Welchen Spannungsregler?

Hallo Leute,
ich möchte eine durch eine Villard-Schaltung auf ca. 50V verdoppelte Gleichspannung regelbar machen. Sowas wie ein LM317 geht doch nicht über 37V, oder? Kommen da nur teuer integrierte Abwärtsregler in Frage?

Wer kann helfen?

Hallo,

ich möchte eine durch eine Villard-Schaltung auf ca. 50V
verdoppelte Gleichspannung regelbar machen. Sowas wie ein
LM317 geht doch nicht über 37V, oder? Kommen da nur teuer
integrierte Abwärtsregler in Frage?

TL 783 CKC 1,25-125V TO220AB http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/1750…
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=175012

Wer kann helfen?

mfg
W.

Hallo, es gibt folgende Möglichkeiten:

  1. du kannst die Spannungserzeugung selbst beeinflussen, z.B. das Tastverhältnis. Dann regelst du primärseitig und hast mit der Ausgangsspannung kein Problem.

  2. Du nimmst einen der wenigen integrierten Regler für hohe Spannungen, wie den schon erwähnten TL783. Die üblichen Verdächtigen gehen bloss bis ca. 40 V.

  3. du baust den Regler diskret auf, mit entsprechenden Transistoren sind dann auch Hunderte von Volt kein Problem.

Bei 2 und 3 muss natürlich die Verlustleistung beachtet werden.

Gruss Reinhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Vielleicht ist mein Ansatz falsch …

… da ich eine Stromversorgung von 0-50mA mit einer max. benötigten Spannung von 50V bauen will. Mit einem Poti wollte ich dann den Strom regeln können. Irgendwann bin ich dann auf die Villardschaltung gekommen, weil die meisten Regler die Spannung nicht liefern können. Den TL783 habe ich auch schon angeguckt, aber der läuft doch nicht unter 15mA oder habe ich da was falsch verstanden? Oder soll ich z.B. eine 12V DC-Spannung aus einem Steckernetzteil nehmen und mit einem DC-Konverter hochsetzen?

Was ist Eurer Meinung nach der sinnvollste Weg?

Hallo Fragewurm,

Was ist Eurer Meinung nach der sinnvollste Weg?

Als erstes solltest du die Eckdaten bekannt geben !!

Also Spannung, Strom, Genauigkeit, Einstellbereich, Restwelligkeit, Regelgenauigkeit usw. angeben.

Dann stellt sich noch die Frage nach dem Preis und Entwicklungsaufwand.
Kostenmässig spielt es unter dem Strich auch noch eine Rolle, ob das ein Einzelstück wird oder ob 10’000 Stück gebaut werden müssen.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter

Mir langt EIN funktionierendes Teil, wobei ich es schon gerne auf einer Leiterplatte aufbauen möchte (Mit dem Dremel aus dem Vollen :smile:)

Also ich möchte einen Verbraucher betreiben, der 500-2000R besitzt. Der Strom soll von 0-30mA geregelt werden können, auf vielleicht 0.5mA genau. Deswegen dachte ich an eine Quelle mit einer Reserve bis 50mA. Die benötigte Spannung geht bis ca. 50V. Restwelligkeit im „normalen“ Bereich.

Grüsse aus GR :smiley:
nIKo

Hallo Peter

Also ich möchte einen Verbraucher betreiben, der 500-2000R
besitzt. Der Strom soll von 0-30mA geregelt werden können, auf
vielleicht 0.5mA genau.

Dann brächstest Du also doch eher eine Stromquellenschaltung
evtl. mit einer vorgesetzten Spannungsbegrenzung auf ca. 50V.

Sowas kann man mit geringen Einschrängungen auch mit einem
billigen LM317 machen. Mit einem Poti kann man aber sowieso
nicht auf 0mA regeln.
Wegen der Spannung muß Du auch da auch nicht sorgen,
z.B. der HighVoltage-Typ LM317HV ist bis 60V spezifiziert.

Deswegen dachte ich an eine Quelle mit
einer Reserve bis 50mA. Die benötigte Spannung geht bis ca.
50V. Restwelligkeit im „normalen“ Bereich.

Wenn die Spannung eh nur bis 50V gehen soll, wozu brauchst Du
dann noch einen Regler ?

Gruß Uwi

Hallo nIKo,

Also ich möchte einen Verbraucher betreiben, der 500-2000R
besitzt. Der Strom soll von 0-30mA geregelt werden können, auf
vielleicht 0.5mA genau. Deswegen dachte ich an eine Quelle mit
einer Reserve bis 50mA. Die benötigte Spannung geht bis ca.
50V. Restwelligkeit im „normalen“ Bereich.

Wenn dein Verbraucher nicht an Masse liegen musst, kannst du eine Stromquelle aufbauen, wie Uwi schon schrieb.
Das einzige Bauteil, welches dann die 50V aushalten muss ist dann ein Transistor.
Spannung und Strom sind kein Problem, einzig werden bei einem Kurzschluss, dann 2.5W im Transistor verheizt.

http://www.eetkorea.com/ARTICLES/2003SEP/A/2003SEP19…
Seite 13, „Precision Current Sink“
Im Prinzip kann man Q1 weglassen und die Basis von Q2 direkt am OpAmp anschliessen. R2 kann man weglassen.
Wenn der OpAmp einen Ausgangsbereich von über 5V hat, muss man aber unbedingt noch noch eine Diode antiparallel zur Basis-Emitter-Strecke schalten. Andernfalls wird das ganze zu einem bekannten Transistor-Killer :wink:
Wenn der OpAmp mit +/-15V versorgt wird und eine Störspitze einen zu hohen Strom erzeugt, versucht der OpAmp gegenzuregeln und legt an die Basis -15V an. Das verkraftet der Transistor dann nicht. Wenn du den OpAmp nur mit einer positiven Spannung versorgst, kann dieser Fall nicht eintreten.

Die obige Schaltung funktioniert auch mit dem LM324 und nur Q1 und Q2 müssen deine 50V aushalten.

MfG Peter(TOO)

Also …
… wäre die Kette Trafo-Villard-Transistor in Kollektorschaltung-Verbraucher? Soll ich da jetzt hinten dran noch einen grossen Elko hängen wegen Glättung und zur „besseren“ Stromentnahme?

Vielleicht gibt es auch ein gutes Buch zum Thema?

Grüsse
nIKo

Erst jetzt …

Hallo Peter
habe Dein Post erst jetzt entdeckt, sorry …
Also ich habe mal bei Distrelec geschaut, aber ich konnte die Typen LM317HV,324 und den LM107 dort nicht finden - ich bin halt auf handelsübliche Teile angewiesen!
Deshalb noch mal zurück zur Frage weiter unten: Geht’s auch „nur“ mit der Villardschaltung plus „einfacher“ Stromregelung mit leicht erhältlichen Teilen?
Grüsse aus GR
nIKo

Hallo Peter

Also ich habe mal bei Distrelec geschaut, aber ich konnte die
Typen LM317HV,324 und den LM107 dort nicht finden - ich bin
halt auf handelsübliche Teile angewiesen!

LM324 : finde ich bei Distrelec, von etwa 5 Herstellern, kostet um die 0.50€

Bei den Baispielen ging es nur um die Schaltung, da kannst du an Stelle des LM107 auch den LM324 einsetzen.

Der LM107 ist schon recht alt.

BTW. Bei den LM-Typen ist es so, dass der LM3xx die normale Ausführung ist, der LM2xx hat einen erweiterten Temperaturbereich und der LM1xx ist dann mehr oder weniger die Militärausführung. Entsprechend ist dann auch der Preis.

Deshalb noch mal zurück zur Frage weiter unten: Geht’s auch
„nur“ mit der Villardschaltung plus „einfacher“ Stromregelung
mit leicht erhältlichen Teilen?

Ja, das war ja meine Idee, insbesondere wenn deine Last nicht an Masse angeschlossen werden muss.

MfG Peter(TOO)

Tomaten und Augen

LM324 : finde ich bei Distrelec, von etwa 5 Herstellern,
kostet um die 0.50€

jetzt wo Du das schreibst, habe ich ihn auch entdeckt :wink:

Ja, das war ja meine Idee, insbesondere wenn deine Last nicht
an Masse angeschlossen werden muss.

Was bedeutet das denn? Ich hab’ne ohmsche Last …
Ich habe die Villardschaltung aufgebaut und mit einem geliehenen Oszi gemessen; scheint zu funktionieren. Jetzt kommt die Stromregelung hinten dran.

Gruss
nIKo

Hallo nIKo,

Ja, das war ja meine Idee, insbesondere wenn deine Last nicht
an Masse angeschlossen werden muss.

Was bedeutet das denn? Ich hab’ne ohmsche Last …

Deine Last hat zwei Anschlüsse und deine Spannungsquelle ja auch.
Einer der Anschlüsse der Spannungsquelle ist dein Bezugspotential, die Masse.
Meist ist dann die Masse mit dem Gehäuse verbunden.
Und manchmal kommt es vor, dass auch in der Last ein Anschluss mit dem Gehäuse verbunden ist …
Zudem kann es auch Vorschrift sein, dass nicht die Masse geschalten werden darf.

MfG Peter(TOO)