Welcher Arzt bei Depr.?

Hallo Vanessa:smile:
Hallo Vanessa,

find ich ziemlich mutig und toll, dass du über deine Depressionen so offen schreibst und damit offen umgehst.

Nachdem wir nicht oft einer Meinung sind, wollt ich das mal loswerden *fg*

Ich bin aber ehrlich gesagt nicht sicher, ob diese Daten bei der Krankenkasse nicht dochmal irgendwann (oder jetzt schon) auch von anderen (z.B. potenziellen Arbeitgebern) eingesehen werden können…ich kenne einige Leute, die ihre Therapien deshalb aus eigener Tasche zahlen. (ähnliche Bedenken habe ich zukünftig bei Erbkrankheiten u.ä.)

Beste Grüße and Good Luck,

barbara

Hallo Barbara,

Auch falsch. Man unterscheidet nicht mehr zwischen endogenen
und exogenen Depressionen.

Wie kommst du darauf bzw. wo kann ich es nachlesen ???

Die Information stammt von Dr. Gernot Sonneck, Psychiater,
Leiter des Wiener Kriseninterventionszentrum.

Das kann ich nicht nachvollziehen, denn wie Bettina ja bereits sehr schön ausgeführt hat, unterscheidet man sehr wohl zwischen einer endogenen und exogenen Depression.

Trotzdem ist es sehr unklug, einem Menschen, der von sich
meint, depressiv zu sein, vor den Latz zu knallen, man selber
wäre seit 5 Jahren in Behandlung,

Was ist daran so schrecklich? Ich habe diese fünf Jahre ja
nicht in der Zwangsjacke verbracht, sondern schlucke morgens
mein Dragee, das nichtmal Nebenwirkungen hat, und bin gut
drauf.

Auch hier möchte ich mich Bettinas Worten anschließen…es ist nicht erstrebenswert, jahrelang Tabletten zu schlucken, ohne die Ursache zu bekämpfen.

dass

ein Therapie so lange dauern kann, aber nicht muss !!

Stimmt. Der Punkt ist mir gar nicht bewusst geworden, da die
Therapie, wie oben gesagt, weder unangenehm noch zeitaufwändig
etc. ist.

Die Gespräche sind zeitaufwendig und auch leider manchmal sehr unangenehm !

Ein Beratungsgespräch bei einem Psychiater bzw.
Psychotherapeuten dauert nicht Jahrzehnte, sondern maximal 2
Stunden !

Meinst du, ich war nur bei einem? Ich bin in diesen
Jahrzehnten immer wieder mit meinen Symptomen zu Ärzten
gegangen, zu Allgemeinmediziner, Internisten, dann zu den
verschiedensten Gesundheitsberatern, schulmedizinischen und
esoterischen, Lebensberatern … Ich wusste nur, dass ich an
höchst unangenehmen Zuständen leide, aber nicht, was für ein
zustand das ist, wie man ihn diagnostiziert und vor allem wie
man ihn therapiert.

Das wundert mich sehr, Barbara…mindestens seit 25 Jahren werden Depressionen in annehmbarer Form behandelt.

Und was ich rüberbringen will? Weißt du, wie es mir in dieser
Zeit damit gegangen ist, mich hundelend zu fühlen und bei
jedem verzweifelten Versuch Hilfe zu finden nur verarscht oder
mit Vitamtabletten heimgeschickt zu werden? Ich konnte nicht
schlafen, konnte nicht arbeiten, konnte nicht denken und dann
sagt dir der Internist achselzuckend „Sie haben nichts …
ach das, das ist nur psychisch“ und der Frauenarzt zuckt die
Achseln und sagt so nebenhin „naja, alleinstehende Frauen
haben so allerlei Wehwehchen, suchen Sie sich doch einen
Freund (frustrierte Funzn, die mir die Zeit stiehlt …) …“

Und das alles bis vor ca. 10 Jahren ?
Das kann ich nicht glauben Barbara…tut mir Leid, aber das ist nicht möglich. Das dir das mit einem Arzt, von mir aus auch mit drei Ärzten passiert, ok…aber darüber hinaus ? Nein, das glaube ich schlicht nicht.

Und dann frage ich mich natürlich, warum du nicht sehr bald zu einem Psychiater gegangen bist ?

Greetings,
Vanessa

Hallo Herbert,

ich war nicht zu Hause - daher melde ich mich erst jetzt.
Außerdem habe ich bei dem Gewusel oben etwas den Überblick verloren. Wenn ich also etwas zum zweiten Mal sagen sollte - bitte nicht übel nehmen!

Leider ist meine Frage …, ob ich … abgestempelt
bin und mit mir anders umgegangen wird, nicht beantwortet
worden nur das es normal ist solche Zweifel zu haben. Nun
hab ich sie halt!

Nein, Herbert, das weiß ich aus der Erfahrung. Ich habe einige Jahre mit psychisch kranken Menschen gearbeitet. Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, wirst du nicht abgestempelt. Jedenfalls ist mir kein Fall bekannt. Gegen Missbrauch ist natürlich kein Kraut gewachsen, aber das kommt in der Regel nicht vor.

Im übrigen hab ich mehr als die Vermutung das ich depr. (das
Wort nervt mich) bin. Früher hab ich mir gar keine Gedanken
darüber gemacht das ich nicht mehr leben wollte und immer
schlecht drauf war, ich hab mir gedacht daß viele junge Leute
so denken. Erst als ich mal so einen Psychotest in einer
Zeitschrift mitgemacht hatte, in dem man feststellen sollte ob
man den unter D. leide. Hatte natürlich volle Punktzahl.
Das so ein blöder Test in irgendeiner Zeitschrift noch nicht
aussagekräftig ist konnte ich mir ja denken. Dann hab ich auch
noch im Internet bei ein paar Tests mitgemacht und war auch
wieder einer der Besten. Naja und aus dem Grund und weil eine
Bekannte schon mal meinte ich müßte wohl mal zu einem
Therapeuten, wegen meiner Unlust zu leben,
glaub ich depr. zu sein.

Das reicht zur Diagnose nicht. Wirklich nicht.

So, ich denke nun braucht ihr nicht mehr darüber zu
diskutieren ob ihr mir was einredet, wobei die Außerung : Nur
Mut tatsächlich das Gegenteil bei mir bewirkt, komisch.

Mit Mut hat das sowieso nichts zu tun, eher mit Einsicht und dem (leider) notwendigen Leidensdruck.

Und wie ists nun wenn ich mal einen Unfall hab oder wie es der
Zufall will ( kein Selbstmord jetzt reininterpretieren ) fahr
ich mal gegen einen Baum auf gerader Straße, vielleicht weil
ich mich nach einer Kassette bücke oder so. Dann würde ja bei
einer festgestellten De. es heißen, na klar, wieder ein
Selbstmörder, und die UV würde nicht zahlen weil es ja ein
Selbstmord gewesen sein m u ß , obwohl es keiner war! Und die
Bekannten und die Familie würde das auch denken, wo es doch
gar nicht so war.
Wenn ich also zum Arzt geh dann oute ich mich doch sozusagen
und bin abgestempelt bis ans Lebensende, richtig?

Nochmal: Nein, mir ist kein solcher oder ähnlicher Fall bekannt geworden (in immerhin insgesamt 9 Jahren, wenn man alles mitzählt).

Ich hoffe das ihr nicht wieder mit euch rumdiskutiert…

Noch eine Bemerkung zum Unterschied zwischen Psychiater und Psychotherapeut: Psychiater sind Ärzte (Mediziner), die den Psychotherapeuten (mindestens) zweierlei voraus haben - sie dürfen „Medizin“ verteilen (das wurde schon gesagt) und sie können eine mögliche somatische (körperliche) Bedingtheit der Depressionen (Ich bin nicht unbedingt davon überzeugt, dass das in jedem Fall bei dir wirklich so sein muss, aber das kann ich auch nicht sein, denn das wäre wirklich eine unzulässige Ferndiagnose.) eher ausschließen.

Schlusswort: Das beste scheint mir zu sein, du suchst dir einen Psychiater mit dem Zusatz Psychotherapie. Aber noch wichtiger ist meines Erachtens, dass der Arzt (und/oder Therapeut) dir sympathisch ist - ganz einfach gesagt. Denn ohne diese Voraussetzung ist eine (mögliche) Therapie zum Scheitern verurteilt, schon bevor sie begonnen hat.

Herzliche Grüße und nochmal viel Erfolg

wünscht

Thomas Miller

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Du verschweigst hier etwas verdammt wichtiges …
Viele Psychiater haben den Zusatztitel Psychotherapeut !!!
Wenn man sich also depressiv fühlt, sollte man einen solchen
Psychiater mit dem Zusatz Psychotherapeut aufsuchen !

Wie so oft im Leben gibt es nicht nur schwarz und weiß…die
Ausbildung zum Psychotherapeuten ist sehr komplex und gerade
ein Psychiater, der diese Zusatzausbildung hat, ist in der
Lage, Depressionen gut zu behandeln, da er eben sowohl die
medikamentöse Einstellung als auch die Gesprächstherapie
macht.

Es würde die Behandlung nicht gerade erleichtern, wenn man zu
einem Psychiater geht wegen der Medikamente und die Therapie
bei einem anderen Therapeuten macht.

Ich verschweige es nicht, ich hatte, glaub ich zumindest, keinen mit dieser Zusatzausbildung.

Aber ich möchte auf deinen letzten Satz eingehen:
Natürlich ist es nicht so ein Gelaufe, wenn der Therapeut und der Arzt ein und derselbe ist, aber:
Bei mir sind depressive Phasen aber auch durch sehr starke Selbtzweifel geprägt gewesen. Und diese Selbstzweifel erstreckten sich auch auf die Beziehung zu meiner Therapeutin, der ich 100%ig vertraute, mich aber gleichzeitig fragte :„Spinnst Du denn, dich so in andere Hände zu begeben?“
Da war es für mich eine Wohltat von einer zweiten Person (dem Arzt) zu hören, daß es mir offensichtlich wesentlich besser ginge.
Außerdem: Solange ich auf der Suche nach einer Therapeutin war, die auch nicht so einfach sein muß (die Suche:smile:), hatte ich auch nach Ablehnung einer Therapeutin(durch mich nach einer Probesitzung), weiterhin eine Person, der ich vertrauen konnte, die mein Problem kannte und die letztlich auch ein Auffangnetz war auf meinem (wahrscheinlich sicheren) Sturz nach unten.

So long
Louise

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Hi,

Doch, diese Unterscheidung existiert „immer“ noch.

Ich bin nach den Aussagen von Dr. Gernot Sonneck geganben, der Leiter des Wiener Kriseninterventionszentrums ist und doch wohl ein qualifizierter Arzt für diese Frage. Möglich ist natürlich, dass sich nicht alle Fachleute einig sind, wie das zu handhaben ist - soll ja öfters vorkommen.

Als wenn Du Dir mit dem morgendlichen „Schlucken“ des Dragees
nicht auch eine Art von Zwangsjacke verpaßt hast… ???

Weißt du, ich höre sehr oft: „Du musst aufhören mit den Tabletten, musst das aus eigener Kraft bewältigen, du bist drogenabhängig, wenn du das dauernd nimmst …“ Meistens kommt so was aus der esoterischen Ecke, leider habe ich von den sonst von mir sehr geschätzten Anonymen Alkoholikern dasselbe gehört - naja, die sind auch nicht fehlerlos.
Vielleicht hat sich ja auch ein Diabetiker eine Zwangsjacke verpasst, wenn er seine Injektionen macht, oder ein Parkinsonkranker, wenn er seine Medikamente nimmt?
Ich kann inzwischen mit solchen dubiosen Ratschlägen leben, kenne aber auch Leute, die dann total zusammengekracht sind. übrigens kommen solche ratschläge von Leuten, denen es dann echt scheißegal ist, wie es mir geht, nur mit dem Medikamentenverbot sind sie schnell. Das erinnert mich schon sehr, entschuldige vielmals, an diese *** Sekten, die ihren Gläubigen raten einmal sofort alle Medikamente wegzuwerfen und nicht mehr zum Arzt zu gehen.

Mundtrockenheit, Gewichtsprobleme, Duseligkeit usw. sind
altbekannte Nebenwirkungen von allen
Serotoninwiederaufnahmehemmern (die einzigen wirksamen Medis
bei Depressionen übrigens, wenn der Serotoninhaushalt im
Ungleichgewicht ist oder sogar gestört ist).

Einige machen Mundtrockenheiut, das stimmt, und in hoher Dosierung dusselig, aber Prozac, das ich ständig nehme, hat bei mir überhaupt keine Nebenwirkungen. Liegt dir viel daran mir zu unterstellen dass ich als geistig umnachteter Fettkloß durchs Leben gehe?

Und „gut drauf“ hört sich doch sehr nach
„Spaßpillengesellschaft“ an.

Ja Himmel, Arsch und Zwirn, hier muss man aber auch jedes Wort auf die Goldwaage legen, um nicht sofort wieder kritisiert zu werden? Was bin ich denn jetzt eigentlich, fett und drogennarikotisiert oder spaßpillenverbrauchende Ballerfrau? Ich bin gut drauf in dem Sinn, dass ich kich körperlich, seelisch und geisit wohl fühle, meine Arbeit mache, gut schlafe und mich des Lebens freue.

Depressive erleben trotz der

Medikation mit SRI´s noch seelische Tiefs, jedoch sehr in
„Watte gepackt“ - und das ist ja auch Sinn und Zweck der
Einahme von Medis.

Natürlich erlebe ich seelische Tiefs. Als mein Hund eingeschläfert werden musste, war das ein solches Tief, was ja wohl normal ist. Ich kann dir versichern, die Trauer um ihn war nicht „in Watte gepackt“. Wovor mich die Medikation bewahrt, ist weder Trauer noch Zorn oder Probleme, sondern dieser Zustand, in dem ich, grob skizziert, zu müde zum Arbeiten und zu nervös zum Schlafen bin.

Ich

habe Metapher so verstanden, daß entweder ein Psychiater oder
ein Psychologischer Psychotherapeut diagnostizieren soll, ja
muß (!) ob H. überhaupt eine Depression hat

Ein „psychologischer Psychotherapeut“ ist kein Arzt und daher nich qualifiziert eine Krankheit zu diagnostizieren. Natüprlich kann er sich bestimmten Symptomen sein Teil denken und dem Patienten entsprechend raten, aber eine Diagnose stellen darf er nicht.

Eine Therapie bei Depressionen ALLEIN mit Medikamenten ist
SINNLOS!

Schau an, das muss ich gleich Dr. Sonneck sagen, das hat der bislang noch gar nicht geschnallt …

gruß, bb

Hi,

Ich möchte dir jetzt nicht zu nahe treten und dachte, du
wüßtest selber, was ich meine ?!
Ich meine dein Alkoholproblem.

Oh, ja. Das ist aber wirklich kein sehr geschicktes Beispiel, denn ich kenne den Hintergrund. Also, für die, die es interessant finden (es ist eine sehr lehrreiche Geschichte): Ich habe bis 1983 massiv getrunken und dann total Schluss gemacht. Fünfzehn absolut alkoholfreie Jahre folgten, bis ich eine Psychotherapie anfing. Und im Laufe dieser Therapie hat der Onkel Doktor zu meiner Alkoholabstinnnz gemeint, das sei ein Zeichen für meine Unfähigkeit zu genießn, ich würde mir nichts gönnen, „Sie werden sich doch jetzt nicht Ihr leben lang kasteien“. Ich könne ruhig wieder zu trinken anfangen, es könne gar nichts mehr passieren, ich sei doch jetzt ein ganz anderer Mensch usw.
Naja, erst gings, dann gings nur schlecht, und dann gings katastrophal. Mein Therapeut hat jeden Hinweis darauf ignoriert oder damit abgetan, „es geht Ihnen doch gut“, auch als ich ihm sagte, dass ich praktisch jeden Tag betrunken war. „Aber sie funktionieren ja.“
Ich habe dann später eine Beschwerde gegen ihn eingereicht und habe auch recht bekommen. auf die Anfrage seiner Vorgesetzten sagte er: „Ja, die Therapie ist schief gelaufen“, hat es aber nie für notwendig gefunden mich zu kontaktieren und mit mir über dieses Schieflaufen zu sprechen.
Naja, Gott und den AA sei Dank, der Alkohol ist nun nur ein Backgroundproblem, insofern, als ich eben aufpassen muss, dieses berühmte erste Glas stehen zu lassen.

Moment mal !
Ich meine doch nicht, dass du nicht völlig normal seiest !!

Fein, fein …:smile:))

Hallo Vanessa,

Die Gespräche sind zeitaufwendig und auch leider manchmal sehr
unangenehm !

Ach nee wirklich! Vor allem sind sie leider auch sehr geldaufwändig, und gute Therapeuten sind schwer zu finden. In den öffentlichen Beratungsstellen sitzen meistens solche, die anderswo nicht zu brauchen waren und irgendwo eine Pfründe kriegen mussten. Bis du einen findest und auch wirklich einen, der gut ist und dich versteht, kann es sehr lange dauern.

Das wundert mich sehr, Barbara…mindestens seit 25 Jahren
werden Depressionen in annehmbarer Form behandelt.

Das hat möglicherweise mit einem Faktor zu tun: Ich habe die Depression in erster Linie als ein intensives körperliches Unbehagen empfunden und nicht als Niedergeschlagenheit. Wenn ich „deprimiert“ war, erschien es mir ganz logisch, dass ich mich schlecht fühle, weil ich (körperlich) krank bin. Also bin ich meistens zum Hausarzt oder zjm Internisten, eventuell auch zum Gynäkologen gegangen. Wenn du als allein stehende Frau mit diffusen Beschwerden zum Arzt kommst, denkt sich der : „Oh Gott, schon wieder so eine menopausierende Alte!“ und schiebt dich schnell zur Tür raus. Gelegentlich sagte schon einer: „Sie sind gesund, das ist alles nur psychisch …“ Meistens gab es dann das Angebot von Beruhigungsmitteln, die hab ich strikt verweigert. Meine Manie ist der einzige Spaß, den ich im Leben habe …:smile:))
Bei einem Internisten erfuhr ich später zufällig, dass er in der Krankengeschichte vermerkt hatte: „Depressionen“, der gute Mann hatte es aber nicht für nötig befunden mir diesen Befund mitzuteilen oder eine Therapie vorzuschlagen!

Und dann frage ich mich natürlich, warum du nicht sehr bald zu
einem Psychiater gegangen bist ?

Weil ich nicht auf die Idee kam, der Psychiater könnte für ein körperliches Unbehagen zuständig sein! wenn mir Ärzte sagten, das sei „psychisch“ ließen sie mich klar erkennen (oder sagten es auch rundheraus): Da seien doch nur Wehwehchen, jaja, diese männerlosen Frauen, haben dauernd irgendein Pipapo, dabei gehörten die nur einemal ordentlich durchgebumst, und diese karrieregeilen Emanzen überhaupt, kein Wunder dass die einen Knacks weg haben, leben ja auch total unnatürlich. Ich hatte jedenfalls nicht die Absicht einen Psychiatier zu konsultieren, der mich von meiner gesellschaftsfeindlichen Haltung korrigieren soll.

Ob du mir das glaubst oder nicht, ist mir egal, ich weiß schließlich, wie es gewesen ist. Kannst gern weiterhin der rosaroten Illusion anhängen, dass Ärzte doch alle weise, edle Götter in Weiß sind, denen wirklich dran gelegen ist die Not ihrer Patienten zu lindern und nicht nur möglichst viele Krankenscheine pro Quartal einzusammeln. Schon mal was von fünf-Minuten-Medizin gehört?
„sie haben Beschwerden, ach ja, na ein bisschen Diät und mehr Bewegung, gelle? Und niedergeschlagen fühlen Sie sich, na da schreibe ich Ihnen hier was auf, der Nächst bitte!“
gruß,
bb

Greetings,
Vanessa

Hallo Barbara,

Das ist lieb von dir.

Ja, finde ich auch. :smile:

Herbert hat eine Frage gestellt, ich
habe sie nach bestem Wissen und Gewissen faktisch richtig
geurteilt. Ich habe ihm weder Medikamente verschrieben noch
eine Diagnose gestellt, sondern nur Fakten erwähnt, z.B. dass
nur ein Facharzt Medikamente verschreiben darf und eine
kombinierte Betreuung unter Fachärzten als das beste Angebot
gilt.

Ob die Antwort faktisch richtig ist, das können weder Du noch ich noch irgendjemand sonst beurteilen, denn, wie gesagt:

"Dennoch möchte ich Euch bitten, zu beachten, daß eine
medizinisch / psychologische Diagnose Eures Problems hier
nicht erfolgen kann."

Gut. Was, meinst du, hätte ich dann an Herbert schreiben
sollen? Was darf hier überhaupt irgendjemand schreiben? Wozu
stellt jemand hier Fragen, wenn keine Antworten gegeben werden
dürfen?

Natürlich dürfen hier Antworten gegeben werden, Barbara. Darum nehme ich an, Deine Frage ist rhethorisch. Ich beantworte sie aber trotzdem gerne.
Jeder kann und darf hier jede Frage beantworten. Der von mir zitierte Satz aus der Brettbeschreibung weist nur darauf hin, daß ich mir wünsche, daß weder der Fragende noch der Antwortgebende der Ansicht verfällt, die Antwort könne unter den hier gegebenen Voraussetzungen der Weisheit letzter Schluß sein.

Diese Verantwortung obliegt natürlich beiden Seiten. Aber im Falle von menschen, die in Not sind und sich an das Forum wenden, bleibt sie oft am Antwortenden hängen.

Ich habe Herbert nicht gesagt, dass er irgendwelche
Medikamente einnehmen soll, sondern habe ihn an den Facharzt
verwiesen, an wen den sonst? Und ich habe ihm aus meiner
Erfahrung Tipps gegeben. Also?

Ich entnehme Deinem „Also“ mal, daß Du von mir gerne wissen möchtest, was es an Deiner Antwort auszusetzen gab. Da Metapher das schon angesprochen hatte, hielt ich es in meinem letzten Posting nicht für nötig, noch einmal gesondert darauf einzugehen. Da Du aber danach fragst, will ich es gerne versuchen. Ich zitiere Dein Ausgangsposting:

„Für die Medikation braucht Herbert einen Psychiater, also einen Facharzt, …“

Das ist kein Rat, kein Tip aus der Erfahrung heraus, sondern eine in den Raum gestellte Feststellung: „Er braucht einen Psychiater“. In diesem Forum posten ausgebildete Psychologen, die sich aufgrund der rudimentären Informationen nicht dazu veranlaßt gefühlt haben, diese Feststellung zu treffen. Aus meinem laienhaften Wissen über die Psychologie heraus möchte ich mutmaßen, daß das in diesem Fall auch gar nicht möglich ist: Dazu gehört mehr als ein oder mehrere Postings. Dazu gehören Gespräche.

Weiter im Text:
"…weil der Psychotherapeut keine Medikamente verschreiben darf.

Eine weitere Feststellung, die in diesem Falle nicht ganz richtig ist, wie ich selber weiß. Es stimmt, daß jemand, der sich „Psychotherapeut“ nennt, keine Medikamente verschreiben darf (soweit ich weiß), aber viele Psychotherapeuten sind auch Ärzte und dürfen das deswegen sehr wohl, ohne diplomierte Psychiater zu sein.

Weiter schreibst Du:
„Ohne Medikamente ist eine Behandlung aber meist sinnlos.“

Eine weitere Feststellung Deinerseits. Eine Behandlung wessen ist ohne Medikamente sinnlos? Das mag auf einen Magendurchbruch zutreffen, ich schätze aber mal, Du meinst eine Depression. Hier stellt Du also eine Behauptung in den Raum. Du schreibst noch nicht einmal: „Ohne Medikamtente ist eine Behandlung meines Erachtens meist sinnlos“, sondern stellst es einfach fest. Und diese spezielle Meinung teilst Du (und nach meiner ganz persönlichen Meinung Gottseidank) aber nur mit allerhöchstens der Hälfte aller ausgebildeten Psychologen - wenn überhaupt.

Ich kenne aus meiner Erfahrung etliche Menschen, deren Depressionen oder andere psychische Probleme und Krankheiten völlig ohne Medikation behoben werden konnten. Unter anderem mich selbst. Meine Diagnose ging, vereinfacht gesagt, in Richtung einer schizoiden Persönlichkeitsstörung. Nach drei Jahren intensiver Psychotherapie (übrigens bei einem Psychotherapeuten, nicht bei einem Psychiater) ging - und geht es bis heute - mir wieder vollkommen gut, und das, ohne jemals in meinem Leben auch nur ein einziges Medikament in dieser Richtung genommen zu haben.

Ganz abgesehen von der generellen zweifelhaftigkeit Deiner Aussage, die Du hier selbstverständlich in den Raum stellst, ist überhaupt nicht klar, welches Problem Herbert hat. Also: Selbst wenn Medikamtente die beste Lösung bei einer Depression wären (und sie sind es meiner Meinung nach nicht), wäre immer noch nicht gesagt, ob Herbert sie braucht, weil wir nicht klar beurteilen können, wie sein Problem gelagert ist.

Herbert fragte nach der Vorgehensweise. Diese Frage wurde ihm beantwortet. Im Falle seiner Beschreibung ([Zitat] „Da ich glaube daß ich unter einer Depression leide möchte ich nun endlich zu einem Arzt gehen, da ich es nicht mehr aushalte bzw. mich vor mir selber fürchte“) kann es vielerlei sein - wir können das nicht beantworten. Wie er vorgehen kann, hat er jetzt erfahren, der Rest wird und sollte in den Händen eines Fachmanns liegen.

Natürlich freut sich ein Fragesteller über jegliche Antwort aus dem Forum. Und jegliche Antwort ist willkommen. Im Zweifelsfall wäre es aber angebracht, einen Hilfesuchenden darauf hinzuweisen, daß hier nur Lösungvorschläge und Tips gegeben werden können, eine wirkliche Lösung des Problems aber nicht in einem Internetforum entsteht.

Ich hoffe, daß Du meine obige Bemerkung jetzt besser verstehst.

Liebe Grüße,
Nike

3 „Gefällt mir“

Opfer ?
Hallo Barbara,

Ich möchte dir jetzt nicht zu nahe treten und dachte, du
wüßtest selber, was ich meine ?!
Ich meine dein Alkoholproblem.

Oh, ja. Das ist aber wirklich kein sehr geschicktes Beispiel,
denn ich kenne den Hintergrund.

Das verstehe ich jetzt nicht…wieso Beispiel und was für ein Hintergrund ?

Es ist doch kein Beispiel, es ist eine Tatsache, die du geschildert hast…ich habe sie lediglich aufgegriffen und denke schon, das Alkoholismus mit Depressionen in direkten Zusammenhang gestellt werden kann.

Also, für die, die es
interessant finden (es ist eine sehr lehrreiche Geschichte):
Ich habe bis 1983 massiv getrunken und dann total Schluss
gemacht. Fünfzehn absolut alkoholfreie Jahre folgten, bis ich
eine Psychotherapie anfing. Und im Laufe dieser Therapie hat
der Onkel Doktor zu meiner Alkoholabstinnnz gemeint, das sei
ein Zeichen für meine Unfähigkeit zu genießn, ich würde mir
nichts gönnen, „Sie werden sich doch jetzt nicht Ihr leben
lang kasteien“. Ich könne ruhig wieder zu trinken anfangen, es
könne gar nichts mehr passieren, ich sei doch jetzt ein ganz
anderer Mensch usw.

Du hast dieses Erlebnis bereits vor Monaten einmal sehr eingehend geschildert und ich konnte nur mit dem Kopf schütteln über soviel Inkompetenz und Ignoranz deines damaligen Therapeutens.

Ich sah allerdings in deinen damaligen Aussagen die Gefahr der Verallgemeinerung.
Und im Grunde hätten bei dir sofort alle möglichen Alarmglocken angehen müssen, nachdem du diesen Quatsch gehört hast.
Ich stehe wirklich sehr vielen Ärzten sehr skeptisch gegenüber…aber eine gewisse Skepsis gegenüber sich selbst sollte man auch haben…ich habe den Eindruck, du machst dich zum Opfer…diese Opferrolle bekommt keinem Menschen !

Moment mal !
Ich meine doch nicht, dass du nicht völlig normal seiest !!

Fein, fein …:smile:))

Ich hoffe mal sehr, du meinst das genauso ernst wie ich…?!

Greetings,
Vanessa

Hallo Barbara,

Die Gespräche sind zeitaufwendig und auch leider manchmal sehr
unangenehm !

Ach nee wirklich!

Barbara, du weißt verdammt gut, worauf ich das bezog…warum also diese Ironie ?

Vor allem sind sie leider auch sehr
geldaufwändig, und gute Therapeuten sind schwer zu finden. In
den öffentlichen Beratungsstellen sitzen meistens solche, die
anderswo nicht zu brauchen waren und irgendwo eine Pfründe
kriegen mussten. Bis du einen findest und auch wirklich einen,
der gut ist und dich versteht, kann es sehr lange dauern.

Da hast du sicher Recht…einen Therapeuten zu finden, mit dem man wirklich gut arbeiten kann, ist unter Umständen ein wenig zeitaufwendig. Es kann natürlich sein, dass man Glück hat und schon der Erste oder der Zweite ist dieser Richtige .

Was die finanzielle Seite anbelangt so verstehe ich dich nicht ganz.
Eine Psychotherapie, und dauert sie Jahre, wird von den Krankenversicherungen getragen…es sei denn, man wendet sich ausschließlich an Psychologen. Aber das muß nicht sein, es gibt genug Therapueten mit dem Zusatz Psychotherapie, und diese werden von den KV’s anerkannt.

Das hat möglicherweise mit einem Faktor zu tun: Ich habe die
Depression in erster Linie als ein intensives körperliches
Unbehagen empfunden und nicht als Niedergeschlagenheit.

So empfinden das sehr sehr viele Betroffene erst einmal.

Wenn
ich „deprimiert“ war, erschien es mir ganz logisch, dass ich
mich schlecht fühle, weil ich (körperlich) krank bin. Also bin
ich meistens zum Hausarzt oder zjm Internisten, eventuell auch
zum Gynäkologen gegangen.

Und das eben macht mich so stutzig…das du zu einem Arzt gehst und er erkennt dein Leiden nicht, ok…aber dann hätte dieser dich untersuchen müssen und keinen organischen Befund festgestellt. Also hätte er dich überwiesen, an einen Facharzt, der für die von dir geschilderten körperlich Symptomen zuständig ist.
Somit warst du also bei einem zweiten Arzt…du schreibst ja auch noch von einem Gynäkologen, somit waren es drei verschiedene Ärzte, die alle festgestellt haben, dass du organisch gesund bist aber nicht festgestellt haben, dass du eine depressive Verstimmung o.ä. hast ??
Endschuldige, aber es fällt mir verdammt schwer, dass so anzunehmen.

Wenn du als allein stehende Frau mit
diffusen Beschwerden zum Arzt kommst, denkt sich der : „Oh
Gott, schon wieder so eine menopausierende Alte!“ und schiebt
dich schnell zur Tür raus. Gelegentlich sagte schon einer:
„Sie sind gesund, das ist alles nur psychisch …“

Na…da ist doch zumindest eine Aussage getroffen, mit der du etwas anfangen konntest. Also, wenn ich das höre von einem Arzt, dann frage ich sofort, was er meint das ich tun kann…wenn er dann nur achselzuckend dasitzt, dann nehme ich es selber in die Hand.

Opfer…ich schrieb es bereits und du bestätigst es mir noch mal. Ich kenne das zu gut…alle sind schuld, wie es um mich bestellt ist…diese bösen Ärzte und Therapeuten…nur ich, ich kann überhaupt nichts dafür, wenn die sich nicht richtig um mich kümmern.

Einmal in dieser Rolle ist es schwer, da wieder herauszukommen…aber noch viel schwerer ist es, sich permanent als das Opfer der bösen Ärzte zu sehen !

Bei einem Internisten erfuhr ich später zufällig, dass er in
der Krankengeschichte vermerkt hatte: „Depressionen“, der gute
Mann hatte es aber nicht für nötig befunden mir diesen Befund
mitzuteilen oder eine Therapie vorzuschlagen!

Was hast du dagegen unernommen ?

Weil ich nicht auf die Idee kam, der Psychiater könnte für ein
körperliches Unbehagen zuständig sein! wenn mir Ärzte sagten,
das sei „psychisch“ ließen sie mich klar erkennen (oder sagten
es auch rundheraus): Da seien doch nur Wehwehchen, jaja, diese
männerlosen Frauen, haben dauernd irgendein Pipapo, dabei
gehörten die nur einemal ordentlich durchgebumst, und diese
karrieregeilen Emanzen überhaupt, kein Wunder dass die einen
Knacks weg haben, leben ja auch total unnatürlich. Ich hatte
jedenfalls nicht die Absicht einen Psychiatier zu
konsultieren, der mich von meiner gesellschaftsfeindlichen
Haltung korrigieren soll.

Und du hast allen Ernsten diesen Blödsinn, den du hier von den Ärzten schreibst, geglaubt ???

Ob du mir das glaubst oder nicht, ist mir egal, ich weiß
schließlich, wie es gewesen ist. Kannst gern weiterhin der
rosaroten Illusion anhängen, dass Ärzte doch alle weise, edle
Götter in Weiß sind, denen wirklich dran gelegen ist die Not
ihrer Patienten zu lindern und nicht nur möglichst viele
Krankenscheine pro Quartal einzusammeln.

Dieser Illusion gebe ich mich schon lange nicht mehr hin…eigentlich noch nie, wenn ich es recht bedenke.
Ärzte sind keine Halbgötter, und in weiß eh schon lange nicht mehr unbedingt…sie sind Menschen.
Ärzte machen Fehler, ganz klar, das will ich weder abstreiten noch beschönigen. Ich habe auch sehr unangenehme Erfahrungen gemacht mit einigen Ärzten…allerdings mehr im Bezug auf die falsche Medikamentation bzw. die Arroganz und Borniertheit einiger Kollegen.

Schon mal was von
fünf-Minuten-Medizin gehört?

Ja klar…nur nehme ich mir das Recht als Patient, auf eine entsprechende Untersuchung zu bestehen…und im Überigen sind es eher die Hausärzte, die diese fünf-Minuten-Medizin betreiben.
Wenn mir ein Arzt nicht gefällt, weil er sich keine Zeit nimmt und mir oberflächlich erscheint, dann gehe ich zu einem anderen. Wie so oft im Leben…es gibt gutes und schlechtes. Man muß für sich selber herausfinden, was man gut und schlecht findet. Es soll ja Menschen geben, die finden es gut und brauchen es, kein gutes Haar an den Ärzten zu lassen…nur kann man das so nicht verallgemeinern !
Es gibt sehr freundliche Ärzte, die weniger kompetent sind…dann gibt es aber auch sehr kompetente Ärzte, die eher sachlich und kühl auftreten und dem Patienten dummerweise dadurch das Gefühl vermitteln, oberflächlich zu sein.

Greetings,
Vanessa

Hallo Vanessa,

ich habe sie lediglich aufgegriffen und

denke schon, das Alkoholismus mit Depressionen in direkten
Zusammenhang gestellt werden kann.

Ja,d as stimmt hundertprozentig. Nur war es in meinem Fall so, dass die (erneute) Alkoholabhängigkeit die direkte Folge einer psychotherapeutischen Behandlung war, in der es um meine Depressionen ging.

Du hast dieses Erlebnis bereits vor Monaten einmal sehr
eingehend geschildert

oioioioi … immer diese Gedächtnislücken :wink:))

Ich sah allerdings in deinen damaligen Aussagen die Gefahr der
Verallgemeinerung.

Sollte natürlich keine Verallgemeinerung sein. Tatsächlich habe ich aber im Rahmen meiner Beschwerde von kompetenter Seite gehört, dass so etwas jedenfalls nicht selten vorkäme, weil Therapeuten doch immer wieder ihre eigenen Probleme in die Therapie einbrächten.

Und im Grunde hätten bei dir sofort alle möglichen
Alarmglocken angehen müssen, nachdem du diesen Quatsch gehört
hast.

Nein, gingen nicht. Ich habe diesem Mann nämlich voll vertraut, und später, als die Alarmglocken angingen, hat er das immer irgendwie beiseite geschoben oder für nichtig erklärt.

…ich habe den Eindruck, du machst

dich zum Opfer…diese Opferrolle bekommt keinem Menschen !

Im Gegenteil, ich sehe die Gefahr darin, dass die Opfer therapeutischen Missbrauchs es eben nicht wagen sich als Opfer zu begreifen, sondern die Schuld bei sich selbst suchen, damit der Therapeut weiterhin auf seinem hohen Podest stehen kann. Bei Ärzten, Priestern und Therapeuten ist es eben gesellschaftlich verboten sie als inkompetent und ignorant zu sehen. Wenn da was schiefläuft, war sicher die Patientin schuld, die hat ja auch schon durch die Tatsache, dass sie eine Therapie machte, de facto eingestanden, dass sie nicht alle Tassen im Schrank hat.

Ich hoffe mal sehr, du meinst das genauso ernst wie ich…?!

Du kennst doch die Geschichte von Alfred Kubin: Als Siegmund Freud seine grauenhaften Zeichnungen sah, rief er ihn spontan an und bot ihm an, ihn kostenlos zu therapieren. Worauf Kubin rief: „Mann, sind Sie wahnsinnig? Wollen Sie mir meine Existenzgrundlage rauben?“

lg,
bb

Hallo Nike,

Das ist ein Missverständnis. Ich wollte nur sagen, dass Medikamente nur von einem Arzt verschrieben werden dürfen, und das ist nicht meine persönliche Meinungn, sondern das österreichische Ärztegesetz.

„Für die Medikation braucht Herbert einen Psychiater, also
einen Facharzt, …“

Weiter im Text:
"…weil der Psychotherapeut keine Medikamente
verschreiben darf.

Eine weitere Feststellung, die in diesem Falle nicht ganz
richtig ist, wie ich selber weiß. Es stimmt, daß jemand, der
sich „Psychotherapeut“ nennt, keine Medikamente verschreiben
darf (soweit ich weiß), aber viele Psychotherapeuten sind auch
Ärzte und dürfen das deswegen sehr wohl, ohne diplomierte
Psychiater zu sein.

Ja, nichts anderes meinte ich.

Und diese spezielle Meinung

teilst Du (und nach meiner ganz persönlichen Meinung
Gottseidank) aber nur mit allerhöchstens der Hälfte aller
ausgebildeten Psychologen - wenn überhaupt.

Entschuldige, ich habe immerhin ein Buch über das Thema geschrieben und dafür recherchiert, und zwar bei zwei Psychiatern, der eine Universitätsprofessor, der andere langjähriger Spezialist für Depressionen, und in meiner Einfalt habe ich angenommen, dass ihre Ansichten wiedergebenswert sind. Dass andere Fachleute anderer Meinung sind, wird schon so sein, in der wissenschaft gibt es ja immer Widersprüche.

Natürlich freut sich ein Fragesteller über jegliche Antwort
aus dem Forum. Und jegliche Antwort ist willkommen. Im
Zweifelsfall wäre es aber angebracht, einen Hilfesuchenden
darauf hinzuweisen, daß hier nur Lösungvorschläge und Tips
gegeben werden können, eine wirkliche Lösung des Problems aber
nicht in einem Internetforum entsteht.

Das habe ich vorausgesetzt, und nirgends habe ich gesagt, dass meine Meinung die eines Arztes oder Psychotherapeuten ersetzen kann. Ich habe Herbert nur geraten zu einem medizinisch qualifizierten Berater zu gehen und nicht zu einem „Psychologen“.
lg,
bb

Nebenwirkungen
Hallo Barbara,

Ich bin nach den Aussagen von Dr. Gernot Sonneck geganben, der
Leiter des Wiener Kriseninterventionszentrums ist und doch
wohl ein qualifizierter Arzt für diese Frage. Möglich ist
natürlich, dass sich nicht alle Fachleute einig sind, wie das
zu handhaben ist - soll ja öfters vorkommen.

Die Fachleute sind sich wahrhaftig nicht immer einig…das ist auch gerade in der Psychiatrie nicht einfach. Allerdings unterscheiden nach wie vor wohl die meisten Psychiater zwischen enogener und exogener Depression.

Weißt du, ich höre sehr oft: „Du musst aufhören mit den
Tabletten, musst das aus eigener Kraft bewältigen, du bist
drogenabhängig, wenn du das dauernd nimmst …“ Meistens kommt
so was aus der esoterischen Ecke, leider habe ich von den
sonst von mir sehr geschätzten Anonymen Alkoholikern dasselbe
gehört - naja, die sind auch nicht fehlerlos.

Niemand ist fehlerlos, Barbara…natürlich muss jeder selber für sich entscheiden, in welcher Form und über welche Dauer er Medikamente einnehmen möchte. Gerade Antidepressiva sollen ja häufig auf Anraten der Psychiater über einen sehr langen Zeitraum genommen werden. Allerdings gibt es ganz klar große Unterschiede zwischen den vielen verschiedenen Antidepressiva. Und nicht bei jeder Depression ist eine medikamentöse Behandlung allein ausreichend.

Generell empfinde ich es als äußerst wichtig, zu erfahren, warum ich in diese depressiven Stimmungen verfalle und wie ich auch ohne Medikamente evtl. dagegen angehen kann.

Vielleicht hat sich ja auch ein Diabetiker eine Zwangsjacke
verpasst, wenn er seine Injektionen macht, oder ein
Parkinsonkranker, wenn er seine Medikamente nimmt?

Ich denke. dieser Vergleich hinkt ein wenig.

Ich kann inzwischen mit solchen dubiosen Ratschlägen leben,
kenne aber auch Leute, die dann total zusammengekracht sind.

Klar, und deshalb hat Bettina auch nicht abgeraten und würde es nie tun, so wie ich sie einschätze, diese Medikamente zu nehmen.

Die Frage ist nur, und diese Frage ist berechtigt, was ist der Auslöser für diese Ursache ? Ich bekämpfe mit den Medikamenten die Symptome, nicht die Ursache.

Einige machen Mundtrockenheiut, das stimmt, und in hoher
Dosierung dusselig, aber Prozac, das ich ständig nehme, hat
bei mir überhaupt keine Nebenwirkungen. Liegt dir viel daran
mir zu unterstellen dass ich als geistig umnachteter Fettkloß
durchs Leben gehe?

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum dir daran liegt, uns immer wieder Dinge zu unterstellen, die wir nie gesagt geschweige denn gemeint haben.

Prozac, bei uns als Fluctin bekannt, kann defintiv sehr unangenehme Nebenwirkungen haben, von denen du heute noch nichts merkst, die sich aber später sehr negativ bemerkbar machen können.

Innere Unruhe, die dann parallel oft mit einem Sedativum behandelt wird (welches dann u.U. wieder andere NW hat);
Schweißausbrüche und Zittern sind noch die harmlosen.

Langfristig kann es noch zu viel schlimmeren NW kommen, die du jetzt noch lange nicht spürst.

Herzanfall, Impotenz, Haarausfall, Grauer Star, Leberentzündung… Schüttelkrampf, Koma, Migräne…Taubheit…Geschwüre…unfähig Darmbewegungen zu kontrollieren…Augenbluten, Spucken…und Brechen von Blut.

Bei dieser Liste denke ich, man sollte sich schon sehr genau überlegen, wielange man diese Mittel einnimmt und ob es neben der Medikamentation nicht doch der richtige Weg wäre, eine Psyhcotherapie anzustreben.

Eine Therapie bei Depressionen ALLEIN mit Medikamenten ist
SINNLOS!

Schau an, das muss ich gleich Dr. Sonneck sagen, das hat der
bislang noch gar nicht geschnallt …

Gibt es außer Dr. Sonneck noch andere kompetene Psychiater in deinen Augen ?

Greetings,
Vanessa

Hi Vanessa,

Was die finanzielle Seite anbelangt so verstehe ich dich nicht
ganz.
Eine Psychotherapie, und dauert sie Jahre, wird von den
Krankenversicherungen getragen

Möglicherweise ist das in Deutschland anders, aber hier hat jeder Psychotherapeut nur ein geringes Kontingent an KV-PLätzen, die natürlich sofort belegt sind. Ich bekam ein Drittel des Honorars refundiert, blieb aber immer noch genug an mir hängen.

Und das eben macht mich so stutzig…das du zu einem Arzt
gehst und er erkennt dein Leiden nicht, ok…aber dann hätte
dieser dich untersuchen müssen und keinen organischen Befund
festgestellt. Also hätte er dich überwiesen, an einen
Facharzt, der für die von dir geschilderten körperlich
Symptomen zuständig ist. :Somit warst du also bei einem zweiten Arzt…du schreibst ja
auch noch von einem Gynäkologen, somit waren es drei
verschiedene Ärzte, die alle festgestellt haben, dass du
organisch gesund bist

Und mir je nach Laune gereizt oder von oben herab erklärt haben, ich sei völlig gesund. Einer hat mich sogar angefahren, ich solle einmal in ein Krankenhaus gehen und mir die Leute anschauen, die WIRKLICH kank sein, dann würde es mir besser gehen. Mit der Zeit habe ich auch keine Lust mehr gehabt über Symptome zu klagen, die der Arzt sowieso nur als das Geraunze einer frustrierten alten Jungfer wahrnimmt. Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber ab vierzig kannst du damit rechnen, dass dich der Arzt betrachtet wie ein rostiges Auto: Wozu um Himmelswillen noch Reparaturen in die Rostschüssel stecken, ist doch ohnehin schrottreif, auch wenn wir noch ein bisschen dran rummachen!

aber nicht festgestellt haben, dass du

eine depressive Verstimmung o.ä. hast ??Endschuldige, aber es fällt mir verdammt schwer, dass so
anzunehmen.

Dein Problem, nicht meines.

das ist alles nur psychisch …"

Opfer…ich schrieb es bereits und du bestätigst es mir noch

mal. Ich kenne das zu gut…alle sind schuld, wie es um mich
bestellt ist…diese bösen Ärzte und Therapeuten…nur ich,
ich kann überhaupt nichts dafür, wenn die sich nicht richtig
um mich kümmern. :Einmal in dieser Rolle ist es schwer, da wieder herauszukommen…aber noch viel schwerer ist es, sich
permanent als das Opfer der bösen Ärzte zu sehen!

Ja, wenn dir viel daran liegt mich so zu sehen sei es dir unbenommen. Für deine Meinung über mich bin ich nicht zuständig.

Und du hast allen Ernsten diesen Blödsinn, den du hier von den
Ärzten schreibst, geglaubt ???

Geglaubt nicht. Ich habe nur daraus entnommen, dass es wohl nicht viel Sinn hat über diese Symptome zu sprechen, weil sie mir eigentlich nur Beleidigungen eingetragen und mich sehr gekränkt haben.

Es soll ja Menschen geben, die finden es gut und

brauchen es, kein gutes Haar an den Ärzten zu lassen

Offenbar liegt dir sehr viel daran mir das Geständnis abzuringen dass alles meine Schuld war und die Ärzte nun wirklich nichts dafür konnten, dass so ein Dussel wie ich da in ihrer Ordination eindringt. Aber so leicht lasse ich mir Schuld nicht zuschieben, um so weniger, als ich beileibe nicht die Einzige bin, der es so geht.

Es gibt sehr freundliche Ärzte, die weniger kompetent
sind…

Ja, so einen hatte ich. War wirklich freundlich, nur hat er Schmerzen von einem vereiterten Zahn als Genickschmerzen interpretiert und Massagen verschrieben, und er hat mir auch hin und wieder mal ein Medikamentchen verschrieben, das für mich kontraindiziert wird. Aber seine Jörg-Haider-Witze waren erstklassig.

dann gibt es aber auch sehr kompetente Ärzte, die eher

sachlich und kühl auftreten und dem Patienten dummerweise
dadurch das Gefühl vermitteln, oberflächlich zu sein.

Ja, gibts. Einem hab ich dann einmal gesagt, dass man als Leiche vom Pathologen warmherziger behandelt wird als als Patientin von ihm.worauf er mir kühl erklärte, das sei hier eine Kassenordination und wenn ich mehr wollte müsste ich eben privat zahlen.
lg,
bb

Greetings,
Vanessa

Hallo Barbara,

ich habe sie lediglich aufgegriffen und

denke schon, das Alkoholismus mit Depressionen in direkten
Zusammenhang gestellt werden kann.

Ja,d as stimmt hundertprozentig. Nur war es in meinem Fall so,
dass die (erneute) Alkoholabhängigkeit die direkte Folge einer
psychotherapeutischen Behandlung war, in der es um meine
Depressionen ging.

Wir drehen uns im Kreis…du schreibst selber von der erneuten Abhängigkeit und machst einen Therapeuten verantwortlich.

Ich sah allerdings in deinen damaligen Aussagen die Gefahr der
Verallgemeinerung.

Sollte natürlich keine Verallgemeinerung sein. Tatsächlich
habe ich aber im Rahmen meiner Beschwerde von kompetenter
Seite gehört, dass so etwas jedenfalls nicht selten vorkäme,
weil Therapeuten doch immer wieder ihre eigenen Probleme in
die Therapie einbrächten.

Ok…für mich hörten sich deine damaligen Posts sehr verallgemeinert an.

Und im Grunde hätten bei dir sofort alle möglichen
Alarmglocken angehen müssen, nachdem du diesen Quatsch gehört
hast.

Nein, gingen nicht. Ich habe diesem Mann nämlich voll
vertraut, und später, als die Alarmglocken angingen, hat er
das immer irgendwie beiseite geschoben oder für nichtig
erklärt.

Wie kann ich als Mensch mit massiven Alkoholproblemen, der diese bereits im Griff hatte, denn einem Menschen vertrauen, der mich ermutigt, wieder zu trinken ?

…ich habe den Eindruck, du machst

dich zum Opfer…diese Opferrolle bekommt keinem Menschen !

Im Gegenteil, ich sehe die Gefahr darin, dass die Opfer
therapeutischen Missbrauchs es eben nicht wagen sich als Opfer
zu begreifen, sondern die Schuld bei sich selbst suchen, damit
der Therapeut weiterhin auf seinem hohen Podest stehen kann.

Ok…es macht an dieser Stelle für mich keinen Sinn mehr, weiter darauf einzugehen. Du hast dein Bild, dass du offenstichtlich nicht im entferntesten bereit bist zu überdenken, zu hinterfragen und zu aktualisieren.

Vielleicht solltest du erstmal überdenken, was ich mit der Opferrolle gemeint haben könnte ?!

Bei Ärzten, Priestern und Therapeuten ist es eben
gesellschaftlich verboten sie als inkompetent und ignorant zu
sehen.

Wie kommst du nur darauf ? Mit welcher Gesellschaft umgibst du dich ?
Sorry, aber das kann es nicht sein.
Meine Mutter ist Psychiaterin, und sie stellt ihr eigenes Tun und Handeln immer wieder in Frage…um ihre Patienten und sich selber zu schützen und zu lernen.

Wenn da was schiefläuft, war sicher die Patientin
schuld, die hat ja auch schon durch die Tatsache, dass sie
eine Therapie machte, de facto eingestanden, dass sie nicht
alle Tassen im Schrank hat.

Dieser letzte Satz ist in meinen Augen dumm…behaftet mit alten Klischees, von denen ich mich schon lange befreit habe.

Greetings,
Vanessa

Hi Vanessa,

Allerdings gibt es ganz klar große

Unterschiede zwischen den vielen verschiedenen Antidepressiva.

Ja, das stimmt. Ich habe auch zwei Mal sehr unangenehme Nebenwirkung von Medikamenten der älteren Generation gehabt, die dann eben durch andere ersetzt wurden.

Und nicht bei jeder Depression ist eine medikamentöse
Behandlung allein ausreichend.

Ich denke, die Medikamente versetzen mich in einen Zustand, in dem ich überhaupt erst fähig bin den Ursachen nachzuspüren.

Generell empfinde ich es als äußerst wichtig, zu erfahren,
warum ich in diese depressiven Stimmungen verfalle und wie ich
auch ohne Medikamente evtl. dagegen angehen kann.

Ganz sicher so, und ich befasse mich auch intensiv damit.

Die Frage ist nur, und diese Frage ist berechtigt, was ist der
Auslöser für diese Ursache ? Ich bekämpfe mit den Medikamenten
die Symptome, nicht die Ursache.

Das ist auch richtig, und ich befasse mich auch intensiv damit. Es ist allerdings ziemlich schwierig sich durch die verschiedenen Schichten seines Bewusstseins durchzuarbeiten bis zu dem Punkt, wo man drauf stößt, was wirklich los ist. Bekanntlich ist die wunde stelle ja durch Dutzend verschiedene Mechanismen geschützt, die man erst ausschalten muss. Sicher wäre eine gute Psychotherapie vorteilhaft, aber die sind eben schwer zu finden.

Prozac, bei uns als Fluctin bekannt, kann defintiv sehr
unangenehme Nebenwirkungen haben, von denen du heute noch
nichts merkst, die sich aber später sehr negativ bemerkbar
machen können.

Ja, Fluctine heißt es bei uns auch.

Herzanfall, Impotenz, Haarausfall, Grauer Star,
Leberentzündung… Schüttelkrampf, Koma,
Migräne…Taubheit…Geschwüre…unfähig Darmbewegungen zu
kontrollieren…Augenbluten, Spucken…und Brechen von Blut.

Woher stammt diese Information?

Gibt es außer Dr. Sonneck noch andere kompetene Psychiater in
deinen Augen ?

Nein, das nicht, aber er ist definitiv einer der besten Spezialisten auf seinem Gebiet.
lg,
bb

Hallo Vanessa,

Ok…es macht an dieser Stelle für mich keinen Sinn mehr,
weiter darauf einzugehen. Du hast dein Bild, dass du
offenstichtlich nicht im entferntesten bereit bist zu
überdenken, zu hinterfragen und zu aktualisieren.

Naja, siehst du, das denke ich von dir auch, also schließen wir das Thema.
lg,
bb

Abschließend

Hallo Nike,

Das ist ein Missverständnis. Ich wollte nur sagen, dass
Medikamente nur von einem Arzt verschrieben werden dürfen, und
das ist nicht meine persönliche Meinungn, sondern das
österreichische Ärztegesetz.

Womit ich ja auch übereinstimme - siehe oben. Dann war es also tatsächlich nur ein Mißverständnis.

Und diese spezielle Meinung [Medikation]
teilst Du (und nach meiner ganz persönlichen Meinung
Gottseidank) aber nur mit allerhöchstens der Hälfte aller

ausgebildeten Psychologen - wenn überhaupt.

Entschuldige, ich habe immerhin ein Buch über das Thema
geschrieben und dafür recherchiert, und zwar bei zwei
Psychiatern, der eine Universitätsprofessor, der andere
langjähriger Spezialist für Depressionen, und in meiner
Einfalt habe ich angenommen, dass ihre Ansichten
wiedergebenswert sind. Dass andere Fachleute anderer Meinung
sind, wird schon so sein, in der wissenschaft gibt es ja immer
Widersprüche.

Barbara, daß Du ein Buch über das Thema geschrieben und recherchiert hast, geht erstens nicht aus Deiner ViKa hervor, also kann ich es nicht raten. Und zweitens sind, wie Du schon sagst, wissenschaftliche Meinungen selten eindeutig.

Das habe ich vorausgesetzt, und nirgends habe ich gesagt, dass
meine Meinung die eines Arztes oder Psychotherapeuten ersetzen
kann. Ich habe Herbert nur geraten zu einem medizinisch
qualifizierten Berater zu gehen und nicht zu einem
„Psychologen“.

Da wird es dann wohl einzig an der Ausdrucksweise gelegen haben. Es klang sehr unmittelbar und kompromißlos, was Du schriebst. Vielleicht würde es in Zukunft einfach helfen, bei Streitpunkten zu erwähnen, daß es sich um eine Meinung, nicht um eine allgemeingültige Tatsache handelt.

Da wir dieses Mißverständnis nun geklärt haben, können wir die Diskussion wohl beenden. :smile:

Liebe Grüße, Nike

Danke :smile:)
Hallo Babs,

find ich ziemlich mutig und toll, dass du über deine
Depressionen so offen schreibst und damit offen umgehst.

Nachdem wir nicht oft einer Meinung sind, wollt ich das mal
loswerden *fg*

Lieb von dir, dass du das sagst !!

Ich bin aber ehrlich gesagt nicht sicher, ob diese Daten bei
der Krankenkasse nicht dochmal irgendwann (oder jetzt schon)
auch von anderen (z.B. potenziellen Arbeitgebern) eingesehen
werden können…ich kenne einige Leute, die ihre Therapien
deshalb aus eigener Tasche zahlen. (ähnliche Bedenken habe ich
zukünftig bei Erbkrankheiten u.ä.)

Also, ich bin mir bei mir zumindest zu 100% sicher, dass meine KV keinerlei Daten an meinen Arbeitgeber oder irgendwen rausgibt.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht, und meine Mutter aus der Klinik dort anrufen lassen, du weißt, sie ist P., sie tat so, als ob sie eben nicht meine Ma sei sondern eine Psychiaterin, die sich mit mir befasst…sie bekam keinerlei Auskunft. Auch schriftlich wäre das so ohne weiteres nicht gegangen, da hätte sie schon belegen müssen, dass ich bei ihr in Behandlung bin und sie deshalb ein Anliegen hat.
Meine Ma war auch sehr erstaunt, als ich sie danach fragte und meinte, dass dürfte ja nicht sein wegen der Schweigepflicht, und die besteht ihres Wissens nach noch.

Darüber mache ich mir nicht so den Kopf…vielleicht ist es Zukunftsmusik, aber das wäre sehr dramatisch !

Liebe Grüße,
Vanessa