Welcher Frequenz entspricht jede Gitarresaite?

Hallo,

ich habe mir meine erste Gitarre gekauft übe auch schon fleißig. Mein Problem ist nur, da ich relativ spät damit angefangen haben (mit 23) und vorher nie ein Instrument gespielt habe, fällt es mir schwer, herauszuhören, wann die Gitarre richtig gestimmt ist. Manchmal kommen Leute zu mir und sagen: „Ui, Deine Gitarre ist ja total verstimmt!“ – Das hätte ich selber nicht gemerkt.
Zum Glück gibt es elektronische Stimmgeräte, die das Gitarrenstimmen vereinfachen. Die Dinger sind auch gar nicht sooo teuer, aber ich möchte die Gelegenheit nutzen und mir die Herausforderung suchen: Ein solches Instrument selber zu bauen (ich mache ein Etechnikstudium). Da ich aber leider gar nicht weiß, welcher Frequenz die einzelnen Gitarrensaiten entsprechen, und die Internetrecherche bislang nichts ergeben hat, möchte ich hier die Frage stellen:
Welcher Frequenz entsprechen die Gitarrensaiten E, A, D, G, H und E?

Viele Grüße,

Bernhard

Wer googeln kann, ist klar im Vorteil…
Hi

Google, sofort ein Volltreffer:
http://www.gitarrenlinks.de/saiten_frequenzen.htm

… vorher nie ein Instrument
gespielt habe, fällt es mir schwer, herauszuhören, wann die
Gitarre richtig gestimmt ist.

Das solltest du dir aber unbedingt aneigenen!

Zum Glück gibt es elektronische Stimmgeräte, die das
Gitarrenstimmen vereinfachen.

Richtig: Vereinfachen !
Ist es aber nicht erstrebenswerter, die (Ver-)Stimmung selbst HÖREN(!) zu können (wie deine Bekannten) oder Hören zu lernen?

Wenn es dir vordergründig um die SCHNELLE, saubere Stimmung geht, ist dein zukünftiger Elektronik-Eigenbau ok.
Übe aber dann irgendwann mal das Stimmen nach dem Gehör, tu mir bitte den Gefallen.

Grüße
Herm

Übe aber dann irgendwann mal das Stimmen nach dem Gehör, tu
mir bitte den Gefallen.

Hallo Herm
Warum täte er Dir damit einen Gefallen? Warum liegt ir soviel daran, dass ein Anderer seine Gitarre stimmen kann? Wirst Du dauerhaft belästigt von ungestimmten Gitarre der Nachbarn? :wink:
Gruss, Branden

Na klar
Hallo,

danke für den Link, ich hatte ihn durch meine Suchbegriffe nicht finden können. Googeln will gelernt sein.

Natürlich werde ich auch in Zukunft weiterhin versuchen, mein Instrument selber nach Gehör zu stimmen. Dafür ist es gut, wenn man eine Referenz hat, und nicht komplett nach Gefühl stimmt. Solche Tricks wie das Telefon zu nutzen, das klappt bei mir noch nicht.

Grüße,

Bernhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Stimmen einer Gitarre
Hallo Bernhard,

bezüglich des Stimmens einer Gitarre kann ich dir noch ein paar Tipps geben:

Wenn du dir ein Stimmgerät kaufst, achte darauf, dass du die zu stimmenden Töne auch manuell eingeben kannst. Wenn das Gerät nur auf automatische Saitenerkennung eingestellt ist, schwingen die anderen Saiten beim Stimme unwillkürlich mit (Obertöne, Naturtöne).
Empfehlen würde ich dir Geräte von Korg: http://www.korg.de/products/homepage.asp?tuner=1

Um das Gehör zu schulen gebe ich dir folgenden Tipp: Besorge dir eine hundsgewöhnliche Stimmgabel. Schlage sie und halte sie an den Gitarrenkorpus. Dann kannst du erst einmal die A-Saite (5.Saite) stimmen.

Danach hast du mehrere Möglichkeiten, die restlichen Gitarrensaiten zu stimmen.

Möglichkeit 1 (weitverbreitete Methode): Drücke im fünften Bund die sechste Saite (E) herunter und zupfe diese und die A-Saite an. Die E-Saite sollte jetzt genauso klingen, wie die A-Saite. Klingt sie zu hoch , drehe den Wirbel der E-Saite nach rechts (die Saite wird entspannt); klingt sie zu tief , drehe den Wirbel der E-Saite nach links (die Saite wird dann angespannt).
Fahre dann mit dem Stimmen folgendermassen fort:
Drücke die A-Saite im fünften Bund und zupfe mit ihr die D-Saite (4.Saite) an.
Drücke die D-Saite im fünften Bund und zupfe mit ihr die G-Saite (3.Saite) an.
Drücke die G-Saite im vierten (!) Bund und zupfe mit ihr die h-Saite (2.Saite) an.
Drücke die h-Saite im fünften Bund an und zupfe mit ihr die e-Saite (1.Saite) an.

Möglichkeit 2 (Flagoelette-Methode 2):

Lege (!) den Finger direkt über den fünften Bundstab der sechsten Saite und zupfe diese leicht an. Du solltest einen sogenannten Flagoelette-Ton hören. Lege jetzt den Finger über den siebten Bundstab der fünften Saite. Beide Töne sollten gleichklingen.
So geht es weiter:
Finger über 5.Bundstab 5. Saite - 7.Bundstab 4.Saite.
Finger über 5.Bundstab 4. Saite - 7.Bundstab 3.Saite.
Drücke die G-Saite im vierten (!) Bund und zupfe mit ihr die h-Saite (2.Saite) an.
Finger über 5.Bundstab 2. Saite - 7.Bundstab 1.Saite.

Klingt alles sehr theoretisch… probiere es einfach aus :smile: Die konventionelle Methode (Möglichkeit 1) ist für den Anfang besser.

Noch ein Tipp zum Schluss:
Wenn du mal neue Saiten auf die Gitarre ziehst, fasse die Saite einzelne oberhalb des Schallloches an und ziehe sie ein wenig in die Höhe. So werden sie straffer. Neue Saiten verziehen sich am Anfang recht schnell, weil die Zugkraft noch nicht ganz vorhanden ist.

Falls du noch mehr Tipps brauchst, zöger nicht, schicke mir ein Mail.

Liebe Grüsse und viel Spass beim Gitarrespielen.

Matthias

Tach Branden,

Wirst Du
dauerhaft belästigt von ungestimmten Gitarre der Nachbarn? :wink:
Gruss, Branden

Nee, wahscheinlich bin eher ich der, der die Nachbarn nervt … *g*

Warum täte er Dir damit einen Gefallen? Warum liegt ir soviel
daran, dass ein Anderer seine Gitarre stimmen kann?

  1. Eigentlich wollte ich nur etwas höflich sein, und nicht sagen: mach das so oder so!
    Er hatte ja eigentlich nur nach den Frequenzen gefragt.

  2. Tatsächlich halte ich es aber für unbedingt notwendig, zur Beherrschung eines Instrumentes (egal welches) beurteilen zu können, wie das Instrument klingt (auch: stimmt). Beim Klavier ist es nicht notwendig, es selber stimmen zu können, durchaus aber, zu beurteilen, ob eine Stimmung mal wieder notwendig wäre. Bei der Gitarre oder ähnlich „einfachen“ Instrumenten (soll heißen, einfach zu stimmend) gehört es einfach dazu,
    weil

  3. Spielen in der Gruppe oder mit anderen Instrumenten oder mit Gesang eine „Gehöranpassung“ m.E. erfordert.
    Nehmen wir an, der Gitarrist soll mit einem Klavier zusammenspielen, welches nicht sauber auf den Kammerton gestimmt ist. Es bleibt ihm nur, seine Gitarre entsprechend anzupassen. Und dies nach Gehör, sein Stimmgerät kann er eingepackt lassen.
    Im Chorgesang (bzw. wohl bei jeder Art gemeinsamen Musizierens) ist „Hören so wichtig wie Singen“.
    Tatsächlich halte ich es für legitim, auch mal absichtlich falsch zu singen, soll heißen: den Ton absichtlich zu tief oder zu hoch zu nehmen.
    Man stelle sich den perfekten Sänger (vielleicht mit absolutem Gehör) in einem mittelprächtigen Chor vor: Der Restchor fällt im Ton und endet nachher einen Halbton zu tief. Unser Supersänger hätte aber knallhart den richtigen Ton gehalten. Wäre nicht so doll, denke ich.

  4. war eigentlich nur ein wohlgemeinter Rat an den (selbst so genannten) Anfänger.

Alles klar?
Herm.

Alles klar?

Ja. Klar. War auch inhaltlich nicht in Zweifel von mir gezogen worden :wink: Mein Posting bezog sich mehr auf die Art, WIE Du es rüberbrachtest. Ist aber jetzt okay.
Gruß, Branden,
der alle paar Monate von der Gitarre auf den Kontrabass und zurück wechselt