Welches Notstromaggreat

Hallo ,
ich plane für unser Eigenheim ein Notstromaggregat einzusetzten.
Er soll den funktionserhalt im Störfall die elektr. Jealousien sowie  unsere
Heizung (elektronik-Baugruppe), LED TV UND LED Beleuchtung sicherstellen.
Kann jemand aus der Praxis berichten ob ein AVE Aggregat genügt oder doch schon wie von Honda beschrieben ein mit Cyclo Regler eingesetzt werden muß.

Für Antworten wäre ich sehr Dankbar

Vielen Dank!

Hallo!

Darf ich mal lästern ?

Hauptsache man sitzt im Hellen (Rolladen auf), Warm (Heizung an) und Fernseher läuft, dann kann draußen die Welt untergehen.

zurück zum Thema.

Für die genannten Bedingungen eignet sich m.E. bereits die AVR-Regelung. Cyclo oder Inverter wäre exakter und ist dann auch für sehr empfindliche Verbraucher gut geeignet.

Das Problem wird doch aber auch ein anderes sein:
Wie koppelt man das Notnetz ans Hausnetz an ?  Weil man nur wenig versorgen will, wird man wohl kein Drehstromaggregat verwenden wollen (teuer und eher überdimensioniert).

Also muss man einphasig einkoppeln. Dazu muss man seinen Hausinstallation vorbereiten und evtl. umklemmen lassen.
Es muss Stromkreis Rolladenmotoren, Heizung und Steckdose Fernseher an der gleichen Phase liegen. Systembedingt werden kann auch einige Stromkreisteile mit Notstrom mitversorgt. Wenn das wegen der Leistung unerwünscht ist, muss man diese eben einzeln abschalten (Licht, andere Steckdosengeräte, Festanschlüsse,Teil des Herdes)

Dann kann man im Notfall(Stromausfall) diese Phase und den N vom Hausnetz abkoppeln (Trennschalter Netz-0-Netzersatz)) und speist ins abgetrennte Teil seinen Notstrom ein.

Hausseitig muss eine CEE-Einspeisesteckvorrichtung angebracht werden, wo vom Generator kommend eine Kupplung passt.

Auf keinen Fall kann man über eine verbotene Stecker-Stecker-Verbindung von der Steckdose Generator in eine Steckdose Haus einspeisen !

Noch ein Tipp: Kein Treibstoff im Tank einlagern. Immer im Kanister und diesen Vorrat regelmäßig( 1 x jährlich)  in PKW  umfüllen und verbrauchen und Kanister mit Frischbenzin nachfüllen.

MfG
duck313

Hallo

Darf ich mal lästern ?

Darf ich auch?

Das hat mit Vorsorge und Selbsthilfe zu tun. Niemand garantiert eine permanente Stromversorgung. Es ist nicht unmöglich, daß Strom für Tage oder Wochen ausfällt.

Manche halten das sogar für so möglich, daß sie der Bevölkerung Tips geben.

http://www.muelheim-ruhr.de/cms/stromausfall_-vorsor…

Hauptsache man sitzt im Hellen (Rolladen auf), Warm (Heizung
an) und Fernseher läuft, dann kann draußen die Welt
untergehen.

Es geht nicht immer gleich um einen Angriff feindlicher Staaten, da reicht auch bißchen Schnee und Eis auf den Leitungen wie 2005 im Münsterland

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_historischer_Stro…

https://encrypted-tbn2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9…

Für die genannten Bedingungen eignet sich m.E. bereits die
AVR-Regelung. Cyclo oder Inverter wäre exakter und ist dann
auch für sehr empfindliche Verbraucher gut geeignet.

Man kann auch, um sich den Wartungsaufwand von Verbrennungsmotoren zu sparen, einen Wechselrichter für 12V beschaffen, den am Auto anschließen und damit wichtige Verbraucher versorgen.

Das ist regelmäßig gewartet und springt dann auch an. Dann tuckert das halt ein paar Stunden im Leerlauf. Wäre höchstens eine Frage an die Autoleute, ob da was dagegen spricht.

Da wichtige Verbraucher auch Kühlgeräte mit hohem Anlaufstrom sind, sollte der Wechselrichter schon größer dimensioniert sein. Pauschal würde ich für Heizung (Gas, Öl oder Holz, keine Elektroheizung oder Wärmepumpe) und Kühlgeräte (der Rest ist recht unwichtig) 1500-2000W nehmen, allerdings unbedingt Sinuswechselrichter. Kein Rechteck, Trapez, Quasisinus oder Ungefährsowaswiesinus.

Wichtige Stromkreise kann man auch mit einzelnen Umschaltern versehen lassen (Netz-0-Not), natürlich vom Elektriker und die Vorgaben beachten, z.B. Umschaltung von L UND N.

Auf keinen Fall kann man über eine verbotene
Stecker-Stecker-Verbindung von der Steckdose Generator in eine
Steckdose Haus einspeisen !

Der Blitz soll den treffen, der nur daran denkt, das zu tun!

Hans

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Hallo Hans,

Man kann auch, um sich den Wartungsaufwand von
Verbrennungsmotoren zu sparen, einen Wechselrichter für 12V
beschaffen, den am Auto anschließen und damit wichtige
Verbraucher versorgen.

Das ist regelmäßig gewartet und springt dann auch an. Dann
tuckert das halt ein paar Stunden im Leerlauf. Wäre höchstens
eine Frage an die Autoleute, ob da was dagegen spricht.

  1. Der Wirkungsgrad ist wesentlich schlechter als mit einem Generator.
  2. Ohne Strom funktionieren die Tankstellen auch nicht, man braucht also ein grösseres Spritlager.
  3. Wenn wegen Schnee und Eis die Leitungen ausfallen, will man auch nicht zu einer weiter entfernten Tanke fahren, wenn man überhaupt durch kommt.

MfG Peter(TOO)

Solche Gedanken habe ich mir auch schon gemacht. Im Katastrophenfall bei dauerhaftem Ausfall aller Infrastruktur wären elektrische Jalousien und Fernseher allerdings das letzte, um das ich mir Sorgen machte.
In einem Haus, das dem Niedrigenergiestandard auch nur nahekommt, brauchst du selbst bei strengem Frost keine Heizung, wenn du für den Wohnkomfort keine höheren Ansprüche stellst als die meisten Deutschen im 19. Jahrhundert.
Leuchten kann man auch mit Kerzen. Brennholz für ein kleines Öfchen dürfte auch kein Problem sein. Man kann Konservenbüchsen einlagern. Ölsardinen z.B. halten ewig, auch Reis etwa, Knäckebrot übrigens nicht so.
Für meinen Standort wäre die Wasserversorgung das Hauptproblem. Wir hätten im Katastrophenfall, wenn die Wasserwerke ausfallen, 15 km zur nächsten sauberen Quelle. Einen sumpfigen Tümpel gibt es in 7 km Entfernung. Ein Familienvater wäre jeden Tag etliche Stunden mit dem Wasserholen befaßt. Ich würde wohl nach wenigen Wochen die Kanister unterwegs abstellen und micht tot auf die Straße legen.
Überhaupt fürchte ich, daß es in besonders dicht besiedelten Gegenden der Welt künftig zu Versorgungskatastrophen kommen könnte.

Im Katastrophenfall

Hallo,
das Bundesamt fuer Bevoelkerungsschutz sagt zu Stromausfall, ohne Strom durchhalten. Ueberhaupt steht da genau, was man generell stets eingelagert besitzen sollte, zB Wasser.
http://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKa…
Gruss Helmut

Hallo,

also das mit den Rolläden würde ich mir auch nochmals überlegen.

Strom ist wichtig für Heizung und WarmWasser.

Mehr kannst du dir gar nicht leisten, denn mehr als 20 l Benzin in einem Kanister oder 40 l Diesel im Kanister darf man Zuhause sowieso nicht lagern.

Und Nachschub an der Tanke bekommste nicht, da die bis auf 5 oder 6 Ausnahmen in Berlin (Regierung) in Deutschland keine Notstromversorgung haben.

Wichtiger wäre im Katastrophenfall schon ein Radio mit ausreichend Batterien (sehr sehr wichtig um Infos der Behörden mitzubekommen wie z. B. Ausgabeorte von warmen Essen, da ist der Katasrophenschutz ziemlich gut aufgestellt) Ein paar Konserven mit Essen das ggfs auch kalt gegessen werden kann und ausreichend Trinkwasser.

Ach ja, seit ich im KatS gearbeitet habe, fahre ich immer mit mindestens halbvollem Tank…

Grüße
miamei

Servus Peter

einen Wechselrichter für 12V
beschaffen, den am Auto anschließen und damit wichtige
Verbraucher versorgen.

Das ist regelmäßig gewartet und springt dann auch an. Dann
tuckert das halt ein paar Stunden im Leerlauf. Wäre höchstens
eine Frage an die Autoleute, ob da was dagegen spricht.

  1. Der Wirkungsgrad ist wesentlich schlechter als mit einem
    Generator

Da hab ich noch nicht drüber nachgedacht, es wäre mir aber für den eh ziemlich unwahrscheinlich eintretenden Fall der Fälle egal.

  1. Ohne Strom funktionieren die Tankstellen auch nicht, man
    braucht also ein grösseres Spritlager.

Wieviel braucht so ein Diesel- oder Ottomotor eigentlich pro Stunde im Leerlauf? Och übrigens hab ich bei einer Tankstelle schon mal die Drehrichtung in der Elektroverteilung notiert. Der Betrieb mit Stromerzeuger scheint mir nicht allzu schwierig.

  1. Wenn wegen Schnee und Eis die Leitungen ausfallen, will man
    auch nicht zu einer weiter entfernten Tanke fahren, wenn man
    überhaupt durch kommt.

Irgendjemand wird das dann schon tun wollen oder müssen.

Hans

Hallo Miamei,

ein interessanter Aspekt mit dem halbvollen Tank, danke fürs Reaktivieren meiner Gehirnzellen :smile: :smile: Auch ich war 10 Jahre kang im KatS.

Interessant ist vor allem die Tatsache, was will der Fragende wie lange überbrücken? Von welchem Fall X geht er aus? Einen mehrstündigen Stromausfall werden Kühl- und Gefrierschrank schon überstehen. Ich glaube auch nicht, dass bei einem großflächigen Ausfall die Pumpen von Wassserwerk und Gaswerke funktionieren … Und die tankstellen können auch kein Benzin nach oben befördern.

Zum Heizen der Wohnung wäre vielleicht ein Gasstrahler bei entsprechender Belüftung sinnvoll, mit einem Campinggrill kann man auch Speisen warmmachen.

Ich glaube, dass wir alle für einen Katastrophenfall, egal welcher Art, nicht vorbereitet sind, siehe den Stromausfall vor ein paar Jahren (umgeknickte Strommasten)

Gruß

Jürgen

Hallo Hans,

  1. Der Wirkungsgrad ist wesentlich schlechter als mit einem
    Generator

Da hab ich noch nicht drüber nachgedacht, es wäre mir aber für
den eh ziemlich unwahrscheinlich eintretenden Fall der Fälle
egal.

Bei Leerlaufdrehzahlen bringt so eine LiMa um die 300W, bei höheren Drehzahlen so um 1kW.

Im Leerlauf kannst du dann aber auch nur 300W über längere Zeit beziehen, Wenn due mehr beziehst als die LiMa liefert, kommt das aus der Batterie.

Das wird dann angetrieben von einem Motor mit 100kW.
Hinzu kommt noch, dass der Wirkungsgrad des Automotors stark Drehzahlabhängig ist. Irgendwo oberhalb des mittleren Bereich ist er optimal.

Bei einem Generator mit 1kW, hat der Motor nur eine etwas höhere Leistung.
Zudem haben Motoren für stationären Betrieb einen höheren Wirkungsgrad, weil diese auf eine bestimmte Drehzahl optimiert werden können.
Ein Automotor sollte über den ganzen Drehzahlbereich möglichst viel Leistung abgeben, was den Wirkungsgrad schlechter macht.

So ein 2kW Generator benötigt 0.2-0.3l/h Diesel.

MfG Peter(TOO)

„Mehr kannst du dir gar nicht leisten, denn mehr als 20 l Benzin in einem Kanister oder 40 l Diesel im Kanister darf man Zuhause sowieso nicht lagern.“

Zuhause nicht, aber in der Garage. In einer (Klein-)Garage in Baden-Württemberg darf man bis zu 20 Liter Benzin und bis zu 200 Liter Diesel lagern. Und mit 200 Litern brummt das Stromaggregat schon eine Weile. Wie viel es in anderen Bundesländern sind, steht in der jeweiligen Landesbauordnung.

MFG Alexander Kreis

„Mehr kannst du dir gar nicht leisten, denn mehr als 20 l
Benzin in einem Kanister oder 40 l Diesel im Kanister darf man
Zuhause sowieso nicht lagern.“

Zuhause nicht, aber in der Garage. In einer (Klein-)Garage in
Baden-Württemberg darf man bis zu 20 Liter Benzin und bis zu
200 Liter Diesel lagern.

Da frage ich mich bloß, wie man diese Menge legal in die Garage transportieren soll. Wenn man nicht direkt neben der Tankstelle wohnt, müsste man zehn Mal pendeln und jedes Mal einen 20-l-Kanister füllen/ausgießen… Mehr darf man im Auto ja offiziell nicht mitführen. Oder man hat einen Dieselmotor und pumpt den Tankinhalt des Autos jedes Mal um… :wink:

MfG,
Marius

Nach der „1000-Punkte-Regel“ des ADR-Rechts darfs Du sogar 1000 Liter Diesel in einem geeigneten Behälter spazierenfahren. Benzin wären es 333 Liter. Natürlich nicht auf dem Beifahrersitz aber z.B. mit einem Pickup mit einem Tank auf der Ladefläche (Ladungssicherung beachten!) ist das gar kein Problem. Die einzige Forderung, die das Fahrzeug erfüllen muss: Ein 2-kg-Feuerlöscher muss dabei sein.

Also Du könntest sogar noch Deine 4 Nachbarn mit Diesel mitversorgen. Das wäre kein Problem!

MFG Alexander Kreis

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