Hatte vor ein paar Tagen ein Insekt im Garten - es sah ungefähr aus wie eine überdimensionierte Wespe. Das ungewöhnliche war für mich v.a. der Bereich Thorax/Abdomen - neben einem überlangen braunen „Stachel“ ragte ein etwas dickeren, kürzeren gelben Teil heraus, und vom unteren Thorax/oberen Abdomen ging eine lange, dünne, schwarze „Proboskis“ aus - es sah aus als würde das Vieh etwas aus der (Fichten-)Baumrinde saugen oder dort ablegen.
Das ist aller Wahrscheinlichkeit nach Uroceras gigas. Die beiden anderen, in Deutschland vorkommenden Arten sind sehr viel seltener. Die „Riesenholzwespe“, wie sie im Volksmund heißt, legt ihre Eier bevorzugt in Kiefernholz. Ihre Larven bohren sich zwei bis drei Jahre durch das Holz, bis die neue fertige Wespe erscheint. Völlig harmlos für den Menschen, kann nciht stechen, sieht aber ausgesprochen imposant aus.
Hallo,
Ich bin kein Experte für Hymenopteren.
Diese Gruppe ist überaus artenreich. Habe mal
auf gut Glück in Wikipedia nachgeschaut und : Bingo! http://de.m.wikipedia.org/wiki/Holzwespen
Das Tierchen auf dem Bild macht das Gleiche,
wie deins: Eiablage.
Rest, siehe dort
Gruss Frank
Es handelt sich hier offensichtlich um die Riesenholzwespe (Urucerus gigas).
Der lange „Stachel“ am Hinterleib ist kein Giftstachel, sondern ein Legebohrer, mit dem sie ihre Eier in die Rinde von Fichten, Tannen und Kärchen legt.
Mit dem Ablegen der Eier werden dabei auch Sporen des Tannen-Schichtpilzes in den Baum abgelegt, von dessen Myzel sich die Larven ernähren.
So gesehen ist sie aus menschlicher Sicht eigentlich ein Baumschädling, doch ist sie mittlerweilse recht selten geworden. Insofern hast Du Glück gehabt, dieses attraktive Großinsekt vor die Linse zu bekommen.