Welchen Putzlappen/Aufnehmer für 'nebelfeuchtes'

Hallo erfahrene Hausfrauen/Hausmänner und Kenner!!!
Seit einger Zeit darf ich auch des öfteren mal die Hausarbeit übernehmen. Nicht das ich es nicht gern mache… Doch es zeigen sich bei mir halt so die eine oder andere Schwierigkeit.
So komme ich z.B. nicht so zurecht mit dem nebelfeuchten Wischen beim Laminatboden. Ab und an sollte das denn doch mal sein.
Nun habe ich schon unzählige Aufnehmer (Putzlappen wie ich sie zu nennen pflege) ausprobiert. Dabei muss ich ja einen Kraftaufwand betreiben wie im Fitnessstudio. Allerlei Sorten und Arten, vom Discounter zu Markenartikeln, habe ich schon ausprobiert und doch nichts soooooooo richtiges gefunden.
Hat da drausen in der großen weiten Welt jemand einen guten Tip für mich?
Darüber würde ich mich sehr freuen und sage herzlichen Dank auch dafür.

MfG
Hans13

Hallo Hans,

Dabei muss ich ja einen
Kraftaufwand betreiben wie im Fitnessstudio.

Da kannst Du mal sehen, was für einen tollen Job Hausfrauen haben!

Ohne Kraftaufwand wird das nix mit nebelfeucht - das ist wohl nicht zu ändern. Ich hab diesen Akt auf „äußerst selten“ reduziert - genügt auch, wenn man halbwegs regelmäßig den Staubsauger betätigt und nicht mit schlammigen Schuhen in der Bude rumläuft (und subjektiv wie objektiv nicht allzu empfindlich gegen Staub ist).

Auf Produkte, die Dir das Krafttraining ersparen, werden wir wohl noch eine Weile warten müssen. Irgendwann wird es wohl einen elektronischen kleinen Mann (!) geben, der das bewältigt und uns abnimmt. Wenn wir dann noch über genügend Strom verfügen.

Grüße
MrsSippi

Hallo Hans13,
da siehst du wirklich, wieviel Kraft die Hausarbeit erfordert! Aber es gibt beim Auswringen wirklich gute Griffe, die effektiv und relativ leicht von der Hand gehen. Voraussetzung ist allerdings, dass du keinen dieser fusseligen Bodenlappen benutzt, sondern etwas der Microfaser-Generation (aber ich glaube, das hast du ja bereits):

Nimm in deinen 10-Liter-Eimer warmes Wasser und einen Schuß Schmierseife, Lappen rein und gut nass machen. Und dann halbiere das nasse Tuch, nimm die obere Seite in die rechte und die untere in die linke Hand und drehe in entgegensetzter Richtung eine Wurst draus, bis kein Wasser mehr kommt.

Das Ergebnis ist zwar ziemlich schrumpelig, aber es ist wirklich:
NEBELFEUCHT.

Dann viel Erfolg beim Ausprobieren!
Gruß Elke

Zunächst einmal: Einen Zusatz aus Schmierseife zur Reinigungsflotte ist grundsätzlich nicht zu empfehlen. Weder reinigt diese Mixture Laminatböden auch nur ansatzweise zufriedenstellend, noch wird es hinterher streifenfrei.

Moderne (geeignete) Reinigungsmittelzusätze haben eine sehr komplexe Aufgabe zu bewältigen, worüber sich die Wenigsten wohl Gedanken machen:
Sie sollen bei kurzer Kontaktzeit Fette und organische wie anorganische Anschmutzungen lösen, sie emulgieren und in der Wischflotte auch in Lösung halten. Es ist ja keinem damit gedient, wenn der Schmutz aufgenommen wird, um in den nachfolgenden Wischgängen an anderer Stelle wieder aufgetragen und verteilt zu werden.
Schmierseife gehört nun wirklich nicht zu den besseren Empfehlungen!

Empfehlenswert sind Laminatbodenreiniger, welche NICHT riechen! Weder nach Citrus noch nach anderem. Die Geruchsstoffe werden meist über Parfümöle eingebracht. Heißt: nach mehreren Reinigungsgängen mit derartigen Zusätzen baut sich langsam aber sicher ein Film auf der Laminatbodenoberfläche auf, welcher sich beim Begehen des Fußbodens mit Straßenschuhen den Schmutz wie ein Fliegenfänger aufgreift.
Dazu gehört auch ein zweisilbig ausgesprochenes Reinigungsmittel, welches scheinbar universal für die Zähne genauso gut wie für die Fensterscheiben eingesetzt werden kann (Marketing).

Zu den gut riechenden Reinigungsmitteln:
Im Ergebnis wirkt die gesamte Fläche nach ca. 1/2 Jahr mehr oder minder matt und schmutzig. Da hilft die „Kraft der Lemone“ auch nicht wirklich weiter, sie verschmutzt vielmehr via Parfümölfilm den Boden!
Laminatbodenreiniger von CC Dr. Schutz oder RZ Chemie haben sich da in der Praxis bewährt!

Zu den Feudeln und dem Begriff „nebelfeucht“.
Der Begriff „nebelfeucht“ wurde Anfang der 90-er Jahre im Zusammenhang mit PERGO Laminatfußböden geprägt. Er stammt von meinem Freund Heino Tschetschorke, der leider im Jahr 2006 auf tragische Weise verstorben ist und damals über Jahre hinweg für Perstorp Flooring die neue Verlegetechnik für Laminatböden in ganz Deutschland einführte.

Nebelfeucht ist bei genauer Betrachtung nicht greifbar. Ist es der Nebel in Köln oder in Hamburg? Vielleicht auch in London und daher besonders dicht und feucht?

Nein, es GIBT Reinigungshilfen, Auftragsgeräte, welche nur wenig Feuchtigkeit auf Laminat- oder auch Parkettoberflächen (!) aufbringen.
Das Verfahren nennt sich „Spray-Cleanern“.
Eine andere Variante, welche nur einen dünnen Feuchtigkeitsfilm hinterlässt, ist die Reinigung mit einem Schwammtuch aus der Serie LEIFHEIT HAUSREIN.
Ich erlaube mir, einen Link hierzu anzugeben:
http://www.domoservice.cz/soubory/1b_Katalog_Hausrei…
Dort wird das Schwammtuch „sensitive M“ aufgeführt.

Grundsatz ist aber immer: Bei der Feuchtreinigung von Laminat-Fußbodenoberflächen IMMER für gute Lüftung sorgen, damit der Feuchtigkeitsfilm schnell verdunsten kann.

Zusammenfassung:
1.) Bitte Finger weg von Schmierseife, wenn Laminatfußböden gereinigt werden sollen
2. Nur für Laminatböden ausgelobte Reinigungszusätze verwenden
3. Keinesfalls solche nehmen, welche „gut riechen“
4.) Nur wenig Feuchtigkeit aufbringen, am Besten mittels Spray-Cleanern
5.) Für Querlüftung während der Reinigungsdurchführung sorgen
-.-.-.-
Zugegebenermaßen viel Stoff zum Überdenken, doch der (Reinigungs)Erfolg soll sich doch einstellen, oder?
Einen nächtlichen Gruß: - Klaus -

uuuiiihhh…
wirklich verblüffend, was man alles zu beachten hat! Ich dachte eigentlich nicht, die Schmierseife zusätzlich zu anderen Reinigungsmitteln zu benutzen. Aber ich kann es mir gut vorstellen, wie es denn wirkt.
Also danke für die guten Hinweise.
Gruß Elke