Hey!
Zu zeit bin ich wegen Depressionen in Behandlung. Der Chef hat mir Jatrosom, ein Mao-Hemmer vorgeschlagen.
Doch ich bin recht kritisch, weil das fast jeder hier nimmt.
Meine Problematik: hohe Konzentrationsschwierigkeiten, Perfektionismus, zu viel Schlaf
Antrieb habe ich genug. Kann mir jemand helfen?
Fluctin/Fluoxetin hatte ich bisher, jedoch mit sehr gerigem Erfolg.
Gan ehrlich: Ich mag nicht dauerhaft auf Alkohol verzichten. ch bin 18Jahre alt und wüsste nie wie ich das 1. erklären sollte, 2. bin ich noch jung und möchte noch viel erleben…
Danke!
Hi little,
Zu zeit bin ich wegen Depressionen in Behandlung. Der Chef hat
mir Jatrosom, ein Mao-Hemmer vorgeschlagen.
Doch ich bin recht kritisch, weil das fast jeder hier nimmt.
Warum genau bist Du kritisch? Ist der Arzt unsympathisch? Glaubst Du, es wird von diesem Arzt einfach (fast) immer verschrieben ohne, dass er sich groß Gedanken macht? Vielleicht hat er auch einfach gute Erfahrungen mit diesem Medikament gemacht, weshalb er gerne darauf zurückgreift? Frag ihn doch einfach mal danach, weshalb genau er Dir dieses vorschlägt. Dann kann man dazu auch was sagen.
Gan ehrlich: Ich mag nicht dauerhaft auf Alkohol verzichten.
ch bin 18Jahre alt und wüsste nie wie ich das 1. erklären
sollte, 2. bin ich noch jung und möchte noch viel erleben…
Dieses „Problem“ wirst Du mit (fast) jeder Medikation haben. Es ist nun mal einfach so, dass sich Alkohol auf die Wirkmechanismen verschiedener Medikamente ungünstig auswirkt. Angefangen vom Schmerzmittel über Penicilin bis hin zu den Psychopharmaka. Das wiederum liegt an der Wirkungsweise des Alkohols. Er übt an verschiedenen Ecken Einfluss zb. auf den Kreislauf und logischerweise auch das Gehirn aus. Wirkt da schon was anderes (irgendein Medikament) bringt der Alkohol das natürlich ungünstigerweise wieder durcheinander.
Wie man damit umgeht ist eine andere Frage.
Ich versuchs in aller Kütze, weil es eigentlich ein Thema für die Behandlung ist:
Warum soll man fremden Menschen erklären müssen, dass man keinen Alkohol trinken mag. Man möchte halt keinen. Wenn man es erklären möchte dann möchte man halt keinen, weil man zur Zeit Medikamente nimmt und sich dies nicht verträgt. Die Wahrheit hilft da meistens weiter. Jedem Ömmel, der sich Freund nennt und Dir dafür einen beipuhlt kannst Du getrost gegens Schienbein treten und den Rücken kehren- und in diesem Zuge das Wort Freundschaft überdenken.
Das mit dem viel erleben wollen ist eine andere Geschichte. Ich kann Dir jetzt natürlich 70 mal sagen, dass man mit Alkohol eigentlich ziemlich wenig erlebt, schon gar nicht mit viel Alkohol, weil man kaum mehr was mitschneidet. Ich weiß aber was Du meinst.
Wie alle anderen unbeschwert feiern, mal die Sau rauslassen und nicht irgendwo als „Sonderling“ auffallen.
In der Tat muss man das lernen, wie man am besten damit umgeht- mit doofen Sprüchen, schiefen Blicken und dem Gefühl irgendwie „anders“ zu sein- so wie das auch jeder Zuckerkranke lernen muss.
Am besten ist es, wenn man drüber spricht. Also schnür das Thema in Deinen Rucksack und brings beim nächstmöglichen Behandlungsgespräch aufn Tisch. Da kannst du genau abstecken was geht und was nicht und besprechen, wie Du selbst dem Problem am besten begegnest und wie Du anderen begegnest, die daraus ein Problem machen.
Frosch