Welches Heizgerät für selten genutzten Raum?

Hallo,

wir haben einen Raum über der Garage, der ganz gut gedämmt ist, aber keine Heizung hat, aber ca. 1-2x im Monat genutzt wird und zu diesem Zweck auf ca. 20 Grad aufgeheizt werden sollte (das Aufheizen sollte dann nicht mehr als max. 1/2 Tag dauern). Der Raum hat ca. 36 qm fast quadratische Fläche, 1m Kniestock und 45 Grad Dachneigung. Also am Giebel vielleicht 4 m hoch.Bei uns wird es im Winter reichlich kalt. Ob wir den Raum im Winter wirklich nutzen, wird davon abhängen, wieviel Energie und somit Kosten nötig sind, um den Raum angenehm anzuwärmen.

Meine Frage ist jetzt: Mit welchem Gerät macht man das am sparsamsten und praktischsten? Strahler? Heizlüfter? Radiator? Und mit welchen Energiekosten muss man rechnen?

Danke,
Julia

Hallo Julia,

selten genutzt und dennoch schnell warm? Das spricht für den Heizlüfter.

36 qm bei 4 m Spitzdach, gedämmt benötigt ca. 2,5 kW ( http://www.partyware.ch/tips/prod_info/heizung/heizl… ) - Danke, den Rechner hätte ich ohne Deine Frage nicht gefunden :wink:

Der Heizlüfter schafft das in recht kurzer Zeit. Die Dinger haben in Stufe 2 für gewöhnlich 2 kW - man bedenke Leistungsaufnahme! Billigprodukte gibt es schon um die 20 Euronen.
Bitte auf das (CE) -Zeichen achten! So ein Billigprodukt aus Hingfong hatte bei mir schon einmal einen Kabelbrand.

Ich empfehle 2 Geräte a 2 kW. (16 A Absicherung des Stromkreises notwendig!)
Beide parallel betreiben, dann per eingebautem Thermostat den Raum auf Temperatur halten.

ACHTUNG! Zündquellen im Umkreis und Wärmestau (Abdeckung) unbedingt vermeiden!
Sonst werden aus den 4 m Raumhöhe schnell 40 km :wink:

Nun zur Physik:
Warme Luft steigt bekanntlich nach oben, bei 4 m ordentlich. Nehmen wir nun an, der Raum war vorher schön kalt -10 Grad? Alle Wände und der Fussboden sind schön kalt.

Oben kommst Du lässig auf 25 Grad, wer sitzt bekommt Eisfüsse. Das spricht ubrigens gegen den Radiator, der nur Konvektion bringt und daher langsam heizt.

Ich habe das Problen ganz einfach gelöst:
Man besorge sich einen Deckenventilator! Drehrichtung so einstellen, dass er die Warme Luft von oben nach unten fördert. (Im Sommer anders herum, ist doppelt praktisch!)

Energiekosten?
Als Otto Normalverbraucher zahlst Du nur Wirkleistung, die haben die Heizlüfter.

Also 2 mal 2 kW macht 4 kW bei Vollast.

Dann mit dem "Arbeitspreis Deines Stromanbieters berechnen (z.B.30ct/kWh)

4kW x 0,3 kW/h = 1,2 €

Also kostet Dich der Spass in einer Stunde Betrieb 1,20 Euronen.
Zum Vorheizen denke ich sind maximal 4 Stunden ausreichend, selbst bei Kälte.
Also kostet dich die schnelle Einsatzbereitschaft des Raumes (mit Ventilator) ca. 5 Euronen.

Die weiteren Kosten richten sich nach der Nutzung.
In ruhiger Position gibt der Mensch ca. 80 Watt Wärme ab, bei leichter Bewegung schon mehr als 200 Watt, bis hin zu 600 Watt und mehr…

Du benötigst aber bei guter Dämmung keine 4 kW mehr :wink:

Viele Grüße
Ferrix

Hallo Ferrix,

Ich empfehle 2 Geräte a 2 kW. (16 A Absicherung des Stromkreises notwendig!)

Beide Geräte an 16A zu betreiben wird verdammt eng. Wenn, kann das 2. Gerät nur mit halber Leistung betrieben werden, falls die Einstellung das zulässt.

Gruß Detlev

Hallo Detlev,
natürlich ist das ein rein rechnerischer Wert. Es geht, weil es geht. dank der Trägheit des Leitungsschutzes. Besser sind natürlich zwei Stromkreise.

Viele Grüße
Holger

Hallo Holger,

ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber lt deinem Profil hat du nicht Elektroinstallateur gelernt…

Gruß Detlev

Moin,

natürlich ist das ein rein rechnerischer Wert. Es geht, weil
es geht. dank der Trägheit des Leitungsschutzes.

wenn man mit zwei Geräten á 2 kW Nennleistung herangeht, sind das etwa 10 % mehr, als eine 16A-Sicherung hergibt (3680 Watt, rein rechnerisch). Wenn die dann nicht auslöst, ist sie kaputt!
Was wir natürlich nicht hoffen wollen.

Licht anschalten in einem solchen Raum wäre dann wohl auch kaum mehr drin.

Gandalf

servus Gandalf

wenn man mit zwei Geräten á 2 kW Nennleistung herangeht, sind
das etwa 10 % mehr, als eine 16A-Sicherung hergibt (3680 Watt,
rein rechnerisch). Wenn die dann nicht auslöst, ist sie
kaputt!

Nein. Es würde tatsächlich eine gute Zeit lang funktionieren.
Er spekuliert auf eine zeitlich begrenzte Überlast, die jede Sicherung zulässt.
Die Heizwürfel ziehen die 2000Watt (=8,7Ampere) nicht dauerhaft, sondern schalten an und aus. Wodurch die Sicherung nicht dauerhaft über dem Nennwert betrieben wird sondern immer quasi nur kurz.

Aber das ist ein Ritt auf der Rasierklinge für die Leitungen, (Steckdosen-)verteiler, und Klemmen der Installation, insbesondere wenn sie älter und damit weniger zuverlässig sind.

Das gleichzeitige Betreiben von 2 2000Watt-Geräten an einem Stromkreis ist daher schon die halbe Garantie, daß früher oder später ein Bauteil ausbrennt und dabei das ganze Haus mitnimmt.

Sowas schreibt man nicht in die Öffentlichkeit

Löschen bitte!

lG

Hallo,
zwar etwas aufwendiger, dafür aber wesentlich billiger: einfach einen neuen Heizkörper einbauen und den mit zwei Rohren (15er Cu) im nächsten Raum anschließen (lassen).
Wenn Du es Dir nicht selbst zutraust, dann einen Fachmann fragen. Jedenfalls kannst Du schon 'ne Menge vorbereiten. Z.B. den Heizkörber anbringen und zwei Löcher in die Wand zum Nachbarraum bohren. Dann bleibt nur noch das Anschließen. Und das ist innerhalb von etwa zwei Stunden erledigt!
Grüße, jo_enn

Hallo Julia!

Klingt mir nach Party-Raum.
Ihr sollt Euren Spaß haben.

Also grundsätzlich, ist der Raum relativ gross,
so dass nach meiner Meinung ein normaler Stromanschluss nicht ausreichend ist, um den Raum elektrisch zu beheizen.
Wenn der Raum im Winter bei 15° unter Null völlig ausgekühlt ist,
braucht man da schon einiges an Energie, um auch die ganze Bausubstanz mit aufzuheizen.

Warmwasserheizung wäre besser, fällt aber aus, weil bei Nichtbenutzung die Rohre einfrieren.
Irgendwelche Gasstrahler oder Propangas-Heizkanonen fallen ebenfalls aus, weil da die Abgase im Raum bleiben, das erzeugt erstens Kopfschmerzen, zweitens stinkt das unangenehm, und drittens bildet sich da Literweise Kondenswasser, was in die Dämmung zieht, und dort die ganze Dachkonstruktion zum schimmeln bringt.

Nach meiner Meinung gibt es nur eine (vielleicht) sinnvolle Möglichkeit:

http://www.ebay.de/itm/Sirokko-Dieselheizung-Standhe…

Das sind Heizgeräte aus der DDR, die gibt es in vielen verschiedenen Auusführungen und Leistungen.
Die sind nicht umsonst so teuer,
die werden auch für diesen Preis regelmässig verkauft, weil das eine geniale Konstruktion ist, und die Heizgeräte sehr haltbar sind.
Die haben den Vorteil, dass die mit Heizöl oder Diesel betrieben werden, und die Abgase eben getrennt abgeführt werden. Mit einem Rohr durch die Aussenwand z.B.

Nachteil ist halt, dass die Heizgeräte nun auch mindestens 23 Jahre alt sind, manchmal etwas sensibel, es sind da auch einige Sachen zu beachten, die der Verkäufer nicht schreibt,
und ohne gelegentliche Aufsicht sollten die auch nicht benutzt werden.
Etwas Lärm machen die auch.

Aber, damit hast Du den Raum in 2 Stunden auf 25 ° hochgeheizt, und dann reicht vielleicht ein Elektrolüfter, um die Temperatur auf 20 ° zu halten.
Ich habe mehrere solcher Heizgeräte, die bis zum Einbau einer Zentralheizung in meiner Werkstatt über 20 Jahre im Einsatz waren,
also ich kann nichts schlechtes darüber sagen,
obwohl die Geräte auch vor 20 Jahren schon uralt waren. Teilweise sogar zusammengebastelter Müll.

Viele Grüße,
Edelherb!

Hallo Detlev,

stimmt, aber ich bilde Mechatroniker und Elektroniker für Betriebstechnik in einem Unternehmen der RWE-Gruppe aus. Weiterhin bin ich im Prüfungsausschuss der IHK.
Genehmigt?

Grüße
Holger

servus Gandalf

wenn man mit zwei Geräten á 2 kW Nennleistung herangeht, sind
das etwa 10 % mehr, als eine 16A-Sicherung hergibt (3680 Watt,
rein rechnerisch). Wenn die dann nicht auslöst, ist sie
kaputt!

Nein. Es würde tatsächlich eine gute Zeit lang funktionieren.
Er spekuliert auf eine zeitlich begrenzte Überlast, die jede
Sicherung zulässt.
Die Heizwürfel ziehen die 2000Watt (=8,7Ampere) nicht
dauerhaft, sondern schalten an und aus. Wodurch die Sicherung
nicht dauerhaft über dem Nennwert betrieben wird sondern immer
quasi nur kurz.

Stimmt, warum geht es dennoch?
Die Nennspannung mit den echten 250 Volt ansetzen. Bei rein Ohmschen Verbrauchern (Heizung 8 A je Verbraucher). Also haben wir die 16 A voll ausgereizt.

Aber das ist ein Ritt auf der Rasierklinge für die Leitungen,
(Steckdosen-)verteiler, und Klemmen der Installation,
insbesondere wenn sie älter und damit weniger zuverlässig
sind.

Eine Neuinstallation hat da genug Reserve. Bei Schrott hebe ich die Hände…

Das gleichzeitige Betreiben von 2 2000Watt-Geräten an einem
Stromkreis ist daher schon die halbe Garantie, daß früher oder
später ein Bauteil ausbrennt und dabei das ganze Haus
mitnimmt.

Bei ordnungsgemäßer Installation und dimensioniertem Leitungsschutz ist diese Aussage falsch. Der Leitungsschutz ist halt für den Schutz der Leitungen zuständig. Bei entsprechender Dimensionierung löst er aus, fertig, nix brennt!

Sowas schreibt man nicht in die Öffentlichkeit

Warum soll man die Wahrheit nicht schreiben?
Hallo Gandalf, lasse mich gern auf eine Fachdiskussion ein.
Wenn die Anlage gut geprüft ist, besteht keine Gefahr. Dazu gibt es den Leitungsschutz.
Klar kannst Du dann nicht mehr eine Fritteuse anschließen…

Löschen bitte!

Bei fachlichen Gründen gern.

MFG
Ferrix