Welcher Trafo für LED's?

Hallo LED-Spezialisten,

hab jetzt meine ersten Gehversuche mit LED-Lampen gemacht, war bisher Skeptiker. Ein Haus aussen unterm Vordach mit Spots beleuchtet und mich deshalb mit der Stromversorgung befasst, halt nur mit den Katalogangaben.

Und dabei festgestellt:

Im Katalog wird für die LED-Lampen meist entweder 12Vdc, 12Vac oder 230V verlangt. (Oder bei größeren Reihenschaltungen ein Stromtreiber)
Bin dabei auf die Vorgabe „nur mit konventionellem Trafo zu betreiben“ gestossen, das hab ich auch so gemacht.

Da ich jetzt Blut geleckt habe, möchte ich mit dem Thema weiterarbeiten und mehr mit LED’s machen. Wie ist denn das eigentlich bei der Umrüstung vorhandener NV-Anlagen?
Wahrscheinlich muss man wissen, ob dort ein konvent.Trafo 12Vac oder ein el.Trafo 12Vdc verbaut ist.
Aber gibt ein elektronischer Trafo überhaupt entsprechenden Gleichstrom her? Hab mich noch nicht getraut, das zu testen. Der gibt meines Wissens eine Mischform aus Gleich- und Wechselstrom her, was für Glühlampen ja auch geeignet ist.

Kann man LED’s an elektron.Trafos anschliessen und Welche?

Kennt sich da jemand zuverlässig aus? Freue mich über jede Antwort.

Schorsch

Hei Schorsch.

Kann man LED’s an elektron.Trafos anschliessen und Welche?

Im Prinzip ja.

Das Problem ist, das elektronische Netzteile eine Mindestlast brauchen.
Wenn du bei dem Standard-Baumarkt-Halogen-Seilset mit 3 * 20 Watt Halogen (und entsprechend einem 60 W-Schaltnetzeil) die drein Halogenis gegen 1 W-LEDs auswechslest, dann wird der Trafo gar nicht erst anspringen, weil die Last zu gering ist.

Wenn du 50 oder 60 dieser LEDs an den Trafo hängst, wird er ganz normal funktionieren.
Wo jetzt der „Anspringpunkt“ genau liegt, wirst du nur mit Ausprobieren herausbekommen. Aber so grob ein Drittel der Nominal-Last tut’s im Allgemeinen.

Ich tu mir den Stress mit den Trafos nicht an und benutze nur 230 V-LEDs.

lg, mabuse

Steht nebenbei angemerkt drauf
Hi mabuse.

Aber so grob ein Drittel der
Nominal-Last tut’s im Allgemeinen (Als Minimallast).

(Ausdruck in Klammern ist von mir nachträglich eingefügt.)

Es steht, nebenbei bemerkt, auf den elektronischen Trafos meistens drauf. Als Bsp.: 60-150, 62-150, 45-150, 49-175, aber alle Achtung auch 10-100.

Ob oben stehende krumme Werte wie 49 auf den Geräten wirklich vorkommen, dafür lege ich meine Hand nicht ins Feuer. Das sind nur Beispiele.

Aber etwas anderes macht mich doch „bedenklich“, nämlich, daß ja Spannung mit einer Frequenz ca. 6-stellig am Ausgg. ansteht bei elektronischen Trafos. Ob es deswegen Schwierigkeiten geben könnte? Ich weiß es nicht und glaube Dir mal. („Elektro“ steht auch nicht in Deiner ViKa :smile: )

Michael

Bei LED`s Macht die Frequenz überhaupt nichts aus. Es sei den in den jeweiligen Leuchtmitteln sind noch irgendwelche anderen elektronischen Bauteile drin.
Sollte z.B. statt einem Trafo, um auf die richtige spannung zu kommen, ein Kondensator eingebaut sein, dann sieht das anders aus. Diese Kondensatoren sind für 50Hz ausgelegt.
Warum nicht ein billihes primitives 12V Netzteil mit einer linearen Regelung einbaun. Ein Trafo mit Gleichrichter tuts auch. Elko kann man sparen. Falls doch ein Elko zur Glättung mit rein soll, aufpassen, denn dann ist die Ausgangspannung höher als 12 V. Da genügt ein Trafo mit 8 - 9 V denn der Elko wird auf den Spitzenwert der Sinuswechselspannung aufgeladen und die ist etwa 1,7 mal höher als die Effektivspannung.

Hi Michael!

Es steht, nebenbei bemerkt, auf den elektronischen Trafos meistens drauf. Als Bsp.: 60-150, 62-150, 45-150, 49-175, aber alle Achtung auch 10-100.

Echt?
Muss ich heut abend mal in meiner Bastelkiste nachsehen. Auf dem einzigen , was ich gerade greifbar hab, steht’s nicht drauf. Okay, das stammt auch aus dem vorigen Jahrtausend.

Aber etwas anderes macht mich doch „bedenklich“, nämlich, daß ja Spannung mit einer Frequenz ca. 6-stellig am Ausgg. ansteht bei elektronischen Trafos. Ob es deswegen Schwierigkeiten geben könnte?

Erfahrung sagt nein.
Warum sollte es auch? In den LEDs (also, den kompletten Leuchtmitteln mit eins bis drei High-Power-LEDs oder bis zu 50 normalen LEDs) wird eh gleichgerichtet, sonst würde man ja nur die halbe Lichtausbeute bekommen.

(„Elektro“ steht auch nicht in Deiner ViKa :smile: )

Nö . . .
Ich rede nur aus Erfahrung.
Aber ich glaub auch nicht, das ein erfahrener Elektro-Meister LED-Lampen in seiner Ausbildung durchgenommen hat :wink:

Schönes Wochenende,
mabuse

Hallo mabuse.

Aber etwas anderes macht mich doch „bedenklich“, nämlich, daß ja
Spannung mit einer Frequenz ca. 6-stellig am Ausgg. ansteht bei
elektronischen Trafos. Ob es deswegen Schwierigkeiten geben könnte?

Erfahrung sagt nein.
Warum sollte es auch? In den LEDs (also, den kompletten Leuchtmitteln
mit eins bis drei Power-LEDs oder
50 normalen LEDs) wird eh gleichgerichtet, sonst
würde man ja nur die halbe Lichtausbeute bekommen.

Da ist noch eine andere Antwort auf mein „Re^1:…“, die schon ungefähr das schreibt, was ich schreiben/meinen wollte(Donnerstag, vor 24:00h). Zum Einstellen des I durch die LEDs können eben Widerstände, Trafos und nichtlineare Btl. in den LED-Leuchtmitteln verbaut sein. UND: Bei der Gleichrichtung ist zu beachten, daß es begrenzte Schaltzeiten gibt.

Grüße, u. auch ein schönes Wochenende,

Michael

„Elektro“ steht auch nicht in Deiner ViKa :smile: )

Nö . . .
Ich rede nur aus Erfahrung.
Aber ich glaub auch nicht, das ein erfahrener
Elektro-Meister LED-Lampen in seiner
Ausbildung durchgenommen hat :wink:

Schönes Wochenende,
mabuse

Hallo.

Stichwort Trafo: Da stimme ich Dir nicht zu.

In diesem Teil dreht es sich um die Variante, daß man mit einem Trafo auf den richtigen I für die LEDs kommt:

Es ist ja natürlich so, daß für fhoch ein Ferritkern nötig wäre (b. Trafo).

In diesem Teil ist zusätzlich die Möglichkeit, daß mit Kondensatoren ge-hantiert wird, eingeschlossen.

Wenn das Leuchtmittel

gemacht konstr. ist (Mögl. 1) für niedrige f bis 50Hz oder bis ungefähr 50Hz

oder es ist

(Mögl. 2) ausgelegt für 50Hz, wobei man darauf zu achten hätte, daß erstens Gleichspannungsbetrieb nicht geht und zweitens Betrieb an modernen Vorschaltgeräten (dazu geh. 12V-elektronisch-Halogentrafos) nicht geht wegen fhoch, was am Trafo liegen kann, wenn im Leuchtmittel einer drin ist, oder an einem kapazitiven (Nach dem Stichwort „Kondensator“ hast Du das schon angeführt) Spannungsteiler,

dann geht ein Betrieb nur an einem Standard-Trafo, und zwar bei Mögl. 1 wegen des schlechten Wirkungsgrades des Trafos im Leuchtmittel bei hohen f.

Grüße,

Michael.

Hallo Spezialistengemeinde,

keiner mit praktischen Erfahrungen mit LED’s an elektronischen Trafos dabei?

Kann man das als Elektriker guten Gewissens verkaufen oder nicht? Möchte gern eine Schilderbeleuchtung einer Kneipe von Halo-Spots auf LED umrüsten (Lebensdauer!)

Wenn nicht, werde ich wohl eine neue Beleuchtung mit 35Watt Entladungslampen vorschlagen, halt höhere Kosten aber Effizient!