Welchen Rahmen für eine Rennmaschine

Hi Experten,

welcher Rahmen für eine Rennmaschine taugt was?

Muß nicht ganz billig sein, insgesamt rechne ich mit Ausgaben von 3000 bis 4000 DM für das ganze Bike.

Persönlich bin ich nicht ger kleinste (191 cm) und nicht der leichteste (100kg).

Was ist von Cannondale-Rahmen zu halten? Die hab ich schon ein paar Mal irgendwo gesehen und gefallen mir auch am besten.

Bin um alle Tips und Erfahrungsberichte dankbar!

Danke

Tom

Hallo Tom,

bei dieser Größe und dem Gewicht solltest Du Stahl bevorzugen.
Alu und Carbon sind weniger geeignet für schwere Fahrer.
Da ich selbst 191 groß bin aber 88kg schwer wurde mir ein Alu-Rahmen empfohlen.
Nach der Eurobike diesen Jahres bin ich von DeRosa komplett begeistert. Schöne und edle italienische Rahmen. Auch nicht ganz billig.

Für Tests von amerik. Bikern schau mal unter www.roadbikereview.com rein.

Viel Spaß
Harry

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Hallo Thomas,

nach einigen schnellen MTB- und Tourenjahren habe ich (39, 1,85, 95kg) mich im September für ein Alu-Rennrad entschieden.

Entscheidend für die Rahmenhöhe ist nicht die Körpergrösse, sondern die Schrittlänge.
Oder genauer: http://www.bsn.com/cycling/ergobike.html

Ausser bei Rahmen die explizit nur für bis zu xx kg zugelassen sind. z.B. Vento oder Bianchi gibt es keine Gewichtsbeschränkungen, wenn Du nicht weit über 120kg hast.
Ausserdem kommen dann die Beine mit der Wampe oder dem Brustkorb in Kontakt. :smile:
Der Werkstoff ist quasi egal, wenn gut konstruiert und verarbeitet.
Es gibt bei Stahl, NiroStahl, Titan und bei Alu Aussreisser.
Darüber wird viel diskutiert, ich finde, man sollte kaufen, was im Mainstream ist und somit bezahlbar.

Gewichtsempfindlicher sind auf jeden Fall die Laufräder.
Bei deinem Gewicht brauchst Du stabile Felgen und 36 Speichen.
Schau mal dazu unter
http://www.smolik.de/laufrad/06einsp.htm#TABELLE:%20…

Nach langem Hin- und Herüberlegen habe ich für ein Rad vom Rose-Versand entschieden. Die Jungs erfüllen deine Sonderwünsche (Mavic CXP33, DD-Speichen, Gabel nicht so stark kürzen)
Ich war bis jetzt (800 km) sehr zufrieden.
Macht mit Pedalen und Ultegra komplett ausser Naben 3400,- DM.
Ich finde, das reicht für den Anfang.
Vom Image ist natürlich ROSE-Versand eher unteres Mittelmass.

In Überlegung war auch noch CUBE oder CANYON.
Besonders CANYON wird oft sehr gelobt, die hatten aber immer nur
Laufräder mit 24 Speichen.

Warum Versand? Die Händler um die Ecke haben oft was rumstehen und versuchen zu verkaufen was da ist, besonders im Herbst. Der Versender kann Dir Dein persönliches Rad schneidern.
Ausserdem sind die Händler bei mir in der Gegende

Cannondale gefällt mir auch sehr von den Rahmen, die haben aber oft sehr billige Komponenten (TIAGRA) drin.
Kommt drauf an, wieviel man fährt.
Sind auch sehr schick und Imagemässig sehr schön. Gut für die Eisdiele. :smile:

Einen blanken Rahmen mit Gabel würde ich mir schon mal kaufen, ein Komplettrad bei 3000-5000 km im Jahr nicht.

CU
Ralf

Servus Thomas,

wie zu erwarten gibt es bei diesem Thema verschiedene Philosphien und Sympathien. Ein paar Dinge in der Materialwahl sind aber einfach Fakten:

Stahl: sehr gute Dämpfungseigenschaften, gute Rahmen sind auch vom Gewicht in Ordnung, Stahlrahmen werden aber mit der Zeit weich

Alu: sehr hart, sehr leicht, sehr lange steif, gutes Preisleistungsverhältnis

Carbon kommt bei Dir vermutlich weniger in Frage.
Noch ein paar Tipps: Besorg Dir auf jeden Fall ein Top-Tretlager, das wird Dir viel Ärger ersparen. Bau das Rad lieber mit etwas stabileren Komponenten auf. Achte beim Rahmenkauf darauf, dass er auf keinen Fall zu groß ist! Ein paar schwarze Schafe wollen ihre großen Ladenhüter gerne loswerden!

Viel Spaß beim Biken!
Simon

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Zwischenfrage:…
Hi Simon!
Stimme Dir voll und ganz zu, aber was die „Dauersteifigkeit“ von Alu und Stahl angeht, war mein Stand der Dinge bisher immer, daß Alu im Laufe der Zeit nachlässt. Eben deswegen sind m.E. Stahlrahmen eher was für die Ewigkeit, während Alurahmen sogar schon den Halbprofis nach zwei Jahren zu mürbe werden.

cu

Markus

wie gesagt, die Philosophien gehen auseinander, jedoch beruhen meine Informationen auf Testergbnissen der Zeitschrift Tour. Diese liegen zwar schon eine ganze Ecke zurück, aber müssten immer noch von Gültigkeit sein.
Ich bin zwar kein Fachmann in der Stahl- oder Aluminiumverarbeitung, doch ist eines sicher klar, dass man Stahl biegen kann (auch durch das Treten beim Radeln) und je öfter man hin und her biegt es mit der Zeit weich wird. Bei Alu sieht es anders aus. Hier gibt es nur einen minimalen Toleranzbereich. Alu lässt sich kaum biegen sondern bricht. Deshalb auch die andere Dimensionierung bei den Rohren.

Natürlich gibt es unterschiedliche Aluausführungen, die auch teilweise andere Materialeigenschaften mit sich bringen. Als ein absoluter Flopp hat sich vor ein paar Jahren Titanal herausgestellt, dieses Material war zwar leicht ist aber extrem oft gebrochen. Ganz üble Sache.

Das ein Alu-Rad mürbe wird kann ich gerade nicht nachvollziehen. Sehr wichtig ist bei einem Alurad, alle Übergänge (Gewinde) sehr gut zu fetten. Da ist Stahl einfacher zu händeln. Wenn man nicht fettet kommt es zum knarzen am Rahmen.

Interessantes Thema. Wäre mal interessant, was ein Stahl- und Aluprofi dazu sagt.

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