Welches Buch für Chefin?

Hej.

Meine Kollegen und ich möchten unserer Chefin gerne ein Buch zum
Geburtstag schenken. Am liebsten eins mit subtilen Hintergrund, also
drangsalierender Chef versteht seine Unbeliebtheit nicht. :wink:

Uns fiel sofort „Der Teufel trägt Prada“ ein. Kennt ihr noch
Alternativen?

Danke!

Hallo,

ich empfehle euch „Geschlossene Gesellschaft“ von Sartre. Da geht es
zwar nicht um einen drangsalierenden Chef, aber um drei Personen, die
einander im Leben nie begegnet sind und nach ihrem Tod dazu verdammt
sind für alle Ewigkeit in einem Hotelzimmer zusammen zu sein. Dort
machen sie sich dann gegenseitig das Leben zur Hölle. Hell is other
people…
Auch sehr gut ist „Die dunkle Seite des Mondes“ von Martin Suter. Da
geht es um einen erfolgreichen Staranwalt, der sein Leben und seine
Gefühle bestens im Griff hat, aber eines Tages eine junge Frau
kennenlernt, die ihn dazu überredet einen Pilztrip einzuwerfen. Davon
kommt der gute Mann dann nicht mehr runter und dreht völlig durch. Er
zieht aus seiner Yuppiewohnung in den Wald, denkt, die Erde würde
sich nur noch um ihn drehen usw. Das Buch ist wirklich superlustig.

„Der Teufel trägt Prada“ ist auf jeden Fall eine gute Idee, aber die
Chefin in dem Buch ist echt ein übles Biest…nicht das eure Chefin
nachher beleidigt ist!

Gruß, Maja

Hallo absolutvenus,

ich habe mal „Das Kapital“ von Karl Marx geschenkt bekommen. Fand ich sehr lustig, da das Kapital eigentlich für Nichtkapitalisten geschrieben wurde. Vielleicht ist das auch was für deine Chefin.

LG

Stefan

den Knigge vielleicht? owT

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hej,

nicht zum Thema Drangsalieren, aber zum Thema Unsinnigkeit von betrieblichen Ritualen und formalisierten Hierarchien: „Zio Cardellino“ von Luciano de Crescenzo. Mehr verrat ich nicht, selber lesen ist lustiger. Man erfährt z.B. etwas über die Bedeutung der Anzahl von Gummibäumen in den Büros von IBM Italia usw.

Med venlige hilsen fra Monnem

MM

Macchiavelli ‚Il Principe!!‘
Absolutes Muß für Vorgesetzte. Liest sich auch runter wie nix.

Gruß Awful Annie (die mittlerweile seitenlange Passagen auswendig zu zitieren in der Lage ist, ohne Chef zu sein, einfach, um seine „Feinde“ zu kennen und weil er absolut recht hat, bis heute).

Hi Annie,

wobei Macchiavelli ‚Il Principe!!‘ ein Buch eines überzeugten Antiroyalisten ist der die Republik verherrlichte, was speziell in seinen Discorsi herausgearbeitet wird, eine (salopp gesagt) aufgebohrte Fassung des Il Principe.

Der Fürst ist wohl eines der am meisten missverstandenen oder besser gesagt missbrauchten Bücher der Weltgeschichte.

Gandalf

‚macchiavelli für frauen‘ gibts auch
http://www.amazon.de/Machiavelli-Frauen-Strategie-Ta…

und sicher auch inzwischen für andere randgruppen *g*

schöne grüße
ann

Vielen Dank für eure Tipps!

Wir schnenken ihr nun doch keinen Roman, sondern einen Ratgeber:

„Erfolg durch professionelles Delegieren. So entlasten Sie sich selbst
und fördern Ihre Mitarbeiter.“

Mal sehen, wie sie darauf reagiert. :wink:

@Maja B.: Ja, unsere Chefin ist wie die aus „Der Teufel trägt Prada“.

Hi!

@Maja B.: Ja, unsere Chefin ist wie die aus „Der Teufel trägt
Prada“.

Das sollten wir vielleicht mal im Gender-Brett diskutieren. Warum Frauen in Führungspositionen oftmals komplette Ekel sind, vor allem Frauen gegenüber(meine Beobachtung)

Grüße
Dusan

Hallo,

Nieten in Nadelstreifen von Günter Ogger

Gruß running

Hallo Dusan,

such mal mit dem Begriff ‚Stutenbissigkeit‘
, da wirst Du fündig :wink:

Gandalf

Hallo Venus,

wie wäre es mit „Und morgen bringe ich ihn um“? Da geht es zwar um einen Scheff und keine Scheffin, aber das Prinzip bleibt gleich.

Ralph

ISBN: 3453148304 Buch anschauen

Ich entdeckte das Buch (und die Comics, vgl. http://www.dilbert.com) vor einigen Jahren, als in meinem Laden gerade ‚Business Reengineering‘ angesagt war. Ich hatte damals den Eindruck, der Autor müsse einen Maulwurf bei uns eingeschleust haben …

Damals standen wir am Rande des Abgrunds - heute sind wir einen Schritt weiter, dank der auf das (selbstverständlich geglückte und hocheffizente) Business Reengineering wenige Jahre später folgenden Verwaltungsvereinfachung, die uns erhebliche Synergieeffekte brachte - die Belegschaft (soweit sie es nicht vorzog, sich einen anderen Job zu suchen) musste in eine andere Stadt umziehen, wo auf dem Gelände einer anderen Niederlassung ein funkelnagelneues Gebäude für uns errichtet wurde. So gelang es, eine Hausmeisterstelle einzusparen.

Hat mich alles nicht erschüttert, ich hatte ja das Buch gelesen und wusste, wie so etwas läuft …

Freundliche Grüße,
Ralf

‚Die Neurosen der Chefs‘ o.w.T.
o.w.T