Pfanne mit
verzogenem
Boden was zu braten. Da läuft das Fett immer in die
Vertiefungen
und daneben brennt es an.

Ist das bei E-Herden anders?
Ist mir so noch nicht aufgefallen.

Ganz nebenbei, die meisten Berufköche verwenden Gas, warum wohl.
Aber wie Du schon schreibst, wer einmal in dr Woche Kartoffeln oder Nudeln kocht, braucht sich bei der Wahl des Herdes kaum einen Kopf machen.
Wer regelmäßig kocht, ist m.E. mit einem Gasherd optimal beraten.

Gandalf

Hallo André,

Meine Freundin
möchte gern einen Gasherd,

gute Frau :wink:

Der Gasherd wird mit Propan
betrieben werden.

Wäre das eine Gasversorgung nur für den Herd, oder hige dann auch die Heizung daran?
Wenns nur für den Herd ist, ist ein E-Herd wohl doch besser. Die Gründe wurden weiter unten schon genannt.

Dazu noch die
Verwendung aller möglichen Behältnisse, bis hin zu Omas
krummen Topf.

Den aber nur aus nostalgischen Gründen. Richtig gut kochen läßt sich damit kaum, auch auf Gas. Es sei denn Du nutz ihn als Eierkocher.

Das überzeugt natürlich. Die „Stromherde“
brauchen allesamt möglichst flächendeckende Topfböden, was
auch ich als Nachteil empfinde.

Mit solchen Pötten läßt es sich aber auch auf Gas besser kochen.

Meine Gedanken.
Wenn ihr regelmäßig kocht und die Gasversorgung nicht zu umständlich ist, rat ich zu einem Gasherd.
Gutes Gerät ist m.E. bei allen Herden besser.

Wenn nur einmal die Woche gekocht wird ist die Herdart wohl weniger von Belang, da spielen Faktoren wie Medienversorgung wohl schon eher eine Rolle.

Ich allerdings würde immer einen Gasherd nehmen, wenn es irgend geht.

Gandalf