Hallo, Hallöchen,
ich muss mir ein gebrauchtes Auto kaufen, weiss aber nicht welches.
Da ich nur wenig Geld habe, sollte es so zweckgebunden wie nur moeglich sein.
d.h.:
ich brauche es nur am Wochenende, um ca 150 km zu fahren (nicht im Winter).
es sollte guenstig im Unterhalt (Versicherung, Steuern, Verbrauch) sein.
3 nach Moeglichkeit sollte ich, als begabter Bastler (hatte lange Zeit ein Motorrad, an dem ich selber geschraubt habe), viel selber daran reparieren koennen.
Der Rest (Marke, PS, Sicherheit, usw) interessiert mich nicht.
Wann schau ich mich auf dem Gebrauchtwagenmarkt am besten um?
Jetzt, im Herbst-Winter, oder im Fruehjahr?
Fahrzeugtyp kann ich dir jetzt leider keinen nennen. Aber wird doch einfach mal einen Blick in Gebrauchtfahrzeugtest (ADAC zum Beispiel, erhältlich in fast allen Tankstellen/Zeitschriftenläden). Dort sind genaue Beschreibungen sowie Mängelschwerpunkte dargestellt, ebenso Steuer, Versicherung und technische Daten.
Zum Kaufzeitpunkt: Herbst/Winter ist am günstigsten, da zu diesen Zeiten die Preise am niedrigsten sind. Im Frühjahr ziehen die Gebrauchtwagenpreise i.d.R. wieder an.
Zum Kaufzeitpunkt: Herbst/Winter ist am günstigsten, da zu
diesen Zeiten die Preise am niedrigsten sind. Im Frühjahr
ziehen die Gebrauchtwagenpreise i.d.R. wieder an.
Hm, ich habe mal gehört, daß die Preise gerade im Herbst/Winter wegen der steigenden Nachfrage durch Sommer-Motorradler anziehen…das mag aber auch nur ein urbaner Mythos sein
alle Verschleißteile gibts noch (vieles sogar bei ATU), den selten gebrauchten Rest gebraucht beim Schrotthändler.
Sind die Steuern nicht sehr hoch, da er keinen Kat hat?
ja, pro 100ccm gesehen schon, er hat aber nur 600 und ist dadurch auch nicht teurer als ein polo mit kat und 1100 ccm.
Gruß,
Micha
P.S. Alternativ gibts für 1500DM auch einen 10 Jahre alten 45PS-Citroen AX mit Kat und 4,5l-Verbrauch. Ich fahre sowas gerade (allerdings mit 60PS) und bin zufriedener als mit seinem Vorgänger, das war ein 3 Jahre altes Peugeot306-Kabrio.
vielleicht noch zur Vervollständigung, es gibt 2 AX, den bis 91, 40 Kilo leichter, aber auch 40 Kilo lauter )
den mag ich persönlich mehr,
der ab 91 hatte etwas modifizierte Motoren, Dämmung und klappert nicht mehr so, der ist aber auch 40 Kilo langsamer ))
Käfer
Ab und zu ist noch (von älteren Leutchen) ein Käfer in gutem Zustand zu kriegen, der nicht so viel gefahren wurde. Der 1200er Motor ist zu empfehlen, bloß nicht der 1600er (der schluckt). Wenn Du vorne in die Radkästen reinschaust, Richtung Fußraum, die schrägen Kanten: da rostet der Käfer am liebsten und die Stellen sind ein gutes Indiz für den Zustand. Tachostand um die 100.000 bis 120.000 km sind noch okay. Die Abnutzung des Fahrersitzes ist auch ein gutes Indiz (wenn er aus Stoff ist und nicht aus Kunstleder). Auch Fußmatten anheben und drunterschauen, ob’s nass ist, ist wichtig. Ein Käfer rostet von innen heraus, weil er mit dem Kondenswasser seine Problemchen hat. Ein Käfer ist im Winter beschlagen, auch wenn man gerade keine Kopulation macht …
Das Wichtigste: Du bekommst wirklich noch alles an Ersatzteilen, und der Käfer ist sehr zuverlässig und robust, weil er so einfach konstruiert ist!
Der Tip wäre theoretisch prima - aber Du wirst niemals einen guten Käfer für kleines Geld finden können!!!
Dieses Auto hat eine derartig große Fangemeinde, daß JEDES gute Auto schon in festen Händen ist oder aber von Oma oder Opa einem solchen Liebhaber bereits versprochen wurde („wenn wir mal nicht mehr sind, dann sollst Du unseren guten alten VW bekommen!“)
Gib es auf, GUTE Käfer bekommst Du nicht unter 5-6TDM, alles darunter sind Baustellen, Ruinen oder geschönte Blender!
Schönen Gruß,
Robert
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Ich hab verdammt gute Erfahrungen mit einem Fiat Panda gemacht. Einfach zu reparieren, solide.
Leider ist er sehr laut und hat miserable Bremsen.
Vorteil: Gebrauchte und noch gute Panda gibts ab etwa 1000 DM und sind im Alltag relativ billig.
Der Tip wäre theoretisch prima - aber Du wirst niemals einen
guten Käfer für kleines Geld finden können!!!
Dieses Auto hat eine derartig große Fangemeinde, daß JEDES
gute Auto schon in festen Händen ist oder aber von Oma oder
Opa einem solchen Liebhaber bereits versprochen wurde („wenn
wir mal nicht mehr sind, dann sollst Du unseren guten alten VW
bekommen!“)
Gib es auf, GUTE Käfer bekommst Du nicht unter 5-6TDM, alles
darunter sind Baustellen, Ruinen oder geschönte Blender!
Regel: Je billiger der Wagen, desto teurer der Unterhalt!
Also steht zuallererst die Frage, wieviel Geld Du anlegen KANNST und WILLST.
Sagst Du, Du hast nicht mehr als etwa 1.000 Mark zur Verfügung, dann bleibt dir nur eine alte Möhre, die höchstwahrscheinlich keinen Katalysator hat und dementsprechend relativ teuer im Unterhalt ist.
Wenn Du fünf- oder sechstausend Mark anlegen kannst, dann reicht das schon für ein „richtiges“ Auto, dessen jährlichen Fixkosten deutlich geringer sein sollten. An diesen ist das „selber schrauben“ allerdings oft schon deutlich eingeschränkt, hierfür würden sich wieder die „Möhrchen“ von oben anbieten…
Hier pauschal irgendwelche Autos zu empfehlen ist sinnlos, bei diesen Fahrzeugen ist allein der derzeitige Zustand ausschlaggebend! Sieh dich am besten einmal um und sichte das Angebot - regionale Anzeigenblättchen können da helfen.
Überleg dir auch, eventuell ein Auto zu wählen, das vielleicht etwas teurer ist im Verbrauch und in den Steuern. Du willst ja nicht allzuviel fahren mit dem Wagen, grob geschätzt nicht mehr als 7 oder 8tkm. Da macht der Verbrauch nicht GAR so viel aus. Großvolumige Autos ohne Katalysator sind seit dem „Steuerschock“ praktisch unverkäuflich, und so werden denn auch öfter mal ältere Wagen der gehobenen Mittelklasse verschenkt oder für einen oder zwei Blaue abgegeben! Häufig sind diese Autos auch besser gepflegt und gewartet als die billigen Kleinwagen, so daß sie eventuell trotz höherer Fixkosten die günstigere Alternative sind. (hier ist neulich ein Zweiliter-Rekord mit original 90tkm verschenkt worden weil der Besitzer die Strafsteuer nicht mehr bezahlen wollte und sich einfach kein Käufer für den Wagen fand. Gut, das Auto braucht 10 Liter auf 100 km und die Steuer von über 1.000 Mark ist auch happig - aber dafür fällt der Kaufpreis flach!)
Also: Suchen und Gucken, nachrechnen und dann entscheiden!
Schönen Gruß,
Robert
PS: tatsächlich am billigsten fährst Du wohl wirklich mit dem Trabant! Hat ein Freund von mir auch: gekauft für 500 Mark mit frischem TÜV und einem Kofferraum voller Ersatzteile (einschließlich Ersatzmotor) Verbraucht etwa 8 Liter Gemisch, kostet unter 350 Mark Steuern im Jahr und läßt sich jederzeit von jedem Menschen reparieren, der nur einen Kreuz- von einem Schlitzschraubendreher unterscheiden kann…
Hallo Micha,
danke fuer deine Tips, ich werde mich mal auf dem Automarkt umsehen.
Im uebrigen finde ich den Trabi auch ziemlich laessig, obwohl ich das ja nicht zu einem Kaufkriterium machen wollte…