Welches Motoröl?!?!

Hi,

tja, es ist mal wieder so weit, ich muss neues Öl kaufen und
stehe wie immer vor dem Problem der Auswahl…

Ich fahre 'ne Yamaha FZ 750, Bj. 87.

Ich hab schon ziemlich viel gehört was man nehmen soll und was
nicht, aber nie genaue Gründe…

Was fahrt ihr so für Öl?
Worauf sollte ich achten und warum?

Was haltet ihr von Zusätzen (MotorUP ect.), schonmal probiert?

Viele Grüsse,
Thomas.

Hi Thomas,

also ich fahre in meiner K1200LT vollsynthetik - und zwar weil BMW das so will. Da ich zwischen den Inspektionen nix nachfüllen muß, ist es keine allzu große Investition.

Bei älteren Moppeds, namentlich bei Japanern, würde ich aber vorsichtig bei der Werkstatt Deines Vertrauens nachfragen. So weiß ich von Freunden, daß eine Güllepumpe (CX 500) keine synthetischen Öle verträgt, da diese die Kupplung ruinieren.
Da hilft nur nachfragen und absichern beim Fachmann.

Ein Tip aber noch: Ich halte überhaupt nichts von diesen Wunderadditiven. Selbst in der Chemie tätig habe ich einige Kontakte zur Tribologie (= Lehre von Gleit- und Schmiermitteln) und weiß, daß ein gutes Motoröl eine wohlabgestimmte Mischung verschiedenster Stoffe, incl. Additive ist. Die Mischung ist da mehr als die Summe der Einzelnen Bestandteile, da es verschiedene Wechselwirkungen und Störungen geben kann.
Da haben sich einige Fachleute den Kopf zerbrochen, wie man ein gutes Öl macht und ich glaube mal, die wissen, was sie tun. Dann kommen irgendwelche windigen Wundermittelmacher und wollen dem Laien glauben machen, sie hätten eben das Rad, das Feuer und die Bratkartorffel in der Tube erfunden. Blödsinn.
Ich gebe lieber direkt beim Öl ein paar Euro mehr aus und habe was zuverlässiges - kommt im Endeffekt auf´s gleiche raus wie eine Supermarktplörre plus dem meist teuren Additiv.

Schrott- und Bullenfrei

Bernd

Hi Thomas!

Jaja, die gute alte FZ - einfach nicht umzubringen.:wink:)

Ich würde ganz normales Nichtsynthetisches Motoröl nehmen. Ein Freund von mir hat seinerzeit (88-89) immer das Quadro(ist, glaub ich, von Shell) genommen und hat in 2 Jahren 70.000 km auf das Teil gefahren ohne irgendwelche Probleme.

Grüße
Dusan

Hallo Thomas,

meine XJ900 31A EZ ´85 hat jetzt ca. 120tkm auf dem Buckel, die Hälfte davon im Gespannbetrieb.
Öl hat der Motor von mineralisch über teilsynthetisch bis vollsynthetisch alles gesehen. Auch Additive wie Ölschlammreiniger, MotorUp u.ä. hab ich schon reingeschüttet.
Meine Erfahrungen:
Mineralöl: günstig, wird vom Motor und Kupplung gut vertragen, geringer Verbrauch
Teilsynthetisch: teuer, wird vom Motor gut vertragen, Kupplung rutschte bei hoher Drehzahl und voller Beladung, geringer Verbrauch
Vollsysnthetisch: sehr teuer, wird von Motor und Kupplung gut Vertragen, hoher Verbrauch-der Werkstattmeister sagte mir, das synthetische Öl sei dünner als das mineralische auf das der Motor eingefahren wurde, daher der höhere Verbrauch
Olschlammspülung: das Öl hatte beim Wechseln eine Beständigkeit wie sonst nie, eine bessere Leistung oder geringerer Verbrauch danach konnte nicht festgestellt werden.
MotorUp: die Leerlaufdrehzahl musste ich nach dem Einfahren etwas reduzieren, ob das von einer besseren Laufleistung kommt kann ich nicht sagen.
Mein Rat:
Falls Du bisher mineralisches Öl benutzt hast, benutze es weiter (bei Louis im Moment im Angebot), achte dabei auf auf die API, z.B.: SG/CE oder SJ/CF - je höher der Buchstabe nach dem S und dem C desto höherwertiger das Öl. Wechsle regelmässig den Ölfilter und Luftfilter, stelle die Ventile ein und synchronisiere die Vergaser regelmässig. Das bringt die höchste Leistung bei geringem Verbrauch und langer Lebensdauer.
Das gesparte Geld kannst Du dann beruhigt nach einer super Tour in ein leckeres Abendessen investieren.

Schrottfreie Fahrt
Gruß
Klaus

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In meinem Handbuch steht:

Keine Öle verwenden, die Reibschutzmittel enthalten. PKW-Motoröle mit der Bezeichnung „Energy-Conserving II“ enthalten oft solche Zusätze. Diese können beim Motorrad zu Kupplungsrutschen und Leistungsminderung führen!

Mein HÄndler sagt: Kipp da bloss kein Zeuch rein… ausser es ist API: SE, SF oder SG
also nix Additives.

Habe ich auch nie gemacht…
Grüsse aus dem Bergischen
Ulli, die sehnsüchtig auf die trockenen, sauberen STrassen wartet!!!

Moin!

Ich hab schon ziemlich viel gehört was man nehmen soll und was
nicht, aber nie genaue Gründe…

Hier nach Meinungen zu fragen, ist vielleicht nicht der richtige Ansatz. Du wirst ziemlich exakt so viele Meinungen wie Antworten bekommen. Besser ist es, nach Fakten zu fragen. Recht umfassend finde ich da die oil-faq: http://nmr.imb-jena.de/bheise/oilfaq.html

Ist allerdings in englischer Sprache.

Generell solltest Du ein Öl fahren, daß für Deine Maschine geeignet ist. Empfehlungen stehen in der Betriebsanleitung.

Was haltet ihr von Zusätzen (MotorUP ect.), schonmal probiert?

Ölzusätze bringen in der Regel nicht viel. Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen, viele Zusätze verschlechtern gar die Öleigenschaften. Im Gegensatz zu einem Automotor verfügen die meisten Motorradmotoren über eine Ölbadkupplung (Naßkupplung). Deshalb werden an ein Motorradöl andere Anforderungen gestellt, als an ein Pkw-Öl. Zudem gibt es unterschiedliche Motorradöle, so daß die Verwendung von Additiven unterschiedlichste Resultate zeitigen kann.

Der Kupplungsabrieb und die höheren Drehzahlen sind übrigens der Grund für die kurzen Ölwechselintervalle beim Motorrad. Du tust Deinem Motorrad durch einhaltung der empfohlenen Intervalle sicher mehr gutes, als durch den Zusatz von Additiven oder die Verwendung des feinsten Öls, das auf dem Markt ist.

Munter bleiben… TRICHTEX

Ich habe vor einiger zeit mal ein internes papier in die hände bekommen in dem verschiedene motorradöle gegeneinander getestet wurden. mit laborauswertungen usw. der testsieger(mit abstand) ist das shell motorradöl. für die fzr empfehle ich kein vollsynth. da es dann zu kupplungsproblemen kommen kann.

Ich fahre es übrigens seit 14 Jahren…

Gruß Jörg