Zunächst einmal: Einen Zusatz aus Schmierseife zur Reinigungsflotte ist grundsätzlich nicht zu empfehlen. Weder reinigt diese Mixture Laminatböden auch nur ansatzweise zufriedenstellend, noch wird es hinterher streifenfrei.
Moderne (geeignete) Reinigungsmittelzusätze haben eine sehr komplexe Aufgabe zu bewältigen, worüber sich die Wenigsten wohl Gedanken machen:
Sie sollen bei kurzer Kontaktzeit Fette und organische wie anorganische Anschmutzungen lösen, sie emulgieren und in der Wischflotte auch in Lösung halten. Es ist ja keinem damit gedient, wenn der Schmutz aufgenommen wird, um in den nachfolgenden Wischgängen an anderer Stelle wieder aufgetragen und verteilt zu werden.
Schmierseife gehört nun wirklich nicht zu den besseren Empfehlungen!
Empfehlenswert sind Laminatbodenreiniger, welche NICHT riechen! Weder nach Citrus noch nach anderem. Die Geruchsstoffe werden meist über Parfümöle eingebracht. Heißt: nach mehreren Reinigungsgängen mit derartigen Zusätzen baut sich langsam aber sicher ein Film auf der Laminatbodenoberfläche auf, welcher sich beim Begehen des Fußbodens mit Straßenschuhen den Schmutz wie ein Fliegenfänger aufgreift.
Dazu gehört auch ein zweisilbig ausgesprochenes Reinigungsmittel, welches scheinbar universal für die Zähne genauso gut wie für die Fensterscheiben eingesetzt werden kann (Marketing).
Zu den gut riechenden Reinigungsmitteln:
Im Ergebnis wirkt die gesamte Fläche nach ca. 1/2 Jahr mehr oder minder matt und schmutzig. Da hilft die „Kraft der Lemone“ auch nicht wirklich weiter, sie verschmutzt vielmehr via Parfümölfilm den Boden!
Laminatbodenreiniger von CC Dr. Schutz oder RZ Chemie haben sich da in der Praxis bewährt!
Zu den Feudeln und dem Begriff „nebelfeucht“.
Der Begriff „nebelfeucht“ wurde Anfang der 90-er Jahre im Zusammenhang mit PERGO Laminatfußböden geprägt. Er stammt von meinem Freund Heino Tschetschorke, der leider im Jahr 2006 auf tragische Weise verstorben ist und damals über Jahre hinweg für Perstorp Flooring die neue Verlegetechnik für Laminatböden in ganz Deutschland einführte.
Nebelfeucht ist bei genauer Betrachtung nicht greifbar. Ist es der Nebel in Köln oder in Hamburg? Vielleicht auch in London und daher besonders dicht und feucht?
Nein, es GIBT Reinigungshilfen, Auftragsgeräte, welche nur wenig Feuchtigkeit auf Laminat- oder auch Parkettoberflächen (!) aufbringen.
Das Verfahren nennt sich „Spray-Cleanern“.
Eine andere Variante, welche nur einen dünnen Feuchtigkeitsfilm hinterlässt, ist die Reinigung mit einem Schwammtuch aus der Serie LEIFHEIT HAUSREIN.
Ich erlaube mir, einen Link hierzu anzugeben:
http://www.domoservice.cz/soubory/1b_Katalog_Hausrei…
Dort wird das Schwammtuch „sensitive M“ aufgeführt.
Grundsatz ist aber immer: Bei der Feuchtreinigung von Laminat-Fußbodenoberflächen IMMER für gute Lüftung sorgen, damit der Feuchtigkeitsfilm schnell verdunsten kann.
Zusammenfassung:
1.) Bitte Finger weg von Schmierseife, wenn Laminatfußböden gereinigt werden sollen
2. Nur für Laminatböden ausgelobte Reinigungszusätze verwenden
3. Keinesfalls solche nehmen, welche „gut riechen“
4.) Nur wenig Feuchtigkeit aufbringen, am Besten mittels Spray-Cleanern
5.) Für Querlüftung während der Reinigungsdurchführung sorgen
-.-.-.-
Zugegebenermaßen viel Stoff zum Überdenken, doch der (Reinigungs)Erfolg soll sich doch einstellen, oder?
Einen nächtlichen Gruß: - Klaus -