Welchen Kegelsenker (HSS-E?) u. Durchmesser?

Guten Tag,

ich möchte in 8 mm VA2 Stahl je 25 Stück 10 mm Löcher und je 25 Stück 15 mm Löcher mit einem 90 Grad Kegelsenker um ca. 20,5 mm aussenken.

Leider funktionierte dies mit einem neuen 20,5 mm HSS-E dreischneidigen Kegelsenker wahrscheinlich nicht wegen der falsch gewählten Drehzahl und wie ich inzwischen gehört habe wegen der Temperaturabführung. Ich bekam den Tip einen wesentlich größeren Senker (35-40mm) dafür zu benutzen.
Wie sind Eure Meinungen hinsichtlich der Anzahl der zu senkenden Löcher und der Standzeit eines Senkers für alle Löcher und der Auswahl des richtigen Senkers hinsichtlich der Senkung von 20,5 mm und der empfohlenen Drehzahl?

Freue mich auf Eure Antworten.

Thorsten

ich möchte in 8 mm VA2 Stahl je 25 Stück 10 mm Löcher und je
25 Stück 15 mm Löcher mit einem 90 Grad Kegelsenker um ca.
20,5 mm aussenken.

Leider funktionierte dies mit einem neuen 20,5 mm HSS-E
dreischneidigen Kegelsenker wahrscheinlich nicht wegen der
falsch gewählten Drehzahl und wie ich inzwischen gehört habe
wegen der Temperaturabführung.

Hallo Thorsten,

ich kenne das so, je gößer der Durchmesser desto kleiner die Umdrehungszahl.

http://ede.elkat.de/36/pdf/10894.pdf

http://www.dormertools.com/sandvik/2531/internet/s00…

Optimal ist da natürlich ein Tischbohrgerät mit Kühlmittelumlauf.

Freihand und den Senker laufend in ein Gefäß mit Kühlemulsion tauchen oder ein Zweiter „pumpt“ laufend Kühlemulsion auf das Senkloch könnte auch gehen *vermut=nicht weiß*

Gruß
Reinhard

Hallo,

ich möchte in 8 mm VA2 Stahl je 25 Stück 10 mm Löcher und je
25 Stück 15 mm Löcher mit einem 90 Grad Kegelsenker um ca.
20,5 mm aussenken.

das sind schon ordentliche Durchmesser.
V2A ist zwar nicht hart, aber eben zäh.

Leider funktionierte dies mit einem neuen 20,5 mm HSS-E
dreischneidigen Kegelsenker wahrscheinlich nicht wegen der
falsch gewählten Drehzahl und wie ich inzwischen gehört habe
wegen der Temperaturabführung.

Ich würde anderes vermuten:

  1. Falsches Werkzeug.
    Für Edelstahl sollte es nicht der billigste Baumarktramsch sein.
    Da lohnt sich teureres Werkzeug, das für Edelstahl geeignet ist.

  2. Zu geringe Andruckkraft.
    Bei solch großen Durchmessern muss man schon ordentlich Druck
    auf das Werkstück ausüben, damit ein ordentlicher Span abhoben wird.
    Andernfalls rutscht das Werkzeug nur über die Oberfläche und
    macht viel Reibungwärme. Dann wird es schnell stumpf sein.

3.Werkzeug stumpf
Wenn Pkt. 2 nicht beachtet wird und zuwenig gekühlt wird,
hat man schnell ein stumpfes Werkzeug. Dann kannst du aufhören.

Natürlich brauchst man für so große Durchmesser und dem
entsprechend hohe Andruckkräfte eine ordentliche Maschine
im Ständer mit geringer Drehzahl aber hohem Drehmoment.

Über Kühlung und Schmierung wurde ja schon was gesagt.
Schnell kommt es zu lokalen Überhitzung der Schneide.
Dann kannst du aufhören.

Ich bekam den Tip einen
wesentlich größeren Senker (35-40mm) dafür zu benutzen.

Naja, bei dem größeren Senker wird auch nur der Teil benutzt,
der eben für den gewünschten Durchmesser nötig ist.
Was darüber hinaus steht, wird nicht wirken können.
Außer einer größeren Wärmekapazität sehe ich also bei sonst
gleicher Schneidengeometrie keinen höheren Sinn in dem Tip,
wenn man vernünftig kühlt.
Gruß Uwi

Hallo,

ich bin Schreiner und hatte einen Senker aus dem Werkzeughandel besorgt. Also daran kann´s nicht hapern.

Ich vermute wirklich, daß mit zu Anfang 400 Umdrehungen weitaus zu viel waren. Ich hatte mir nicht die Mühe gemacht und vorher die Schnittwerttabellen eingesehen und dache, daß 400 schon okay wären. Nach dem ersten Senkloch reduzierte ich auf die nächste Stufe mit 270. Aber anscheinend war der Senker da bereits angegriffen.

Ich wollte hiermit auch nur wissen wie ich bei einem neuen Versuch (in erster Linie mit dem Kauf eines neuen Senkers) vorgehen sollte. Das mit dem größeren Senker kann ich mir nur aufgrund der Wärmeaufnahme erklären. Daß nur ein Teil der Schneiden genutzt wird ist verständlich.

Gekühlt bzw. geschmiert hatte ich andauernd.

Ich werde heute mal schauen welche Drehzahlen die Ständerbohrmaschine noch bietet und danach entscheiden. Denn laut Schnittwerttabellen wird für den nächst größeren Senker (25mm)sogar 89 Umdrehungen ausgesagt. Den benutzten 20,5 mm Senker hätte ich maximal bei 110 laufen lassen dürfen.

Thorsten

Hallo,

ich bin Schreiner und hatte einen Senker aus dem
Werkzeughandel besorgt. Also daran kann´s nicht hapern.

Na ja, da gibt es aber auch sehr unterschiedliche Qualitäten.
Die Unterscheiden sich dann im Preis natürlich ganz erheblich.

Ich wollte hiermit auch nur wissen wie ich bei einem neuen
Versuch (in erster Linie mit dem Kauf eines neuen Senkers)
vorgehen sollte. Das mit dem größeren Senker kann ich mir nur
aufgrund der Wärmeaufnahme erklären. Daß nur ein Teil der
Schneiden genutzt wird ist verständlich.

Der größere wird auch deutlich mehr kosten und wenn du ihn effektiv
nicht nutzt, lohnt sich der Mehrpreis ja nicht.
Dann nimm lieber eine bessere Qualität in der notwendigen Größe.

Ich werde heute mal schauen welche Drehzahlen die
Ständerbohrmaschine noch bietet und danach entscheiden. Denn
laut Schnittwerttabellen wird für den nächst größeren Senker
(25mm)sogar 89 Umdrehungen ausgesagt. Den benutzten 20,5 mm
Senker hätte ich maximal bei 110 laufen lassen dürfen.

Bischen mehr oder weniger sollte nicht gleich zur Katastrophe
führen, aber 4-fache Geschw. ist schon ganz schön.
Langsamer ist sicher besser.
Wichtig ist eben auch, dass du genügend Druck drauf gibst,
damit es eben nicht nur reibt, statt einen Span abzuheben.
Gruß Uwi

Hallo,

ich habe nachgeschaut und habe festgestellt, daß ich die Maschine mindestens auf 120 Umdrehungen stellen kann. Gerade etwas drüber für den 20,5 mm Senker aus HSS-E.
Ich denke ich werde vor einem Neukauf zunächst mal ein Angebot für die 50 Senklöcher von einem Schlosser einholen und dann entscheiden was ich mache. Es wäre ärgerlich noch einen weiteren Senker zu ruinieren. Ich denke zwar, daß da gut und gerne auch 100 Euro draufgehen (beim Schlosser), aber da muß ich dann eben in den sauren Apfel beißen.
Selbst in den unterschiedlichsten Schnittwert-Tabellen wird einmal von Schneidöl und dann mal wieder von Emulsion gesprochen. Ich hatte die Durchgangslöcher alle mit Schneidöl gebohrt, das ich andauernd wieder auf die Bohrerspitze nachtropfen ließ. Ich habe ja keinen Kühlkreislauf an der Ständerbohrmaschine.

Thorsten

Hallo,
alles andere wurde schon gesagt.

schau mal hier:
http://www.sppw.de/
Ich kenne die noch als wirkliche Spezialisten.

Nimm KEINEN TiN-beschichteten Senker
Auch wenn das jetzt zu einem Aufschrei führt. Die sind nie wirklich scharf.
eher den:
http://217.160.150.105/sppw_mmiix/download/pdf/15462…

In Erwägung solltest Du auch einen NC-Anbohrer ziehen. Da Du von Hand arbeitest unbedingt für jedes Loch in eine entsprechende (Alu)Unterlage bohren.
http://217.160.150.105/sppw_mmiix/download/pdf/12359…
Gruß
Markoliner