Welchen Sinn haben Entwässerungstabletten?

Hallo!

Eben habe ich wieder Werbung für Entwässerungstabletten gesehen, ich kann nur nicht so recht nachvollziehen, warum man seinem Körper Wasser entziehen sollte!? Oder gibt es Wasseranlagerungen, die tatsächlich überflüssig sind?

Danke und viele Grüße,
Lena

Hallo Lena,

da du Werbung gesehen hast, handelt es sich sicher um eine der nicht verschreibungspflichtigen Schlankheitspillen. Finger weg!!! Zunächst gibt es beim gesunden Körper keine „unnötigen“ Wassereinlagerungen. Wenn der Körper viel Wasser einlagert, so hat das seine Gründe, z.B. salzreiche Ernährung. Da wird viel Wasser benötigt, um das viele Salz zu „verdünnen“, darum auch der Durst nach salzreicher Mahlzeit. Wenn du Wasser loswerden willst, verzichte einfach mal für einige Tage auf Salz. Das schadet nicht und hat dieselbe entwässernde Wirkung. Das kann u.U. schon mal ein paar Kilogramm ausmachen. Aber hier ist es, wie mit den Pillen: setzt du sie ab bzw. kommt wieder mehr Salz in den Körper, das werden die Wasserreserven Ruck-Zuck wieder aufgefüllt und der Endeffekt war Null. Außerdem kann der Körper durch die Entwässerungspillen Schaden nehmen, da die Elektrolytverschiebungen durch den Wasserverlust nicht ausgeglichen werden und deshalb z.B. der Natriumspiegel bedenklich hoch ansteigen kann.

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn hoch potente entwässernde Medikamente (Diuretika) vom Arzt verabreicht werden. Dann liegt ja eine Erkrankung zugrunde, die ein Ausschwämmen erfordert. Das können z.B. Nieren- oder Herzerkrankungen sein. Hier kommt es auf Grund verschiedener Mechanismen tatsächlich zu unerwünschten Wasseransammlungen in der Lunge, in den Extremitäten u.s.w., die ihrerseits unangenehme Folgen haben können und deshalb behandlungsbedürftig sind. Die Behandlung mit solchen Medikamenten sollte jedoch niemals ohne regelmäßige Kontrolle der Elektrolytspiegel erfolgen. Es gab schon Fälle, in denen z.B. eine junge Krankenschwester sich selbst unerlaubterweise Diuretika verabreicht hatte, um Gewicht zu verlieren, und dadurch zu Tode kam.

Gruß
Huttatta

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Hallo Lena,

Deine kritische Einstellung zur Werbung mit Entwässerungstabletten kann ich nur unterstützen. Es gibt bei bestimmten Erkrankungen mit Ödembildung oder hohem Blutdruck Gründe, entwässernde Mittel zu nehmen (aber andere als die aus der Werbung), sonst aber nicht. Insbesondere sind diese zur Diät absolut ungeeinget. Man verliert zwar Gewicht, aber eben nur Wasser. Einige sind sogar schädlich für die Nieren. Für Biofax und Co. gibt es also keinen vernünftigen Grund für die Einnahme.
Gruß
Michael (Apotheker)

Hallo Michael,

nur Wasser. Einige sind sogar schädlich für die Nieren. Für
Biofax und Co. gibt es also keinen vernünftigen Grund für die
Einnahme.
Gruß
Michael (Apotheker)

dann müsstest du konsequenterweise auf den Verkauf solcher Mittelchen verzichten. Apotheker, die sich dieser Problematik bewusst sind, und dennoch Biofax & Co. im Regal stehen haben, sind in meinen Augen unverantwortlich und gehören boikottiert. Und wenn man eine gemeine Dorf- oder Stadtapotheke (ich rede nicht von Kliniken Angeschlossenen) besucht, stehen aber genau diese „Wunderpillen“ dort plakativ ganz vorne in der besten Regalzeile.

Lieben Gruß
Huttatta

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Hallo Huttata,

so konsequent bin ich auch! Allerdings bin ich nicht mehr in der öffentlichen Apotheke tätig. Dort habe ich es so gehalten: Ich sag den Leuten das Sie Geld sinnlos verpulvern, wenn sie es dann doch noch haben wollen bestell ich es Ihnen. Es sind ja Kunden, und der Kunde ist ja König. Das gilt aber nur, solange er sich nicht selber schadet (von seinen finanziellen Verlust mal abgesehen). Ich hab es früher auch schon abgelehnt, bestimmte Sachen dem Kunden zu besorgen, obwohl der Kunde dann meist verloren war. Aber Du hast schon Recht, es ist ein Spagat zwischen Ethik und Monetik…
Und es betrifft eigentlich auch viele andere „Mittelchen“. Ich könnte jetzt die Homöopathie und natürlich viele viele Schlankheitsmittel erwähnen, fürchte aber die daraus folgenden endlosen Diskussionen…
Lieben Gruß zurück
Michael

Hallo Huttatta,

dann müsstest du konsequenterweise auf den Verkauf solcher
Mittelchen verzichten. Apotheker, die sich dieser Problematik
bewusst sind, und dennoch Biofax & Co. im Regal stehen haben,
sind in meinen Augen unverantwortlich und gehören boikottiert.

Damit hast Du recht! Aber Dein Schreiben klingt so, als unterstelltest Du Michael, wider besseres Wissen, so etwas zu verkaufen. Ich finde diese Unterstellung stark. Ich persönlich verkaufe nur die Dinge, die ich guten Gewissens empfehlen kann. Von anderen rate ich mit Begründung ab und verkaufe sie gegebenenfalls nicht mal auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten. Ich könnte Dir eine lange Liste von gewünschten Medikamenten schreiben, die bei Einnahme in den speziellen Fällen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen geführt hätten und deren Abgbabe ich (teilweise trotz massiver Beschimpfungen) verweigert habe. Immerhin muß ich mich noch im Spiegel ansehen können!
Da unser Beruf als Apotheker mit besonderen Pflichten und besonderer Verantwortung versehen ist, bin ich fest davon überzeugt, daß die allermeisten Kollegen genauso handeln.

Und wenn man eine gemeine Dorf- oder Stadtapotheke (ich rede
nicht von Kliniken Angeschlossenen) besucht, stehen aber genau
diese „Wunderpillen“ dort plakativ ganz vorne in der besten
Regalzeile.

Du verallgemeinerst hier! Viele meiner Kollegen dekorieren ihre Schaufenster nicht einmal mit Schmerz- oder Beruhigungsmitteln, um nicht zusätzliche Verwender „anzuwerben“. Falls es bei Dir so eine Apotheke gibt, wie Du beschreibst, sprich den Inhaber doch einmal auf seine Regalbestückung an.
Schöne Grüße
Sabine

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Hallo Michael,

Und es betrifft eigentlich auch viele andere „Mittelchen“. Ich
könnte jetzt die Homöopathie und natürlich viele viele
Schlankheitsmittel erwähnen, fürchte aber die daraus folgenden
endlosen Diskussionen…

du hast Recht: Über Homöopathie ließe sich lange diskutieren. Aber damit schadet sich wenigstens niemand. Unter den Entwässernden gibt es jedoch durchaus wirksame pflanzliche Mittel. Die sollte der verantwortungsvolle Pharmazeut nicht ohne kritische Hinterfragung verkaufen bzw. es gleich ganz sein lassen. Und, um mal wieder etwas auf den Ausgangsartikel zurückzukommen, Werbung dafür sollte verboten werden.

Gruß
Huttatta

Hallo Sabine,

Damit hast Du recht! Aber Dein Schreiben klingt so, als
unterstelltest Du Michael, wider besseres Wissen, so etwas zu
verkaufen. Ich finde diese Unterstellung stark. Ich persönlich

das hast du leider in den falschen Hals bekommen. Ich wollte Michael nichts unterstellen, sondern nur auf die Problematik aufmerksam machen.

Du verallgemeinerst hier! Viele meiner Kollegen dekorieren
ihre Schaufenster nicht einmal mit Schmerz- oder
Beruhigungsmitteln, um nicht zusätzliche Verwender
„anzuwerben“. Falls es bei Dir so eine Apotheke gibt, wie Du
beschreibst, sprich den Inhaber doch einmal auf seine
Regalbestückung an.

Ich verallgemeinere nur deshalb, weil ich in vielen Fällen genau diese Beobachtung gemacht habe. Und von den Apotheken, die ich kenne (das sind einige), hat die Mehrheit tatsächlich viele der zweifelhaften Präparate in gut positionierten Regalen ausgestellt. Es muss ja nicht gleich das Schaufenster sein. Ein gut sichtbarer und erreichbarer Platz im Laden genügt ja schon.

Aber nichts liegt mir ferner, als der Apothekerzunft eins auf den Deckel zu geben. Das hat sie nicht verdient. Aber ich denke auch, ohne Prügel erwarten zu müssen, allgemeine Kritik ausüben zu dürfen. Und dafür ist das Brett ja auch da. Dafür hat jeder die Möglichkeit, seine Gegenargumente zu posten.

Gruß
Huttatta

off topic
Hallo Lena,

da hast Du ja ganz schön was losgetreten (siehe unten), aber Deine Frage ist wohl beantwortet…

Viele Grüße
Michael…

Hallo,
wieder eine Art der Bevormundung. M.M. sollte jeder mündige
Bürger die Freiheit besitzen, solche Entscheidungen selbst
zu fällen, ohne die „Konfession“ des entsprechenden Verkäufers
aufgedrückt zu bekommen.

Gruss
Enno

Hallo,

Eben habe ich wieder Werbung für Entwässerungstabletten
gesehen, ich kann nur nicht so recht nachvollziehen, warum man
seinem Körper Wasser entziehen sollte!? Oder gibt es
Wasseranlagerungen, die tatsächlich überflüssig sind?

Der „Sinn“ ist hier rein kosmetisch. Entzieht man dem Körper
Flüssigkeit wirkt das Unterhautfettgewebe weniger dick, man
sieht also schlanker aus. Bei längerer Anwendung wird allerdings
die Tendenz Fett aufzubauen größer, da Entwässern sich negativ
auf Hormonhaushalt und Regeneration auswirkt. Für die meisten
dürfte es daher völlig daneben sein, solche Mittel zu nehmen.

Gruss
Enno

freie Entscheidung?
Hallo Enno,

wieder eine Art der Bevormundung. M.M. sollte jeder mündige
Bürger die Freiheit besitzen, solche Entscheidungen selbst
zu fällen, ohne die „Konfession“ des entsprechenden Verkäufers
aufgedrückt zu bekommen.

Nicht jeder mündige Bürger hat Wissen. Wenn also jemand ein Mittel verlangt, das ihm nach wissenschaftlichen Erkenntnissen schadet, bin ich als Apothekerin sogar dazu verpflichtet, die Abgabe zu verweigern. Selbst wenn ein Medikament auf Rezept vom Arzt verordnet ist, das schädlich ist oder aus irgendeinem mir bekannten Hintergrund heraus im Einzelfall nicht passend oder schädlich ist, muß ich den verschreibenden Arzt darüber informieren und gegebenenfalls die Abgabe verweigern. Soweit sollte es ja eigentlich nicht allzu häufig kommen, da der Apotheker mit seiner pharmakologischen Kompetenz argumentativ stark genug sein sollte, um den Patienten zu überzeugen.
Ich sehe das ganze nicht als Bevormundung sondern als Schutz des Patienten an, der in der Regel nicht über ausreichendes Fachwissen verfügt, andernfalls würde er ja nichts schädliches verlangen.
Verlangt ein Patient unnütze Präparate, weise ich ihn darauf hin, daß dieses Mittel ungeeignet ist und nenne möglichst Alternativen. Hier bin ich machmal im Zweifel, wie weit man gehen kann oder sollte. Wenn keine weiteren Schäden verursacht werden können außer Leerung des Geldbeutels, denke ich kann man es bei einer ausführlichen Beratung bewenden lassen. Allerdings rechne ich mir den weiter andauernden Wunsch des Patienten als unzureichende Argumentation meinerseits an.
Schöne Grüße
Sabine

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Hallo,

Nicht jeder mündige Bürger hat Wissen. Wenn also jemand ein
Mittel verlangt, das ihm nach wissenschaftlichen Erkenntnissen
schadet, bin ich als Apothekerin sogar dazu verpflichtet, die
Abgabe zu verweigern.

Nur moralisch, berufsethisch oder ist dies sogar gesetzlich
verankert ? Wo ich zustimmen würde, ist die Person über die
Risiken zu informieren, ihr aber letzlich die freie Entscheidung
zu lassen.

Ich sehe das ganze nicht als Bevormundung sondern als Schutz
des Patienten an, der in der Regel nicht über ausreichendes
Fachwissen verfügt, andernfalls würde er ja nichts schädliches
verlangen.

Nun, es könnte auch sein, daß er gewillt ist gewisse Risiken
auf sich zu nehmen, um z.B. einen Schönheitsideal zu
entsprechen. Der persönliche „Benefit“ läßt sich als nicht
Vertrauter schwer beurteilen.

Allerdings rechne ich mir den weiter andauernden Wunsch des
Patienten als unzureichende Argumentation meinerseits an.

Das trifft m.M. wieder den letzten Punkt. Es fehlen evtl.
einfach Informationen (z.B. über Krankheiten), die es erlauben
die Entscheidung des Patienten zu beurteilen.

Gruss
Enno

short info
Hallo Enno,

wieder eine Art der Bevormundung. M.M. sollte jeder mündige
Bürger die Freiheit besitzen, solche Entscheidungen selbst
zu fällen, ohne die „Konfession“ des entsprechenden Verkäufers
aufgedrückt zu bekommen.

Nicht nur der Kunde kann sich den Händler aussuchen, sondern auch der Händler seinen Kunden. Also wenn der Apotheker(=Händler) dir(=Kunde) das Zeug nicht gibt, geh woanders hin.

Tschuess Marco.

Freie Entscheidung?
Hallo Enno,

die Pflicht zur Verweigerung der Abgabe eines Medikamentes bei „Bedenken“ ist tatsächlich gesetzlich verankert.
Dein Gedanke, die persönliche Freiheit sehr hoch anzusetzen kann ich zwar nachvollziehen, die praktischen Auswirkungen wären sicher nicht wünschenswert. Man könnte den Gedanken weiterspinnen:
Freigabe von Drogen (nach Beratungsgespräch natürlich),
Wegfall der Rezeptpflicht (würde die Einnahme von Antibiotika sicher sehr fördern, mit der Folge von Resistenzen, Beispiel ist in Spanien zu besichtigen…),
Keine Prüfungen und Zulassung mehr bei allen Berufen (Ärzte, Architekten, Klempner…). soll der Kunde doch entscheiden wem er sich anvertraut…
Wegfall der Bankberatungspflicht (dann kann man legal jeder Oma nen Kleinkredit zu 120 % Zinsen aufschwatzen)

Unterm Strich wäre ist eine Art Diktatur der „wissenden“ Hersteller oder Verkäufer über die „unwissenden“ Kunden. Denn der eigentliche Punkt ist: Nicht jeder ist in allen Bereichen wirklich mündig. Ich hab es jetzt etwas überspitzt, aber ich denke mal Du verstehst was ich meine.

Und noch einen Punkt hätte ich: Wenn jemand seine Gesundheit schädigt, schadet er eben nicht nur sich selbst sondern auch seiner Krankenversicherung und damit seinen Mitversicherten.

Am Ende ist das System heute gar nicht sooo schlecht, ich glaube gerade die Beschränkungen der Freiheit des Kunden zusammen mit der Beratugspflicht sind schon die richtigen Wege. Natürlich gibt es im Detail Verbesserungsmöglichkeiten, zum Beispiel gibt es nicht nur so verantwortungsvolle Kolleginnen wie Sabine, ich würde mir schon wünschen wenn einige Kollegen ihre Beratungspflicht ernster nehmen würden. Aber das nur Rande…, mfG
Michael

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Hallo,

Nicht nur der Kunde kann sich den Händler aussuchen, sondern
auch der Händler seinen Kunden. Also wenn der
Apotheker(=Händler) dir(=Kunde) das Zeug nicht gibt, geh
woanders hin.

Sicher, das wird man ohnehin machen, wenn sich der Verkäufer
ziert. Das ändert aber nichts daran, sich zu fragen ab wann
ein solches Verhalten gerechtfertigt ist - stell Dir z.B.
einen Verkäufer vor, der sich plötzlich entschließt nur noch
an gesichtstätowierte zu verkaufen. Zudem unterscheiden sich
Apotheker von ordinären Verkaufern durch die aufwendigeren
Zulassungsbedingungen und der damit monopolartigeren Stellung.

Gruss
Enno

Hallo,

Nicht nur der Kunde kann sich den Händler aussuchen, sondern
auch der Händler seinen Kunden. Also wenn der
Apotheker(=Händler) dir(=Kunde) das Zeug nicht gibt, geh
woanders hin.

Sicher, das wird man ohnehin machen, wenn sich der Verkäufer
ziert. Das ändert aber nichts daran, sich zu fragen ab wann
ein solches Verhalten gerechtfertigt ist - stell Dir z.B.
einen Verkäufer vor, der sich plötzlich entschließt nur noch
an gesichtstätowierte zu verkaufen.

durchaus mgl., alles ist mgl. solange der Verkäufer nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz des GG verstösst (‚nur für Weisse‘, ‚Frauen werden nicht bedient‘ istalso angreifbar).

Zudem unterscheiden sich Apotheker von ordinären Verkaufern
durch die aufwendigeren Zulassungsbedingungen und der damit
monopolartigeren Stellung.

Medikamente wird dir der Apotheker -ausser bei ihm erkennbaren pharmakol. Gegenanzeigen- nicht verweigern können. Bei freiverkäuflichen -ob nun apothekenpfl. oder nicht- dürfte er wieder dem 08/15 Kaufmann gleichgestellt sein. Da diese Artikel nicht zur Krankheitsbehandlung nötig sind, kann dem Kunden zugemutet werden, einen anderen Händler aufzusuchen. Die nächste Apotheke ist wirklich nicht so weit entfernt.

Tschuess Marco.

Gruss
Enno