ich habe folgendes Problem.
Ich bin Betreiber einer Bungalow Ferienanlage auf Rügen. Direkt auf dem Platz befindet sich unsere Wohneinheit. Es handelt sich um einen riesigen Wohncontainer. Vielleicht kennt ja jemand diese „Ziehharmonika“ aus der guten alten DDR-Zeit noch. Auf jeden Fall ist das Dach flach, ca. 180 m² groß und aus Blech. Ich möchte nun ein vernünftiges Dach mit einem Überstand an allen Seiten anbringen, da bei Regen die Suppe immer direkt an den Aussenwänden runterläuft. Ich würde es auch wieder als Flachdach machen und würde dazu diese OSB Platten draufschrauben. Danach kommt Schweisbahn drauf und zum Schluss Dachpappe. Nun weiß ich aber nicht, ob diese Platten nicht aufquellen trotz Schutz von oben. Im Wald ist es ja immer auch etwas feuchter. Welche Platten würdet Ihr mir empfehlen? Vielen Dank für alle guten Tipps.
osb platten passt schon. am besten nach nutzungsklasse 3 oder 4, dicke 22mm. die platten nehmen keine feuchtigkeit aus der luft auf.
bei der Abdichtung ist darauf zu achten, das sie nicht mit dem Holz verklebt wird. Sonst kommts zu Spannungsrissen in der Abdichtung.
Die Bahnen sollten parallel zu den langen Seiten der OSB-Platte verlegt werden. die erste lage der abdichtung wird aufgenagelt. da die anlage auf Rügen steht, sind die Windlasten nich zu unterschätzen.
mindestens 2 reihen nägel, ca 10 cm abstand voneinander, in der bahn.
die 2. lage kann dann drauf geschweißt werden.
in der ersten lage empfehle ich eine DU/E1 PYE G200 S4
in der zweiten lage DE/E1 PYE PV200 S5
somit bist du mit einer einlagigen abdichtung gut bedient. vllt etwas teurer, aber bei richtiger verarbeitung ein leben lang dicht.
Ich würde dies so machern : Zuvor 1) habt Ihr daran gedacht, die Dachlast (Gewicht der Konstruktion, bei Schnee kommt noch mehr dazu) durch 8x8 cm-Stützen außerhalb der Wohnwagen-Wand abzufangen? Auch Autos haben i.d.R. max. 75 kg Dachlast.
2) Dann würde ich auf den Stützen (diese sind auf Einschlaghülsen befestigt) WINDSICHER Dreiecke aus 3 cm starken Brettern befestigen. Dachwinkel 10 - 15 Grad, Windfeder nicht vergessen. Darauf könntet Ihr dann 19 mm starke OSB-Platten aufschreuben. Darauf z.B. a) ETPM-Folie oder EVALON VSK mit Spezialkleber aufkleben oder b) Eternit-Platten aufnageln. Hat längere Lebensdauer als Bitumen-Beläge. Leichter Überstand. Halter für 6 oder 8 cm Kunststoff-Dachrinne an den Längssiten unter OSB intsallieren. Ablaufrohre an einer Stütze installieren mit Winkelrohr nach außen.
In Ergänzung: Als Trägermaterial könnt Ihr auch das etwas teuerere, aber wetterfestere, zudem schönere, stärkere Material (OSB ist auch wasserfest verleimt) verwenden: 16 mm Filmplatte. Die Folien sollten unbedingt auf der nach oben eingebauten Siebdruckseite HOMOGEN verklebt werden, um Schäden durch den hauptsächlich an den Rändern angreifenden Windsog zu vermeiden. Ich würde wegen der im Winter auftretenden Schneelast eher kein Flachdach darauf bauen. Wegen des Regens ist eigentlich auch ein flaches Carport-Dach nicht ganz flach, um das Oberflächenwasser in eine Rinne abzuleiten. Ihr könnt natürlich auch ein Pultdach mit Neigung bauen. Nach Shakespeare: Wie es euch gefällt.
Ich würde dir einen belüfteten Aufbau empfehlen.
Das heißt du montierst erst Hölzer in Gefälle Richtung im Abstand ca 80 cm.40 x 60 holzstärke müsste reichen.
Da drauf kannst du deine osb Platten befestigen .plattenstärke sollte min 22 mm betragen.
Auf den Platten kannst du dann den weiteren dachaufbau montieren.
1 Lage Abdichtung kannst du mit einer halben Bahn beginnen.
Ist denn eine Dachrinne vorgesehen?