Welches Medikamt für illegalen Versuch?

Liebe Experten und Expertinnen,

Ich bin Hobbyautorin und brauche für mein neues Projekt einige Infos zum Thema „Medikamente“. Ich gehe davon aus, dass hier die Psychiater gefragt sind, falls ich falsch liege, dann belehrt mich ruhig.

Grundsätzlich geht es darum, dass ein Pharmaunternehmen eine Person (wahrscheinlich einen Arzt) beauftragt, ein neues Medikamt zu testen. Die Versuchspersonen sollen von diesen Versuchen nichts wissen. (Klar ist das illegal,ist ja nur ein Buch:smile:) Dieses Medikament muss an Personen getestet werden, die ansonsten halluzinogene Drogen zu sich nehmen.
In der Story übergibt der Arzt den Auftrag an einen Mann, der „spirituelle“ Treffen mit halluzinogenen Pilzen u.ä. organisiet. Dieser Mann testet das Medikament an den Teilnehmern, entweder zusammen mit den Drogen, oder an Stelle dieser.
Nun wären meine Fragen: Welche Art von Medikamt könnte das sein, also ein Mittel gegen Depressionen z.B., oder gegen Kreislaufbeschwerden??? (Bitte verzeiht, wenn meine Frage dumm ist, leider bin ich auf diesem Gebiet völliger Laie)
Und wie würden diese Tests ablaufen? Was müsste an den Testpersonen geprüft werden?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar! Da ich hier neu bin, weß ich nicht, wohin genau ihr antworten müsst, daher gebe ich euch mal meine e-mail: [email protected].

In Voraus schon mal herzlichen Dank und viele Grüße!
Susanne

Leider keine Ahnung…

Liebe Susanne,

leider kann ich Deine Anfrage nicht beantworten, da ich kein Mediziner bin.

Herzliche Grüße aus Wien

Günther

Liebe Susanne,
das wird ja wohl ein echter Thriller, nehme ich an. Meine
Schwester schreibt auch gerne und ist in so einem Schreibzirkel.
ich hoffe, es macht dir Spaß. Der Plot ist mir noch etwas unklar.
Warum sollte die Firma das Med. an Menschen testen lassen, die
Halluzinogene nehmen? Dann müsste das Med. doch irgendwie in
Zusammenhang stehen mit der Drogenwirkung: entweder es soll
sie aufheben oder selbst etwas ähnliches auslösen. Ein
Kreislaufmittel oder Antidepressivum würde man an Menschen
testen, die solche Krankheiten haben, sonst ergäbe der Test ja
keinen Hinweis auf eine Wirkung (oder eben Nichtwirkung). Die
realen Tests werden „doppelblind“ (das ist der Fachausdruck)
gemacht: weder der Teilnehmer noch der Arzt wissen, wer das
echte Med. oder wer das Scheinmedikament (Placebo genannt)
bekommt. Dies soll eine psychologische Beeinflußung
ausschließen. erst am Ende der Testphase wird die „Verblindung“
aufgehoben und es wird geschaut, ob es einen Unterschied
hinsichtlich erwünschter Wirkung und unerwünschter
Nebenwirkung gibt. Natürlich wissen alle Beteiligten, dass sie an
einem Pharmaversuch teilnehmen. Aber niemand weiss eben
während der Testphase, ob er den neuen Wirkstoff bekommt
oder nicht.
Viel Spaß beim Schreiben und schau auch mal bei Wikipedia rein
zum Thema Pharmaforschung etc.
Grußvon Dr. U

Hallo Dr.U!
Vielen Dank für die Antwort, das hatte mir sehr geholfen!!!
Tja, WARUM die das ausgerechnet an Personen testen wollen, die halluzinogene Stoffe nehmen wollen, weiß ich eben nicht genau. Beim Schreibprozess steht immer eine Grundidee, und das ist in diesem Fall eine Abspaltung der brasilianischen Bewegung „Santo Daime“, die ihre Gottesdienste auf halluzinogene Pflanzen aufbaut. Ein Mord innerhalb des Zirkels - den Rest muss ich mir mühsam zusammen schustern. Daher wollte ich wissen, warum man die Tests ausgerechnet an diesen Personen macht.
Darf ich nochmal nachhaken?
Wäre es denkbar, einen Versuch zu unternehmen, gewisse poitive Eigenschaften bestimmter Drogen wie die typischen Glücksgefühle durch Endorphine, vermindertes Schlafbedürfnis und Hungergefühl und verstärkte Leistungsbereitschaft herauszufiltern und die halluzinogene Wirkung zu vermindern? Dies könnte eine Erklärung sein, warum man die Tests an jenen Probanden durchführen muss, da es dort nicht auffällt, fals doch Halluziniationan auftreten.
Und wäre es sinnvoll, solch ein Mittel auf den (illegalen) Markt zu bringen neben den ganzen anderen Präparaten, die es bereits gibt?

Es ist schwirig, eigentlich taucht dieses Thema nur am Rande auf, aber je mehr ich darüber lese, desto mehr wird mir klar, dass man es nicht oberflächlich abhandeln kann.
Danke für den Tip mit Wikipedia, ich habe gestern mehrere Stunden darüber gebrütet!

Viele Grüße, auch an die schreibende Schwester. (Kennt man sie eigentlich?)
Susanne

Liebe Susanne, die ganze Vorgeschichte ist dermassen unrealistisch (entschuldigen Sie bitte)dass es auf das Medikament nun auch nicht mehr ankommt (erfinden Sie irgend etwas). Wenn Sie was richtig Gruseliges wollen, nehmen Sie ein „klassisches“ Neuroleptikum, das sind Mittel gegen Psychosen (Wahn, Halluzinationen, werden in der Behandlung beispielsweise der Schizophrenie eingesetzt)und die alten „klassischen“ NL wie z.B. Haloperidol (Haldol) oder Zuclopenthixol (Clopixol)können tlws. ziemlich unangenehme Nebenwirkungen haben, Krämpfe, Versteifung, Sabbern, sogenannte Extrapyramidale Symptome. (Spruch unter Patienten: „Haldol macht Birne hohl“ Wenn Sie einer mit Psilocybin-Pilzen angeheizten Gruppe Hobbypsychotiker Haldol draufgiessen kann das (zumindest im Roman)zu sehr interessanten Ergebnissen führen. Da können Sie eigentlich Alles passieren lassen (Sex eher nicht, zumindest die Männer der Gruppe könnten ziemliche Erektionsschwierigkeiten haben). Wichtig: die medikamente werden vermutlich als Hauptwirkung sedieren d.h. ruhigstellen. Aber von Schlundkrämpfen bis zu malignem neuroleptischem Syndrom (Googel) ist alles drin.

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, das die Antwort keiner professionellen und wissenschaftlichen Betrachtung genügt, was aber in der Fragestellung begründet ist. Die genannten Medikamente befinden sich erfolgreich im klinischen Einsatz und sind (obwohl heute kontrovers diskutiert)bei sauberer Indikationsstellung und adäquater Dosierung immer noch sehr hilfreich insbesondere in der Notfallpsychiatrie.

Gruss Markus ([email protected])

Lieber Markus,
Vielen Dank für Ihre ehrliche und aufschlussreiche Antwort. Darf ich nochmal nachhaken?
Dazu möchte ich noch sagen, dass ich keinenfalls vorhabe, näher auf dieses Thema einzugene, mir ist durchaus klar, dass mir hierfür die Kenntnisse fehlen. Es ist ein Nebenpunkt innerhalb der Handlung, trotzdem versuche ich, einen einigermaßen passablen Grund zu haben.
Deshalb wäre meine Frage, ob es irgendeinen Grund gäbe, jene Neuroleptikas, die ja bereits auf dem Markt sind, erneut zu testen? Irgend ein Motiv…?
Beste Grüße
Susanne

Naja, vielleicht im Rahmen einer Studie die zeigen soll, dass die durch die Pilze ausgelösten Halluzinationen sich durch das Medikament unterdrücken lassen. (um den eigentlich schon „veralteten“ Medikamenten neue Verkaufsargumente zu liefern?) Aber wie gesagt, es ist schwierig unter diesen Voraussetzungen, kein Mensch würde vermutlich eine Studie an Pilzkonsumenten durchführen, da sie nie wissen, welche Wirkungen / Nebenwirkungen jetzt von Ihrem medikament stammen und welche von den Pilzen.
Von den ethisch-rechtlichen Problemen einmal abgesehen.
LG Markus

Vielen Dank, lieber Markus, Sie haben mir wirklich sehr geholfen!!!
Viele Grüße und ein schönes Wochenende!
Susanne

keine Ursache, schönes Wochenende und viel Erfolg mit der Geschichte ;o)

P.S. was Du Dir wünscht, das bekommst Du auch ;o)

Vielen Dank, lieber Markus, Sie haben mir wirklich sehr
geholfen!!!
Viele Grüße und ein schönes Wochenende!
Susanne

hallo, ich kann nur legale Fragestellungen oder Studien beurteilen.
Gruß von Dr. U

Hallo Susanne,

leider wird mir aus Deiner Beschreibung nicht ganz klar, wie das „neue“
Medikament denn wirken soll. Das wäre natürlich wichtig.

Viele Grüsse,
Christoph

Ich habe dir unter deiner E-Mail-Adresse geschrieben