Welchen Kernle verwende ich?

Hallo,

bis jetzt habe ich linux immer mit einer startdisk gebootet, doch jetzt benutze ich linux öffters wie windows, also wollte ich lilo konfigurieren, aber da muss man angeben welchen kernel man benutzt und wo sich dieser befindet! Wie kann ich rauskriegen welchen kernel ich benutze / wo er ist?

gruesse paul

Hi,

bis jetzt habe ich linux immer mit einer startdisk gebootet,
doch jetzt benutze ich linux öffters wie windows, also wollte
ich lilo konfigurieren, aber da muss man angeben welchen
kernel man benutzt und wo sich dieser befindet! Wie kann ich
rauskriegen welchen kernel ich benutze / wo er ist?

normalerweise heisst die Datei, in der das komprimierte Kernelimage liegt vmlinuz und liegt im / oder im /boot Verzeichnis. Wenn da nichts ist, solltest Du mal scharf die CDs ankucken, auf denen Deine Distribution daherkam :wink:
Offenbar benutzt Du ja noch den mit Deiner Distribution mitgelieferten Kernel, sonst wüßtest Du ja, wie Du „deinen eigenen“ genannt hast.

hth,
al

hallo,
die datei exisitiert zwar, doch leider sagt er dann das er mit dieser datei nix anfangen kann… is aber auch nicht so schlimm, das krieg ich mit der zeit auch irgend wie selber raus! aber ich hab nochmal ne andere frage: In meinem buch steht auch irgendwas von einem eigenen Kernel erstellen, doch leider steht da nicht wie… also hab ich mal 'n bißchen im netz gekukt, aber leider nichts gefunden, weißt du vielleicht eine site wo das erklährt wierd?

gruesse paul

hi,

einen neuen kernel zu erstellen ist im prinzip ganz einfach, du solltest
dir nur vorsichtshalber eine kopie des alten kernel aufheben.

  1. wechsle in verzeichnis mit den kernelquellen üblicherweise /usr/src/linux

  2. mit dem befehl „make menuconfig“ rufst du das konfigurationstool für den terminal, und mit „make xconfig“ das tool für XWindows auf.

  3. nimm die änderungen entsprechend deinem system vor

  4. jetzt ist dein kernel einmal konfiguriert jetzt muß du ihn noch kompilieren.
    am einfachsten geht das mit „make bzlilo“ dabei wird nach dem kompilieren der Kernel kns Boot-Verz. kopiert, und lilo aufgerufen, falls du lilo nicht verwendest, kannst du mit „make
    bzimage“ nur den kernel kompiliern lassen (ich denke er wird auch ins bootverz. kopiert, falls nicht, findest du ihn im selben Verz. wie die kernelquellen) und von dem kernel kannst du
    dir dann wieder eine bootdisk erstellen.

mfg
Gruber Robert

hi,

einen neuen kernel zu erstellen ist im prinzip ganz einfach,

im Prinzip ja, aber die Konfigurationsmöglichkeiten sind doch, ehm, gelinde gesagt erschlagend. Deswegen empfiehlt sich die Lektüre des Kernel-How-To¹

du solltest
dir nur vorsichtshalber eine kopie des alten kernel aufheben.

Er hat ja eine Bootdisk :smile:

Ergänze:

  1. Stelle fest, ob Du die passenden Kernelquellen installiert hast. Wenn Du SuSE 6.4 mit Reiserfs benutzt die entsprechenden Patches nicht vergessen. Ansonsten: Kernelquellen gibt es von http://www.de.kernel.org Wichtig: Der 2.2.16 + erratapatch² sollte es schon sein, wenn man mal am neubacken ist.
  1. wechsle in verzeichnis mit den kernelquellen üblicherweise
    /usr/src/linux

  2. mit dem befehl „make menuconfig“ rufst du das
    konfigurationstool für den terminal, und mit „make xconfig“
    das tool für XWindows auf.

  3. nimm die änderungen entsprechend deinem system vor

siehe dazu ¹ :wink:

  1. jetzt ist dein kernel einmal konfiguriert jetzt muß du ihn
    noch kompilieren.
    am einfachsten geht das mit „make bzlilo“ dabei wird nach dem
    kompilieren der Kernel kns Boot-Verz. kopiert, und lilo
    aufgerufen, falls du lilo nicht verwendest, kannst du mit
    „make
    bzimage“ nur den kernel kompiliern lassen (ich denke er wird
    auch ins bootverz. kopiert, falls nicht, findest du ihn im
    selben Verz. wie die kernelquellen)

nope, er landet als bzImage in arch/(alpha|i386|mips|s390|sparc64|arm|m68k|ppc|sparc)/boot

und von dem kernel kannst
du
dir dann wieder eine bootdisk erstellen.

warum also nicht gleich ein make bzdisk — und ein make modules modules_install sollte nicht vergessen werden, wenn man keinen streng monolithischen³ Kernel baut.

hth,

al

¹: http://www.tu-harburg.de/dlhp/HOWTO/DE-Kernel-HOWTO…

² 2.2.16 wurde infolge eines Sicherheitsproblems etwas überhastet veröffentlicht, lief hier zwar testweise auch stabil, soll aber bei einigen Konstellationen Probleme bereiten.

³ sprich: gar keine Module verwendet.

  1. Stelle fest, ob Du die passenden Kernelquellen installiert
    hast. Wenn Du SuSE 6.4 mit Reiserfs benutzt die entsprechenden
    Patches nicht vergessen. Ansonsten: Kernelquellen gibt es von
    http://www.de.kernel.org Wichtig: Der 2.2.16 + erratapatch²
    sollte es schon sein, wenn man mal am neubacken ist.

Und wo findet man diesen Errata Patch? Konnte ihn zumindest auf den gängigen Seiten nicht ausfindig machen…

Gruss
Andreas

  1. Stelle fest, ob Du die passenden Kernelquellen installiert
    hast. Wenn Du SuSE 6.4 mit Reiserfs benutzt die entsprechenden
    Patches nicht vergessen. Ansonsten: Kernelquellen gibt es von
    http://www.de.kernel.org Wichtig: Der 2.2.16 + erratapatch²
    sollte es schon sein, wenn man mal am neubacken ist.

Und wo findet man diesen Errata Patch? Konnte ihn zumindest
auf den gängigen Seiten nicht ausfindig machen…

ist zum beispiel in alan cox’s pre17ern schon drin ftp://ftp.de.kernel.org/pub/linux/kernel/people/alan…

hth,

al

alhague@seneca ~> uptime
4:27pm up 3 days, 16:45, 2 users, load average: 2.18, 2.30, 2.20

alhague@seneca ~> cat /proc/version
Linux version 2.2.17pre4 (root@seneca) (gcc version 2.95.2 19991024 (release)) #6 Sun Jun 18 23:26:14 CEST 2000