Interesse und Chancen
Wenn die Schule dieses Jahr zu Ende geht möchte ich erst meinen Grundwehrdienst ableisten und danach vllt. ein Jahr ins Ausland gehen. Doch danach wirds bei mir schwarz.
Zwischen Schule und Studium ist zumindest die beste Zeit dafür. Abgesehen davon, dass man in dieser Zeit völlig „ungebunden“ auf’s Leben schaut, kann man seine Sichtweise deutlich erweitern und vielleicht wird in dem Jahr „Bedenkzeit“ noch einiges klarer 
Ich belege z.Z. den Physik und Mathe-Leistungskurs und erreiche Leistungen v.a. im Zweistelligen Bereich (2en und 1en).
Ist eine gute Basis, aber nicht notwendigerweise genug: Ich kenne Leute, die Mathe-LK 15 Punkte hatten und das Grundstudium in selbigem Fach nicht überstanden; zum Studium gehört nämlich auch noch einiges Andere, wie z.B. ein gewisses Maß an Streßresistenz und der Wille, sich auch in schwierigen Situationen durchzufinden.
Allgemein bin ich sehr naturwissenschaftlich interessiert.
Wenn Dir alle Naturwissenschaften nahe stehen, dann vielleicht auch Wirtschaftswissenschaften. Da trifft man ungehant vieles wieder, was man auch aus der Physik kennt 
Im Job später sind mir folgende Sachen wichtg:
Damit wären dann schon mal Bürojobs, wie 99% der Akademiker sie wahrnehmen, nichts für Dich.
- nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch arbeiten
Was soll das jetzt heißen? „praktisch“ arbeitet auch ein Software-Entwickler; der macht sich jedoch nicht die Hände mit Erde schmutzig 
- eine Arbeit zu haben, die Anspruch hat (jedoch nicht so etwas wie ein Professor o.ä. --> ich denke, dass ist mir zu theoretisch)
Dann lern’ erst einmal einen Professor kennen, der mit Leib und Seele Archäologe oder Biologe ist, die haben genügend Möglichkeiten sowohl „draußen zu sein“ als auch „praktisch zu arbeiten“ 
Abgesehen davon stehen Dir bis zur Professur von Deinem jetzigen Standpunkt aus noch mindestens 10, realistisch eher 14-15 Jahre bevor! D.h., dass Du bis zur Erreichen einer solchen Position noch fast so lange brauchst, wie Du bisher lebst!
Das hängt immer davon ab, was man macht. Wenn Du in die Beratung gehst, da kannst Du mehr Abwechslung in einem Monat haben als manch Andere bis zum Rentenalter erleben. Ist natürlich auch entsprechend stressig… 
- natürlich auch gute Verdienstchancen, das ist aber nicht so wichtig
Da ist die einfachste Antwort: wer gut in seinem Job ist, kann auch gut verdienen, nahezu unabhängig in welchem Job!
- immer wieder neue Herausforderungen
Das geht nirgendwo besser als beim Berater, da heißt es „up or out“: entweder man nimmt ständig neue Herausforderungen an oder man geht, der Job sieht es so vor!
- viele neue und interessante Sachen sehen, jedoch auch eine Bindung
Klingt auch wieder nach Beratung.
- eine Beschäftigung im naturwiss. Feld
NW hat so viele Richtungen heutzutage, da ist vieles denkbar!
- mit anderen Menschen zusammen arbeiten
Das wird heutzutage fast überall gefordert!
- an einen festen Ort (am liebsten in Sachsen bleiben, aber nicht zwingend)
Das kann heutzutage nicht mal mehr der Staat seinen Beamten bieten, von dem Gedanken sollte man sich verabschieden!
Ich kenne wenig Jobs, die mehr als drei Viertel Deiner Anforderungen abdecken.
Aber wie wäre es mit Arzt für Allgemeinmedizin?
Du kommst zwar nicht raus, aber hast viel mit Menschen zu tun, kannst an einem Ort praktisch, anspruchsvoll, herausgefordert an naturwissenschaftlichen Dingen arbeiten, kriegst recht gutes Geld und siehst immer wieder was Neues (ooh… wie haben Sie das Ding denn *da* rein bekommen?)
Momentan neige ich zum Studiengang Maschinenbau, aber auch eine Arbeit im Zusammenhang mit Öl und Bohrinseln würde mich genauso interessieren, wie das BA-Studium Umwelt-Engineering.
Ich denke mal, Öl wird in der Form wie wir es bisher kennen nicht mehr genutzt lange bevor Du in Rente gehst 
Auch ein Job bei der Polizei scheint mir interessant, jedoch würde ich ungerne öfters mit Toten zu tun(LKS oder so) haben…
Ich kenne wenig Polizisten, die häufiger mit Toten zu tun haben. Totenschein wird vom Arzt ausgestellt und wenn in Realität nur halb so viele Morde passieren würden wie im Fernsehen, wäre der Innenminister längst abgesetzt!
Andereseits kenne ich viele Polizisten die ihren Job mittlerweile ziemlich ätzend finden, da es tagaus tagein immer das Gleiche ist, halt nur mit vielen Überstunden und Streß!
Generell interessiere ich mich mehr für Jobs, bei denen man etwas bedienen muss(als Pilot, Kapitän, …)
Der Pilot oder Kapitän ist aber selten „an einem Ort“ 
oder größere Sachen entwirft, als solche Sachen, wo man kleine Sissifus-Arbeiten macht und daran Forscht und ewig keinen Fortschritt sieht.
Ist das die neue Rechtschreibung? Ejad.
Dafür gibt heutzutage kein Unternehmen mehr Geld aus!
Es gibt Methoden wie TRIZ oder DfSS, mit der sich Innovation steuern, kontrollieren und massiv beschleunigen lassen. „Lange forschen und keinen Fortschritt sehen“: damit verliert man sogar als Professor seinen Beamten-Posten!
Der Wissenschaftler in seinem Speziallabor, der irgendwann nach 15 Jahren das Heureka-Erlebnis hat, den gibt’s nur in Hollywood.
Real werden Forschungsprojekte, die 3 Monate lang keinen Fortschritt zeigen, auf Eis gelegt oder direkt abgesägt!
Ich hoffe sehr dass ihr versteht, was mir gefällt und was ich als Job machen könnte…
Verstehen schon, aber ich würde sagen, den für Dich perfekten Job gibt es in Deutschland 2-3 Mal, da mußt Du schon verdummenichst gut sein um überhaupt die Chance zu bekommen, dafür in Betracht gezogen zu werden!
Daher: priorisieren und die wichtigsten 2-3 Kriterien festlegen!
Gruß,
Michael