Welcher wein zum kochen ?

hallo,

ich verwendete neulich einen billigen lieblichen wein mit 8,5 % alkohol für die soße. sie schmeckte hinterher jedoch nicht nach wein sondern wie mit essig ‚verfeinert‘.
welcher wein eignet sich denn für käsefondues, gemüsegratins und helle soßen ?

gruß
mozart

Hai, mozart,

als Daumenregel gilt: es kommt der selbe Wein in die Soße, der dann auch dazu getrunken wird (auch wenn ich schon einen Weinkenner in der Küche zu stehen hatte, der vor Entsetzen schier ausgetickt ist, als ich „seinen“ guten Wein in den Topf schüttete - ein extra-Töpfchen Soße, mit billigem Fusel gemacht, wollte er dann aber doch nicht :wink: )
Gute Zutaten geben gutes Essen - und was Du freiwillig nicht trinken würdest, solltest Du auch nicht zum Kochen verwenden.

Gruß
Sibylle

Hallo Mozart

Pi mal daumen: eher trockenen als lieblichen. Und kein Schädelbräu, aber der Baron Rothschild muss es auch nicht sein.
Für Käsefondue nehme ich einen einfachen italienischen Landwein .

Grüße
R.

Hallo,

ich denke, es kommt drauf an, wie der Jurist sagt. Ich koche sehr viel mit Wein, auch in der täglichen schnellen Küche. Und für diesen Zweck habe ich immer einige Flaschen einfachen Supermarktwein auf Lager bzw. immer auch eine offene rote und weiße am Herd. Klar, keinen süßen Fusel, sondern die Richtung einfacher trockener Landwein (Italien, Frankreich, Spanien, Chile, … für ca. € 3,-- die Flasche. Die müssen herhalten, wenn ich mal eben für ein schnelles Abendessen die Röststoffe in der Pfanne löse, oder ein einer einfachen Nudelsauce noch ein wenig auf die Sprünge helfe.

Dann gibt es natürlich das große Essen mit Freunden, Familie, oder eben auch der private Kochabend meiner Frau und mir mit viel Zeit und erstklassigen Zutaten. Da käme es mir nie in den Sinn, z.B. an eine Sauce für ein Rehfilet so einen billigen Fusel zu geben. In solchen Situationen kommt entweder der Wein ans Essen, der auch dazu getrunken wird, oder zumindest (wenn wir mal wieder einen ganz besonderen Tropfen trinken wollen) ein wirklich ordentlicher ähnlicher Wein, der dann vielleicht nicht ganz so teuer ist.

Und was die Käsefondue angeht, da hat es bei uns in der Familie die Tradition, dt. Gutedel zu verwenden, da wir leider ein wenig weit von den schweizer Fässern weg wohnen :wink: Und auch bei einigen anderen Gerichten gibt es ja klassische Weine, an die ich mich dann zu halten versuche.

Gruß vom Wiz

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Hallo,

ich verwendete neulich einen billigen lieblichen wein mit 8,5
% alkohol für die soße. sie schmeckte hinterher jedoch nicht
nach wein sondern wie mit essig ‚verfeinert‘.
welcher wein eignet sich denn für käsefondues, gemüsegratins
und helle soßen ?

lieblichen Wein würde ich nicht verwenden, aber das wurde ja schon gesagt. Was die Preisstufe angeht, so würde ich schon dazu tendieren, wenn möglich einen etwas teuereren Wein zu nehmen - auch zum Kochen! Gerade bei Käsefondues macht sich das wirklich bemerkbar (wir nehmen z. B. einen Chardonnay für 7 EUR und ein paar Zerquetschte). Den kann man dann auch dazu trinken.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

danke euch :o)
hallo,

so…nun haben wir jüngst einen chardonnay für die soße verwendet. die schmeckte damit auch ausgezeichnet, aber beim gratin hatten wir wieder dasgleiche problem. es geriet irgendwie zu sauer… :-/

Hai, Wolfgang, :wink:

so…nun haben wir jüngst einen chardonnay für die soße
verwendet. die schmeckte damit auch ausgezeichnet, aber beim
gratin hatten wir wieder dasgleiche problem. es geriet
irgendwie zu sauer… :-/

Jaaa - auch den allerbesten Wein nehmen nützt wenig, wenn man zuviel davon nimmt… Manchmal kann man das wieder ausgleichen, indem man z.B. Soße mit den sonstigen Zutaten wieder streckt (und den so eventuell entstehenden Überschuß gleich in die TK verfrachtet) - bei Gratin geht das wohl nicht ganz so einfach…

Na, da hilft nur üben…
Gruß
Sibylle